CH206235A - Verfahren zur Herstellung von geformten Reaktionsgemischen für die thermische Herstellung von Magnesium aus magnesiumoxydhaltigen Stoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von geformten Reaktionsgemischen für die thermische Herstellung von Magnesium aus magnesiumoxydhaltigen Stoffen.

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CH206235A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B26/00Obtaining alkali, alkaline earth metals or magnesium
    • C22B26/20Obtaining alkaline earth metals or magnesium
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Description


      Terfahren    zur Herstellung von geformten Reaktionsgemischen für die thermische  Herstellung von     Nagnesium    aus     magnesiumogydhaltigen        Stoen.       Die thermische Herstellung von Magne  sium durch Reduktion von gebranntem     Do-          lomit    oder     Magnesit    mit Hilfe von Silizium       (Ferrosilizum)    oder Aluminium erfolgt zweck  mässig in Öfen mit indirekter Strahlungshei  zung. In diesen Ofen kann die Wärmeüber  tragung dadurch erheblich verbessert werden,  dass das Reaktionsgut bewegt wird.

   Die  Gutbewegung lässt sich in horizontalen Muf  feln am einfachsten durch eine Drehbewegung,  in senkrechten     Muffeln    durch ein Abgleiten  der Beschickung zufolge ihres Eigengewich  tes, bewirken.  



  Für eine einwandfreie Bewegung des  Reaktionsgemisches in solchen Öfen hat es  sich als vorteilhaft erwiesen, dieses in Ge  stalt gepresster Formlinge anzuwenden. Trotz  hoher     Pressdrücke    (1000 bis 2000 kg/cm)  ist die Festigkeit der Formlinge jedoch nicht  so hoch, dass bei der Bewegung im Ofen  nicht ein gewisser pulveriger Abrieb ent-    stünde, der sich in verschiedener Weise stö  rend bemerkbar macht. Einerseits führt. er  zur Bildung von festen Ansätzen an der  Innenwandung des Ofenraumes, sowie zur  Schollenbildung infolge Zusammenbackens  einzelner     Presslinge,    wodurch die Umwälzung       bezw.    Bewegung des Gutes beträchtlich ge  stört wird.

   Anderseits schafft der Abrieb in  Öfen, die unter einem Unterdruck betrieben  werden und in denen die     Absaugung,    wie  üblich, hinter dem     Kondensationsraum    er  folgt, die Möglichkeit einer     Verstäubung    des  Reaktionsgemisches     bezw.    der Reaktionsrück  stände in den Kondensationsraum, was eine  Verunreinigung des dort niedergeschlagenen       Metalles    zur Folge hat.  



  Die beschriebenen     Nachteile    lassen sich  durch das erfindungsgemässe Verfahren zur  Herstellung von geformten Reaktionsgemi  schen für die thermische Herstellung von  Magnesium aus     magnesiumoxydhaltigen    Stof-           fen    in einfacher Weise dadurch vermeiden,  dass man die     Formlinge    aus dem Reaktions  gemisch in einer Wasserstoffatmosphäre zwi  schen 700 und 12000 C bis zur Erhärtung  erhitzt.  



       Man    kann zum Beispiel wie folgt ver  fahren: Man erhitzt die     Presslinge    kurze Zeit,  beispielsweise 5-30     Minuten,    je nach Grösse,  unter Wasserstoff auf Temperaturen von 700  bis 12000 C, wobei sie steinhart werden.  Liegt Silizium als Reduktionsmittel vor, so  wird die Erhärtung zweckmässig bei Tempe  raturen vorgenommen, die zwischen 900 und  1200" C liegen, während bei Anwesenheit  von Aluminium     vorteilhafterweise    Tempera  turen zwischen 700 und 1000 0 C zur An  wendung kommen.

   Diese Erhärtung steht,  wie erkannt wurde, damit im Zusammenhang,  dass in dem genannter) Temperaturbereich  der Reduktionsvorgang unter Bildung von  Legierungen     bezw.    Verbindungen des Cal  ciums mit Silizium oder Aluminium bereits  eingeleitet wird, ohne dass jedoch schon  Magnesium in Freiheit gesetzt wird.  



  Wird als Reduktionsgut gebrannter Mag  nesit angewandt, so wird ihm zweckmässig  eine gewisse Menge gebrannter     Kalk    zuge  schlagen, damit die für die Erhärtung not  wendige     Calciumlegierurlg    gebildet wird.  



