CH206300A - Anordnung zur erzwungenen Kommutierung von Stromrichtern. - Google Patents

Anordnung zur erzwungenen Kommutierung von Stromrichtern.

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CH206300A
CH206300A CH206300DA CH206300A CH 206300 A CH206300 A CH 206300A CH 206300D A CH206300D A CH 206300DA CH 206300 A CH206300 A CH 206300A
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Aktiebolaget Allman Elektriska
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Asea Ab
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Description


  Anordnung zur erzwungenen     Kommutierung    von Stromrichtern.    Es ist bekannt, eine erzwungene     Kommu-          tierung    von Stromrichtern dadurch zu bewir  ken, dass zwischen die stromführende Anode  und die zur nächsten Übernahme des Stromes       bestimmte    Anode eine Spannungsquelle ein  geschaltet wird, die das Potential der letzte  ren Anode über die der ersteren erhöht, und  als solche Spannungsquelle eine Kapazität zu  verwenden.

   Der von dieser     Kapazität    zu den  Anoden zu liefernde Strom schwankt im gro  ssen und ganzen proportional zur Belastung  des Stromrichters, und falls keine besondere  Massnahmen für einen Ausgleich getroffen  werden, wird deshalb auch die     Spannung    der  Kapazität hauptsächlich proportional dieser  Belastung schwanken. Dies ist im allgemei  nen nicht wünschenswert. Die Erfindung be  trifft eine Anordnung zur erzwungenen       Kommutierung    von Stromrichtern bei der  die     Kommutierungskapazität    eine von Bela  stungsstrom des Stromrichters im wesent  lichen unabhängige     gommutierungsspannung     liefert.

      Eine     erzwungene        Kommutierung    ist so  wohl bei     Gleichrichtern    wie bei Wechselrich  tern mit gegebener Spannungskurve am  Wechselstromnetz immer dann nötig, wenn  in dem Augenblick, wo man den Strom kom  mutieren will, das Potential der abzulösen  den Anode höher als das     Potential    der ab  lösenden Anode ist. Bei Gleichrichtern ent  spricht dies einer     Kommutierung    vor der  Zeitperiode,     in    der eine spontane     Kommutie-          rung    lediglich durch Freigabe der ablösenden  Anode stattfinden kann.

   Bei Wechselrichtern  ist eine erzwungene     Kommutierung    dagegen  nötig; wenn der Strom im Wechselstromnetz       seine    Richtung     bezw.    seine Phase später än  dern soll als in der     Zeitperiode,    in der eine  solche Änderung spontan durch Freigabe der  ablösenden     Anode    erfolgen kann.  



  Verschiedene Ausführungsformen der Er  findung sind in der Zeichnung in     Fig.    .1 bis  7 schematisch dargestellt,  In sämtlichen Ausführungsformen be  zeichnet 1 das Ventilgefäss des     Stromrichters         und 10 dessen Kathode. In     Fig.    1 hat das  Ventilgefäss zwei Hauptanoden 11, 12, die  den Strom während je einer Halbperiode füh  ren sollen, und die an je eine Hälfte 21, 22  einer     Transformatoiwicklung    angeschlossen  sind, der eine nicht dargestellte einphasige  an das Netz angeschlossene Wicklung (Pri  märwicklung bei Gleichrichtung, Sekundär  wicklung bei Wechselrichtung) entspricht.

    Jede Anode ist mit einem Gitter 91     bezw.    92  versehen, mittels welchem sie während ge  wisser Zeitabschnitte gesperrt werden kann.  



  Es ist bekannt, für die     Kommutierung     des Stromes zwischen den Hauptanoden zu  solchen Zeitpunkten, wenn diese     Kommutie-          rung    nicht von selbst vor sich geht, eine so  genannte Übergangsanode zu verwenden, die  den Strom von der brennenden Anode zu  nächst übernimmt und ihn später an die neu  zu zündende Anode überlässt. Diese Über  gangsanode ist bei     mehranodigen    Ventilge  fässen im allgemeinen in demselben Gefäss  wie die Hauptanoden angebracht und ist ge  wöhnlich an den Nullpunkt zwischen den       Transformatorwicklungen    der Hauptanoden  über eine besondere Spannungsquelle ange  schlossen, die zum Beispiel aus einer Kapa  zität bestehen kann.

