Anordnung zur Unterdrückung der störenden Oberwellen von an Drebstromnetzen angeschlossenen elektrischen Apparaten mit einem Eisenkern. Bei elektrischen Apparaten mit einem Ei senkern, wie Transformatoren und Drossel spulen, treten wegen des nichtlinearen Zu sammenhanges zwischen dem Fluss und den Amperewindungen Oberwellen auf, die ins besondere bei höherer Sättigung des Eisens sehr störend sind.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Unterdrückung sol cher, durch den nichtlinearen Zusammenhang zwischen Fluss und Amperewindungen ent stehenden Oberwellen in Drebstromnetzen.
Gemäss der Erfindung wird die Anord nung so getroffen, dass drei oder mehr Drei phasensysteme von Flüssen entstehen, .die um die Winkel ar, a2 usw. gegeneinander versetzt sind, und es wird die Bemessung ferner so getroffen, dass die Vektoren der um die Win kel<I>7c . a,, k .</I> a2 usw. versetzten, mit den zu gehörigen Werten der Feldstärke und der Eisenweglänge multiplizierten Flüsse ein ge schlossenes Polygon bilden, wobei k diejenige durch sechs teilbare Zahl ist, die der Ord nungszahl der zu unterdrückenden Ober wellen benachbart ist.
Will man beispiels weise die fünften und siebenten Oberwellen unterdrücken, so wählt man k gleich sechs.
Im folgenden soll zunächst an Hand zweier Vektordiagramme gezeigt werden, wie die Bemessung getroffen werden muss. Es sei angenommen, dass drei Dreiphasensysteme von Flüssen vorhanden sind, indem beispiels weise drei Drehstromdrosselspulen verwendet werden.
Jedes Flusssystem besteht aus drei um 120 versetzten Flüssen U., Va, Wa, <B>"</B> 1T, bezw. ITb, >Tb, Wb, bezw. ZT, " W, Die Flusssysteme sind, wie Fig. 1 zeigt, um den Winkel a, bezw. a., gegeneinander versetzt.
Die Grösse der Flüsse und ihre Phasenver schiebung gegeneinander kann beliebig sein.
Die Vektoren der um den Winkel k . a, und k . a2 versetzten, mit den zugehörigen Werten der Feldstärke und der Eisenweg- länge multiplizierten Flüsse Ua, U,, und U, müssen ein geschlossenes Polygon bilden. In Fig. 2 sind diese Vektoren dargestellt und mit Ja". ]I", und J"" bezeichnet. Der Vektor Jr", ist gleichphasig mit dem Fluss Uu ange nommen.
Der Vektor .lau ist um den Winkel k . a1, der Vektor J." um den Winkel k . a. verdreht. Die Grösse dieser Vektoren erhält man, wenn man die Flüsse T'", U,, und U" mit den zugehörigen Werten der Feld stärke und der Eisenweglänge multipliziert.
Unter den zugehörigen Werten der Feld stärke und der Eisenweglänge ist die Feld stärke und die Eisen-,veglänge des von dem betreffenden Fluss durchsetzten Eisenteils bezw. der Eisenteile zu verstehen. Diese Vek toren müssen, damit die Oberwellen unter- drüekt werden, ein geschlossenes Polygon bil den, und zwar werden die fünften und sie benten Oberwellen unterdrückt, wenn k gleich sechs ist, die elften und dreizehnten, wenn k. gleich zwölf ist.
Es soll nun näher erläutert werden, warum k diejenige durch 6 teilbare Zahl sein muss, die der zu beseitigen den Oberwelle benachbart ist. Hierbei genügt es, nachzuweisen, dass für die 5. imd 7. Ober welle k = 6 zu wählen ist. Zur Verein fachung können einfache Flusssysteme an genommen werden. Es sei daher angenom men, dass die in Fig. 3 in einem Kern vor handenen drei Flusssysteme in drei getrenn ten Kernen vorhanden seien. Ein Kern möge auf den drei Schenkeln drei in Stern geschal tete Wicklungen aufweisen.
Der 'lTagneti- sierungsstrom weist eine Grundwelle, eine 5. und 7. Harmonische auf, die -alle gleich zeitig ihr positives Maximum erreichen und somit alle die gleiche Vektorlage aufweisen. Die beiden andern Flusssy steme sollen nun in zwei weiteren Kernen entstehen, deren Flüsse. der Phasenspannung um 20' v or- bezw. nacheilen. Bild 38 zeigt einen solchen Kern, dessen Fluss durch eine Zickzack schaltung der Wicklungen eine Phasenver schiebung von 20 gegenüber der Phasen spannung aufweist.