  Ein Ausführungsbeispiel eines für die  kontinuierliche Durchführung dieses Ver  fahrens geeigneten Drehofens ist in der bei  liegenden Zeichnung im Längsschnitt sche  matisch dargestellt. In der Zeichnung bedeu  ten     c):    ein     zunderbeständiges    eisernes Dreh  rohr, b Heizwendeln aus Chromnickel, denen  der elektrische Strom durch Schleifringe c  zugeführt wird, d einen     Eisenblechbehälter     mit den Ventilen e und f, der durch die  Stopfbüchse g gegen das Drehrohr     a    abge  dichtet ist,<I>h</I> den Wasserstoffeintritt und     i     den Wasserstoffaustritt. Der Ofen wird in  der Weise beschickt, dass die     Presslirlge    bei i  in das Drehrohr aufgegeben werden.

   Die       Durchlaufgeschwindigkeit    wird so eingestellt,  dass die Erhärtung der     Presslinge    beendet  ist, wenn sie am Ende des Drehrohrs ange-    langt sind. Nach     Durchlaufung    des Dreh  ofens fallen die erhärteten     Presslinge    in den  Behälter d, dessen Ventil e     geöffnet    ist. Die  Entleerung des Behälters erfolgt absatzweise       durch    Öffnung des Ventils f, nachdem das  Ventile geschlossen worden ist.  



  Das Verfahren gemäss Erfindung bietet  den weiteren Vorteil, dass man     Presslinge     mit geringeren     Drüeken    (250 bis 500     kg/cm2)     und somit<B>vorn</B>     gröberer    Form als bisher her  stellen kann, wodurch die Leistung der Presse  um ein Vielfaches gesteigert wird.

   Die grossen       Presslinge    können alsdann nach ihrer ther  mischen Erhärtung, beispielsweise durch einen  Walzenbrecher, auf die gewünschte Korn  grösse zerkleinert und alsdann in den eigent  lichen Reaktionsofen eingebracht werden, in  dem bei Temperaturen von 1250 0 C und  mehr (je nachdem die Reaktion bei Unter  druck oder bei gewöhnlichem Druck durch  geführt wird) die Reduktion und     Abdestilla-          tion    des Magnesiums erfolgen kann.  



  Das der thermischen Erhärtung zu unter  werfende Reaktionsgemisch kann nach einem  noch unveröffentlichten Vorschlage gewisse       Fluoride        in        Mengen        von        0,5-5        %        zwecks     Beschleunigung der Reduktion des     Magne-          siumoxyds    enthalten.  



  Für die Durchführung des Verfahrens  gemäss Erfindung haben sich beispielsweise  folgende Ausgangsgemische als geeignet er  wiesen  1. 100 Gewichtsteile gebrannter     Dolomit     (36,5 0/0     21g0)        -f-    13,8 Gewichtsteile     Ferro-          silizium        (93        %        ig).     



  2.<B>100</B> Gewichtsteile gebrannter     Dolomit          (36,5        %        11Ig0)        +        13,8        Gewichtsteile        Ferro-          silizium        (93        %        ig)        --f-    2     Gewichtsteile        Fluss-          spat.     



  3. 100 Gewichtsteile gebrannter     11lagnesit          (90        %ig)+133        Gewichtsteile        gebrannter        Kalk          (94        %        ig)        -j-        33;5        Gewichtsteile        Ferrosilizium          (93        %        ig).     



  4. 100 Gewichtsteile gebrannter     Dolomit          (36,5        %        112g0)        -,-        16,3        Gewichtsteile        Alu-          miniumgriess.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von geformten Reaktionsgemischen für die thermische Her stellung von Magnesium aus magnesium- oxydhaltigem Material und Reduktionsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass man die Form- linge aus dem Reaktionsgemisch in einer Wasserstoffatmosphäre zwischen 700 und 12000 C bis zur Erhärtung erhitzt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Formlinge, die gebrannten Dolomit enthalten, erhitzt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Formlinge, die gebrannten Magnesit und gebrannten Kalk enthalten, erhitzt. 3. Verfahren nach Patentansprucb, dadurch gekennzeichnet, dass man die thermische Erhärtung der Formlinge kontinuierlich in einem Drehofen ausführt, durch den ein langsamer Strom von Wasserstoff geleitet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Formlinge, die Silizium als Reduktionsmittel enthalten, auf zwischen 900 und 12000 C liegende Temperaturen erhitzt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Formlinge, die Aluminium als Reduktionsmittel enthalten, auf zwischen 700 und 1000 C liegende Temperaturen erhitzt.
CH206235D 1937-04-05 1938-02-15 Verfahren zur Herstellung von geformten Reaktionsgemischen für die thermische Herstellung von Magnesium aus magnesiumoxydhaltigen Stoffen. CH206235A (de)

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