CH205174A - Verfahren zur Herstellung von Kohlenstoff unter gleichzeitiger Bildung von Wasserstoff oder Wasserstoff enthaltenden Gasen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kohlenstoff unter gleichzeitiger Bildung von Wasserstoff oder Wasserstoff enthaltenden Gasen.

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CH205174A
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gas
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Aktien-Gesell Stickstoff-Werke
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Bayerische Stickstoff Werke Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/44Carbon
    • C09C1/48Carbon black
    • C09C1/54Acetylene black; thermal black ; Preparation thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Kohlenstoff unter gleichzeitiger Bildung von  Wasserstoff oder Wasserstoff enthaltenden Gasen.    Die Herstellung von Russ und Wasser  stoff durch Spaltung von unter Wärmeent  wicklung sich zersetzenden Kohlenwasser  stoffen, insbesondere von Acetylen, ist an  sich bekannt. Doch hat man entweder nicht  kontinuierlich gearbeitet oder den Wasser  stoff verbrennen lassen oder besondere Hilfs  massnahmen oder katalytisch wirkende Zu  sätze benötigt, die eine     Verunreinigung    des  Russes hervorrufen. Derartige Nachteile haben  die     Anwendung    der bereits     bekannten    Ver  fahren um so mehr behindert, als auch die  Qualität des Russes wie des Wasserstoffes den  Anforderungen wichtiger Anwendungsgebiete  im allgemeinen nicht entsprach.

   Bei dem er  findungsgemässen Verfahren zur     Herstellung     von Kohlenstoff unter gleichzeitiger Gewin  nung von Wasserstoff oder Wasserstoff ent  haltenden Gasen wird im Gegensatz zu den  bisherigen Verfahren mit sehr starken, unter  Wärmeentwicklung spaltende Kohlenwasser  stoffe enthaltenden Gasströmen gearbeitet,    zweekmässigerweise mit sehr starken Ace  tylen-Gasströmen, indem die zu spaltenden  Kohlenwasserstoffe bezw. Kohlenwasser  stoffgemische nach Einleitung des Dissozia  tionsprozesses, zweckmässig ohne weitere  Wärmezufuhr, in mindestens der 10fachen  M4Zenge von derjenigen Gas- bezw.

   Gas  gemischmenge, die zur     kontinuierlichen          Aufrechterhaltung    der     Dissoziationsreaktion     unter den     Arbeitsbedingungen        notwendig     wäre, dem Spaltraum     kontinuierlich    zuge  führt wird.

   Dadurch ist es überraschender  weise möglich, durch Spaltung von     endo-          thermen        gohlenwasserstoffen,    insbesondere  Acetylen, nur auf Grund ihrer Reaktions  wärme kontinuierlich     und    bei praktisch voll  ständiger Ausbeute sowohl den Wasserstoff  als solchen, als auch unmittelbar einen hoch  wertigen Russ zu gewinnen.     Über    die zur  Erzielung einer     kontinuierlichen        Spaltung          notwendige    Gasmenge wird erfindungsgemäss  also ein wenigstens     10facher        Überschuss    ein-      gestellt.

   Man kann auch mehrere solcher  Gasströme zusammenwirken lassen. wobei die  Gesamtmenge oder jeder dieser Teilströme  den genannten Bedingungen des mindestens  10fachen Überschusses entspricht.  



  Die Aufgabe, einen verunreinigungs  armen Russ und Wasserstoff zu gewinnen, ist  damit im Gegensatz zu den früheren Ver  fahren auf eine überraschend einfache und  vorteilhafte Weise gelöst. Nach der vor  liegenden Erfindung kann zum     Beispiel    ohne  besonders beheizte Flächen gearbeitet wer  den, wodurch eine wesentliche Vereinfachung  der apparativen Anlage und der Betriebs  weise bei erhöhter Sicherheit erzielt wird.  Überraschend ist weiterhin der gegenüber  bisherigen Verfahrensweisen herabgesetzte  Methangehalt des Wasserstoffes, der zum  Beispiel weniger als 0,2%, insbesondere 0,1  bis 0,0 Ö beträgt. Die Ausbeuten sind prak  tisch vollständig, und es werden in verhält  nismässig kleinen Apparaturen grosse Um  sätze erzielt.

   Die Raum-Zeit-Ausbeute des  neuen Verfahrens wird von den früheren  Verfahren auch nicht annähernd erreicht.  



