Magnetsystem., insbesondere für elektrische Resseinrichtungen. Für die Herstellung von Magnetsystemen für Messeinrichtungen und dergl., werden in steigendem Masse hochkoerzitivkräftige Dauer magnetwerkstoffe von der Art beispielsweise der Eisen-Aluminium-Nickellegierungen ver wendet. Diese Werkstoffe weisen Koerzitiv- kräfte von 350 Oersted und darüber auf und sind durch eine bemerkenswert geringe Permeabilität ausgezeichnet.
Bei Verwendung dieses Werkstoffes zur Herstellung von Magnetsystemen für Mess- einrichtungen und dergl. ergeben sich ins besondere dann Schwierigkeiten, wenn die für derartige Werkstoffe besonders günstige geschlossene Ringform gewählt werden soll. Die gleichen Schwierigkeiten treten auf, wenn an Stelle des geschlossenen Ringes ein Magnet verwendet wird, der aus mehreren Magnet körpern besteht, die mit nur geringen Zwi schenräumen zu einem ringartigen, obwohl im Detail eckige oder ovale Formen auf weisenden Gebilde zusammengesetzt sind.
Gemäss der Erfindung ist das Magnet system gekennzeichnet durch einen ring förmigen Magneten aus einem Werkstoff hoher goerzitivkraft, der zwei zu seiner Hauptachse senkrechte Abschlussflächen ent gegengesetzter Polarität aufweist, auf denen Weicheisenplatten befestigt sind, die mit mindestens je einem in den Innenraum des Magnetes hineinragenden Polansatz versehen sind, so dass der Nutzkraftfluss senkrecht zum graftfluss im Magneten ist.
Auf diese Weise kann für das Magnet system eine gedrängte Bauart mit geringen Streuverlusten erreicht werden.
In der beiliegenden Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen standes dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch das in Fig.2 in Draufsicht gezeigte Magnetsystem, Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch das in Fig. 4 in Draufsicht dargestellte Magnet system. Der Magnet aus hochkoerzitivkräftigem Werkstoff hat in dem System gemäss Fig. 1 und 2 geschlossene Ringform.
Dieser Magnet ring 1 ist in bekannter Weise derart magneti siert, dass die in der Zeichnung obere Seite des Ringes die eine, und die untere Kante des Ringes die andere Polarität aufweist. Der innere Ringraum ist von zwei Weich eisenplatten 2 und 3 abgedeckt. Diese Plat ten haben kreisringförmige Gestalt und wer den durch Schrauben 4 aus nichtmagnetischem Werkstoff wie Messing oder dergl. in ihrer Lage festgehalten und zum festen Anliegen an den Ringmagneten gebracht. Falls erfor derlich, kann, wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich, der Ringkörper des Magnetes 1 mit Ausbuchtungen zur Aufnahme der Schraubgewinde versehen sein.
Die obere Platte 2, die in dem beschrie benen Beispiel mit dem Nordpol des Ringes verbunden ist, trägt einen nach unten in den freien Ringraum des Magnetes 1 hineinragen den Ansatz 5, der mit der Platte aus einem Stück gefertigt ist, aber auch als Einzelstück an derPlatte in geeigneterWeise befestigt sein könnte. Dieser Ansatz erstreckt sich bis zur Aussenkante der auf der andern Seite des Magnetringes befestigten Platte 3. In ent sprechender Weise ist die Platte 3 mit einem Ansatz 6 versehen. Die Ansätze sind so aus gebildet, dass sie einen konzentrisch zur Mittelachse des Ringmagnetes 1 liegenden Kreiszylinderraum 7 bilden.
Infolge ihrer Anordnung zeigen die beiden Ansätze ver schiedene Polarität und der Nutzkraftfluss, der über dem im Raum 7 befindlichen Anker der Messeinrichtung und dein ringförmigen Luftspalt geschlossen wird, steht senkrecht auf dem Magnetkraftfluss.
