CH206711A - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren und eine Einrichtung zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd aus Persulfat oder Perschwefe1säure oder beide enthaltenden Lösungen.
Gewöhnlich wird Wasserstoffsuperoxyd aus Persulfate oder Perschwefelsäure enthal tenden Lösungen durch Vakuumdestillation gewonnen, die meist ausschliesslich in Röhren durchgeführt wird.
Bei Ausführung der Destillation in in senkrechter Lage angeordneten Röhren oder Verdampfern werden die Rohre von aussen her erwärmt, und die Lösung wird ent weder von oben oder unten her zu geführt. Im ersteren Falle rieselt sie in dünner Lage an der Innenwand der Rohre entlang herab und fliesst am untern Ende in einem Zustand ab, in dem die Lösung konzentriert und das Waeserstoffsuperoxyd mehr oder weniger ausdestilliert ist.
Im zweiten Fall wird die zu destillierende Flüs sigkeit am untern Ende des Rohres an- g g esaugt und tritt am obern Ende aus, nach dem sie einen Teil ihres verfügbaren .Sauer stoffes in Form von Wasserstoffsuperoxyd abgegeben hat.
Bei dieser Destillationsart können die erzeugten Dämpfe in der gleichen Richtung strömen, wie die Lösung (Gleich stromverfahren) oder in der Strömung der Lösung entgegengesetzter Richtung (Gegen stromverfahren), oder es können beide Arten kombiniert sein.
Im allgemeinen wurde bis her zur Destillation von Persulfat und Per schwefelsäure enthaltenden Lösungen, wenn .die Destillation in senkrechten Rohren er folgte, Aussenheizung angewandt, während für waagrecht angeordnete Rohre Innen- oder Aussenheizung gebräuchlich war.
Es hat sich bisher als vorteilhaft heraus- gestellt, die Destillationsrohre in senkrechter Lage anzuordnen, da dadurch wesentlich an Platz gespart wird.
In diesem Falle bietet das Einführen der Lösung von unten her, statt von oben, den Vorteil eines grösseren Verdampfungsvermögens. Die von unten in die Rohre eintretende, zu destillierende Lö sung wird in den von aussen erhitzten Roh ren zunächst konzentriert, um eine beträcht liche Dampfentwicklung an der kleinen aus gesetzten Oberfläche der Flüssigkeitssäule zu verursachen. Die so im untern Teil der Rohre entwickelte Mischung von Dampf und Flüs sigkeit steigt nach oben und verlässt oben die Rohre.
Die entwickelten Wasserdämpfe und Wasserstoffsuperoxyddä.mpfe einerseits und die austretende konzentrierte Lösung ander seits müssen sodann mit Hilfe besonderer Mittel getrennt werden.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Gewinnung von Wasser- etoffsuperoay d aus Persulfat und Per- Schwefelsäure oder beides enthaltenden Lö sungen durch Vakuumdestillation in einem im wesentlichen senkrecht stehenden beheiz ten Rohr, dadurch gekennzeichnet, da.ss man die Lösung zwischen einer obern und einer untern Rohröffnung dem Rohr zuführt, wäh rend man die Dämpfe an der obern Rohr öffnung und das Konzentrat an der untern Rohröffnung ableitet.
Zweckmässig führt man die Lösung im untern Bereiche des Rohres zu.
Die beiliegenden Figuren zeigen eine Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Ver fahrens, und zwar Fig. 1 eine Seitenansicht mit teilweisem Schnitt, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie 2-2 der Fig. 1 in vergrössertem Massstab und Fig. 3 einen Teilschnitt eines von aussen erhitzten Destillationsrohres in vergrössertem Massstab.
Die Persulfat- oder Perschivvefelsäure oder beides enthaltende Lösung wird aus geeig neten elektrolytischen Zellen dem Einlass- rohr 1 zugeführt, welches mit dem stehenden Destillations- oder Verdampfungsrohr 2, von dem eine Mehrzahl vorhanden ist, in Verbin- dung steht.
In dem Rohr 2 ist konzentrisch ein Heizrohr 3 angeordnet, welches sich über die ganze Länge des Verdampfungsrohres 2 erstreckt und mit einem Dampfzufuhrrohr .1 in Verbindung steht.
Nach Zulauf der zu destillierenden Lösung in das Verdampfer rohr 2 wird die Lösung erhitzt, und es findet auf der ganzen Heizoberfläche über der Ein- lassstelle 5 eine heftige Dampfentwicklung statt. Der entwickelte Dampf bewirkt, dass die verdampfende Flüssigkeit in dem Rohr 2 nach oben steigt, so dass die Heizoberfläche im wesentlichen gleichmässig an allen Teilen von einer Flit-\igkeitsschieht bedeckt ist.
Wenn die Dampfentwicklung der Lösung und damit die Erzeugung von Dampf und Wasserstoffsuperotvd beendet sind, erhöht sich das spezifi:,ehe Gewicht der Lösung, und diese ist bestrebt, nach dem untern Teil des Rohres zu fliessen.
Das Verdampferrohr ? steht an seinem obern Ende mit einem Rohr 6 in Verbin dung, in welches die in dem Zwischenraum zwischen dem Heizrohr 3 und dem Ver- dampferrohr ? erzeugten Dämpfe zusammen mit einer kleinen Menge der Destillation@- flüssigkeit übertreten. Diese Wasser- und Wasserstoffsuperoxyddämpfe werden aus dem Rohr 6 durch eine Leitung 7 abgeführt und in einem geeigneten Kondensator 8 konden siert,
von dem das Kondensat in einen Be- hälter abfliesst. Dieser ist unten mit einem Ablasshahn versehen und oben über eine Rohrleitung mit einem nicht gezeichneten Unterdruckerzeuger verbunden. welcher für den im Svstemn erforderlichen Unterdruck sorgt.