   Diese Kapazität wird  dann abwechselnd in geeigneter Weise auf  geladen und über die Übergangsanode zu  einem geeigneten Zeitpunkt durch die Beein  flussung des Gitters dieser Anode entladen.  Der Entladungsstrom muss dabei gleich dem  Hauptstrom sein, um die Hauptanode ganz  von dem Strom zu entlasten, und seine Dauer  soll von der Belastung im wesentlichen unab  hängig sein, um den     Kommutiervorgang    im  mer in etwa demselben Zeitraum durchzu  führen.

   Um trotzdem die Ladespannung der  Kapazität nahezu unabhängig von der Be  lastung zu machen,     besteht    bei dieser Aus  führungsform der Erfindung die Kapazität  aus mehreren Kondensatoren 31, 32, 33, 34,  die parallel geschaltet sind., und die auf je  eine Übergangsanode 41, 42, 43, 44 arbeiten,  wobei eine grössere oder kleinere Anzahl von  Übergangsanoden je nach der Höhe der Be  lastung freigegeben wird.

   Die Kondensa-  
EMI0002.0011     
  
    teren <SEP> können <SEP> in <SEP> einem <SEP> gewissen <SEP> Verhältnis
<tb>  abgestuft <SEP> sein, <SEP> beispielsweise <SEP> wie <SEP> die <SEP> Ge  wichte <SEP> eines <SEP> Gewichtssatzes <SEP> oder <SEP> im <SEP> Verhält  nis <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 2 <SEP> : <SEP> 4 <SEP> :

   <SEP> 8 <SEP> usw., <SEP> wodurch <SEP> man <SEP> mit <SEP> einer
<tb>  verhältnismässig <SEP> geringen <SEP> Anzahl <SEP> Kondensa  toren <SEP> eine <SEP> Feinregelung <SEP> innerhalb <SEP> eines <SEP> wei  ten <SEP> Bereiches <SEP> erhalten <SEP> kann. <SEP> Die <SEP> Übergangs  anoden <SEP> sind <SEP> mit <SEP> Gittern <SEP> 141, <SEP> 142, <SEP> 143, <SEP> 144
<tb>  versehen.
<tb>  Jeder <SEP> Kondensator <SEP> ist <SEP> in <SEP> an <SEP> sich <SEP> bekann  ter <SEP> ZVeise <SEP> mit <SEP> einer <SEP> Drosselspule <SEP> 131, <SEP> 132,
<tb>  133, <SEP> 134 <SEP> parallelgeschaltet, <SEP> die <SEP> zu <SEP> seiner
<tb>  Aufladung <SEP> dient. <SEP> Die <SEP> Wirkungsweise <SEP> des
<tb>  Kondensators, <SEP> der <SEP> Drosselspule <SEP> und <SEP> der <SEP> tber  gangsanode <SEP> ist <SEP> in <SEP> Fig. <SEP> 1 <SEP> a <SEP> dargestellt.

   <SEP> Der
<tb>  obere <SEP> Teil <SEP> dieser <SEP> Figur <SEP> zeigt <SEP> den <SEP> Strom <SEP> des
<tb>  Kondensators, <SEP> der <SEP> untere <SEP> die <SEP> Spannung <SEP> seines
<tb>  untern <SEP> Belages <SEP> gegenüber <SEP> dem <SEP> obern. <SEP> In <SEP> dem
<tb>  Augenblick, <SEP> wenn <SEP> eine <SEP> gewisse <SEP> Übergangs  anode <SEP> durch <SEP> sein <SEP> Gitter <SEP> freigegeben <SEP> wird,
<tb>  hat <SEP> der <SEP> untere <SEP> Belag <SEP> ihres <SEP> Kondensators <SEP> bei  spielsweise <SEP> die <SEP> positive <SEP> Spannung <SEP> e"+ <SEP> ge  genüber <SEP> der <SEP> obern, <SEP> das <SEP> heisst <SEP> die <SEP> 11bergangs  a,node <SEP> hat <SEP> dieselbe <SEP> Spannung <SEP> gegenüber <SEP> dem
<tb>  Transformatornullpunkt.

