CH206803A - Zweitaktbrennkraftmaschine mit Gleichstromspülung. - Google Patents

Zweitaktbrennkraftmaschine mit Gleichstromspülung.

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CH206803A
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Aktiengesellsch Nutzkraftwagen
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Buessing Nag Vereinigte Nutzkr
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Description


  Zweitaktbrennkraftmaschine mit Gleichstromspülung.    Die     Schwierigkeiten    der vollständigen  Ausspülung der Abgase aus dem Zylinder bei  der Gleichstromspülung der     Zweitaktbrenn-          kraftmaschinen    sind bekannt. Wird die  Gleichstromspülung derart durchgeführt. dass  das Spülmittel nur durch gegen die     Zylinder-          axe    gerichtete Schlitze in den Zylinder ein  geführt wird, so ist es auch bei sehr steil  gegen die Auslassseite gerichteten Einlass  schlitzen nicht möglich, die Arbeitsraumteile  am Zylinderumfang zu spülen, da die Spül  schlitze immer noch gegen die Zylindermitte  berichtet sind.

   Ausserdem wird durch die  Schrägstellung aller Schlitze der vwirksamc  Einlassquerschnitt verkleinert, was eine Ver  grösserung der Schlitzhöhe und damit eine  Verringerung des nutzbaren Hubvolumens  zur Folge hat. Bei nur tangential gerichteten  Schlitzen ist wiederum eine Ausspülung der  Zylindermitte nicht, möglich. Daher hat man  versucht, bei nur tangential gerichteten Ein  lassschlitzen einen Kolben mit konkavem Bo-    den anzuwenden, und alle Schlitze gegen die  Mulde im Kolbenboden zu richten. Abgese  hen davon, dass die Spülung durch die Um  lenkung aller Spülströme längere Zeit erfor  dert, ist eine Spülung der Zylindermitte auf  der Auslassseite nicht möglich, da die Spül  luft durch den Rotationswirbel dort wieder  an den Zylinderumfang geschleudert wird.

    Dieser Nachteil ist schon dadurch zu vermei  den versucht worden, dass man zwei oder  mehrere übereinanderliegende Spülschlitzrei  hen angeordnet hat, von denen die eine tan  gentiale und die andere bezw. die andern  w < "eniger tangential bez-,v. gegen die     Zylin-          deraae    gerichtete Schlitze besitzt.

   Diese     Aus-          bildung    der Schlitze ist bei sehr kleinen     3lo-          toren    praktisch nicht mehr möglich.     Ausser-          dem    ist hierdurch eine Ausspülung eines im       Kolbenboden        befindlichen        Brennraumes    auch  nicht möglich. Gerade aber diese     Brenuraum-          anordnung    hat sich bei     Viertaktmotoren    be  stens bewährt.

   Bei Zweitaktmotoren ist sie      nicht anzutreffen, da die thermische Bean  spruchung des beim Zweitaktverfahren an  sich schon hoch beanspruchten Kolbens ohne  Spülung und Kühlung eines in seinem Boden  angeordneten Brennraumes durch das Spül  mittel nicht mehr beherrschbar ist. Die bis  herigen     Spülungsarten    sind also nicht für  jede Zylindergrösse und auch nicht für jeden  Brennraum geeignet.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft eine  Zweitakt-Brennkraftmaschine mit Gleich  stromspülung, welche eine Reihe von auf  dem ganzen Zylinderumfang verteilten, durch  den Kolben gesteuerten Einlassschlitzen auf  weist, welche nur zum Teil gegen die Zylin  deraue gerichtet sind. und bei welcher der  Kolbenboden eine Aussparung besitzt, deren  Tiefe gegen die Zylinderwandung abnimmt.  



  Die Figuren betreffen Ausführungsbei  spiele der Erfindung.  