  Der Überschuss über die zur kontinuier  lichen Aufrechterhaltung der Dissoziations  reaktion notwendige Gasmenge, z. B. Ace  tylenmenge, wird zum Beispiel auf min  destens das 50fache oder mindestens das     100-          fache    eingestellt. Hierdurch werden über  raschenderweise besondere Qualitäten des an  fallenden Russes erhalten, die diesen für die  Zwecke der verschiedensten Industrien, z. B.  der des synthetischen Kautschuks und des  Naturgummis, sowie der Erzeugung von  Druckfarben, der Herstellung von Elementen  und dergleichen, hervorragend geeignet  machen. Diese Russe weisen zum Beispiel  hinsichtlich der Teilchengrösse, Deckkraft,  Leitfähigkeit sowie Einmischbarkeit und Ak  tivität ausgezeichnete Eigenschaften auf.  



  Bei geänderten Abktihlungsbedingungen  kann man auch einen an Verunreinigungen  armen graphitischen Kohlenstoff erhalten.  



  Das neue Verfahren ist auf alle bei der  Spaltung Wärme liefernde Kohlenwasser  stoffe oder deren Gemische anvendbar, bei-         spielsweise    auf gasförmige oder vergaste  Acetylenverbindungen, Vinylderivate, Ole  fine, cyclische und sonstige endotherme  Kohlenwasserstoffe. Besonders vorteilhaft  ist die Verarbeitung von Acetylen selbst zur  Herstellung eines hochwertigen, an Verun  reinigungen armen Russes und sehr reinen  Wasserstoffes. Man kann auch unter Wärme  entwicklung spaltende Kohlenwasserstoffe,  wie Acetylen oder andere, im Gemisch mit  Stickstoff oder Stickstoff enthaltenden  Gasen in solcher Menge anwenden, dass neben  einem hochwertigen Russ bezw. Kohlenstoff  ein zur direkten Weiterverarbeitung geeig  netes reines Stickstoff-W asserstoff-Gemisch  anfällt, z. B. für die Ammoniaksynthese.  



  Das Verfahren lässt sich so ausführen,  dass das unter Wärmeentwicklung spaltende  Gas bezw. Gasgemisch aus einer oder meh  reren Öffnungen, z. B. Düsen, in einen Re  aktionsraum eintritt. Die Einleitung der  Spaltung wird in an sich bekannter Weise  durch elektrische Funken, glühende bezw.  beheizte Flächen, durch anfängliche Verbren  nung der zu verarbeitenden oder anderer  Gase, z. B. aus der bezw. den Spaltdüsen,  oder dergleichen, bewerkstelligt.

   Eine Dre  hung     bezw.        Durchwirbelung    des Gasstromes       bezw.    der Gasströme kann die Zersetzungs  geschwindigkeit begünstigen, während in an  dern Fällen gerade die Ausbildung gleich  mässiger     laminarer    Ströme Vorteile für die       Russeigenschaften    bietet. Auch Düsen mit  mehreren Öffnungen, z. B. mit Netzen ver  schlossene Düsen, sind anwendbar.  



  Besonders vorteilhaft ist auch die Ver  arbeitung von bei der Spaltung Wärme lie  fernden Gasgemischen von     endothermen    und       exothermen        Kohlenwasserstoffen,    z. B. von  Acetylen oder Acetylenverbindungen,     Ole-          finen    oder dergleichen im Gemisch mit ge  sättigten oder ungesättigten     acyclischen    oder       cyclischen        Kohlenwasserstoffen.    Als Kom  ponenten des Gasgemisches kommen z. B.

    Methan. Äthylen, Benzol,     Cyclohexan    und  deren Homologe, wie Naphthalin     usw.    in Be  tracht, die eine Vermehrung der Erzeugung       bezw.    eine Beeinflussung der Eigenschaften      der Spaltprodukte gestatten. Methan und  Leuchtgas erhöht zum Beispiel die Wasser  stofferzeugung unter     Gewinnung    weniger  aktiver (halbaktiver) bis inaktiver     Buss-          sorten,    die beispielsweise weiche und ela  stische Vulkanisate ergeben, und zum Bei  spiel für     Spezialkautschuke    oder Sonder  zwecke, beispielsweise wie Perdurene, Buna  oder dergleichen geeignet sind. Zusatz von  Naphthalin ist für die Bussmenge und Ak  tivität bedeutsam.  