   <SEP> Es <SEP> sei <SEP> angenommen,
<tb>  dass <SEP> diese <SEP> Spannung <SEP> höher <SEP> als <SEP> die <SEP> augenblielz  liehe <SEP> Spannung <SEP> der <SEP> abzulösenden <SEP> Anode <SEP> ist.
<tb>  Die <SEP> Übergangsanode <SEP> nimmt <SEP> dann <SEP> den <SEP> Strom
<tb>  auf, <SEP> der <SEP> zum <SEP> Beispiel <SEP> den <SEP> Wert <SEP> i, <SEP> -I- <SEP> il <SEP> hat
<tb>  (von <SEP> der <SEP> Überlappungszeit <SEP> zwischen <SEP> den <SEP> bei  den <SEP> Anoden <SEP> wird <SEP> hier <SEP> abgesehen), <SEP> und <SEP> sobald
<tb>  die <SEP> abzulösende <SEP> Anode <SEP> erloschen <SEP> ist, <SEP> wird <SEP> sie
<tb>  durch <SEP> ihr <SEP> Gitter <SEP> gesperrt.

   <SEP> Der <SEP> Kondensator
<tb>  entlädt <SEP> sich <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Strom <SEP> i." <SEP> und <SEP> seine
<tb>  Spannung <SEP> sinkt <SEP> deshalb <SEP> nach <SEP> dem <SEP> fallenden
<tb>  Ast <SEP> der <SEP> Kurve <SEP> im <SEP> untern <SEP> Teil <SEP> der <SEP> Fig. <SEP> la.
<tb>  Gleichzeitig <SEP> fliesst <SEP> über <SEP> die <SEP> zum <SEP> Kondensator
<tb>  parallelgeschaltete <SEP> Drosselspule <SEP> der <SEP> Strom <SEP> i"
<tb>  der <SEP> sieh <SEP> in <SEP> der <SEP> Übergangsanode <SEP> zum <SEP> Konden  satorstrom <SEP> addiert. <SEP> Nach <SEP> einer <SEP> gewissen <SEP> Zeit
<tb>  t, <SEP> während <SEP> der <SEP> die <SEP> Spannung <SEP> zum <SEP> Beispiel
<tb>  bis <SEP> auf <SEP> den <SEP> negativen <SEP> W <SEP> ert <SEP> e.

   <SEP> gesunken
<tb>  ist, <SEP> wird <SEP> die <SEP> ablösende <SEP> Hauptanode <SEP> durch <SEP> ihr
<tb>  Gitter <SEP> freigegeben, <SEP> und <SEP> es <SEP> wird <SEP> vorausgesetzt,
<tb>  dass <SEP> das <SEP> Potential <SEP> dieser <SEP> Anode <SEP> dann <SEP> höher
<tb>  als <SEP> das <SEP> der <SEP> Übergangsanode <SEP> ist, <SEP> so <SEP> dass <SEP> die
<tb>  neue <SEP> Hauptanode <SEP> zu <SEP> arbeiten <SEP> anfängt <SEP> und <SEP> die
<tb>  Kommutierung <SEP> also <SEP> beendet <SEP> ist. <SEP> Die <SEP> Über-              gangsanode    wird dann     wieder    gesperrt.

   Der  Strom     il        wird    durch die Drosselspule aufrecht  gehalten und muss dann durch den Konden  sator in entgegengesetzter Richtung gegen     i,     fliessen, so dass er den Kondensator wieder  nach dem steigenden Ast der Spannungs  kurve auflädt.  



  Wenn nun der Belastungsstrom der  Hauptanoden schwankt, mass auch der Über  gangsstrom entsprechend     schwanken,    und  es wird dann eine grössere oder kleinere An  zahl der     Übergangsanoden    41-44 mit ent  sprechenden Kondensatoren     31-ä4    und  Drosselspulen 131-134 freigegeben.

   In dem  zu jeder wirksamen     Übergangsanode    gehören  den Stromkreis spielen sich dann die Verhält  nisse     wie    eben     beschrieben    ab, und bei der  selben Spannungsschwankung der Kondensa  toren kann dann der Gesamtstrom vom Trans  formatornullpunkt über die Übergangsanoden  innerhalb weiter Grenzen entsprechend dem  Belastungsstrom     schwanken.            Fig.    2 zeigt einen Stromrichter mit drei  Hauptanoden 11, 12, 13 und eine dreiphasige       Transformatorwicklung    21, 22, 23.

   Eine ge  meinsame     Übergangsanode    40 ist     vorhanden,     die bei sämtlichen     Kommutierungsverläufen     in Wirksamkeit tritt. Die Spannungsquelle  dieser     Übergangsanode    besteht aus einer Ka  pazität 30, die in grundsätzlich bekannter  Weise parallel zu einer     Induktanz    50 arbei  tet.