  Fig. 1. 5. 9, 12 und 18 zeigen jeweils  einen Querschnitt durch den Zylinder und die  Einlassschlitze einer vertikalen     Brennkraft-          maschine;     Fig. 4, 10. 11 und 17 zeigen Längs  schnitte durch den Zylinder, die Einlass  schlitze, sowie den Kolben von     Brennkraft-          maschinen.    und zwar mit dem Kolben in dem  untern Totpunkt, in welchem die Einlass  schlitze völlig geöffnet sind;  Fig. 8 ist ein Längsschnitt entsprechend  Fig. 10. jedoch bei erst teilweise durch den  Kolben geöffneten Einlassschlitzen;  Fig. 2, 3, 6, 7, 13, 14 und 19 stellen  Längsschnitte durch eine Zylinderwandung  mit jeweils einem Schlitz dar;  Fig. 15 und 16 sind perspektivische Dar  stellungen des Kolbens im Zylinder;

    Fig. 20 stellt den abgewickelten Zylinder  mantel gemäss Fig. 18 mit den einzelnen Ein  lassschlitzen dar;  Fig. 21 zeigt einen Längsschnitt durch  den Zylinder einer Doppelkolbenmaschine,  während Fig. 22 einen entsprechenden Quer  schnitt darstellt.  



  Nach Fig. 1 bis 4 besitzt der Kolben im  Kelbenboden eine konzentrisch angeordnete,  als Brennraum wirkende Aussparung 13. Die    auf dem Zylinderumfang verteilt angeord  neten Einlassschlitze 1 bis 12 sind     abweeh-          selnd    radial und tangential gerichtet. Die  radial gerichteten Schlitze 1, 3, 5. 7, 9 und  11 (Fig. 1) sind alle nach unten auf die im  Kolbenboden vorgesehene Aussparung 13  gerichtet. Weiterhin sind diese Schlitze, wie  insbesondere aus Fig. 4 hervorgeht, tiefer an  geordnet als die tangential gerichteten  Schlitze 2, 4, 6, 8, 10 und 12. Durch im  Kolbenboden 19 vorgesehene Vertiefungen  wird jedoch erzielt, dass die radialen Schlitze  zu gleicher Zeit mit den tangentialen Schlit  zen geöffnet werden.

   Die obern Schlitzstirn  flächen 14 der radialen Schlitze verlaufen  steiler nach unten, als die untern Schlitzstirn  flächen 15 (Fig. 2). Hierdurch wird erzielt,  dass die durch die radialen Schlitze geführten  Teilströme a zunächst beim Öffnen der  Sehlitze auf die tiefsten Stellen des     Brenn-          raumes    13 gerichtet werden, dass jedoch beim  weiteren Öffnen der Schlitze diese Teilströme  immer flacher werden, so dass nahezu der  gesamte Inhalt der muldenartigen, als     Brenn-          raum    dienenden Aussparung 13 von dem  Spülmittel erfasst wird. Die Fig. 1 und 4 zei  gen, dass die einzelnen radialen Teilströme  sich in der Zylindermitte treffen. sich hoch  richten und den Abgaskern einwandfrei aus  spülen.  



  Die tangentialen Einlassschlitze 2, 4, 6,  B. 10 und 12 sind unter sich gleich stark     tan-          gential    gerichtet     (Fig.    1<B>)</B>. Die     obern    und un  tern     Schlitzstirnflächen    16 und 17 dieser  Schlitze verlaufen parallel     zueinander    und  sind,     wie        Fig.    3 zeigt, senkrecht zur Längs  achse des Zylinders angeordnet. Die durch  die     tangentialen    Schlitze geführten Teil  ströme b liegen oberhalb der radialen Teil  ströme a, so dass ein störungsfreier Verlauf  der einzelnen Ströme gewährleistet ist.

   Die       tangentialen    Spülströme b sind auf die Zy  linderwandung 18 gerichtet,     erreichen    die  selbe jedoch nicht, da sie vorher mit einem  andern     tangentialen    Teilstrom zusammen  treffen und beide Ströme sich gegenseitig ab  lenken. Durch diese Ablenkung wird ein in  einigem Abstand von der     Zylinderwandung         18 verlaufender, nach den Auslassorganen  geriehteter Rotationswirbel c erzeugt, der  auf einem Zylinder S (Fig. 1) umläuft.  Durch entsprechende Ausbildung und An  ordnung der tangentialen Schlitze lassen sich  jeweils ein oder mehrere Rotationswirbel er  zeugen, die mit mehr oder weniger Abstand  von der Zylinderwand 18 verlaufen.