  Vorteile entstehen unter Umständen,  wenn die zu spaltenden Kohlenwasserstoffe  heiss bezw. vorgewärmt angewendet werden.  Auf diese Weise lassen sich die Tempera  turen der Dissoziationsreaktion in gewünsch  ter Weise beeinflussen. Besondere Bedeutung  erhält Energiezufuhr bezw. Vorwärmung des  Frischgases in Gegenwart von solchen Ar  beitsbedingungen, bei denen ohne Energie  zufuhr bezw. Vorwärmung eine kontinuier  liche Spaltung nicht oder nur schwer ge  lingt. Das ist zum Beispiel besonders unter  Anwendung eines von     gekühlten    Wänden  umgebenen freien Raumes durchzuführen,  innerhalb dessen die flammenartige Spal  tung     stattfinden    soll, oder bei sonstiger star  ker Abkühlung der Dissoziationszone durch  Strahlung, Leitung oder dergleichen.

   Unter  diesen     Arbeitsbedingungen    war eine Spalt  flamme bisher nur bei gleichzeitiger so weit  gehender     Verbrennung    der zu spaltenden  Kohlenwasserstoffe möglich, dass dadurch  verminderte Zersetzungsausbeuten, Verunrei  nigungen des Spaltgases durch Wasserdampf,  Kohlenoxyd und dergleichen, erhöhte Explo  sionsgefährlichkeit usw. entstanden. Alle  diese Nachteile können durch Energiezufuhr  bezw. Vorwärmung des Gases bezw. Gas  gemisches vermieden werden. Energiezufuhr  bezw.

   Vorwärmung des Frischgases ist fer  ner bei der Verarbeitung von solchen unter       Wärmeentwicklung    spaltenden Kohlenwasser  stoffen bezw. solchen Gasgemischen bedeut  sam, deren kontinuierliche Spaltung infolge  zu geringer Wärmeentwicklung ohne An  wendung dieser Massnahmen in von gekühlten  Wänden umgebenen Räumen nicht statt-    findet. Solche Gasmischungen sind zum Bei  spiel schwach     endotherme    Kohlenwasser  stoffe oder Mischungen mit     inerten    Gasen,  wie Stickstoff, Wasserstoff oder dergleichen.

    Bei diesen gelingt es ebenfalls durch Rege  lung der     Energiezufuhr        bezw.    Vorwärme  energie überraschenderweise einfach, die       Temperaturverhältnisse    während der flam  menartigen     Spaltung        und/oder        unmittelbar     nachher so weitgehend zu     beeinflussen,    dass  zum Beispiel Spezialrusse von gewünschten  Qualitäten in gleichmässiger Beschaffenheit  erhalten werden. Mit Vorteil werden Reak  tionsgemische von     Acetylen-Bildungsprozes-          sen    oder Abgase aus     Hydrierungsprozessen     nach wenigstens teilweiser Umwandlung in  Acetylen verwendet.

    



  Es wurde weiterhin gefunden, dass der       flämmenartige        Dissoziationsprozess    sowohl  bei gewöhnlichem, als auch erhöhtem Druck       stattfinden        kann.    Bei     Verarbeitung    von Ace  tylen oder Acetylen enthaltendem Gas  gemisch wird der Druck im     Reaktionsraum     auf unterhalb 2     Atm.        bezw.    einen     Partial-          druck    von unterhalb 2     Alm.    eingestellt, wo  durch eine kontinuierliche thermische Spal  tung bei hervorragender Explosionssicherheit  durchgeführt werden kann.  



  Es hat sich     weiterhin    als vorteilhaft er  wiesen, die Spaltprodukte     unmittelbar    nach  ihrer Entstehung     in    dem Reaktionsraum  selbst einer abschreckenden Kühlung zu       unterwerfen,    insbesondere durch in den Weg  der Spaltprodukte eingebaute und vorteilhaft  als Dampferzeuger zur     Gewinnung    von nutz  barem Dampf ausgebildete     Kühlvorrichtun-          gen.    Die Kühlung muss so wirksam     bezw.     bis auf solche Temperaturen     vorgenommen     werden,

   dass zwecks Erzielung eines     aktiven     Russes eine     Ausflockung    zu grösseren Teil  chen     bezw.    Kristallwachstum     bezw.    sonstige       unerwünschte    chemische oder physikalische  Veränderungen     vermieden    oder gehemmt  sind. Eine besondere     Ausgestaltung    der ab  schreckenden     Kühlung    besteht     darin,    dass die       Spaltprodukte    unmittelbar nach ihrer Ent  stehung durch Mischung mit gasförmigen  Stoffen von guter Wärmeleitfähigkeit      und/oder hoher Wärmekapazität und/oder  mit verdampfbaren Substanzen gekühlt wer  den.