Es werde nun gezeigt, wie ein Ausgleich der Oberwellen zu errei chen ist, wenn die Vektoren der 5. und 7. Oberwelle des Magnetisierungsstromes eine Phasenverschiebung von 120' gegeneinander aufweisen, da. sie sich dann zii. einem Polygon schliessen.
Zu beweisen ist noch, dass nun tatsächlich eine solche Phasenversehiebung der Ober- -ellenströme von 1.20' auftritt, wenn der Fluss<B>20'</B> verschoben ist. da man zunächst der Meinung sein könnte. es würden für die Oberwelle 5 y 20 = 100 und für die 7. Oberwelle 7 X 20 = 140 auftreten.
Es seien daher die Verhältnisse des im Bild 38 dargestellten Kernes etwas näher be trachtet. Der Eisenkern mit den drei Schen keln I, IL III trägt in Zickzack geschaltete Wicklungen I71, Z'iI, Wnr, LTU, pell, WI. Wenn der entsprechende Kern mit in Stern geschal teten Wicklungen 100 Windungen je Schen kel aufweist und man gibt den Wicklungen TTi, VIr, WIIi je 74 Windungen,
den Wick- hulgen LTIl, ITlll, Tyl, die, wie im Bild 38 ge zeichnet, mit umgekehrtem Wicklungssinn in Zickzack geschaltet werden, 40 Windun gen, so erhält man. wie sich durch ein Vek- tordiao-raiiiin der Spannungen leicht zeigen lässt, eine Phasenversehiebung des Flusses um 20 .
Es ist null festzustellen, welche Phasen lage die einzelnen Harmonischen des Mag netisierungsstromes aufweisen. Zunächst sei die Grundwelle betrachtet (Bild 39). Wenn der Fluss eine Phasenverschiebung von<B>.90'</B> gegenüber der Nullrichtung aufweist, so weist auch der Amperewindungsbedarf der Grundwelle eine Phasenverschiebung von 20 auf. Im Bild 39 ist dieser Amperewindungs- bedarf der Grundwelle für den Mittelschen kel (Schenkel 1I) mit All, eingezeichnet.
Gedeckt wird dieser Amperewindungsbedarf durch die Ströme in den Wicklungen Vii und Ull. Die Ströme Jv und JL weisen eine Phasenverschiebung von 120' auf, da aber die Wicklung Ull den umgekehrten Wick lungssinn hat, so weisen die Amperewindun- gen in Vll : A"" und in all : A"", eine Phasenverschiebung von<B>60'</B> auf.
Da ausser dem die Grössen von A"lil und Avll, sich wie 40 zu 74 verhalten müssen, so können die Vektoren A"nl und Aal nur die im Bild 39 eingezeichnete Lage annehmen. Man sieht also, dass die Amperewindungen Aval und damit auch die Grundwelle Jvl des Magneti- sierungsstromes Jv keine Phasenverschie bung gegen die Nullrichtung aufweisen.
Als Nächstes soll nun die 5. Oberwelle des Magnetisierungsstromes untersucht wer den. Wenn der Fluss eine Phasenverschie bung von 20' aufweist, so weist der Ampere windungsbedarf der 5. Oberwelle All, eine Phasenverschiebung von 5 X 20 =<B>100'</B> auf (siehe Bild 40). Auch müssen wieder die Amperewindungen von den zwei Wick lungen pn und Un gedeckt werden.
Während nun die Phasenverschiebung der Amperewin- dungen dieser Wicklungen für die Grund welle 60 beträgt, beträgt sie für die 5. Ober welle 5 X 60 =<B>300'.</B> Die Amperewindun- gen Aoa5 und A"a; müssen also einen Winkel von<B>300'</B> einschliessen und ausserdem müssen sich ihre Grössen wie 74 zu 40 verhalten.
Die Vektoren können, wenn sie diese Bedingun- gen erfüllen sollen, nur die im Bild 40 ein gezeichnete Lage einnehmen. Es zeigt sich also, dass der Vektor A,1,5 und damit auch der Vektor des Stromes der 5. Oberwelle Jvs einen Winkel von 120 mit der Nullrichtung einschliessen.