   Ein ge  genseitiges     Stören    dieser Rotationswirbel  kann     bei    entsprechend steiler Ausbildung der  obern und untern Schlitzstirnflächen 16 und  17, sowie bei stärkerer oder schwächerer tan  gentialer Richtung der Schlitze vermieden  werden.  



  Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 bis  10 zeigt ebenfalls eine Maschine mit einer  im Kolbenboden konzentrisch angeordneten,  als Brennraum wirkenden Aussparung. Auf  dem Zylinderumfang sind die Schlitze 20  bis 31 mit gleicher Höhe angeordnet, die  alle vom Kolben 19 gleichzeitig geöffnet  werden. Die auf der Zv linderwand 18 neben  einander liegenden Schlitze sind abwechselnd  tangential und radial gerichtet (Fig. 5 und  9). Die radialen Schlitze 20, 22, 24, 26, 28  und 30 sind alle auf den muldenartigen  Brennraum 13, d. h. nach unten gerichtet,  und ihre obern und untern Schlitzstirnflä  chen 32, 33 verlaufen parallel (Fig. 6). Die  tangentialen Schlitze 21, 23, 25, 27, 29 und  31 sind gleich stark tangential gerichtet  (Fig. 5 und 9).

   Die untern Schlitzstirnflä  chen 35 sind steil nach den Auslassorganen  des Zylinders geneigt und die obern Schlitz  stirnflächen 34 sind schwach nach unten ge  neigt (Fig. 7).  



  Beim Öffnungsbeginn der Schlitze (Fig. 5  und 8) werden die Teilströme d der     radialen     Schlitze nach unten in die als Brennraum  wirkende Aussparung 13 geleitet. Da aber  auch bei dieser Kolbenstellung zunächst nur  die obern Schlitzflächen 34 der tangentialen  Schlitze die Richtung ihrer Teilströme be  einflussen, so werden auch die tangentialen  Ströme e schwach nach unten in die Aus  sparung 13 zugeführt. Innerhalb der Aus  sparung 13 treffen die radialen und tangen  tialen Ströme d und e zusammen und len-    ken sich gegenseitig ab (Pfeilrichtung f in  Fig. 5). Die Resultierende ergibt einen Rota  tionswirbel g (Fig. 8) mit geringem Durch  messer, in welchen die radialen Ströme teil  weise mit hineingezogen werden.

   Dieser Ro  tationswirbel verläuft, infolge der gegensei  tigen Ablenkung der einzelnen,Teilströme  auf einer Zylinderfläche S (Fig. 5). Hier  durch wird ein Teil der Aussparung 13 und  des Zylinders durch einen Rotationswirbel g,  der sieh in der Nähe der     Zylinderaxe    nach  den Auslassorganen bewegt (Fig. 8), ausge  spült.  



  Mit dem weiteren Öffnen der Schlitze  ändern sich auch die Richtungen der     tan-          gentialen    Ströme, die nach und nach immer  steiler werden. Die radialen Ströme werden  bei weiterem Öffnen durch die     tangentialen     Ströme nicht mehr     beeinflusst.    sondern strö  men nunmehr unter den     tangentialen    Strö  men hindurch zur     Mitte        hin.    Dadurch     ver-          grössert    sich die Zylinderfläche des von den  zusammentreffenden     tangentialen    Teilströ  men     gebildeten    Wirbels.  



       Fig.    9 und 10 zeigen den Verlauf bei     voll-          geöffneten    Schlitzen. Die Ströme d der radia  len Schlitze spülen die Aussparung 13 aus  und richten sich auf, um in der Mitte zu  sammenzutreffen. Diese Ströme d verlaufen  alsdann geradlinig in der Zylindermitte nach  den     Auslassorganen    und spülen den Abgas  kern aus     (Fig.    10). Die nach oben gerich  teten     tangentialen    Ströme     h    treffen auf die  Zylinderwand 18, werden dort umgelenkt  und verlaufen in einem Rotationswirbel i  (Fig.  10) an der     Zylinderwand    entlang.  



