CH204601A - Durchfluss-Röhrendampferzeuger. - Google Patents
Durchfluss-Röhrendampferzeuger.Info
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Description
Durchfiuss-Röhrendampferzeuger. Die Erfindung bezieht sich auf einen Durchfluss-Röhrendampferzeuger, bei wel chem die Gesamtmenge des Arbeitsmittels innerhalb der Verdampfungszone des Rohr systems, also an einer Stelle, wo das Arbeits mittel noch Wasser enthält, in einen Ab- scheider geführt wird, aus dem eine Teil menge des noch nicht verdampften Wassers ständig abgeführt wird, während der noch Wasser enthaltende Dampf in einen Nach verdampfer strömt.
Wenn zur Entsalzung eines Dampferzeu gers aus einem Abscheider eine Teilmenge entnommen wird, so kann die Salzkonzentra tion im Gesamtkreislauf des Arbeitsmittels durch die ganze Anlage so eingehalten wer den, dass sie beständig unter dem höchst zulässigen Wert bleibt. Entsteht jedoch zum Beispiel infolge einer Beschädigung eines Kondensators ein Salzeinbruch in den Ge samtkreislauf, so ergibt sich in kürzester Zeit eine Konzentration der Salze, die über dem höchstzulässigen Wert liegt.
Um dies zu ver hüten, bezw. nach einem Salzeinbruch die Konzentration möglichst rasch wieder unter den höchstzulässigen Wert zu bringen, wird gemäss der Erfindung zur Abführung des Wassers aus dem Abscheider nicht nur eine Abflussöffnung mit gleichbleibendem Durch flussquerschnitt, sondern auch noch eine Ab flussöffnung vorgesehen, deren Durchfluss- querschnitt nach Massgabe eines hinter dem Abscheider in das Rohrsystem des Dampf erzeugers eingebauten Thermostaten einge stellt wird.
Beim Ansteigen der Salzkonzentration infolge Salzeinbrüchen schäumt das Wasser im Abscheider auf, was zur Folge hat, dass wesentlich mehr Wasser mit dem Dampf aus dem Abscheider in den Nachverdampfer strömt. Der hinter dem Abscheider einge baute Thermostat wird durch die Wasser vermehrung so beeinflusst, dass der Durch flussquerschnitt der veränderlichen Abfluss- öffnung vergrössert wird.
Es wird somit dem Abscheider eine vergrösserte Flüssigkeits menge entnommen, und zwar so lange, bis der Salzeinbruch behoben und die Salzkon- zentration im Gesamtkreislauf wieder unter das höchstzulässige Mass gebracht ist.
Die Wirkung der Entsalzung kann da durch noch wesentlich verbessert werden, dass der Sollwert des hinter dem Abscheider an- geordneten Thermostaten verändert werden kann.
Ein Beispiel des Erfindungsgegenstandes ist auf der Zeichnung vereinfacht dargestellt. Die Speisepumpe 1 fördert die Speise- flüssigkeit in den Vorwärmer I, aus dem sie unter Umständen schon in geringer Menge in verdampftem Zustand in den Verdampfer II gelangt.
Ein grösserer Teil der Flüssigkeit wird verdampft und nur ein geringerer Teil noch in flüssiger Form mit dem Dampf zu sammen in den Abscheider 3 geführt. Eine mit einer Abflussöffnung von gleichbleiben dem Durchflussquerschnitt versehene Leitung 5 führt eine Teilmenge der abgeschiedenen Flüssigkeit aus dem Dampferzeuger fort.
Eine andere, mit einer Regelvorrichtung 7 versehene Leitung kann einen weitern Teil der abgeschiedenen Flüssigkeit fortführen. Der Durchflussquerschnitt der in der Regel vorrichtung 7 enthaltenen Abflussöffnung kann nach Massgabe des hinter dem Abschei- der in das Rohrsystem des Dampferzeugers eingebauten Thermostaten 4 eingestellt wer den.
Der nicht aus dem Abscheider fortge- führte Teil der Flüssigkeit wird vom Dampf mitgerissen und gelangt in den Nachver dampfer HI. Der Dampf, der am Ende des Nachverdampfers schon etwas überhitzt ist,
strömt durch das Temperäturmessrohr des Thermostaten 4 in den Überhitzer IV. Nach dem Ausströmen aus dem Dampferzeuger passiert der auf die Endtemperatur über hitzte Dampf das Messrohr eines zweiten Thermostaten 8 und gelangt dann zur Kraft- maschine 13.
Nach der Entspannung gelangt der Dampf in den Kondensator 14. Das Kon- densat wird mit Hilfe der Rücklaufpumpe 15 in einen Speisewasserbehälter 16 gefördert, aus dem der Gesamtkreislauf des Arbeits mittels von neuem beginnt.
Der vom Dampf zuerst beeinflusste Thermostat 4 steuert das' Speiseregelorgan 2 und das Regelorgan 6 der Feuernngsvorrich- tung. Der vom Arbeitsmittel nachher durch strömte;
zweite Messstrang des Thermostaten 8 beeinflusst das Regelorgan 9 in der Zufüh- rungsleitung für zusätzliches Arbeitsmittel. Eine Grenzbeeinflussung kann vom Thermo stat 8 ausserdem auf das Regelorgan 10 eines Durchflussorganes in der Frischdampfleitung und auf das Regelorgan 12 eines Durchfluss- organes in einer
Umgehungsleitung ausgeübt werden.
