CH205431A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines homogenen, feinfaserigen Gutes. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines homogenen, feinfaserigen Gutes.

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CH205431A
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Eirich Gebrueder
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Eirich Geb
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F29/00Cutting apparatus specially adapted for cutting hay, straw or the like
    • A01F29/09Details
    • A01F29/10Feeding devices

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Crushing And Pulverization Processes (AREA)

Description


  



  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines homogenen, feinfaserigen Gutes.



   Gemäss dem im Patentanspruch I des   Eauptpatentes    gekennzeichneten Verfahren zur   ErzeugungfeinfaserigerMassenaus    Faserstoffe enthaltendem Gut werden die    Ausgangsstoffe durch eine Scheibenmühle    hindurchgeführt, in der sie mittels wenigstens annähernd radial gestellter, am Umfang g der gegeneinander   arbeitendenSeheiben    an  geordneter'Schneidrippen    ohne scherende Wirkung zerfasert und   infolge der Ausbil-    dung der erwähnten Scheiben unmittelbar nach der Aufteilung zu Fasergut aus der Arbeitszone der Mühle herausgeführt werden. Dieses Herausbef¯rdern kann durch Einf hrung von Fl ssigkeit, Dampf   axe-    spannten Gasen unter Druck beschleunigt werden.

   Die im Patentanspruch II des Hauptpatentes gekennzeichnete Vorrichtung besteht in einer Scheibenm hle, von der eine oder beide Scheiben umlaufen und wobei an der Peripherie der Mahlscheiben eine Zone mit   Schneidrippen    vorgesehen ist, wobei die Rippen wenigstens annähernd radiale Stel  lung    aufweisen und die Schneidrippen beider Scheiben in der gleichen Umfangsrichtung schräg gestellt sind, so dass keine scherende Wirkung eintritt.

   Bei   clisser    Vorrichtung erfolgt gegebenenfalls die Zuführung von   Flüssigkeit, Dampf, Gasen und dergl.    unter Druck durch die Hohlwelle der umlaufenden   Mahlseheibe,    und die Druckmittel können durch ein   Bohrsystem,    das die feststehende Scheibe durchdringt und in Düsen   ausmün-      det,    der Arbeitszone zugefiihrt werden. Die   Schneidrippen    können dabei sägezahnartig ausgebildet sein.



   Das Verfahren des Hauptpatentes und die Vorrichtung dienen zur Verarbeitung der verschiedenen Stoffe, die Faserstoffe als solche bezw. in vorbehandeltem Zustande, miteinander   verkittet    oder mechanisch vereinigt, enthalten.



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine weitere Ausgestaltung des im Patentanspruch I des Hauptpatentes   gekennzeich-      neten    Verfahrens, als auch der im Patent anspruch II gekennzeichneten Vorrichtung. wodurch es m¯glich wird, jedes beliebige, aus Faserstoffen bestehende oder Faserstoffe enthaltende Gut in eine lockere, feinfaserige Masse überzuführen, den Anfall von Pulvergut, bei dem also die Faserstruktur verloren gegangen ist, völlig zu verhindern und auch das Entstehen von Zusammenballungen oder Knoten hintanzuhalten.



   Das Verfahren der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangsstoffe durch eine aus wenigstens annÏhernd parallelen Sehneidrippen bestehende Arbeitszone hindurchgeführt werden, deren   Schlitz-    weite regulierbar gestaltet ist und die derart eingestellt wird, daB eine Verletzung der   Einzelfasern    der Ausgangsstoffe nicht eintreten kann.



   Bei Durchführung dieser Ausgestaltung des Verfahrens hat es sich als vorteilhaft erwiesen, das zu zerfasernde Gut naeheinander durch mehrere Arbeitszonen hindurchzuführen, die sämtlieh gleiche oder abnehmende   Sehlitzweite    aufweisen können.