   Im Gegensatz zu bekannten Anordnungen,  bei denen die     Induktanz    so gross sein soll, dass  sie den     Kondensatorstrom    während der     Auf-          und    Entladungszeit praktisch konstant hält,  soll die     Induktanz    50 hier so klein sein, dass  sie für die Zündfrequenz der Übergangsanode       ("Kommutierfrequenz")    oder ein Vielfaches  davon in Resonanz mit der Kapazität ist,  und zwar trotzdem die Kapazität so gross ist,  dass sie bei zulässigem Spannungsabfall eine  beträchtlich grössere Elektrizitätsmenge lie  fern kann als für die     Kommutierung    der  höchsten zulässigen Stromstärke erforderlich  ist.

   Die überschüssige Elektrizitätsmenge os  zilliert     zwischen    der Kapazität und der In  duktanz 50, so dass die Kapazität auf prak-         tisch    dieselbe Spannung aufgeladen wird, un  abhängig von der durch die Übergangsanode  in Anspruch genommenen     Elektrizitätsmenge,     die von der Belastung abhängt.

   Es kann       empfehlenswert    sein, den untern Belag der  Kapazität 30     mit    der Kathodenseite über  eine grosse     Induktanz    51 zu     verbinden    und       gleichzeitig    in den     Schwingungskreis    einen  Sperrkondensator 6 einzuführen, der verhin  dert, dass ein     Gleichstrom    durch die     Induk-          tanzen    strömt, der jedoch so gross ist, dass er  die     Resonanzschwingungen    nicht nennens  wert     beeinflusst.    In dieser Weise erhält der  untere Belag der Kapazität ein mittleres Po  tential nahe demjenigen der Kathode,

   was  sich als vorteilhaft für den richtigen     Auf-          und    Entladungsverlauf erwiesen hat, indem  die mittlere Spannung     zwischen    den Belägen  der Kapazität etwa gleich der Gleichspan  nung des Stromrichters     -wird.     



  In     Fig.    3 ist die     Stromrichterschaltung     der gewöhnlich als doppelt dreiphasig     be-          zeichneten    Art mit sechs Hauptanoden 11 bis  16, zwei dreiphasigen     Transformatorsternen     21 bis 23, und 24 bis 26 und einem zwischen  die Nullpunkte dieser Sterne eingeschalteten  Stromsauger 27. Zwei     Übergangsanoden    45,  46 sind vorhanden, eine für jeden Drei  phasenstern.

   Diese     Übergangsanoden    werden  von einem Resonanzkreis 30, 50, 51 gespeist,  welcher in der Hauptsache dieselben Eigen  schaften wie der in     Fig.    2     beschriebene    Reso  nanzkreis besitzt, obgleich die     Induktanz    in  einen konstanten Teil 50 und     einen    dazu  parallel geschalteten, durch eine     sättigende          Gleichstromwicklung    52 regelbaren Teil 51  aufgeteilt     ist.    Die Gleichstromwicklung kann  von einem Strom durchflossen werden,

   der  den Unterschied     zwischen    einem     konstanten     Strom und dem Belastungsstrom oder einem  dazu     proportionalen    Strom darstellt, so dass  die gesamte     Induktanz    des Schwingungs  kreises bei steigender Belastung steigt und  dadurch der Neigung zu     einer    Erhöhung der  Frequenz entgegenwirkt, die die Folge der  mit der steigenden Belastung erhöhten Dämp  fung des Schwingungskreises     wird.    Die Spei  sung der Übergangsanoden von dem Reso-           nanzkreis    erfolgt über einen Transformator  28 mit zwei Wicklungen. In diesem Falle ist  kein Sperrkondensator erforderlich.  



       Fig.    4 zeigt einen sechsphasigen Strom  richter mit sechs Anoden 1.1 bis 16,     Transfor-          matorwicklungen    21 bis 26 und einem zwi  schen zwei     Dreiphasennullpunkten    einge  schalteten     Spannungsteiler    29, der hier je  doch nicht als Stromsauger wirkt, da die       Kommutierung    immer von dem einen  Stern zum andern erfolgt.