Während also der Fluss um 20 phasenverschoben ist und damit der Ampere- windungsbedarf für die 5. Oberwelle eine Phasenverschiebung von 5 X 20 =<B>100'</B> auf weist, ergibt sich für den Strom der zu gehörigen Phase eine Phasenverschiebung von 1.20 = 6 X 20<B>0</B>.
Es sollen nun noch kurz die Verhältnisse für die 7. Oberwelle dargestellt werden. Die Amperewindungen An, bilden hier einen Winkel von 7 X 20 = 140 mit der Null richtung. Die Phasenverschiebung zwischen den Amperewindungen der 7. Oberwelle Aoa7 und Aua, beträgt 7 X 60 = 420 . Ein Winkel von 420 ist einem Winkel von 420 - 360 = 60 gleichwertig. Auch hier müssen die Amperewindungen wieder im Ver hältnis 74 zu 40 stehen.
Es ergibt sieh dann die Lage, die im Bild 41 gezeichnet ist; also auch 'für die 7, Oberwelle bilden die Am- perewindungen und damit der Strom einen Winkel von 120 mit der Nullrichtung.
Der hier für den Schenkel II geführte Beweis lässt sich in genau der gleichen Weise für die Schenkel I und III führen. Es er gibt sich immer eine Verschiebung der Ober wellenströme 5. und 7. Ordnung um 6 X 20 = 120'.
Wählt man die Winkel so, dass so wohl für<I>k</I> gleich sechs, als auch für<I>k</I> gleich zwölf die Vektoren ein geschlossenes Polygon bilden, so sind nicht nur die 5. und 7., son dern auch die 11. und 13. Oberwelle unter- drückt. Unter Feldstärke ist die Feldstärke der Grundwelle zu verstehen.
Es ist dabei von der Voraussetzung ausgegangen, dass das Verhältnis der Feldstärke einer Oberwelle zur Feldstärke der zugehörigen Grundwelle in dem in Frage kommenden Sättigungs bereich ungefähr konstant ist. - Will man jedoch genauer rechnen, so müsste man bei spielsweise zur Unterdrückung der fünften Oberwelle bei Bildung des Vektordiagrammes der Fig. 2 den Grundwellenfluss mit der Feld stärke der 5.
Oberwelle multiplizieren, weil das Produkt aus Grundwellenfluss, Eisenweg länge und Feldstärke der 5. Oberwelle ein. Mass für die durch die Eisenteile erzeugten 5. Oberwellen im Strom ist.
Was hier für drei Flusssysteme dargelegt wurde, gilt sinngemäss auch, wenn vier oder mehrere Dreiphasensysteme von Flüssen vor handen sind.
Bei der Bemessung kann so vorgegangen werden, dass man sich zunächst das in Fig. 2 dargestellte Vektordiagramm mit beliebiger Grösse der Vektoren und der Winkel auf zeichnet, wobei nur die Bedingung besteht, dass die Vektoren ein geschlossenes Polygon bilden. Wählt man nun die Eisenweglänge und die Feldstärke willkürlich, so liegt das Verhältnis der Flüsse zueinander fest.
Aus der Feldstärke ergibt sich mit Hilfe der Magnetisierungskurve die Induktion B und da Induktion mal Querschnitt gleich dem Fluss ist, so liegt auch das Verhältnis der Querschnitte fest. Wählt man nun auch k, so ergibt sich die Winkellage der Grund wellen der Flüsse. Die Winkellage der Flüsse wird durch entsprechende Wicklungsschal tung festgelegt. Man kann nun noch ein schränkende Bedingungen machen, beispiels weise vorgeben, dass die Flüsse gleich gross sind, oder dass ein Fluss die Summe zweier anderer ist usw., was man dann bei der Be messung mit berücksichtigen muss.
