CH206424A - Verfahren zur Herstellung wässeriger Dispersionen unverseifbarer Stoffe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wässeriger Dispersionen unverseifbarer Stoffe.

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CH206424A
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H17/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
    • D21H17/20Macromolecular organic compounds
    • D21H17/21Macromolecular organic compounds of natural origin; Derivatives thereof
    • D21H17/24Polysaccharides
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Description


  Verfahren zur Herstellung wässeriger Dispersionen     unverseifbarer    Stoffe.    Durch die zum Leimen von Papier, Pappe  und sonstigen Faserstoffen hauptsächlich in  Verwendung stehende     Harzleimung    wird zwar  Tintenfestigkeit erreicht, eine wesentliche  Wasserwiderstandsfähigkeit aber ist durch  einen noch so hohen Zusatz von solchem  Harzleim nicht erzielbar.  



  Um bei Papier, Pappe durch Behandlung  in der     Stoffmasse    eine wesentliche Wasser  widerstandsfähigkeit zu erreichen, setzt man  dem Papierbrei verschiedene Wachsarten,  Paraffine, Bitumina als wässerige Dispersio  nen zu. Neben erhöhter Wasserwiderstands  fähigkeit bewirken solche Zusätze auch eine  Verbesserung der     drucktechnischen    Eigen  schaften.  



  Bei den meisten dieser     DispersioDen    be  kannter Herstellungsart wurden auch bisher  Stärke und andere kolloidale Mittel verwen  det, wobei aber die Stärke entweder in nicht  aufgeschlossenem Zustand zur Anwendung  gelangte oder so weit abgebaut war,     dass    die  bekannte blaue     Jod-Stärke-Reaktion    nicht    mehr angezeigt wurde. Diesen Dispersionen  bekannter Herstellungsart haftet der Nachteil  an,     dass    sie bei     bohem    Gehalt an     Wacbs,        Pa-          raff    in und Bitumen nur beschränkt haltbar sind  und die<B>für</B> eine betriebsmässige -Verwendung  erforderliche Dünnflüssigkeit nicht besitzen.  



       Effindungsgemäss    wird zur Herstellung  vorgenannter Dispersionen solche Stärke ver  wendet, welche z. B. durch Behandeln mit       Aufschlussmitteln    chemischer oder     fermenta-          tiver    Natur, weitgehend, jedoch nur so weit  abgebaut worden ist,     dass    sie noch die blaue  Jodreaktion zeigt.  



  Ein derartiger     Aufschluss    kann durch einen  geringen Zusatz von     Arylsulfochloramideli,     z. B. in Form des unter dem Namen "Chlor  amin" bekannten     Natriumsalzes    des     Para-          Toluolsulfochloramids    bewirkt werden. Es ist  angezeigt, die     Dispergierung    in schwach al  kalischem Medium zu bewirken, wobei aber  das Alkali erst nach erfolgtem     Aufschluss    der  Stärke zugesetzt werden darf. Derart herge  stellte Dispersionen sind auch bei hohem Ge-      halt an Wachs, Paraffin weitgehend dünn  flüssig und praktisch dauernd haltbar.

   Diese  Vorteile sind darauf zurückzuführen,     dass    die  Teilchengrösse der Stärke durch den weit  gehenden     Aufschluss    weitgehend verkleinert  wird, ohne     dass    die Stärkelösung ihren     kol-          loiclalen    Charakter verliert.  



  Als Beispiel wird nachstehend die Her  stellung eines Paraffinleimes gemäss der     Er-          fludung    beschrieben.  



  In einem mit Rührwerk versehenen, direkt  oder indirekt geheizten Kessel werden<B>10<I>kg</I></B>  Stärke in<B>100</B> kg Wasser eingetragen     und     unter Rühren und Erwärmen, unter weiterem  Zusatz von<B>0,1 kg</B> Chloramin aufgeschlossen,  bis sich die Stärke völlig gelöst hat und  dünnflüssig geworden ist. Entweder gleich  zeitig mit der Stärkezugabe oder nach er  folgtem     Aufschluss    werden 200<B>kg</B> Paraffin  in den     l#essel    eingetragen     und    unter fortge  setztem Rühren geschmolzen.

   Sobald die Masse  geschmolzen ist, ist eine weitere     Wärinezu-          fuhr    überflüssig und es wird Alkali zugege  ben, und zwar<B>0,5 kg</B>     Ätznatron    gelöst in  40<B>kg</B> Wasser. Zum     Schluss    setzt man der         a        s,        se        als        Schutzkolloid        noeh   <B>5</B>     kg        Kasein     gelöst in<B>60 kg</B> heissem Wasser und<B>0,5 kg</B>       Ätznatron    zu. Man     lässt    die Masse nun aus  kühlen.  



  Man kann sie direkt dem Faserbrei im  Holländer zufügen, wo     liernach    das     Paraflin     mit Alaun, schwefelsaurer Tonerde oder einem  ähnlichen Mittel in bekannter Weise gefällt  und fixiert werden kann.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung wässeriger Dis- persIonen unverseifbarer Stoffe unter Mitver- wendung von Schutzkolloiden und von Stärke, dadurch gekennzeichnet, dass man abgebaute Stärke, die noch die blaue Jodreaktion zeigt, verwendet. <B>UNTERANSPRUCH:</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Dispersion Alkali, berechnet als Na.20, in einer Menge zwisehen <B>0,1</B> und 0,2 'I/o zugesetzt wird.
CH206424D 1938-04-09 1938-04-09 Verfahren zur Herstellung wässeriger Dispersionen unverseifbarer Stoffe. CH206424A (de)

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