CH206601A - Verfahren zur Herstellung eines Bieres. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Bieres.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Bieres. Dis Herstellung von Bier erfolgt be kanntlich, indem eine Würze bereitet, die Würze gehopft und vergoren und das Gärungsprodukt gelagert wird. Das Haupt patent betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Bieres, bei dem bei der Bierherstellung die Flüssigkeit mit einem Aluminiumsilikat vom Typus des Montmorillonits behandelt wird, um aus ihr kolloidal gelöste Eiweiss stoffe und andere unerwünschte Stoffe zu entfernen.
Durch diese Behandlung, die z. B. durch Eintragen einer kleinen Menge Bleicherde in die Flüssigkeit, kurzes Durchrühren und an schliessendes Absitzenlassen der festen Be- Standteile oder auch durch Filtration durch ein aus der Bleicherde gebildetes Filterbett erfolgen kann, werden Stoffe entfernt, die dem frischen Bier den unangenehmen Jung- biergeschmack geben, Pasteurisiertrübungen veranlassen, dem Bier eine Missfarbe ver leihen usw., und zwar,
wie Versuche ergaben, ohne dass irgendwelche nachteilige Erschei nungen auftreten. Es kann So ein Bier von ausgezeichneter Schaumhaltigkeit und Voll- mundigkeit erhalten werden, .das sich durch eine rein grünlichgelbe Farbe auszeichnet.
Vorzugsweise wird bei dem Verfahren eine Bleicherde benutzt, die körnige Form besitzt und bei Temperaturen unterhalb <B>800'C</B> geröstet wurde. Durch die Rösteng wird dem Korngut eine hohe Kornfestigkeit gegeben, und zwar ohne dass es seine Akti vität in dem oben angedeuteten Sinne ver liert.
Gegebenenfalls kann die Bleicherde auch einer Schlämmung zwecks Entfernung un- %-#,irksamer Ballaststoffe oder einer Aktivie- rung nach beliebigen bekannten Methoden unterworfen werden.
Zur Gruppe der Aluminiumsilikate vom Typus des Montmorillonits gehören neben Fullererden, Bleicherden usw. auch die soge nannten Bentonite. Die vorliegende Erfin dung beruht auf der Feststellung, dass be stimmte Aluminiumsilikate vom Typus des Montmorillonits für die Behandlung von Bier nach dem Verfahren des Hauptpatentes eine wesentlich grössere Wirksamkeit Besitzen als z. B. Bleicherden.
Gegenstand des vorliegenden Pateiltas ist ein Verfahren zur Herstellung von Bier ge mäss dem Patentanspruch des Hauptpatentes, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man die Behandlung der Flüssig1Leit mit einem Aluminiumsilikat vom Typus des Moilt- morillonits vornimmt, welches einen holten Gehalt an in Wasser quellfähigen Teilchen aufweist.
Zu diesen li:olloidartigen Ulla quell- fähigen Aluminiumsilikaten gehören in erster Linie die Mineralien, die unter dem Namen Bentonite bekannt geworden sind. Von diesen quellfähigen Aluminiumsilikaten, wie Bento- nit, werden, wie Versuche ergaben, nur ge ringe Mengen benötigt zur Erzielung des oben angegebenen Zweckes.
Infolgedessen ist der Verlust an Flüssigkeit trotz der Quel- lung geringer als bei Verwendung der nicht quellbaren Bleicherden; die Durchführung der Behandlung wird dadurch einfacher und die apparative Lösung leichter.
Die Bentonite können auch in geröstetem Zustande zur Anwendung,, kommen. soweit. was in der Regel der Fall ist, bei Erhitzung bis zu 800 C die Wirksamkeit bestehen bleibt.
Die Bentonite bestehen zum weitaus gröss ten Teil aus quellfähigem Aluminiumsilikat, das Natrium-, Kalium-, Kalzium-, Magne sium- oder mehrere dieser Ionen gleichzeitig unter Komplexbildung angelagert enthält. Die angelagerten Ionen können verhältnis mässig leicht gegen andere oder auch gegen Wasserstoff ausgetauscht werden, und es er gibt sich dadurch auch die Möglichkeit, ge- wünschtenfalls die Komplexbelegung zu ändern.
Ein Bentonit, der nach Untersuchungen sich als vorzüglich geeignet für das Verfah ren der Erfindung erwiesen hat, besitzt fol gende Zusammensetzung: Si02 62,7%, A1201 <B>19,7%,</B> Fe--,0, 3,7%, CaO 1,2 %, 1g0 ?,9 %, Na20 K.,0 0,-1 % , Rest: Wasser, Organisches, Säurebestandteile 6,6%.
Die Wirkung eines derartigen Alumi- niumsilika.tes ist 1>eispiels -eise 21"'-,mal grösser als die einer handelsüblichen aktivierten. nicht quellbaren Bleicherde, d. h. die zur Be- handlung zu benutzende Menge Bentonit kann auf<B>10%</B> der an Bleiellerde benötigten bemessen werden.
Die hohe Aktivität dieser besonderen Aluminiumsilikate mit hohem Gehalt an kolloidartiger Substanz zeigte sieh bei allen Verfahrensstufen der Bierherstellung. so dass es gleich ist, ob Würze bezw. Maische vor oder nach dem Hopfen oder fertig vergorenes Bier der Behandlung unterzogen wird.