   In dieser Aus  führungsform sind keine Übergangsano  den da, sondern die     erzwungene        Kommu-          tierung    erfolgt statt dessen unmittelbar  durch Zusatzspannungen, die zwischen den  beiden     Dreiphasennullpunkten    von dem aus  einer Kapazität 30 und einer konstanten und  einer regelbaren     Induktanz    50     bezw.    51 be  stehenden Resonanzkreis erzeugt werden. Die       Induktanz    51 kann durch eine Wicklung 52  in derselben Weise wie in     Fig.    3 geregelt  werden. Die beiden     Induktanzen    liegen hier  in Reihe.  



  In     Fig.    5 und 6 kommen Übergangs  anoden wieder vor. Die     Fig.    5 zeigt einen  Stromrichter mit zwei Hauptanoden 11, 12,  einer     'C?bergangsanode    40 und einem einpha  sigen Transformator mit den Wicklungsteilen  21, 22. Die Kapazität 30 für die Speisung  der Übergangsanode hat einen zweiten Ent  ladungskreis, der eine     Induktanz    5 3 und eine  besondere Ventilstrecke 70 enthält, so dass er  nach der Entladung gesperrt wird. Dieser  Entladungskreis tritt in Wirkung, sobald der  Strom durch die     Übergangsanode    nicht den  Höchstwert erreicht.

   Die Ladung erfolgt  dann über eine     Induktanz    54 und eine andere  Ventilstrecke 71, deren Anode an die Ka  thode des     Hauptventilgefä.sses    angeschlossen  ist. Mit genau der dargestellten Schaltung  eignet sich dieser Stromrichter besonders  zum Arbeiten mit voller     Herabsteuerung    der  Spannung beispielsweise als     Phasenkompen-          sator    eines Wechselstromnetzes mit kurzge  schlossener Gleichstromseite, aber durch den  Anschluss der Anode der Ventilstrecke 71 an  einen Punkt andern Potentials, der beispiels-    weise durch einen Hilfsgleichrichter geschaf  fen wird, kann die Schaltung bei irgend wel  cher Gleichspannung befriedigend arbeiten.  



       Fig.    6 zeigt eine der     Fig.    4 im wesent  lichen analoge Schaltung, jedoch mit der Ab  änderung, dass die Kapazität 30     transforma-          torisch    sowohl an zwei Übergangsanoden 41,  42, wie an zwei     Hilfsventilstrecken    für die  ergänzende Entladung angeschlossen ist, wel  che zwei     Hilfsventilstrecken    mit ihren Ano  den 72, 73 in dem Hauptgefäss angeordnet  sind. Dies ist deshalb möglich, weil ihr  Potential infolge der     transformatorischen     Anschlusses von den Potentialverhältnis  sen im     Hauptkreis    unabhängig ist.

   Im übri  gen ist der     Hauptstromrichter        sechsanodig     und dreiphasig mit Stromsauger 27 aus  gebildet und die Schaltung dieser Teile ana  log der     Fig.    3. Die     Hilfsventilstrecken    72,  73 für die ergänzende Entladung sind je an  dem Ende einer Wicklung des Transforma  tors 28 angeschlossen, deren Nullpunkt über  eine     Gleiehspannungsquelle    74 und eine In  duktanz 55 an die Kathode angeschlossen ist.  Die     Gleichspannungsquelle    ist eigentlich nur  bei niedriger Belastung notwendig.

   Bei ver  hältnismässig hoher Belastung kann man im  mer, nachdem die betreffende Hilfsanode 72  oder 73 nach wesentlicher Umladung der Ka  pazität 30 erloschen ist, die Übergangsanode  genügend lange weiter brennen lassen, um  die Überladung zu     bewirken,    die zur     Dek-          kung    der Verluste der     betreffenden    Strom  kreise erforderlich ist. Bei sehr niedriger Be  lastung kann der Strom in der Übergangs  anode hierzu ungenügend werden, und es  kann     deshalb    notwendig werden, die     Brenn-          zeit    der Anoden 72, 73 durch die Einführung  der     Gleichspannungsquelle    74 zu verlängern.

    Die Anoden 72, 73 arbeiten zusammen mit  letzterer als ein Wechselrichter, aber dieser  kann auch durch einen Umrichter ersetzt wer  den, der von einer     Weehselspannungsquelle     primär gespeist wird. Eine derartige Ausfüh  rungsform zeigt     Fig.    7, die gegenüber     Fig.    6  auch die hiervon unabhängige Abänderung  zeigt, dass die mittelbare     Kommutierung    über  eine Übergangsstrecke durch eine unmittel-      bare     erzwungene        Kommutierung    ersetzt wor  den ist.  