   Es hat sich beim Betrieb der   Vorrich-    tungen, wie sie im Hauptpatent beschrieben und dargestellt sind, gezeigt, dass bei geringer Weite des Spaltschlitzes der Anfall mehr oder weniger beträchtlicher Teile von   Pulvergut nicht auszuschalten war, dass    dagegen stets dann eine nur aus feinen Fasern bestehende lockere Masse erhalten wurde, wenn, was durch Kontrolle mit dem Mikroskop leicht zu beobachten ist, die Schlitzweite des Spaltes so gewÏhlt wird, da¯ eine Verletzung der Fasern   nieht eintreten kann.   



  Um nun im Einzelfalle die zur Verf gung stehende Vorrichtung den Bedürfnissen anzupassen, wird   Vorsorge getroffen, dass    zum Beispiel durch Verschiebung der   einen Mahl-    scheibe die Schlitzweite zu regulieren ist.



  In ganz kurzer Zeit ist dann festzustellen, welche Schlitzweite im Einzelfall zu wählen   Ist. Man geht zweckmässig von    der engsten Stellung aus, kontrolliert, ob bei dieser eine Verletzung der Fasern zu beobachten ist und stellt, falls dies eingetreten ist, die   Schlitz-    weite dann nach Bedarf weiter.



   Bei einer Anzahl von Ausgangsstoffen ist mit einer einmaligen Durchführung des zu verarbeitenden Gutes durch eine Arbeitszone noch nicht die gewünschte Auflockerung und Freilegung aller Faserteilehen zu erzielen. In diesem Falle kann die Aufloekerung dadurch erzielt werden, dass das zu zer  fasernde    Gut durch mehrere. Nrbeitszonen hindurchgeführt wird. die sämtlich gleiche oder aber auch abnehmende Schlitzweite aufweisen können. Damit sind alle bestehenden Schwierigkeiten ohne weiteres beseitigt.



   Es hat sich weiter noch als sehr vorteilhaft herausgestellt, das zu behandelnde Gut der   Sc. heibenmühle    in Stiieken von   mogliehst    gleicher Länge zuzuführen. Das kann in einfacher Weise dadurch erreicht werden, daB der Scheibenm hle eine Apparatur vorgeschaltet wird, die das zu bearbeitende Gut in Stücke von gleicher oder möglichst gleicher LÏnge zerschneidet.



   Als zweckmässig hat es sieh dann auch erwiesen, das zu   zerfasernde    Gut vor Eintritt in die Arbeitszone einer Behandlung zu unterziehen. durch die eine Verstopfung der M hle beim Eintritt in die Arbeitszone   aus-    geschaltet wird. Bei Vorliegen von Faserstoffe enthaltendem Gut in Form von Pflanzenstengeln und der ; l. soll dieses Gut vor Eintritt in die Arbeitszone parallel zu den   Schneidrippengerichtetwerden.    Bei anders  artigem    zu zerfaserndem Gut ist die Schaffung von Anhäufungen in den Zwisehenräumen   zwischen den Sehncidrippen    und eine völlige   Frcihaltung der Kanten    der Schneidrippen   sels),    anzustreben.

   Diese Aufgaben können in der Weise leieht erfüllt werden, dass die Werkzeuge der   einenScheibe    eine Verlängerung nach dem erweiterten Einlauf des zu bearbeitenden Gutes erhalten und hier iiber diese Sehneidrippenverlängerung Flügel kreisen, die das Gut in die Zwischenräume zwischen den Verlängerungen   hineinbeför-    dern.



   Besondere Aufmerksamkeit ist der   Durch-    gangsgeschwindigkeit des zu   zerfasernden    Gutes durch die Arbeitszone zu schenken. Im Falle der Anordnung mehrerer Zonen hinter einander gilt dies f r jede Einzelzone.   Zweck-      mässigerweise    soll die Dauer des Durchganges des Gutes durch eine Arbeitszone nur Bruchteile einer Sekunde betragen, doch kann es im Einzelfalle zweckmässig sein, die Durchgangsgeschwindigkeit zu erhöhen oder zu erniedrigen.