Bei der Erläuterung der Vektordiagramme der Fig. 1 und 2 ist von der Voraussetzung ausgegangen, dass die Flüsse eines Fluss- systemes untereinander gleich gross sind, also zum Beispiel U, gleich T'a gleich TV.". Ist dies nicht der Fall, so müssen nicht nur die Vek toren der um den IC-fachen Winkel gedrehten und mit den zugehörigen Werten der Feld stärke und Eisenw eglänge multiplizierten Flüsse Ua, U,,
und U, ein geschlossenes Poly gon bilden, sondern auch die Vektoren der um den le-fachen Winkel gedrehten, mit den zugehörigen Werten der Feldstärke und Ei senweglänge multiplizierten Flüsse T'a, T',, und V, und ebenso die Vektoren der um den 7-fachen Winkel gedrehten, mit den zu gehörigen Werten der Feldstärke multipli zierten Flüsse W", TTTb und W, Man erhält dann also nicht ein einziges Diagramm, wie es Fig. 2 zeigt, sondern für die Vektoren LT,
für die Vektoren<B>Y</B> und für die Vektoren Ti' müsste je ein Diagramm gezeichnet werden, das ein geschlossenes Polygon bildet.
In folgendem sind einige Ausführungs beispiele der Erfindung dargestellt.
Fig. 3 zeigt einen Drehstromtransfor- mator bezw. eine Drehstromdrosselspule, bei der durch zwei Schlitze in jedem Schenkel drei dreiphasige Flusssysteme Ua, T'., W., und ZTb. T' . Wb und U", V, TV,#, entstehen.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 liegen die Eisenweglängen fest. Da man jedoch die Feldstärke und den Fluss beliebig wählen kann, so gibt es eine beliebige Anzahl von verschiedenen Lösungen, die die Bedingung befriedigen, dass für einen bestimmten Wert von k die um den Machen Winkel gedrehten, mit den zugehörigen Werten der Eisenweg länge und der Feldstärke multiplizierten Flüsse ein geschlossenes Polygon bilden. Unter dieser unendlich grossen Anzahl von möglichen Lösungen ist eine vorzugsweise Lösung die, dass man alle Flüsse gleich gross macht und die drei entstehenden Dreiphasen flusssysteme um 20' gegeneinander versetzt.
Bei dieser Lösung setzt sich der Gesamtfluss eines Schenkels aus drei gleichen Teilbeträ gen, z. B. LTa, U,, und U, zusammen, die, wenn die Querschnitte gleich gewählt sind, nach Drehung um den sechsfachen Winkel ein gleichseitiges Dreieck bilden.
In Fig. 4 sind die Flüsse dargestellt, und in Fig. 5 die um den sechsfachen Winkel gedrehten Flüsse U'a, U,; und U,'. Da alle Flüsse gleich gross sind, erhält man für die Flüsse T' < ,' , T'1,'9 V,' und TTr <I>,</I> Wb <I>;</I> W' das gleiche Diagramm. Man findet, dass in diesem Fall nicht nur die 5. und ?., sondern auch die 11. und 13.
Ober wellen verschwinden, da auch bei der Dre hung der Flüsse um den zwölffachen Betrag die gedrehten Flüsse ein gleichseitiges Dreieck bilden. Im Ausführungsbeispiel sind die Joche verstärkt worden, so dass dort keine Sättigung auftritt, und daher lediglich die Kompensation der Schenkelamperewindungen allein betrachtet zu werden braucht. Wie bereits erwähnt, sind die Eisenweglängen und die Querschnitte und ebenso auch die Induk tion und Feldstärken für alle Flüsse gleich gross. Es ist nur noch erforderlich, die Pha senversetzung der Flüsse um 20 zu erzwin gen, was im Ausführungsbeispiel mit Hilfe der Wicklungen 2, 3, 4 und 5 geschieht.
Die Wicklungen 2 und 4 liegen auf den linken Teilen der Schenkel, die Wicklungen 3 und 5 auf den rechten Teilen der Schenkel. Die Wicklungen 2 und 3 eines Schenkels sind gegeneinander und die Wicklungen 4 und 5 eines Schenkels in Reihe geschaltet. Im Ausführungsbeispiel wird jeweils die Span nung, die an den Ausgangsklemmen der Wickhnmgen 2 und 3 herrscht, parallel zu der verketteten Spannung geschaltet, die durch die Wicklungen 4 und 5 der beiden andern Schenkel gebildet wird.
Es wird also bei spielsweise die Spannung, welche durch die Differenz der Flüsse LT, und U, gebildet wird, parallel geschaltet zu der verketteten Spannung, die durch die Flüsse T@a-Y, und W , gebildet wird. Die Windungszahlen sind dabei so zu wählen, dass die parallel ge schalteten Spannungen gleich gross sind. Im Ausführungbeispiel ist noch die Hauptwick- lung, welche an das Netz angeschlossen ist dargestellt. Sie ist mit 1 bezeichnet und in Stern geschaltet.