Der Druckempfänger 11 steuert das Re gelorgan 10 so, dass bei steigendem Druck der Querschnitt des Durchflussorganes vergrössert und bei sinkendem Druck verkleinert wird. Hat das Regelorgan 10 den grössten Durch- flussquerschnitt eingestellt, ohne dass ein Stei gen des Druckes weiter verhindert wird, so beginnt ach das Regelorgan 12 das Durch flussorgan in der Umgehungsleitung zu öffnen.
Mindestens der Thermostat 4 besitzt eine Vorrichtung, mit deren Hilfe der Sollwert verändert werden kann, Mit dieser Vorrich tung kann die Temperatur eingestellt wer-, den, auf welche der Dampf mit Hilfe des Thermostaten 4 und der Regelvorrichtungen 2 und 6 und 7 eingeregelt wird.
Die Einstellung des Sollwertes des Thermostaten 4 wird gewöhnlich so wenig über der Sattdampftemperatnr liegen, dass der Zustand des Dampfes des den Abscheider durchströmenden Arbeitsmittels noch im Nassdampfgebiet gelegen ist,
das heisst dass der in den Abscheider strömende Dampf noch eine bestimmte Flüssigkeitsmenge besitzt.
Wenn die Salzkonzentration des mit dem Dampf in den Abscheider gelangenden Was- sers ansteigt, so tritt das bekannte Aufschäu men ein, was zur Folge hat, dass eine grössere Menge der konzentrierten Salzlösung mit dem Dampf in den Nachverdampfer gelangt und deshalb die Temperatur des den Thermo staten 4 beeinflussenden Dampfes fällt.
Da durch wird der Durchflussquerschnitt der Re= gelvorrichtung 7 vergrössert, so dass eine ver mehrte Menge der konzentrierten Salzlösung abgeführt wird. Durch Veränderung des Sollwertes des Thermostaten 4 hat man es in der Hand, die Salzkonzentration des mit dem Dampf in den Abscheider 3 gelangenden Wassers einzustel len.
Wird nämlich durch Erhöhung des Soll wertes der Flüssigkeitsanteil des in den Ab- scheider strömenden Dampfes vermindert, so muss sich die Salzkonzentration erhöhen. Um gekehrt wird bei Erniedrigung des Sollwertes ein vergrösserter Flüssigkeitsanteil mit dem Dampf in den Abscheider gelangen, so dass die Konzentration vermindert wird.
Durch geeignete Verstellung des Sollwertes kann die Konzentration des in den Abscheider ge langenden Flüssigkeitsanteils so eingehalten werden, dass bei der Entnahme einer Teil menge die Konzentration des Gesamtkreis laufes unter dem höchstzulässigen Wert ge halten werden. kann.
Unter Umständen können hinter dem Ab scheider 3, zum Beispiel unmittelbar von dem Thermostat 4 oder nach einem zwischen dem Thermostat 4 und dem Nachverdampfer III eingeschalteten Vorüberhitzer, noch weitere Abscheider in den Rohrstrang eingeschaltet werden, aus denen nur zeitweise Flüssigkeit entnommen wird, nämlich dann, wenn die Verdampfungszone einmal vorgeschoben wurde. Die beiden Durchflussöffnungen kön nen selbstverständlich auch in einem einzigen Durchflussorgan untergebracht sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Durchfluss-Röhrendampferzeuger, bei wel chem die Gesamtmenge des Arbeitsmittels innerhalb der Verdampfungszone des Rohr systems, also an einer Stelle, wo das Arbeits mittel noch Wasser enthält, in einen Ab- scheider geführt wird, aus dem eine Teil menge des noch nicht verdampften Wassers ständig abgeführt wird, während der noch Wasser enthaltende Dampf in einen Nach verdampfer strömt, dadurch gekennzeichnet,dass zur Abführung des Wassers aus dem Abscheider nicht nur eine Abflussöffnung mit gleichbleibendem Durchflussquerschnitt, sondern auch noch eine Abflussöffnung vor gesehen ist, deren Durchflussquerschnitt nach Massgabe eines hinter dem Abscheider in das Rohrsystem des Dampferzeugers eingebauten Thermostaten eingestellt wird, zum Zweck, bei Salzeinbrüchen die Abschlämmenge so fort vergrössern zu können.UNTERANSPRü CHE 1. Durchfluss-Röhrendampferzeuger nach Pa tentanspruch, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung, mit deren Hilfe der Sollwert des Thermostaten verstellt werden kann.2. Durchfluss-Röhrendampferzeuger nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Thermostat nicht nur die Abfluss- öffnung mit veränderlichem Durchfluss- querschnitt, sondern auch ein Regelorgan für das Speisemittel beeinflusst.
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Cited By (4)
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|---|---|---|---|---|
| DE1032749B (de) * | 1954-07-12 | 1958-06-26 | Siemens Ag | Einrichtung zur selbsttaetigen Speisewasserregelung eines Zwangdurchlaufkessels |
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| DE1236526B (de) * | 1958-12-23 | 1967-03-16 | Siemens Ag | Einrichtung zur Einregelung des Verhaeltnisses Kuehlmittel zu Speisewasser bei Zwangdurchlaufkesseln |
| EP1671709A1 (de) * | 2004-12-13 | 2006-06-21 | Kärcher Futuretech GmbH | Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen von Heissdampf für Reinigungs- oder Dekontaminationszwecke |
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