   Solche Gase sind zum Beispiel Wasser  stoff, N2, Substanzen mit grösserer Molekül  zahl, wie dreiatomige oder mehratomige  Gase, Dämpfe oder organische Verbindungen,  flüssiges Wasser oder flüssige organische  Stoffe und dergleichen. Besonders vorteilhaft  erweist sich hierbei auch die Rückführung  (bezw. Kreislaufführung) von Spaltwasser  stoff bezw. von Wasserstoff enthaltenden  Reaktionsgemischen, z. B. H2-N2-Gemischen,  in den Raum hinter der Spaltzone. Auch  kann die Kühlung durch     Kopplung    mit  Türme verbrauchenden Vorgängen, z. B.  Dissoziationsprozessen, wie Methanspaltung  und dergleichen, erfolgen.  



  Bei einer weiteren Ausfihrungsforn des  Verfahrens werden Wärme liefernde Zusatz  stoffe in derart geringer Menge zugesetzt,  dass der anfallende Kohlenstoff bezw. Was  serstoff nicht in unerwünschtem Masse ver  unreinigt wird. Beispielsweise kann die Spal  tung von zum Beispiel Acetylen in Gegen  wart so geringer Mengen Sauerstoff oder sol  chen enthaltender bezw. abgebender Zusatz  stoffe erfolgen, dass weniger als ¸, zweck  mässig weniger als 1/3 der zur Verbrennung  des aus dem Kohlenwasserstoff abspaltbaren  Wasserstoffes erforderlichen Menge vorhan  den ist. In diesem Falle tritt nur eine ge  ringe Verbrennung unter zusitzlicher Wärme  entwicklung ein, so dass gleichwohl noch  wenigstens 80 % des Wasserstoffes nutzbar  gewonnen werden können.

   Der Sauerstoff  oder diesen enthaltendes bezw. abgebendes  Gas kann dem Frischgas oder einem Teil  strom desselben beigemengt werden oder in  an anderer Stelle des Prozesses verwendeten  Hilfsgasen enthalten sein. Ein Teil des  Sauerstoffes kann zum Beispiel auch in der  Nähe der Düse von aussen zugeführt werden.  Im Gegensatz zu bekannten Verfahren, bei  denen entweder ein verunreinigter Russ er  halten wird oder Sekundärluft in solchen  Mengen zugegeben wird, dass zusammen mit  dem dem Frischgas zugesetzten     Sauerstoff     der ganze abspaltbare Wasserstoff verbren-    nen kann und kein nutzbarer Wasserstoff  i anf ällt, können nach dem vorlieuenden en Ver  fahren mindestens 80% und mehr des Was  serstoffes in weiterverwendbarer Form er  halten werden.  



  Auch die Verwendung von zum Beispiel  gasförmigen Katalysatoren, wie beispiels  weise Metallcarbonylen, ist möglich, wobei  indessen die Zusatzmengen derart beschränkt  sind, dass der hierdurch bedingte Aschegehalt  des Russes weniger als 1 %, vorzugsweise  weniger als 0,1 % beträgt. Unter diesen Um  ständen ist eine kontinuierliche flammen  artige Dissoziation bei der verfahrens  gemässen Verwendung sehr grosser     Gas-          nengen    bezw. sehr starker Gasströme bezw.  bei den andern geschilderten Ausführungs  formen des Verfahrens auch in den Fällen  möglich, in denen bisher wesentlich grössere  Mengen, den Russ und/oder Wasserstoff ver  unreinigender Katalysatoren erforderlich  waren.

   Durch die Anwesenheit nur sehr ge  ringer Mengen von Katalysatoren wird  deichzeitig     an        Katalysatorensubstanz    ge  spart, unter     Austintzung    der vorteilhaften  Wirkung von Zusätzen. Die     Zumischung    ge  ringer Mengen Luft.     Sauerstoff.        Katalysator     oder     dergleichen        kann        zinn.        Beispiel    auch erst  in der Düse     innerhalb    des Gasstromes oder  von aussen her erfolgen.  



