CH202548A - Verfahren zur Herstellung eines harzartigen Kondensationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines harzartigen Kondensationsproduktes.

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CH202548A
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/40Chemically modified polycondensates
    • C08G12/42Chemically modified polycondensates by etherifying
    • C08G12/424Chemically modified polycondensates by etherifying of polycondensates based on heterocyclic compounds
    • C08G12/425Chemically modified polycondensates by etherifying of polycondensates based on heterocyclic compounds based on triazines
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines harzartigen     Kondensationsproduktes.       Es wurde     gefunden,    dass man zu wert  vollen neuen Kondensationsprodukten gelan  gen kann, wenn man     Aminotriazine,    Alkohol  gruppen enthaltende     Verbindungen    und Alde  hyde     miteinander    zur     Reaktion    bringt.  



  Gegenstand vorliegender     Erfindung    ist ein  Verfahren zur Herstellung eines     harzartigen          Kondensationsproduktes,    dadurch gekenn  zeichnet, dass man 2.     4.6-Triamino-1    . 3.     5-          triazin,        Formaldehyd    und     Äthylalkohol    mit  einander bis zur     Harzbildung        zur    Reaktion       bringt.     



  Die     Reaktionskomponenten        können    gleich  zeitig oder in beliebiger     Reihenfolge        aufeiu-          ander    zur     Einwirkung    gebracht werden. Es  kann auch jede einzelne Komponente stufen  weise zugesetzt werden.  



  Die Mengenverhältnisse der Komponenten  können innert weiter Grenzen schwanken.  Auch hinsichtlich der     sonstigen    Konden  sationsbedingungen, wie Temperatur,     Lösungs-          bezw.        Verdünnungsmittel,    reaktionsbeeinflus-    sende Zusätze, z. B. Säuren, säureabspaltende  Stoffe, Basen usw. sind weitgehende Varia  tionen möglich.  



  Als     Lösungsmittel    kommen sowohl Was  ser als auch organische Lösungsmittel in Be  tracht. Man kann als     Lösungsmittel    auch  den als Kondensationskomponente dienenden       Äthylalkohol    im     tberschuss    anwenden.  



  Die Reaktion kann auch     im    geschlossenen  Gefäss     (Autoklav)    vorgenommen werden, wo  durch es unter anderem auch möglich ist, die       Reaktionstemperatur    oberhalb des Siedepunk  tes der Reaktionskomponenten     bezw.    des     Lö-          sungsmittels    zu wählen.  



  Das erhaltene harzartige Kondensations  produkt ist     in    Alkohol löslich     und    scheidet  sich daraus beim     Verdünnen    mit Wasser     in     harzartiger Form aus. Die alkoholische Lö  sung     hinterlässt    beim Eintrocknen einen kla  ren Lack. Das     Kondensationsprodukt    kann  gehärtet werden, das heisst es wird     unter    dem       Einfluss    von     Härtungskatalyten    und/oder von       Wärme        urschmelzbar    und unlöslich und weist      in diesem Zustande sehr hohe Wasserbestän  digkeit auf.

   Es     lässt    sich für die mannigfal  tigsten Zwecke verwenden, wie zum Beispiel  als Bindemittel für die Herstellung von     Press-          massen    und laminierten Produkten, für     Ver-          leimungszwecke,    zur Herstellung von Kunst  holz, Kunstkork, Pinselkitt, zum Fixieren  von     farbgebenden    Stoffen, von Schädlings  bekämpfungsmitteln und     dergl.    auf Unter  lagen aller Art, ferner für die Herstellung  von Giessmassen, für die     Anwendung    als     Laelk     oder als Lackzusatz, weiter in der Textilindu  strie, z.

   B. zum Appretieren und     Knitterfest-          machen,        zur     der     Quellfähig-          keit,    als     Verdiekungs-    oder Versteifungsmittel  oder als Weichmacher, als Mittel zur     waseli-          echten    Fixierung von Appreturen, zur Her  stellung gefärbter oder bedruckter Materia  lien usw.  



  <I>Beispiel 1:</I>  126 Teile     Melamin    (1     Mol),    214 Teile  42 % alkoholischer     Formaldehyd    (3     Mol),    200  Teile Alkohol absolut und 1 Teil konzen  trierter Salzsäure (zirka 0,01     Mol),         -erden     eine Stunde zum Sieden erhitzt. Die ent  stehende Lösung wird mit 1,3 Teil 30%iger  Natronlauge neutralisiert, gegebenenfalls fil  triert, 3 Stunden weiter im     Sieden    gehalten  und dann gekühlt. Es entsteht eine klare  Kondensationslösung, die beim Verdünnen  mit Wasser ein Harz ausscheidet und beim  Auftrocknen einen klaren Lack hinterlässt.

    Die Lösung kann für sich oder zusammen  mit andern aus der     Lacktechnik    bekannten  lackbildenden oder     plastifizierenden    Substan  zen als Lack verwendet werden.  



  Wird eine Probe im siedenden Wasserbad  im Vakuum von zirka 10 mm bis zur Ge  wichtskonstanz getrocknet, so entsteht ein  schaumiges Produkt,     dessen    Gewicht um 19<B>'</B>  höher ist als dem Gewicht der Ausgangsstoffe       Melamin    und Formaldehyd entspricht.