Statt die Hilfswicklungen so zu schalten, wie es in Fig. 3 dargestellt ist, könnte man auch Parallelschaltungen von Hilfswicklun gen vorsehen. Ein Ausführungsbeispiel ist in Fig. 6 dargestellt. Auf den Teilen der Schen kel, welche von den Flüssen mit dem Index a durchsetzt werden, liegt die in Zickzack ge schaltete Wicklung 2, auf den Teilen der von den Flüssen mit dem Index b durchsetzten Schenkel liegt die Wicklung 3, die in Stern geschaltet ist, und auf den Teilen der Schen kel, welche den Fluss mit dem Index e füh ren, liegt die in Zickzack geschaltet Wick lung 4. Die Wicklungen auf einem Schenkel sind parallel geschaltet.
Macht man die Wick lungen 2 so, dass sie um 20 nach der einen., die Wicklungen 4 so, dass sie um 20 nach der andern Seite drehen, so erhält man auch hier wieder die gewünschte Versetzung der Flüsse.
Während bei den Anordnungen nach den Fig. 3 und 6 eine Aufspaltung der Schenkel in Richtung senkrecht zur Blechschichtebene erfolgt, zeigen die Fig. 7 und 8 eine Dreh stromdrosselspule, bei der der Kern in Rich tung der Blechschichtebene aufgespalten ist. Wie die Fig. 8 zeigt, sind drei gleiche Blechpakete vorgesehen. Die Schenkel des einen tragen die Hilfswicklungen 2, die Schenkel des zweiten die Hilfswicklungen 3 und die Schenkel des dritten Blechpaketes die Hilfswicklungen 4, wenn man das Schalt bild der Fig. 6 zugrunde legt. Die Haupt wicklung 1 umschliesst die drei Blechpakete.
Die Joche sind wieder verstärkt ausgeführt, so dass nur die Schenkelamperewindimgen kompensiert zu werden brauchen.
Ein besonders einfaches Ausführungs beispiel zeigt die Fig. 9. Bei der Anordnung nach Fig. 9 entstehen gleichfalls drei Flüsse, jedoch ist der Fluss Ub gleich der Summe der Flüsse tTa, und. V, Dasselbe gilt auch für die Flüsse mit der Bezeichnung Y und W. Wie das Ausführungsbeispiel zeigt, ist zu diesem Zweck ein Schlitz in jedem Schenkel vorge sehen.
Zweckmässig wird man die Ausfüh rung so treffen, dass die mit dem Index a und c bezeichneten Flüsse gleich gross sind. Auch hier kann man wieder die Flüsse um 20 ge geneinander versetzen.
Die Schaltung der dazu erforderlichen Hilfswicklungen kann zum Beispiel dieselbe sein, wie in Fig. 3. In Fig. 10 ist das Vektordiagramm dargestellt, welches zeigt, dass der Fluss Ub sich aus der Summe der um 20' gegenüber Ub verscho benen Flüsse Ul, und U, zusammensetzt. Die Vektoren der um den sechsfachen Winkel ge drehten, mit der zugehörigen Feldstärke und der Eisenweglänge multiplizierten Flüsse zeigt Fig. 11.
Diese Vektoren müssen wieder ein geschlossenes Polygon bilden. Die Grösse der Flüsse ergibt sich aus Fig. 10. Legt man die Eisenweglänge l fest, so ergibt sich aus Fig. 11 die Feldstärke.
Aus der Magneti- sierungskurve folgt dann die Induktion B und da die Grösse der Flüsse bekannt ist, rechnet sich daraus der Querschnitt. Man kann die Anordnung so treffen, dass die Feld stärke aller Flüsse gleich gross ist, dann muss man die Eisenweglängen unterschiedlich machen, oder man kann bei gleicher Eisen weglänge die Feldstärke verschieden machen, das heisst die Flüsse mit dem Index b anders sättigen als die Flüsse mit dem Index a und c.
Dies ist in Fig. 9 angedeutet, wo der Quer- schnitt der von den Flüssen mit dem Index a und c durchsetzten Schenkelteile eingeschnürt ist. Dadurch ist es möglich, die Hilfswick lungen, die zur Flussversetzung erforderlich sind, so weit hinter dem Umfang der Haupt schenkel zurücktreten zu lassen, dass kein kostbarer Wickelraum des eigentlichen Transformators verloren geht.