  Das Ausführungsbeispiel nach den     Fig.    11  bis 16 betrifft eine Maschine mit einer im  Kolben 19 exzentrisch angeordneten, als  Brennraum wirkenden, muldenförmigen Aus  sparung 50. Hierfür ergeben sich besonders  schwierige Spülverhältnisse, da einerseits die  muldenförmige Aussparung 50 im Kolben  19 ausgespült werden muss und anderseits  die Spül- und Ladeluft zur Verbesserung  der Spülung und Verbrennung einen Rota  tionswirbel ausführen soll. Die Spülschlitze      a-49 sind so ausgeführt, dass sie besonders  tuiir kurzhubige Motoren. oder solche mit gro  ssem Zylinderdurchmesser geeignet sind. Es  sind radiale, in der einen Drehrichtung tan  gentiale und in der andern Drehrichtung tan  gentiale Schlitze vorgesehen.  



  Dem Spülstrom mn aus Schlitz 36 fällt  die Aufgabe zu. die muldenförmige Ausspa  rung 50 im Kolben auszuspülen, sich an der  dem Schlitz 36 gegenüberliegenden Wand  hochzurichten und seinen Weg in der Nähe  der Zylinderachse durch den Zylinder zu den  Auslassorganen zu nehmen. Dadurch, dass  das Spülmittel durch den Schlitz 36 nach  unten in die Mulde geführt wird, entsteht  über der Aussparung eine Druckminderung,  d. h. eine Art Sog, so dass der an der Wand  der Aussparung emporgerichtete Spülmittel  strahl mn (Fig. 16) nicht zu den Auslassorga  nen emporsteigen. sondern in diesen Sog hin  eingezogen und sich eine Wirbelwalze bilden  würde. Hierdurch würde nicht nur die Spü  lung der Zylindermitte verschlechtert, son  dern auch vor allem der Rotationswirbel am  Zylinderumfang gestört.

   Um diese Wirbel  bildung zu vermeiden. wird ein Spülmittel  strom an diese Stelle des Zylinders geführt.  



  Die dem     Schlitz    36 benachbarten Schlitze  37 und 49 sind entgegengesetzt tangential  ausgebildet (siehe Fig. 12), und ihre obern  und untern Schlitzstirnflächen 51 und 52  verlaufen senkrecht zur Längsmittelachse des  Zylinders (siehe Figr. 13). Die durch diese  beiden Schlitze in den Zylinder und durch im  Kolben 19 angeordnete Kanäle 53 geleiteten  Spülmittelströme k (Fig. 16) treffen sich an  der Stelle A (Fig. 12), wo vom Spülstrom  mn der erwähnte Unterdruck erzeugt würde.  Die Teilströme k liegen infolge der erwähn  ten Ausbildung der Schlitze 37 und 49 und  des Kolbens unterhalb der Teilströme o.  welche durch die tangentialen Schlitze 38,  41. 43, 45 und 48 in den Zylinder gelangen.

    da, wie Fig. 13 erkennen lässt, die obern und  untern Schlitzstirnflächen 54 und 55 dieser  Schlitze steiler nach dem Zylinderkopf zu  gerichtet sind. Damit der aus den beiden  Strömen     k    entstehende, resultierende Strom    sich bei A hochrichten kann. sind die den  Schlitzen 3 7 und 49 gegenüberliegenden  Schlitze 42 und 44 den ersteren entsprechend,  ebenfalls entgegengesetzt tangential gerich  tet ausgebildet. Die Teilströme n (Fig. 16)  dieser Schlitze 42 und 44 treffen sich in B  (Fig. 12). Da ferner die Schlitze 39, 40. 46  und 47 (Fig. 12) gegen die Mitte gerichtet  sind, wird tatsächlich erreicht. dass ein Hoch  richten der zuvorgenannten Ströme mn, k und  n in A und B stattfindet, da die Teilströme  n den Teilströmen k das Gleichgewicht hal  ten.  