  Der     Stromrichter    nach     Fig.    7 ist     sechs-          anodig    mit den     Transformatorwicklungen    in  zwei     Dreiphasengruppen    21 bis 23 und 24 bis  26 unterteilt, die durch eine spannungstei  lende     Transformatorwicklung    29 verbunden  sind, aber wie sonst bei unmittelbar erzwun  gener     Kommutierung    durch Zusatzspannun  gen im Nullpunkt, dient die Wicklung 29  nicht als Stromsauger, sondern statt dessen  zur Erzeugung der Zusatzspannungen, die  von dem     einen        Dreiphasenstern    zum andern       kommutieren,

      so dass der Stromrichter sechs  phasig arbeitet. Diese Spannungen werden  mittelst der Kapazität 30 erzeugt, die     trans-          formatorisch    durch die Wicklungen 35, 36  über die     Hilfsanoden    75     bis    78 aufgeladen  und entladen wird. Die primäre Quelle dieser  Ladung und Entladung besteht aus einem  Wechselstrom, der den Klemmen 80 zuge  führt     wird    und über die Anoden 75 bis 78  und den Transformator 81 auf die Eigen  frequenz des     Kondensatorkreises    umgerichtet  wird.     Hierdurch    werden die     Verluste    im  Schwingungskreis sowie der Energiebedarf  der Wicklung 29 gedeckt.

   Man kann die  Sache vielleicht am einfachsten derart an  schauen, dass die Spannung des vom Trans  formator 81 und von den Anoden 75 bis 78  zusammen     gebildeten    Gleichrichters sich zur  Spannung auf den Aussenpolen der mit der       Induktanz    55 verbundenen Transformator  wicklung 36 addiert und dadurch dasselbe  Ergebnis wie die Gleichstromquelle 74     in          Fig.    6 ergibt, welche die Spannung an der  Mitte der entsprechenden Wicklung erhöht,  nämlich so dass die Brennzeit der gelegentlich  brennenden Anode so viel verlängert wird,  wie für die Ladung der Kapazität 30 auf die  volle Spannung erforderlich ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung zur erzwungenen Kommutie- rung von Stromrichtern mit Hilfe einer Ka pazität, die während der Kommutierungs- perioden eine Spannungswelle zwischen der brennenden Anode und der den Strom am nächsten zu übernehmenden Anode erzeugt, dadurch gekennzeichnet,
    dass die Kapazität eine vom Belastungsstrom des Stromrichters im wesentlichen unabhängige Kommutie- rungsspannung liefert. UNTERANSPRüCHE 1. Anordnung nach Patentanspruch für Stromrichter mit Übergangsanode, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapazität aus mehreren parallelgeschalteten Kondensa toren besteht, die sich über getrennte Übergangsanoden entladen. 2.
    Anordnung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die parallel ge schalteten Kondensatoren verschiedener Grösse und derart abgepasst sind, dass sie einen grossen Regelbereich mit einer klei nen Anzahl von Einheiten ermöglichen. 3. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapazität auf einen zu seinem normalen Belastungskreis parallel geschalteten Stromkreis mit einer Induktanz arbeitet, die für die Kommu- tierfrequenz oder für ein Vielfaches davon in Resonanz mit der Kapazität ist. 4.
    Anordnung nach Unteranspruch 3, mit einer mit der Kapazität leitend verbunde- neu Übergangsanode, dadurch gekenn zeichnet, dass der Resonanzkreis mit der Kathode des Stromrichters über eine grosse Induktanz verbunden ist und einen Sperr kondensator so grosser Kapazität enthält, dass er die Resonanzschwingungen nicht nennenswert beeinflusst. 5. Anordnung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die im Reso nanzkreis enthaltene Induktanz durch eine überlagerte Gleichstromsättigung regel bar ist. 6.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapazität einen oder mehrere zum Kommutierungskreis parallel geschaltete Belastungskreise be sitzt, die gittergesteuerte Ventilstrecken enthalten. 7. Anordnung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die mit dem Kommutierungskreis parallel geschalteten Belastungskreise Zusatzspannungsquellen enthalten, die ihr mittleres Potential im Verhältnis zum Kathodenpotential der in den Belastungskreisen enthaltenen Ventil strecken beeinflussen. .
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