CH204718A - Verfahren zur Herstellung von Polyvinylverbindungen enthaltenden, plastischen bis festen Formkörpern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polyvinylverbindungen enthaltenden, plastischen bis festen Formkörpern.

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CH204718A
CH204718A CH204718DA CH204718A CH 204718 A CH204718 A CH 204718A CH 204718D A CH204718D A CH 204718DA CH 204718 A CH204718 A CH 204718A
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    • C08L29/14Homopolymers or copolymers of acetals or ketals obtained by polymerisation of unsaturated acetals or ketals or by after-treatment of polymers of unsaturated alcohols
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Polyvinylverbindungen    enthaltenden,  plastischen bis festen Formkörpern.    Im Hauptpatent ist ein Verfahren zur  Herstellung von     Polyvinylverbindungen    ent  haltenden, plastischen bis festen Formkör  pern beschrieben, gemäss welchem man in  Wasser lösliche oder     quellbare        Polyvinyl-          verbindüngen    enthaltende Produkte mit Me  tallverbindungen behandelt, die auf diese       Polyvinylverbindungen    gerbend wirken.  



  Es wurde nun gefunden, dass man zu dem  gleichen Ergebnis gelangt, wenn man an  Stelle von Metallverbindungen organische  Farbstoffe,     vorzugsweise    solche der Kongo  rotgruppe, verwendet.  



  Auch solche Farbstoffe besitzen die über  raschende Fähigkeit, die mechanischen, ther  mischen,     kolloidchemischen    und chemischen  Eigenschaften von     Polyvinylalkoholen,    ins  besondere den höher polymeren Formen und  ihren     Estern,        Acetalen    und     Äthern    stark zu  verändern in analoger Weise zu beeinflussen  wie die im Hauptpatent erwähnten Metall-         verbindungen.    Daraus ergab sich eine eigen  artige     Abänderung    der Arbeitsweise gemäss  dem Hauptpatent zur Steigerung beispiels  weise der Viskosität, Elastizität, Zähigkeit,  Reiss-, Biege- und Druckfestigkeit,

       Temperatur-          und    Kochbeständigkeit,     Undureblässigkeit     gegen Gase, Dämpfe und Flüssigkeiten und  der Beständigkeit gegen Wasser und orga  nische Lösungsmittel bei der Herstellung von  Formkörpern aus die genannten     Polyvinyl-          verbindungen    enthaltenden Stoffen.

   Diese  Arbeitsweise ist ebenfalls je nach Wahl des  wirkenden Agens und der zu behandelnden       Polyvinylverbindung,    sowie der Einwirkungs  bedingung vielseitig     abstufbar.    Die     Farbstoffe     können auf die zerkleinerten,     verpasteten,     suspendierten, gelösten oder geschmolzenen       bezw.        plastifizierten    Stoffe zur Einwirkung  gebracht     werden;.    man kann sie solchen Aus  gangsmassen zusetzen und erst nach der Ver  formung zu Gebrauchsgegenständen durch die      Zeitdauer der Wirkung oder gegebenenfalls  auch durch Temperaturerhöhung auf unter  <B>1000</B> oder Belichtung zur Auswirkung ge  langen lassen;

   man kann sie schliesslich auch  auf fertige     Forrnkörper    wie beispielsweise  Fäden, Filme, Schläuche - insbesondere auch  Schläuche für Treibstoffleitungen -, Röhren  und     Presslinge    aller Art nachträglich ein  wirken lassen, und dadurch je nach Wahl  der Bedingungen eine mehr oder weniger  oberflächliche oder     tiefgreifende        Veränderung     in gewünschtem Sinne erzielen.

   Bei a11 die  sen Einwirkungen können die     Polyvinyl-          alkohole    oder ihre Derivate auch mit den  in der Technik plastischer Massen üblichen  Zusätzen wie Weichmachern, Füllstoffen,  Pigmenten und     dergl.    oder mit andern  plastischen     blassen    irgendwelcher Art kombi  niert sein.