   Eine besonders hohe Durchgangsgeschwindigkeit wird beispielsweise erzielt :
1. bei Anwendung eines hohen Druckes des Druckmittels,
2. bei sehr hoher Umlaufgeschwindigkeit der Mahlscheiben,
3. bei geradliniger Ausbildung der   Schneidrippen.   



   Eine Verminderung der Durchgangsgeschwindigkeit ist beispielsweise zu   er-    halten :
1. bei Anwendung nur geringen Druckes des Druckmittels,
2. bei geringer Umlaufsgeschwindigkeit der umlaufenden Mahlscheiben,
3. bei   treppen-oder      wellenförmiger Aus-    bildung der   Oberfläche der Schneidrippen,       4.    bei leichter Schrägstellung der Schneidrippen zur Bewegungsrichtung des der Arbeitszone zugeführten Gutes.



   Zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung wird vorteilhafterweise eine    Scheibenmühle    benutzt, welche die im Pa  tentanspruch    II des Hauptpatentes   erwähn-    ten Merkmale aufweist und im weiteren so beschaffen sein kann, wie im Hauptpatent    beschriebenunddargestellt    ist. Statt dessen können aber auch Scheibenm hlen benutzt werden, welche die im Patentanspruch II des Hauptpatentes erwähnten Merkmale aufweisen, aber im weiteren konstruktiv andersartig aus, gebildet sein können als die im Hauptpatent beschriebenen und dargestellten.

   Beispieleweise können die kreisförmig   gestalte-      ten Scheiben    auch je f r sich eine konusartige Ausbildung erhalten, so dass in der Mitte ein Raum mit grösserem freiem Querschnitt besteht, der sich nach dem Umfange der Scheiben hin verengt.   Eonusartig    gestaltete Scheiben können auch im ganzen parallel angeordnet werden. Bei letzterer    Ausgestaltung kann die Bearbeitungszone    auch die Form eines   Ringzylinders besitzen    ; die   Mahlscheibe kann    im Mittelteil tricherförmig oder   kegelstumpfartig ausgestalbet    werden, wÏhrend die Mahlzone sich an den trichterförmigen oder kegelstumpfförmigen Teil anschliesst.

   In diesem Falle verlaufen die im Ringzylinder angeordneten Spaltwerkzeuge vollkommen parallel sowohl in der Ruhe als auch in der Bewegung
Es war oben bereits ausgeführt, dass es ausserordentlich zweckmässig   ist,das    zu behandelnde Gut der   Scheibenmühle    in Stücken von möglichst gleicher Länge und stetig in möglichst gleicher Menge zuzufügen.

   Zu diesem Zweck kann ein Apparat mit einer stetig   arbeitenden Fördereinrichtung vor-    gesehen sein, die das zu behandelnde Gut Messerwerkzeugen zuführt, welche   bei gleich-    mässigem Umlauf das Gut in Teilstücke mög  lichst gleicher Länge zerschneiden.    Die Fördereinrichtung kann beispielsweise aus zwei gegeneinander arbeitenden endlosen Förderbändern bestehen, die Zerschneideeinrichtungen aus umlaufenden Messer. Die beiden Förderbänder sind zweckmässigerweise so gegeneinander angeordnet, dass das Bearbeitungsgut zwischen ihnen   zusammen-    gepre¯t wird und in gepresstem Zustande in den Bereich der umlaufenden Werkzeuge gelangt.



   In den Fig. 1 und 2 der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer stetig arbeitenden F¯rdervorrichtung mit   nachgeschalbeten umlaufenden    Messern wie  dergegeben.   



   Fig. 1 zeigt im senkrechten Schnitt die Fördereinrichtung in Ansicht und die nachgeschaltete Zerschneideeinrichtung, die von einem die umlaufenden Messer umschlieBenden Gehäuse umgeben ist, weiter in Ansicht das trichterförmige Gefäss für die Aufnahme des   zerschnittenen    Gutes, den Anschlu¯ dieses Trichters an die   Schoibenmühle,    welch letztere gleichzeitig in Ansicht   wieder-    gegeben ist ; 
Fig. 2 zeigt in   vergrössertem Massstabe    einen Teil der Zerschneideeinrichtung bezw. eines Messerarmes in Vorderansieht und in teilweisem Schnitt.