   Unter  Berücksichtigung der Bildung von einigen  Prozent Reaktionswasser     lä.sst    sich daher  schliessen, dass in dem     Kondensationsprodukt     auf 1     Mol        Melamin    etwa 1     Mol        Äthylalkohol     kondensiert     ist.       <I>Beispiel 2:</I>  126 Teile     Melamin    (1     Mol)    werden in  600 Teilen schwach alkalischer, 30 %     iger          Formaldehydlösung    (6     Mol)    heiss gelöst,  10 Minuten bei<B>90'</B> behandelt und dann ge  kühlt.

   Nach einiger Zeit entsteht eine Aus  scheidung und der gesamte Inhalt erstarrt  zu einer weissen Masse, die in zerkleinerter  Form bei<B>60'</B> getrocknet und dann gemah  len wird.  



  <B>100</B> Teile dieses Produktes, das zum gröss  ten Teil aus     Hexamethvlolmelamin    besteht.,  wird zusammen mit 160 Teilen Äthylalkohol  und 0,3 Teilen     alkoholischer    Salzsäure  zum Sieden erhitzt. Es     entsteht    nach zirka.       1%    Stunde eine Lösung, die noch einige Stun  den weiter im Sieden gehalten und dann ge  kühlt wird.  



  Die erhaltene     Kondensationslösung    gibt  beim Verdünnen mit Wasser eine harzige  Ausscheidung und hinterlässt beim Eindamp  fen und Härten einen klaren Lack.  



  Die     Hä.rtungsgeschwindigkeit    kann dabei  durch Zusätze saurer oder basischer     Natur     weitgehend variiert  erden. Bei Verwendung  eines Stoffes saurer Natur kann in kurzer  Zeit schon bei wenig erhöhter Temperatur  eine völlige Härtung erreicht werden. Ander  seits ist es möglich, durch Zusatz von alka  lischen Stoffen,     ivie    z. B.     Guanidinlkarbonat     oder     Triäthanolamin,    die Härtung derart zu       verlangsamen,    dass ein solches Harz, während  kürzerer Zeit bei höherer Temperatur, z. B.  bei 140" C, behandelt, die Löslichkeit in Alko  hol beibehält. Durch Säurezusatz kann es in  rasch härtende Form übergeführt werden.

    <I>Beispiel 3:</I>  126 Teile     Melamin    (1     Mol)    werden in  300 Teilen neutraler 30 %     iger    Formaldehyd  lösung (3     Mol    )gelöst und zirka     1/-,    Stunde im  Wasserbad behandelt. Die erhaltene Lösung  scheidet beim Verdünnen mit Wasser ein  Harz aus. Sie wird im Vakuum zur Trockne  gebracht. Man erhält     ein    Produkt von schau  miger     Struktur,    das gemahlen     wird.         100 Teile dieses Produktes werden mit  100 Teilen     Athylalkohol    und 0,4 Teilen Salz  säure     konzentriert    im Wasserbade unter  Kneten erhitzt.

   Es entsteht in kurzer Zeit  eine klare, viskose Harzlösung. Beim Ver  dünnen mit Wasser scheidet sich daraus ein  Harz aus, während beim     Eintrocknen        ein     klarer Lack     hinterbleibt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines harz artigen Kondensationsproduktes, dadurch ge kennzeichnet, dass man 2.4.6-Triamino- 1 . 3 . 5-triazin, Formaldehyd und Äthylalko- hol miteinander bis zur Harzbildung zur Reaktion bringt. Das erhaltene harzartige Kondensations- produkt ist in Alkohol löslich und scheidet sich daraus beim Verdünnen mit Wasser in harzartiger Form aus. Die alkoholische Lö sung hinterlässt beim Eintrocknen einen kla ren Lack.
    Das Kondensationsprodukt kann gehärtet werden, das heisst es wird unter dem Einfluss von Härtungskatalytsn und/oder von Wärme unsclimelzbar und unlöslich und weist in diesem Zustande sehr hohe Wasserbestän digkeit auf.
    Es lässt sich für die mannigfal tigsten Zwecke verwenden, wie zum Beispiel als Bindemitel für die Herstellung von Press- massen und laminierten Produkten, für Ver- leimungszwecke, zur Herstellung von Kunst holz, Kunstkork;
    Pinselkitt, zum Fixieren von farbgebenden Stoffen, von Schädlings- bekämpfungsmitteln und dergl. auf Unter lagen aller Art, ferner für die Herstellung von Giessmassen, für die Anwendung als Lack oder als Lackzusatz, weiter in der Textilindu strie, z.
    B. zum Appretieren und Knitterfest- machen, zur Verminderung der Quellfähig- keit, als Verdickungs- oder Versteifungsmittel oder als Weichmacher, als Mittel zur wasch echten Fixierung von Appreturen, zur Her stellung gefärbter oder bedruckter Materia lien usw. . UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion in Ge genwart' von Kondensationsmitteln durch geführt wird. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion in Gegenwart von sauren Kondensationsmitteln durchgeführt wird. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion in Gegenwart von basi schen Kondensationsmitteln durchgeführt wird. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die drei Komponenten gleichzeitig aufeinander zur Einwirkung gebracht werden. 5.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst ein Kondensationsprodukt aus 2.4.6-Tria.mino-1.3.5-triazin und Formaldehyd hergestellt und dieses hierauf mit ,Äthylalkohol bis zur Harzbildung zur Einwirkung gebracht wird.
CH202548D 1936-10-19 1936-10-19 Verfahren zur Herstellung eines harzartigen Kondensationsproduktes. CH202548A (de)

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