Es ist ohne weiteres verständlich, dass weitgehend Frei heit darin besteht, wie weit man die Über sättigung dieser Schenkelteile treiben bezw. wie kurz man die Schenkelteile ausführen will, da dies ausschliesslich eine Frage der Höhe des erforderlichen Gesamtmagnetisierungs- stromes ist, welcher im Grenzfall, wenn die Länge dieser Schenkel sehr klein gewählt ist, bis zum doppelten des normalen Magneti- sierungsstromes ansteigen kann.
In Fig. 12 ist eine andere Art der Schal tung der Hilfswicklungen dargestellt. Bei der Anordnung nach Fig. 12 ist die Span nung, welche von der Differenz der Flüsse mit dem Index a und c eines Schenkels er zeugt wird, parallel geschaltet, mit der ver ketteten Spannung der beiden andern Schen kel. Zu diesem Zweck sind wieder Hilfswick lungen 2 und 3 und 4 vorgesehen. Die Hilfs wicklungen 2 werden von den Flüssen mit dem Index a, die Hilfswicklungen 3 von den Flüssen mit dem Index c und die Hilfswick lungen 4 von den Flüssen mit dem Index b durchsetzt. Die Wicklungen 4 sind in Stern geschaltet.
Die Wicklungen 2 und 3 eines Schenkels sind gegeneinander geschaltet und liegen an den Anfängen der Wicklungen 4 auf den beiden andern Schenkeln. In Fig. 13 ist das Vektorbild der Flüsse dargestellt, aus der man auch ohne weiteres die Windungs- zahlen der Hilfswicklungen errechnen kann, denn es muss sein, bezeichnet man mit n. die Windungszahl der Wicklungen 2 bezw. 3 und mit ra,
die Wicklungszahlen der Wicklung 4
EMI0006.0019
Bei einer Versetzung von 20 ist also die geringste W indungszahl der Wicklungen 2 und 3 gleich 19 und die der Wicklung 4 gleich 4.
Die Joche sind wieder nicht gesättigt. Die Hauptwicklungen sind der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt worden. Bei diesen Anordnungen -,verden nicht nur die :5. und 7., sondern auch die 11. und 13. Oberwellen kompensiert.
In Fig. 14 ist eine gleichartige Lösung dargestellt, bei der der Fluss 17C, in die Teil flüsse U., und U, gespalten wird. Nur ist bei dieser Lösung die Flussspaltung TIIY V in die Jochteile des Transformators verlegt, wäh rend der gemeinsame Fluss t?", und dasselbe gilt auch für die Phasen I' und Il', die Stel lung des Hauptschenkelfluss einnimmt.
Es ist hierbei, wie aus der Figur hervorgeht, nicht erforderlich, dass man die Jochamperewin- dungen vollkommen vernachlässigt, sondern nur noch zwischen den Punkten A muss der magnetische Widerstand auf dem Aussenweg, der gestrichelt dargestellt ist, klein gegenüber den übrigen magnetischen Widerständen sein, das heisst falls der Jochteil A-A überhaupt einen Oberwellenbetrag liefert, muss dieser verhältnismässig klein sein. Es ist dement sprechend auch, wie die Fig. 14 zeigt, nur etwa das halbe Joch zu verstärken.
In Fig. 14 sind die Hilfswicklungen und @auptwicklun- gen nicht mit eingezeichnet worden.
Alle diese Lösungen lassen sich auch leicht aus dem Rahmenkern entwickeln, in dem man geeignete magnetische Querleitcvege einsetzt oder bezw. und die Wicklungen, welche durch die Schlitze greifen, so verteilt, dass Streuflüsse zwischen den Rahmen an den gewünschten Stellen übertreten.
Eine andere Ausführungsform geht davon < cis, dass auch beim gewöhnlichen einfach ge schlitzten Transformator bereits neun ver schiedene Flüsse zur Verfügung stehen, wenn man das obere und das untere Joch ungleich schlitzt. In Fig. 15 ist ein Ausführungs beispiel dargestellt, bei dem jedes Joch jedoch zwei Schlitze aufweist. Das Vektor diagramm der Flüsse ist in Fig. 16 darge stellt. Jeder der drei Hauptschenkelflüsse U, I' und T4' setzt sich aus zwei bezw. drei Jochflüssen zusammen.