  Die Teilströme o gehen auch über die  radialen Ströme p hinweg, ohne dass eine  Störung erfolgt und treffen auf die Zylin  derwandung 18. Hier erfahren die Ströme o  eine Umlenkung und werden in einem an der  Zylinderwandung 18 entlang führenden Ro  tationswirbel q zu den Auslassorganen ge  führt     (Fig.    16). Die radialen Schlitze 39  und 46, deren untere     Schlitzstirnflächen    5 7  etwas aufwärts     gerichtet    stehen. während die  obern     Schlitzstirnflächen    56 waagrecht     sind,     sind tiefer als die Schlitze 38, 41, 43, 45 und  48 angeordnet     (Fig.    11 und 15), weisen je  doch die gleiche Höhe wie diese auf.

   Durch  im Kolben 19 jeweils an entsprechenden Stel  len angeordnete Vertiefungen 58     (Fig.    14)  werden die Schlitze 39 und 46 gleichzeitig mit  den andern Schlitzen geöffnet. Durch diese  Ausbildung und Anordnung wird erreicht,       da.ss    die durch diese Schlitze geleiteten radia  len Spülströme unter den     tangentialen    Strö  men o hindurchgehen, ohne dass die     tangen-          tialen    Schlitze, z. B. 38 und 45 besonders  steil gerichtet sein müssen.

   Wie die     Fig.    13  erkennen lässt, sind die obern und untern  Schlitzflächen 59 und 60 der radialen  Sehlitze 40 und 47 steiler nach oben gerich  tet, als die Stirnflächen der radialen     Schliize     39 und 46. und die äussere ist steiler als die  innere. Hierdurch wird noch eine bessere  Spülung des in der Zylindermitte vorhande  nen Abgaskernes erreicht.  



  Das Ausführungsbeispiel gemäss     Fig.    17  bis 20 ist ebenfalls eine     Maschine    mit einer  im Kolbenboden exzentrisch angeordneten.      muldenartigen. als Brennraum wirkenden  Aussparung 50. Der auf die Aussparung 50  hin gerichtete breite Schlitz 62 ist radial an  geordnet, und die obern und untern Schlitz  stirnflächen 7 6 und 777 verlaufen parallel zu  einander und entsprechend nach unten. Das  Spülmittel wird durch diesen Schlitz 62 und  einem mit der Aussparung 50 verbundenen  Kanal 61 in den Zylinder eingeleitet, und  nach Auftreffen auf die dem Schlitz gegen  überliegende Wand der Aussparung umge  lenkt.

   U m eine schädliche Wirbelbildung zu  verhindern, sind die entgegengesetzt tangen  tial verlaufenden Schlitze 63 und 75 vor  gesehen, deren Schlitzstirnflächen 78 und 79,  wie Fig. 19 zeigt. waagrecht sind. Die durch  diese Schlitze und im Kolbenboden vorgese  henen Kanäle 53 geführten Teilströme tref  fen sich im Punkte A dicht oberhalb der Aus  sparung 50 (Fig. 18) und lenken den an der  Wand der Aussparung umgelenkten Strom  aus dem Schlitz 62 so ab, dass eine störende  Wirbelbildung dieses Teilstromes vermieden  wird. Die Schlitze 67 und 71 sind eben  falls entgegengesetzt tangential ausgebildet  (Fig. 18) und besitzen waagrechte obere  und untere Schlitzstirnflächen 80 und 81  (Fig. 19). Die beiden Teilströme dieser  Schlitze treffen sich etwa im Punkte B  (Fig. 18).