Sobald die Destillationsflüssigkeit den höheren Konzentrationsgrad erreicht hat und bestrebt ist, infolge ihres erhöhten spezi fischen Gewichtes im Gegenstrom zu den leichteren Teilen der Flüssigkeit nach ab wärts zu fliessen, gelangt sie zu einer unter halb des Zulaufes 5 angeordneten Ablass- leitung 9 mit Syphonrohr 10, durch welche die konzentrierte Flüssigkeit am untern. Teil des Verdampferrohres 2 abströmt.
In der Einlassleitung 1 ist ein Ventil 11 und im .Syphonrohr 10 ein Ventil 12 vor gesehen, die den Zu- bezw. Ablauf der Flüs sigkeit, sowie den Destillationsvorgang zu regeln haben. Ferner sind Hähne 15 und 16 vorgesehen, welche den. Zweck haben, eine Reinigung der Anlage durch Durchspülen zu ermöglichen. Während des Destillations- vorganges sind diese Hähne geschlossen.
Zur Durchführung der Destillation sind im vorliegenden Fall fünf Verdampferrohre 2 vorgesehen, welche alle bei 5 mit -dem ge meinsamen Zulaufrohr 1., bei 13 mit dem gemeinsamen Ablaufrohr 9 und bei 14 mit dem gemeinsamen Behälter 6 verbunden sind. Die Heizrohre 3 sind an eine gemeinsame Zu leitung 4 für das Heizmedium, gewöhnlich Dampf, angeschlossen.
Die Destillationsleistung hängt weit gehend von dem freien Abstand zwischen,der äussern Oberfläche des Heizrohres 3 und der innern Oberfläche des Verdampferrohres 2 ab. Dieser Abstand richtet sich nach -dem spezifischen Gewicht und der Menge der in das Rohr eingeführten Lösung. Wenn diese Faktoren einmal festgelegt sind, wird eine gute Leistung erzielt, welche höchstens bis zu einem gewissen Grad von der Art des Materials, aus dem die Rohre hergestellt sind, und der Grösse der verwendeten Ober flächen abhängt.
Wenn auch innenbeheizte Verdampfer rohre zur Durchführung :des erfindungs- gemässeii Verfahrens vorzuziehen sind, so können doch auch Rohre verwendet werden, die von aussen beheizt werden. Die Fig.3 zeigt eine solche Anordnung. Hierbei ist konzentrisch in einem äussern Heizrohr 20, das für die Durchleitung eines Heizmediums, z. B.
Dampf, ausgebildet ist, ein inneres Ver dampfer- oder Destillationsrohr 21 angeord net, welches mit einem Einlassrohr 22 für Destillationsflüssigkeit und nächst dem un tern Ende mit einem Auslassrohr 23 für Kon zentrat in Verbindung steht und bei 24 in einen Behälter 25 mündet.
Der Destilations- vorgang isst bei einer solchen Einrichtung der gleiche wie bei dem beschriebenen innen beheizten Verdampferrohr. Durch die vorliegende Erfindung wird somit ein Verfahren zur Vakuumdestillation von Persulfaten oder Perschwefelsäure ent haltenden Lösungen in erhitzten, im wesent- liehen senkrecht angeordneten Verdampfer rohren geschaffen, wobei die zu destillierende Lösung zwischen einer obern und untern Rohröffnung,
zweckmässig unterhalb der Mitte des Rohres, zugeführt wird und die entwickelten Dämpfe und das Konzentrat ge trennt aus dem Rohr abgeführt werden. Die Dämpfe werden an der obern Rohröffnung abgeleitet, während das Konzentrat durch die untere Rohröffnung abfliesst. Dieses ist im wesentlichen ausdestilliert und enthält erheb lich weniger verfügbaren Sauerstoff, als dies dann der Fall ist, wenn man, wie bekannt, die Lösung oben in stehende Rohre einführt und unten das Konzentrat abfliessen lässt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Wasser stoffsuperoxyd aus Persulfat oder Per schwefelsäure oder beide enthaltenden Lösungen durch Vakuumdestillation in einem. im wesentlichen senkrecht stehen den, beheizten. Rohr, -dadurch gekenn zeichnet, dass man die Lösung zwischen einer obern und einer untern Rohr öffnung dem Rohr zuführt und die Dämpfe an der obern und das Konzen trat an der untern Rohröffnung ableitet.II. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein stehendes, heiz bares Verdampferrolir (2) zwischen einer obern Dampfaustrittsöffnung (6) und einer untern Öffnung (13) für den Ab lauf des nicht verdampften Konzentrates an eine Zuführungsleitung (1) an- geschlossen ist. UNTERAN SPRtrCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Lö sung dem untern Bereich des Rohres zu führt. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da- ,durch gekennzeichnet, dass mehrere heiz- bare Verdampferrohre zwischen gemein oamen obern und untern Ableitungen (6, 25 bezw. 9) an eine gemeinsame. Zufüh rungsleitung (1) angeschlossen sind.3. Vorrichtung nach Patentanspruch 11 und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass die Heizeinrichtungen (3) der Terdampferrohre innerhalb derselben an geordnet sind. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch 11 und Unteranspruch ?, dadurch gekennzeich net, dass die Heizeinrichtungen durch die Verdampferrohre (2) umfassende Heiz rohre gebildet. sind.
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| CH206711D CH206711A (de) | 1937-07-26 | 1938-06-22 | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd. |
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| CH (1) | CH206711A (de) |
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1938
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