   Die beiden   Förderbänder sind (als Raupen-    bander) als Ganzes mit A bezw. B bezeichnet dargestellt. Das obere Raupenband wird von einem Lagerrahmen   b      getragen,der    mit dem Band als Ganzes bei wechselnder Dicke des Schnittgutstranges um Zapfen c schwingt, die in den Seitenwänden des die beiden BÏnder umschliessenden Gehäuses vorgesehen sind. Im Rahmen b sind, und zwar im   untern    Teil nahe dem   Zahnritzel d, Bohrungen fiir    die e Zapfen c vorgesehen. Die beiden Tragzapfen   c    nehmen einen beträchtlichen Teil des Eigengewichtes des Lagerrahmens b und des Bandes auf, so dass das Band selbst an der nach dem   Mundstück C zugekehrten    Partie   spielend    leicht schwingt.

   Um das Herausfallen von Schnittgut durch die   Lang-    locher e der Seitenwände und den Eintritt in das Innere der Kettenglieder zu vermeiden, sind auf der Welle g   Schutzscheiben    vorgesehen, die in jeder Höhenlage des Bandes die Langlöcher e  berdecken. Als Pressplatte ist eine linealartige Platte h an zwei   Winkellappen    des schwingenden Lagerrahmens b starr angeschraubt. Die am Lagerrahmen   b starr befestigte Pre¯platte @    drückt bei d nnem Strang stärker auf diesen als bei einem dicken Strang. Sechszahnige Ritzel d dienen a. ls Antrieb der beiden Bänder A, B, wÏhrend am andern Ende die BÏnder über lose auf Wellen   g    und   eli,    sich drehende Rollen i laufen.

   Dureh   Auswechs-      lung dieser    Rollen   gegen solehe    mit grösserem Durchmesser (beim Längen der Bänder nach ausgedehnter Benutzung) kann das Band immer wieder straff gespannt werden.



  Auf der Welle g des Bandes A können dann noch Hebel starr   aufgekeilt    sitzen (auf der   Zeichnung nicht dargestellt,    da sie bei dem gezeigten Schnitt durch das Band und durch dessen Lagerrahmen verdeckt werden). Diese   Lebel    können an dem der   Mundstiiekseite zu-    gekehrten Ende kurze Zahnbogenst cke mit Au¯enverzahnung tragen, die in an der Maschinenwand befestigte Bogenst cke mit   @nnenverzahnung greifen. Durch diese    Gewichtshebel. welche mit dem obern Band aufund abwÏrts gehen, kann der Druck des obern Bandes in   gewünschter Weise ein-    gestellt und eine Richtung des obern Bandes parallel zum untern Bande bewirkt werden.



  Das untere Raupenband ruht mit seinen Wellen k und m in Bohrungen der Seitenwandungen des die Bänder umsehlieBenden Gehäuses. Der Lagerrahmen 6 ist im Innern des   Bandes A    mit Gleitplatten n f r den untern und obern Trum versehen.



   Der Antrieb der beiden Bänder erfolgt durch Stirnradantrieb, das Antriebszahnrad   M    sitzt lose auf dem Zapfen   c,    um den der Lagerrahmen b schwingt, und kÏmmt einerseits mit dem auf der Antriebswelle des An  triebsritzels d des    obern Raupenbandes A   angeordneten Zahnrad r    zusammen und treibt anderseits mit Hilfe des Zwischenrades s das Zahnrad t auf der Welle   k des Zahnritzels d    des untern Bandes B an. Das die   rotieren-    den Messer mit dem Antriebe umschliessende Gehause ist als Ganzes mit D bezeichnet, während an der   Scheibenmühle    F der Zuf hrtrichter E angeordnet ist, welcher unter der Austrittsöffnung des Wurfgehäuses D vorgesehen ist.