Die Behandlung von '\Ä'ürze oder 3laise.he ist möglich, weil überraschenderweise nur die störenden, kolloid gelösten Bestandteile aus der Flüssigkeit herausgenommen -erden, die übrigen wirksamen Bestandteile ile.# Biere=: jedoch uriangegriffen bleiben.
Dank der besonderen Aktivität des Bento- nits bezw. von Aluminiumsilikaten vom Typus des -lontmorillonits mit hohem Gehalt an in Wasser quellfähigen Teilchen ist man nun in der Lage, z. B. die Filtrationsdauer den im Einzelfall vorliegenden Verhältnissen aiizupasseii, z.
B. unter Mitverwendung von Bleicherde und andern Adsorptionsmitteln. Beispielsweise liege der Fall vor, dass bei einer bestimmten Apparatur die Filtra.tions- daner, das heisst die Zeit. die das Bier oder dergl. mit, dem Filterbett in Berührung ist, auf einige -Minuten bemessen sein muss, wobei jedoch alle Bestandteile des Bieres usw. mit den Wirkstoffen in Berührung kommen sollen. Die Filtrationsdauer ist abhängig voll der Körnung des Filterbettes.
Ist in der ge gebenen Zeit Bleicherde allein nicht wirk sam genug, so wird man nun nach dem Ver fahren gemäss der Erfindung ein Gemisch voll Bleicherde und Bentonit verwenden. An Stelle voll Bleicherde können auch andere adsorptiv wirkende Stoffe, wie Silikagel und der-I., mit Bentonit gemischt werden.
Durch solche Vermischung ist auch die Möglichkeit gegeben, Schwierigkeiten auszu gleichen, die durch zu starke Quellfähigkeit der Bentonite unter Umständen verursacht werden könnten. Wird nach dem Schüttel- oder Einstreuverfahren gearbeitet, so kann man z. B. die Abtrennung der Behandlungs masse durch Zugabe von Bleicherden zu den Bentoniten erleichtern.
Ein anderer Weg ist die Verwendung der verschiedenen Formen von Aluminiumsilika- ten vom Typusdes Montmorillonits nachein ander. So kann die Flüssigkeit zunächst in irgend einem Stadium der Bierherstellung, z. B. vor der Gärung, mit Bleicherde behan delt und darauf eine kurzzeitige Behandlung mit Bentonit usw. vorgenommen werden, oder man kann in einer Stufe, z. B. in der Maische- oder Würzestufe, mit Bleicherde und einer folgenden Stufe mit Bentonit oder Bentonitgemischen arbeiten.
Im allgemeinen ist es zweckmässiger, die Würze bezw. Maische mit Bleicherde zu be handeln und Bentanit auf das fertig ver gorene Bier wirken zu lassen, da dieser auch eine stark klärende Wirkung besitzt. Neben den unerwünschten kolloidal gelösten Ei weissstoffen entfernt der Bentonit, wie Ver suche ergaben, ferner suspendierte Eiweiss- und Hefereste, womit eine besondere Nach klärung des Bieres überflüssig wird.
Die gemeinsame Verwendung von Bento- niten und Bleicherde oder andern Adsorp- tionsmitteln, also die Benutzung von Ge mischen, hat auch den Vorzug, da.ss da.dizreh die Aufteilung des Aluminiumsilikates mit einem hohen Gehalt an in Wasser quell- fähigen Teilchen besser wird, also quasi eine gesteigerte Aktivität der letzteren .Stoffe in Erscheinung tritt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Bieres, indem eine Würze bereitet, .die Würze ge- hopft und vergoren und,das Gärungsprodukt gelagert wird, unter Verwendung von Alu miniumsilikaten vom Typus des Montmorillo- nits, nach dem Patentanspruch des Haupt patentes, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit mit solchen Aluminiumsilikaten vom Typus des Montmorillonits behandelt wird;die einen hohen Gehalt an in Wasser quellfähigen Teilchen besitzen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ,gekennzeichnet, dass die Behandlung mit Bentonit erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass .die Behandlung mit einem Gemisch von Bleicherde und Bento- nit erfolgt. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit einem Gemisch von Bentonit und andern A dsorptionsmitteln erfolgt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die noch nicht ver gorene Flüssigkeit zunächst der Einwir kung von Bleicherde und, anschliessend einer kurzzeitigen Einwirkung von Bento- nit -unterworfen wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, ,dass die Flüssigkeit als Würze mit Bleich erde und im weiteren -Gang des Bier herstellungsverfahrens mit Bentonit be handelt wird. G. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Flüssigkeit als Maische mit Bleicherde und im weiteren Gang des Bierherstellungsverfahrens mit Bentonit behandelt wird.
Applications Claiming Priority (2)
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| CH195644T | 1935-10-12 | ||
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Publications (1)
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| CH206601A true CH206601A (de) | 1939-08-15 |
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Family Applications (1)
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| CH206601D CH206601A (de) | 1935-10-12 | 1935-12-30 | Verfahren zur Herstellung eines Bieres. |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH206601A (de) |
-
1935
- 1935-12-30 CH CH206601D patent/CH206601A/de unknown
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