   Man hat deshalb auch die     Nög-          lichkeit,    ungünstige Nebenwirkungen ein  zelner Komponenten, wie     beispielsweise    eine  unerwünschte Beeinflussung der Beständig  keit gegen Lösungsmittel durch den Weich  macher oder eine durch den     Füllstoffgehalt     bedingte     Quellbarkeit    und     dergl.    zu paraly  sieren.  



  Für die Behandlung von Produkten, die  zur Verwendung in der Textilindustrie be  stimmt sind, wird ein Schutz nicht bean  sprucht.  



  <I>Beispiel 1:</I>       Eine        1.0        %ige        wässrige        Lösung        von        mittel-          viskosem        Polyvinylalkohol    wurde in einer  Form mit dem gleichen Volumen einer       l%igen        wässrigen        Lösung        von        Kongorot     vermischt. Die Viskosität der Lösung     nalrnr     ständig zu. Nach 2 Tagen war sie zu einer  festen Masse erstarrt.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Es wurde gemäss Beispiel 1 verfahren,  jedoch eine Lösung von hochviskosem     Poly-          vinylalkohol    verwendet. Dabei wurde die       Masse    schon 5 Minuten nach der Ver  mischung der Lösungen fest.  



       Beispiel   <I>3:</I>       Eine        10        %ige        wässrige        Lösung        von        hoch-          viskosem        Polyvinylalkohol    wurde vorsichtig         mit        einer        1%igen        wiissr#igen        Lösung        von     Kongorot     überschichtet.    An der Grenzfläche  entstand ein Film von     hervorragenden        

  mecha-          nisohen        Eigenschaften,    der sich als wasser  beständig erwies. Die unterhalb des Films  abgezapfte     Polyvirrylalkolrollösung,    sowie die  oberhalb abgegossene     Kongorotlösung    konn  ten nach demselben eigenartigen Verfahren  weiter auf Filme verarbeitet werden.  



  Je nach dem zu behandelnden     Material          bezw.        Formling    und der Richtung der be  absichtigten Veränderung     läf,)t    sich die An  wendung des Verfahrens in der mannig  fachsten Weise variieren. Statt des Kongo  rots können andere Farbstoffe derselben  Gruppe oder aber Farbstoffe mit einer ab  gestuft anders gerichteten Wirkung heran  gezogen werden.

   Das Verfahren kann mit  einer Härtung     bezw.        Beizung,        Gerbung    und       dergl.    mit Hilfe von     Metallverbindungen,          beispielsweiseChromverbindungen,gegebenen-          falls    unter Beförderung oder Auslösung der  Wirkung durch Belichtung,     und/oder    mit       Anhydrideu,    Aldehyden, Gerbstoffen und       dergl.,    sowie mit thermischen Behandlungs  methoden kombiniert werden. Auf diese Weise  gelingt es, den verschiedenartigsten Anforde  rungen zu entsprechen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Polyvinyl- verbindungen enthaltenden, plastischen bis festen Formkörpern, dadurch gekennzeichnet, dass rnan in Wasser lösliche oder quellbare Polyvinylverbindungen enthaltende Produkte mit organischen Farbstoffen behandelt, die auf diese Polyvinylverbindungen gerbend wirken. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Farbstoffe der Kongorotgruppe verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man fertige Form- linge, die in Wasser lösliche oder quell- bare Polyvinylverbindungen enthalten, mit organischen Farbstoffen behandelt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Produkte neben der Behandlung mit den organischen Farbstoffen auch noch einer Beeinflussung durch Licht unterwirft. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Produkte neben der Behandlung mit den organischen Farbstoffen auch noch einer thermischen Behandlung unterwirft. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Behandlung mit den organischen Farbstoffen mit einer solchen mit Metallverbindungen, die auf die Polyvinylverbindungen gerbend wir ken, verbindet. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unter- anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die thermische Behandlung bei Tempe raturen unter 100 C erfolgt. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Polyvinylverbindun- gen enthaltende Produkte während ihrer Verformung der Einwirkung organischer Farbstoffe unterworfen werden.
CH204718D 1935-06-05 1936-06-04 Verfahren zur Herstellung von Polyvinylverbindungen enthaltenden, plastischen bis festen Formkörpern. CH204718A (de)

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