   In der Fig. 2 ist mit 1 die Antriebswelle bezeichnet, auf welcher die   Messarme    3 mit einer Klemmnabe 2 oder dergl. befestigt sind. An den zweckmässig aus   Flusseisen      hergestellten Messerarmen    3, welche mit   Aus-      wurfflügeln4versehen    sein können, sitzen an Schrauben 11 mit   schwalbenschwanzfor-    migen Köpfen in der   Achsenrichtung ver-    schiebbare Messerhalter 5, die eine dem Schraubenkopf entsprechende, schwalben  schwanzförmige    Nute haben. Damit der Messerhalter 5 beim Verschieben nicht von den   Sehranbenköpfen abruteehen kann kann    ein Anschlag, z. B. am Messerhalter, vorgesehen werden.

   Die Messer 6 sind an den breiten Lappen 9 der Messerhalter 5 mittels Schrauben 7 und Anstellschrauben 8 befestigt. Infolge der Schraubensehlitze 12 sind die Messer herausziehbar, ohne da¯ es nötig wird, die Schrauben 7 herauszunehmen.



  Bei Lösung der Muttern der   schwalben-    schwanzformigen Schrauben 11 können die Halter 5   in der Achsriohtung l verschoben    und dadurch in und au¯er   Arbeitslage ge-    bracht werden.



   In Fig.   3    ist eine   besondere Ausfuhrungs-    art der Zerfaserungsmaschine als solcher im Schnitt wiedergegeben. Die beiden Scheiben 15 und 16 sind trichterförmig gestaltet, wobei an der Stelle des grössten Durchmessers des Trichters je eine ringförmige   Fläche an-    gesetzt ist, auf der die die eigentliche Zer  faserungsarbeit leistenden    Rippen 13 angeordnet sind.



   Die Scheibe 15 ist fest, die Scheibe 16 mit der   Horizontalwelle    umlaufend gedacht.



   Im Innern der M hle wird also ein grosser Raum gebildet, und in diesem sind an beiden Scheiben Schläger 14 vorgesehen, die eine Auflockerung des zu zerfasernden Gutes vorbereiten. Das zu zerfasernde Gut wird durch den Trichter 17 in den gro¯en freien Raum der Mühle eingef hrt. Dieser Tricher steht in Verbindung mit der   Zerfaserungsvorrich-      tung    E bezw. der   Schneidvorriehtung    D (Fig. 1). Sowohl bei der in Fig.   1    als auch bei der in Fig. 3 dargestellten Scheibenm hle ist die Schl. itzweite der Arbeitszone regu  lierbar.   



   Das beschriebene Verfahren besitzt besondere Bedeutung f r die Aufbereitung von Rohstoffen in der Papierindustrie, sowie von   Sulfitzellstoff,    Sulfat-bezw. Natronzellstoff, gebleicht und   ungebleicht,    von Altpapier,   Abfallpapier, Pappen,    Lumpen, Stroh, aus Kombinationen von Papier und Textilien bestehenden Abfällen, Ästen und Holzabfällen, kurz für alle Ausgangsstoffe, die in der Papierindustrie Anwendung finden.



   Das beschriebene Verfahren ist   insbeson-    dere auch anwendbar zur Zerlegung von Stoffen, die mit Einrichtungen anderer Art nicht weiterverarbeitet werden können. Als Beispiel ist das bei der   Holzsohlifferzeugung    durch die   Grobsortierung    ausgeschiedene Gut,   das sogenannte Sauerkraut,    zu nennen, (las einen   bisher unverwertbaren Abfall dar-    stellte.



   Das beschriebene Verfahren bezw. die be  schriebene Vorrichtung    liefert ein feinfaseriges,   knotenfreies    Gut. Beispielsweise wird die Zerfaserungsbehandlung unmittelbar hinter die 7ellstoffkocher geschaltet, und die aus der   Zerfaserungseinrichtung    austretenden Massen werden in den   Holländer    eingeführt.