   Der Teilstrom des radialen Schlit  zes 69 wird ebenfalls zum Punkte B geleitet,  und diese drei Teilströme halten den durch  die Schlitze 62, 63 und 65 geführten Strö  men das Gleichgewicht, so dass hierdurch  ein Hochrichten der Ströme aus den Schlit  zen 62, 63, 67, 69, 71 und 75 erfolgt. Die  gleichsinnig und gleichwinklig tangential  gerichteten Schlitze 63, 66, 68, 70, 72 und  74 (Fig. 18) ergeben einen nach den Aus  lassorganen des Zylinders sich bewegenden  Rotationswirbel. der infolge der steilen obern  und untern Schlitzstirnflächen 82,-83 dieser  Schlitze (Fig. 19) ohne die aus den Schlit  zen 62, 63, 67. 69, 71 und 75 tretenden Luft  ströme zu stören in der Nähe bezw. an der  Zylinderwandung 18 entlang verläuft.  



  Die Schlitze 65 und 73 (Fig. 18), deren  Spülströme sieh etwa in der Zylindermitte    treffen. richten sich gegenseitig hoch und  helfen ebenfalls den Abgaskern ausspülen.  Damit die durch diese Schlitze geleiteten  Teilströme nicht durch den Rotationswirbel  gestört werden. z. B. durch die Teilströme  der Schlitze 64     bezw.   <B>72,</B> sind die     Üffnungs-          ka.nten    der Schlitze 65 und 7 3 tiefer gesetzt  als die     tangentialen    Schlitze und werden ent  sprechend später durch den Kolben geöffnet       (Fig.        \_'0).    Hierdurch wird erzielt, dass die  nahezu radialen Ströme aus den Schlitzen  65 und 7 3 tiefer liegen,

   als die     tangentialen     Ströme der Schlitze 64 und<B>72,</B> so dass eine  gegenseitige Störung nicht erfolgen kann.  Dies ergibt noch den weiteren Vorteil, dass  die     tangentialen    Schlitze nicht besonders steil  nach oben gerichtet sein müssen, und ein  starker Rotationswirbel von verhältnismässig  geringer Steigung     erzeugt    wird, wodurch  auch die dicht oberhalb des Kolbenbodens  am Umfang vorhandenen Abgaszonen erfasst  werden.  



  So tief wie die Schlitze 65 und 73 sind  auch die Schlitze 6 7 und 71 angeordnet, so  dass deren Teilströme durch die Ströme der       tangentialen    Schlitze 66 und 70 nicht gestört  werden (siehe auch     Fig.    20).  



  Damit der aus dem radialen Schlitz 69  geleitete Teilstrom unterhalb des rotierenden  Stromes aus dem     tangentialen        Schlitz    68  fliesst, um also auch in diesem Falle     eine     gegenseitige Störung zu vermeiden, ist der  Kolben 19 an der Stelle des Schlitzes 69 mit  einer     Vertiefung    58 versehen. Dieser Schlitz  69, der die volle Schlitzhöhe wie die Schlitze  62, 63, 74 und 75 (siehe     Fig.    20) aufweist,  wird also gleichzeitig mit den Schlitzen 62,  63, 64, 66, 68, 70, 72, 74     und    75 geöffnet.

    Von diesen Schlitzen sind die     tangentialen          Schlitze    64, 66. 68, 70 und 72 weniger hoch  als die andern.     tas    Gleiche gilt für die  Schlitze 65, 67, 71 und 73, die jedoch, wie  ausgeführt, später durch den Kolben geöff  net werden als die andern Schlitze.  



  Der Verlauf der Spülströme bei diesem       Ausführungsbeispiel    entspricht im wesent  lichen etwa dem in     Fig.    16 gezeigten.      Die Erfindung erstreckt sich auch auf  Doppelkolbenmaschinen. Dabei können die  Kolbenböden der beiden Kolben spiegelbild  lich gleich oder aber ungleich ausgebildet  sein. Die Fig. 21 und 22 zeigen eine Aus  führung mit Doppelkolben. Hierbei ist der  Boden 84 des     Einlasskolbens    85 mit einer  Aussparung 90 versehen.