  Besondere Vorteile besitzt das neue Ver  fahren insbesondere dann, wenn Acetylen in  sehr grossen Mengen,     vorzugsweise    in einem  oder mehreren Gasströmen von mehr als  10     kg@\Stunde    dem Spaltraum zugeführt wird.  



  Das erfindungsgemässe ''erfahren lässt  sich sowohl zur Gewinnung von Wasser  stoff und Russ, insbesondere     hochnualifizier-          ter    aktiver oder inaktiver Spezialrusse, wie  auch zur Herstellung von teilweise     bezw.     vollständig     graphitiertem    Kohlenstoff be  nutzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kohlen stoff unter gleichzeitiger Bildung von Was serstoff oder Wasserstoff enthaltenden Ga sen, dadurch gekennzeichnet, dass endotherme Kohlenwasserstoffe bezw. Kohlenwasserstoff- gemische gespalten werden, wobei nach Ein leitung des Dissoziationsprozesses mindestens die 10fache Menge von derjenigen Gas- bezw. Gasgemischmenge, die zur kontinuierlichen Aufrechterhaltung der Dissoziationsreaktion unter den Arbeitsbedingungen notwendig wäre, dem Spaltraum kontinuierlich zu geführt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Acetylen in min destens der 50fachen Menge von derjeni gen Gasmenge angewendet wird, die zur kontinuierlichen Aufrechterhaltung einer flammenartigen Dissoziationsreaktion notwendig ist. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Acetylen enthal tende Gasgemische angewendet werden. B. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Gemische aus Acetylen und exo thermen Kohlenwasserstoffen angewen det werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Acetylen von er höhter Temperatur angewendet wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Acetylen in einem von gekühlten Wänden umgebenen freien Raum unter Energiezufuhr flammen artig zersetzt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Acetylen enthal tende Gasgemische, deren Zersetzungs wärme zur Aufrechterhaltung einer flam menartigen kontinuierlichen Dissoziation nicht ausreicht, durch Energiezufuhr flammenartig zersetzt werden. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Energiezufuhr durch Vorwär- mung erfolgt. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Reaktionsgemische von Acetylenbildungsprozessen verwen det werden. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Abgase aus Hydrie- rungsprozessen nach wenigstens teil weiser Umwandlung in Acetylen verwen det werden. 10. Verfahren nach Patentanspruch unter Verwendung von Acetylen als endother- mem Kohlenwasserstoff, dadurch gekenn zeichnet, dass der Druck des Acetylens im Spaltraum nicht mehr als 2 Atm. beträgt. 11. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Spaltprodukte unmittelbar nach ihrer Entstehung in dem Reaktionsraum selbst einer ab schreckenden Kühlung unterworfen wer den. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die abschreckende Kühlung durch in den Weg der Spaltprodukte einge baute und als Dampferzeuger zur Ge winnung von nutzbarem Dampf aus gebildete Kühlvorrichtungen erfolgt. 13. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Spaltprodukte unmittelbar nach ihrer Entstehung durch Zusatz gasförmiger Stoffe gekühlt wer den. 14.
    Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch Rückführung mindestens eines Teils der Spaltprodukte in den Raum hinter der Spaltzone. 15. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dissoziation von Acetylen in Gegenwart so geringer Men gen Wasserstoff zu Wasser oxydierender Gase erfolgt, dass weniger als '/6 des im Ausgangsgas enthaltenen, nicht an Sauer stoff gebundenen Wasserstoffes ver brannt werden kann. 16.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dissoziation in Gegenwart von so geringen Mengen katalytisch wirkender Zusatzstoffe er folgt, dass der dadurch bedingte Asche gehalt des in Form von Russ anfallenden Kohlenstoffes weniger als 1 % beträgt. 17. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Dissoziation in Gegenwart von so beringen Mengen katalytisch wirken der Zusatzstoffe erfolgt, dass der dadurch bedingte Aschegehalt des in Form von Russ anfallenden Kohlenstoffes weniger als 0,1% beträgt. 18.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Teilströme von Acetylen in einem Reaktionsraum zusammenwirken. 19. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Acetylen in Gasströ men von mindestens 10 kg/Stunde zur Anwendung gelangt.
CH205174D 1938-02-28 1938-02-28 Verfahren zur Herstellung von Kohlenstoff unter gleichzeitiger Bildung von Wasserstoff oder Wasserstoff enthaltenden Gasen. CH205174A (de)

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