   Die Bearbeitung der Massen kann sowohl auf trockenem als auch auf nassem Weg erfolgen. Im allgemeinen   werden die höch-    sten Durchsatzleistungen bei NaBverarbeitung erzielt. Die trockene Arbeitsweise ist jedoch dann vorzuziehen, wenn die zu verarbeitenden Stoffe wasserlösliche Klebstoffe und ähnliche'Substanzen enthalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHEE : I. Verfahren zur Erzeugung feinfaseriger Massen aus Faserstoffe enthaltendem Gut nach Patentanspruch I des Haupt patentes, dadurch gekennzeichnet, da¯ die Ausgangsstoffe durch eine aus wenigstens annähernd parallelen Schneid- rippen bestehende Arbeitszone hindurch- geführt werden, deren Schlitzweite regu lierbar gestaltet ist und die derart ein gestellt wird, dass eine Verletzung der Einzelfasern der Ausgangsstoffe nicht eintreten kann.
    II. Vorrichtung nach Patentanspruch II des Hauptpatentes zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I hier vor, gekennzeichnet durch eine in das Innere der Scheibenm hle m ndende Materialzuführungsvorrichtung, der eine Fördereinrichtung für die Ausgangs stoffe vorgeschaltet ist, auf der dieses durch quer zur Bewegungsrichtung der Ausgangsstoffe wirkende Messer in Teil stücke möglichst gleicher Länge zer schnitten wird.
    UNTERANSPBUCHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Aus- gangsstoffe nacheinander durch mehrere Arbeitszonen mit gleicher oder ab nehmender Schlitzweite hindurchgeführt werden.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Ausgangs- stoffe der Arbeitszone in Form von Stücken möglichst gleicher Länge zu geführt werden.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zu zer faserndes Gut, in dem die Fasern im wesentlichen parallel zueinander liegen, vor Eintritt in die Arbeitszone in der Faserrichtung parallel zu den Sehneid- rippen gerichtet wird.
    4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass Mittel zur Veränderung des Druckes eines Druck mittels vorgesehen sind, zum Zwecke. die Durchgangsgeschwindigkeit der Aus gangsstoffe durch die Arbeitszone be einflussen zu k¯nnen.
    5. Vorrichtung nach Patentansprueh II, da durch gekennzeichnet, dass Mittel zur Veränderung der Umlaufsgeschwindig- keit der Scheiben vorgesehen sind, zum Zweeke, die Durchgangsgeschwindigkeit der Ausgangsstoffe durch die Arbeits- zone beeinflussen zu k¯nnen.
    6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Ober- flÏche der Schneidrippen wellenförmig gestaltet ist, zum Zwecke, die Durch- gangsgeschwindigkeit des zu behandeln den Gutes durch die Arbeitszone zu ver z¯gern.
    7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Schneid rippen zur Bewegungsrichtung des Gutes schrÏg gestellt sind, um die Durch gangsgeschwindigkeit der Ausgangsstoffe durch die Arbeitszone zu verz¯gern.
    8. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Mahl scheiben trichterförmige Gestalt besitzen und parallel zueinander verlaufend an geordnet sind.
    9. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 8. dadurch gekennzeieh- net, da¯ die Schneidrippenzone in Form eines Ringzylinders an die trichterför- mig gestalteten Scheiben angesetzt ist 10. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Mahl- scheiben im Mittelteil trichterförmig mit den Spitzen nach aussen ausgebildet sind, wÏhrend die Mahlzone an den tricher- f¯rmige Teil in Form eines Ringes, an dem grössten Umfang des Trichters an gesetzt, sich anschliesst.
    11. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die an der F¯rdereinrichtung angeordnete Vor schneideeinrichtung an einem Armstern Messer trägt, bei solcher Anordnung der letzteren, dass diese nach Wunsch h durch Verschiebung in der Achsrichtung des Armsternes in und ausser Wirkstellung gebracht werden k¯nnen.
CH205431D 1937-06-28 1937-09-24 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines homogenen, feinfaserigen Gutes. CH205431A (de)

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