Es entstehen wieder drei Dreiphasensysteme von Flüssen. Das erste wird gebildet durch die um 120' ver setzten Flüsse<I>U,</I> _P, und W. Das zweite durch die um 120' versetzten Flüsse u", va, und w.,. und wag, die beide dieselbe Richtung besitzen.
Das dritte durch die um 120' ver setzten Flüsse u" v, und w, und w", die beide dieselbe Richtung besitzen. Fig. 15 ist ein Ausführungsbeispiel, bei welchem die letztgenannten beiden Flusssysteme in sich nicht gleich sind, das heisst die einzelnen Vektoren eines Flusssystemes sind verschie den gross, was unmittelbar aus der Zeich nung hervorgeht, da zum Beispiel u., und va,
ungleiche Grösse haben müssen. Damit die Oberwellenkompensation zustande kommt, müssen wieder die Vektoren, der um den k-fachen Winkel versetzten, mit den zu gehörigen Werten der Eisenweglänge und Feldstärke multiplizierten Flüsse ein ge schlossenes Polygon bilden. In Fig. 17 ist dieses Polygon für die Flüsse U, u., und 2c, dargestellt, und zwar sind die entsprechenden Vektoren mit denselben Buchstaben wie die Flüsse, nur noch mit dem Index ' versehen, bezeichnet.
Ein entsprechendes Vektordia- dramm muss auch erhalten werden, wenn man die Flüsse W, w., und wag und w.:, und w"2 um den k-fachen Winkel dreht und mit den zugehörigen Werten der Feldstärke und Eisenweglänge multipliziert.
Dieses Vektor diagramm ist in Fig. 18 dargestellt, und zwar sind die mit den zugehörigen Werten der Eisenweglänge und der Feldstärke multipli zierten Flussvektoren wieder mit den gleichen Bezugszeichen wie die Flüsse, nur noch mit dem Index ' versehen. Für die den Flüssen T', va und v" entsprechenden Vektoren ergibt sich das gleiche Vektorbild wie für die den Flüssen U, u., und u, dargestellt.
Es muss nun die Bemessung so getroffen werden, dass die Vektordiagramme der Fig. 17 und 18 und auch das Vektordiagramm der Fig. 16 erfüllt ist. Dies kann man wieder durch entsprechende Wahl der Induktion und Querschnitt bei gegebener Eisenweglänge leicht erreichen. Es ist auch möglich, die Eisenweglänge durch entsprechende Wahl des Kernes zu ändern. Ist beispielsweise die Eisenweglänge gegeben, so ist $ aus Gien Fig. 17 und 18 festgelegt.
Aus H ergibt sich B und damit aus Fig. 16 die Quer schnitte.
Vorzugsweise wird man wieder die Flüsse um 20, gegeneinander versetzen, wie dies auch bei der Darstellung der Vektordia- gramme der Fig. 16 bis 18 angenommen wurde.
Damit die Flüsse die gewünschte Phasen verschiebung gegeneinander besitzen, müssen wieder Hilfswicklungen vorgesehen werden. Zu diesem Zwecke könnte man beispiels weise auf den Eisenteilen die von den Flüs sen w,,, w.,, u,, und va, durchsetzt werden, je eine Wicklung aufbringen, und diese in Drei eck schalten, wobei die Windungszahlen um gekehrt proportional der Grösse der Flüsse gewählt sind. Dasselbe könnte man auch mit den Eisenteilen machen, die von den Flüssen mit dem Index c durchsetzt werden.
Während bei den bisherigen Ausführungs beispielen angenommen wurde, dass die Flussversetzung 20 beträgt, kann man auch andere Winkel wählen, wenn nur die Vek toren der mit den zugehörigen Werten der Eisenweglänge und der Feldstärke multipli zierten Flüsse, die um den k-fachen Primär winkel der Flüsse verdreht sind, je für sich ein geschlossenes Polygon bilden.
Fig. 19 zeigt zum Beispiel ein solches beliebig schief winkliges Dreieck dieser Vektoren, aus der man rückwärts durch Division der Winkel durch k die Lage des Flussdiagrammes er mitteln kann, wie das in Fig. 20 darge stellt ist. Soll ein solches Flussdiagramm gleichzeitig die Bedingung erfüllen, dass Ub gleich U" + U,# ist, so treten in der allge meinen Bedingung entsprechende Einschrän kungen der möglichen Lösungen ein.
