CH206610A - Verfahren zur Herstellung eines harzartigen Kondensationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines harzartigen Kondensationsproduktes.

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CH206610A
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/40Chemically modified polycondensates

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines harzartigen Kondensationsproduktes.    Es wurde gefunden, dass man zu wert  vollen neuen     Kondensationsprodukten    ge  langen kann, wenn man     Aminotriazine,     Alkoholgruppen enthaltende Verbindungen  und Aldehyde miteinander zur     Reaktion     bringt.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist ein  Verfahren zur Herstellung eines harzartigen       Kondensationsproduktes,    dadurch gekenn  zeichnet, dass man     2.4.6-Triamino-1    .3.     5-          triazin,    Formaldehyd     und.    Rohrzucker mit  einander     bis    zur Harzbildung zur Reaktion  bringt.  



  Die     Reaktionskomponenten    können gleich  zeitig oder in beliebiger Reihenfolge  aufeinander zur     Einwirkung    gebracht wer  den. Es kann auch jede einzelne     Komponente     stufenweise zugesetzt werden.  



  Die Mengenverhältnisse der Komponenten  können innert weiter Grenzen     schwanken.     Auch hinsichtlich der sonstigen Konden  sationsbedingungen,     wie    Temperatur,     Lö-          sungs-        bezw.        Verdünnungsmittel,    reaktions-    beeinflussende     Zusätze,    z. B. Säuren, säure  abspaltende Stoffe, Basen usw. sind     weit-          gehende    Variationen möglich.  



  Als     Lösungsmittel        kommen        sowohl    Wasser  als auch organische     Lösungsmittel    in     Be-          tracUt.     



  Die     Reaktion    kann auch im geschlossenen  Gefäss     (Autoklav)    vorgenommen werden, wo  durch es unter anderem auch möglich     ist,,die          Reaktionstemperatur    oberhalb des     'Siede-          punktes,d.er        Reaktionskomponenten        bezw.,des          Lösungsmittels    zu, wählen.  



  Das erhaltene harzartige     Kondensations-          produkt    scheidet sieh beim     Verdünnen    mit  Wasser in harzartiger Form aus     und    ,gibt  beim Eindampfen ein     hartes,        pulverisierbares     Harz.

   Das     Kondeneationsprodukt    kann ge  härtet werden,     .das    heisst es wird     unter    dem  Einfluss von     Härtungskatalyten        und/oder    von       Wärme        unsehmelzbar    und     unlöslich        und     weist in diesem Zustande sehr hohe Wasser  beständigkeit auf. Es lässt sich für .die  mannigfaltigsten Zwecke verwenden, wie      z.

   B. als Bindemittel für die Herstellung von       Pressmassen    und laminierten Produkten, für       Verleimungszwecke,    zur Herstellung von  Kunstholz, Kunstkork, Pinselkitt, zum Fixie  ren von     farbgebenden    Stoffen, von Schäd  lingsbekämpfungsmitteln und     der-l.    auf  Unterlagen aller Art, ferner für die Herstel  lung von Giessmassen, für die Anwendung  als Lack oder als Lackzusatz, weiter in der  Textilindustrie, z.

   B. zum Appretieren und       Knitterfestmachen,    zur     Verminderung    der       Quellfähigkeit,    als     Verdiekungs-    oder Ver  steifungsmittel oder als Weichmacher, als  Mittel zur waschechten Fixierung von Appre  turen, zur Herstellung gefärbter oder be  druckter     Materialien    usw.  



  <I>Beispiel 1:</I>  126 Teile     Melamin    (1     Mol),    126 Teile  Rohrzucker, 600 Teile     Formaldehydlösung     <B>30%</B> (6     Mol)    neutral werden im     ,siedenden     Wasserbad behandelt, bis eine Probe der kla  ren Lösung mit Wasser verdünnt eine     rieb-          tige        Harzausscheidung    gibt.

   Die     1ionden-          sationslösung    wird im Vakuum zu einem  Produkt von schaumiger     Struktur    getrock  net, zerkleinert und so lange bei<B>1001</B> nach  behandelt,     bis    ein für das Verformen in der       Heisspresse    günstiges Fliessvermögen erreicht  ist. Wird das Produkt 6 Minuten bei 145    gepresst, so entsteht ein harter,     glasklarer     Formling, der bei 24stündigem Lagern in  Wasser     0,1%    und bei 10minutigem Kochen  in Wasser<B>2,3%</B> an Gewicht zunimmt.  