   Die symmetrisch  auf den Umfang der Zylinderwandung 18  verteilten radialen Einlassschlitze 87, 88 und  89 sind auf die Aussparung 90 des Hohl  kolbens gerichtet und treffen sich in der  Mitte des Zylinders, wodurch ein Hochrich  ten des Spülmittelstromes erfolgt. so dass  auch hierdurch die in der Zylindermitte be  findlichen Abgase mit Sicherheit völlig aus  getrieben werden. Die übrigen Einlassschlitze  sind     tangential    gerichtet und leiten das Spül  mittel, ohne dass sich die beiden Spülmittel  ströme stören können, in einen Rotations  wirbel am äussern Zylinderumfang, der sich  gegen den mit einem konischen Boden 84  versehenen Auslasskolben 86 bewegt.  



  Die tangentialen Schlitze können     ver-          s    chieden stark tangential gerichtet sein und  die einzelnen Schlitze parallele oder unter  verschiedenen Winkeln geneigte obere und  untere Schlitzstirnflächen aufweisen. Ebenso  ist es möglich, dass mehrere     tangentiale     Schlitze andern entgegengesetzt     tangential     sind, so dass zwei gegenläufige Rotationswir  bel erzeugt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zweitaktbrennkraftmaschine mit Gleich stromspülung, dadurch gekennzeichnet. dass sie eine Reihe von auf dem ganzen Zylinder umfang verteilten, durch den Kolben ge steuerte Einlassschlitze aufweist, welche nur zum Teil gegen die Zylinderaxe gerich tet sind, und dass der Kolbenboden eine Aus sparung besitzt, deren Tiefe gegen die Zylin derwandung abnimmt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die tangential gerichteten Einlassschlitze zum Teil in der einen und zum Teil in der andern Drehrichtung gerichtet sind. 2. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnflächen von Einlassschlitzen min destens angenähert parallel zueinander sind. 3.
    Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnflächen mindestens eines Teils der Einlassschlitze verschieden zur Zylin- deraxe geneigt sind. 4. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnflächen von Einlassschlitzen ge gen die Zylinderachse auswärts geneigt sind. und dass die innere eine grössere Nei gung zur Zylinderaxe hat. als die äussere, so dass während des Öffnens des Einlass- schlitzes die Spülströme immer mehr ge gen die Auslassseite gerichtet in den Zylinder strömen.
    5. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolbenboden mindestens einen Kanal aufweist, welcher die Aussparung mit einem der Einlassschlitze verbindet. 6. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung zentrisch im Kolben boden angeordnet ist. 7. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung exzentrisch im Kolben boden angeordnet ist.
    B. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Einlassschlitz gegenüber den andern Einlassschlitzen in axialer Richtung nach aussen versetzt und, wenn sich der Kolben in der Nähe der äussern Totpunktlage befindet. derart gegen die Aussparung im Kolbenboden gerichtet ist, dass eine Entfernung der Abgase aus dieser Aussparung erfolgt. 9. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die Hälfte der Einlassschlitze, darunter sämt liche nach aussen versetzten Einlass schlitze. gegen die Zylinderaue gerichtet sind. 10.
    Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch und Unteranspruch 8. gekenn zeichnet durch mehrere nach aussen ver setzte Einlassschlitze. die gleichmässig auf den Zylinderumfang verteilt sind. 11. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch und Unteranspruch 8, gekenn zeichnet durch mehrere nach aussen ver setzte Einlassschlitze, die ungleichmässig auf den Zylinderumfang verteilt sind. 12. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch. dadurch gekennzeichnet. dass die Einlassschlitze gruppenweise unter sich gleich ausgebildet sind. 13. Zweitakthrennkraftmaschine nach Patent anspruch. dadurch gekennzeichnet. dass sie als Doppelkolbenmaschine ausgebildet ist. und dass im Boden jedes Kolbens eine Aussparung vorgesehen ist. 14.
    Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch und Unteranspruch 14, dadurch _gekennzeichnet. dass die beiden Kolben spiegelbildlich gleich ausgebildet sind. 15. Zweitaktbrennkraftmaschine nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Doppelkolbenmaschine ausgebildet ist. und dass die Kolbenböden der beiden Kolben ungleich ausgebildet sind.
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