Unter Anwendung der für den hoch- koerzitivkräftigen Werkstoff besonders gün stigen Ringmagnetform, die in einfacher Weise als Gussstück hergestellt werden kann, wird auf diese Weise unter weitestgehender Aus nutzung des zur Verfügung stehenden Kraft flusses ein ausserordentlich gedrängtes Magnet system für Messeinrichtungen und dergl. ge schaffen. In den Fig. 3 und 4 ist kein vollkommen geschlossener Ringmagnet vorgesehen. Der Magnet besteht hier aus zwei Magnetkörpern 8 und 9, die so angeordnet sind, dass zwi schen ihren Enden ein Spalt 10 verbleibt.
Die Anordnung kann auch so getroffen wer den, dass der Zwischenraum an eine andere Stelle verlegt wird, oder aber es kann auf den Spalt 10 ganz verzichtet und die beiden 11lagnetkörper können zum Anliegen anein ander gebracht werden. Die beiden Magnet körper werden so magnetisiert, dass die in der Zeichnung obere Seite die eine und die untere Seite die andere Polarität erhalten. Oben und unten sind an den Magnetkörpern 8 und 9 Weicheisenplatten 11 und 12 aufgelegt und mittels Schrauben 13 aus nichtmagne tischem Werkstoff in ihrer Lage festgehalten und zum festen Anliegen an die Magnet körper gebracht. Die Platten 11 und 12 sind mit je einer symmetrisch zu der Längsachse des Magnetes liegenden viereckigen Öffnung 14 versehen.
Zur Umlenkung des Nutzkraftflusses um 90 gegenüber dem Magnetkraftfluss ist an der obern Platte 11 an der einen Kante der Öffnung 14 ein Lappen 15 senkrecht nach unten in den Innenraum des Magnetes hin eingebogen. An der Platte 12 ist ein ent sprechender Lappen 16 derart senkrecht nach oben gebogen, dass er dem Lappen 15 genau gegenübersteht. Infolge ihrer Verbindung mit den gegenüberliegenden Enden des Magnetes haben, diese Lappen 15 und 16, die zweck mässig mit den Platten 11 und 12 durch Ausstanzen aus einem Stück hergestellt sind, verschiedene Polarität.
An diesen Lappen werden in geeigneter Weise durch Ver schrauben, Vernieten oder Verlöten die Pol schuhe 17 und 18 befestigt, zwischen denen sich das magnetische Nutzflussfeld ausbildet.
Ein grundsätzlicher Unterschied ergibt sich nicht, wenn an Stelle des ringförmigen Magnetes nach den Fig. 1 und 2 oder der gemäss Fig. 3 und 4 gewählten Form, der Magnet im Detail eckige oder ovale Formen aufweist. Wichtig ist indes, dass zwischen dem Magneten und den in den Innenraum hineingezogenen Ansätzen der Weicheisen- platten ein genügender Zwischenraum vor gesehen wird, um die Streuverluste zu ver ringern.
In Fig. 1 und 2 ergibt sich dieser Abstand durch die Ringform von selbst, während bei der Ausführungsform gemäss den Fig. 3 und 4 der genügende Abstand erzielt wird durch eine angemessene Aus wölbung 20.
In den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen ist von jeder Weich eisenplatte lediglich ein Ansatz in den Innen raum hineingezogen, so dass lediglich zwei Polansätze bezw. Polschuhe verschiedener Polarität entstehen. Die Anordnung kann in des auch so getroffen werden, dass von jeder Platte mehrere Polansätze in den Innenraum hineingezogen werden, denen ebensovie.le nach innen hineingezogene Polansätze der gegen überliegenden Platte entgegenstehen. Im In nenraum entsteht auf diese Weise eine Art Verzahnung aufeinanderfolgender Pole wech selnder Polarität.
Diese Anordnung könnte auch für kleine Motoren oder Dynamos ver wendet werden, bei denen es darauf an kommt, bei einem vorgeschriebenen Anker- durchmesser ein möglichst grosses Magnet volumen vorzusehen.