  <I>Beispiel 2:</I>  252 Teile     Melamin    (2     Mol),    400 Teile  technische 30 %     ige        Formaldehydlösung    (4       Mol),    370 Teile Rohrzucker werden auf dem  Wasserbad<B>1U</B> Stunde erhitzt. Eine Probe  gibt mit Wasser verdünnt eine Harzfällung.  Hierauf wird die Kondensationslösung mit  270 Teilen Zellulose geknetet, getrocknet und  gemahlen.  



  Wird das so erhaltene Pulver beispiels  weise 2     lIinuten    bei<B>175'</B> gepresst, so ent  stehen     Presslinge,    die bei     24stündigem    Lagern  in kaltem Wasser     eine    Gewichtszunahme von    und     I)ei    10minutigem Behandeln in  kochendem Wasser eine solche von 2.2' er  leiden.  



  <I>Beispiel 3:</I>  126 Teile     Melamin    (1     31o1)    werden in  000 Teilen schwach alkalischer,     30%iger          Formaldehydlösung    (6     Mol)    heiss gelöst,  10 Minuten bei<B>90'</B> behandelt und dann ge  kühlt. Nach     einiger    Zeit entsteht eine Aus  scheidung, und der gesamte Inhalt erstarrt  zu einer weissen     Masse,    die in     zerkleinerter     Form bei<B>60'</B>     getrocknet    und dann gemahlen  wird.  



  100 Teile des genannten     Produktes,    7 5  Teile Rohrzucker. 240 'Geile Methylalkohol  und 50 Teile
EMI0002.0045  
   Salzsäure     werden    zum Sie  den erhitzt. Nach     i#>    Stunde ist alles gelöst.  Die Lösung wird noch weitere 6 Stunden  im Sieden gehalten     und    dann gekühlt. Beim  Verdünnen mit Wasser     entsteht    eine Harz  fällung und beim Eindampfen ein hartes,       pulverisierbares    Harz. Das Produkt kann für  Lackzwecke oder für     Presspulver    verwendet  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines harz artigen Kondensationsproduktes, dadurch ge kennzeichnet., dass man 2.4.6-Triamino- 1 . 3 - 5-triazin, Formaldehyd und Rohr zucker miteinander bis zur Harzbildung zur Reaktion bringt. Das erhaltene harzartige Kondensations produkt scheidet sich beim Verdünnen mit Wasser in harzartiger Form aus und gibt beim Eindampfen ein hartes, pulverisierbares Harz.
    Das Kondensationsprodukt kann ge härtet werden, das heisst es wird unter dem Einfluss von Härtungskatalyten und/oder von Wärme unschmelzbar und unlöslich, und weist in diesem Zustande sehr hohe Wasser beständigkeit auf. Es lässt sich für die mannigfaltigsten Zwecke verwenden, wie z.
    B. als Bindemittel für die Herstellung von Pressmassen und laminierten Produkten, für Verleimungszwecke, zur Herstellung von Kunstholz, Kunstkork, Pinselkitt, zum Fixie ren von farbgebenden Stoffen, von Schäd- lingsbekämpfungsmitteln und dergl. auf Unterlagen aller Art, ferner für die Herstel lung von Giessmassen, für die Anwendung als Lack oder als Lackzusatz, weiter in der Textilindustrie, z.
    B. zum Appretieren und Knitterfestmachen, zur Verminderung der Quellfähigkeit, als Verdickungs- oder Ver steifungsmittel oder als Weichmacher, als Mittel zur waseliechten Fixierung von Appre turen, zur Herstellung gefärbter oder be- druckter Materialien usw. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Reaktion in Gegenwart von Kondensationsmitteln durchgeführt wird. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Reaktion in Gegenwart von sauren Kondensationsmitteln durchgeführt wird. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion in Gegenwart von basischen Kondensationsmitteln durch geführt wird. 4. Verfahren ,gemäss Patentanspruch und Un- teransprwch <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die drei Komponenten gleichzeitig aufeinander zur Einwirkung -gebracht werden. 5.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch .gekennzeich net, dass zunächst ein Kondensationspro dukt aus 2.4.6-Triamino-1 .3.5-triazin und Formaldehyd hergestellt und dieses hierauf mit Rohrzucker bis zur Harzbil dung zur Einwirkung gebracht wird.
CH206610D 1936-10-19 1936-10-19 Verfahren zur Herstellung eines harzartigen Kondensationsproduktes. CH206610A (de)

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