Für den Fall U. gleich Ub findet man zum Beispiel eine Ausführungsform eines solchen unsym metrischen kompensierten Transformators, bei der die fünften und siebenten Ober < wellen kompensiert sind, wenn man für a,. den Winkel - oder - wählt.
Da Ua gleich 7 5 Ub sein soll, muss auch der Winkel a2 so gross werden wie a, Die Vektordiagramme der Fig. 19 und 20 gelten auch für die Flüsse mit der Bezeichnung I' und TV, wenn diese ebenso gross sind, wie die Flüsse mit der Bezeichnung L'. Wenn nicht, muss man sowohl für die Flusssysteme U, als auch TT,
als auch H '' die Vektordiagramme gesondert zeichnen.
Man kann von dem dreifach gespaltenen Transformator auch auf den vierfach ge spaltenen Transformator übergehen. Das Vektordiagramm nimmt für den vollsymme trischen Fall die Form der Fig. 21 an. Die Flüsse sind der Einfachheit halber mit a, b, c und d bezeichnet, da das, was für die Flüsse mit der Bezeichnung U gilt, auch für die Flüsse mit der Bezeichnung Y und TV gilt. Ebenso sind im @'ektordia.@ramm der Fig. 22 die Vektoren nur mit Ja, J1, J, und bezeichnet worden.
Das Diagramm für die fünften und siebenten Oberwellen mit den um den sechsfach gedrehten Primär winkeln bildet, wie in Fig. 22 dargestellt ist, ein geschlossenes Quadrat. Die dazu gehöri gen Primärflüsse sind je um 1 5 gegeneinan der verdreht. Um einen solchen Transfor mator zu bilden, könnte man beispielsweise die Anordnung so treffen, wie in Fig. 8, lediglich mit dem Unterschied, dass vier Blechpakete verwendet werden.
Eine besonders einfache Anordnung er hält man, wenn man, wie in Fig. 23 und 24 dargestellt, jeden Schenkel schlitzt und zwei gleiche Blechpakete anwendet. Die Hilfs wicklungen sind bei diesen Figuren nicht eingezeichnet worden. Die 11a,uptwicl-lung ist mit 1 bezeichnet. Man kann auch nur ein einziges Blechpaket verwenden und jeden Schenkel durch zwei übereinanderliegende, einander aber nicht berührende Schlitze auf teilen. Es muss dann sein a -f- d gleich b + c.
In diesem Fall erhält man ein Vek- tordiagramnm gemäss Fig. 26. Es sind dann die Flüsse<I>a</I> und<I>d</I> grösser als die Flüsse b und c. Wählt man die Querschnitte gleich, so muss man, damit das Vektordiagramm der Fig. 22 erfüllt wird, die Eisenweglä.ngen der Flüsse a und d etwas kleiner wählen als die der Flüsse b und c, wie dies auch in der Fig. 25 dargestellt ist. Wählt man die Win kel gleich 15 , so heben sich nicht nur die 5. und 7., sondern auch die 11. und 13. und die 17. und 19. Oberwelle heraus.
Von den Vektoren der um den zwölffachen Primär winkel gedrehten, mit den zugehörigen Wer ten der Feldstärke und Induktion multipli zierten Flüsse sind jeweils zwei gleichphasig und um<B>180'</B> gegenüber den beiden andern versetzt. Die um den achtzehnfachen Primär winkel gedrehten Vektoren bilden wieder ein Quadrat.
Statt eines Transformators (bezw. einer Drosselspule), wie er in dem Ausführungs beispiel dargestellt ist, bei dem durch Auf- sehlitzung die drei oder mehr Dreiphasen systeme von Flüssen entstehen, könnte man auch drei oder mehrere Drehstromdrossel- spulen oder -Transformatoren vorsehen, bei denen durch entsprechende Schaltung der Wicklung eine Versetzung der Flusssysteme der drei Drosselspulen bezw. Transforma toren um den entsprechenden Winkel er folgt.
und bei der wiederum die Vektoren der Lim den k-fachen Winkel gedrehten, mit den zugehörigen -\Verten der Eisenweglänge und der Feldst@irke multiplizierten Flüsse ein ge schlossenes Polygon bilden.
Die genannten Vorschläge können aber nicht nur bei Dreischenkeltransformatoren angewendet werden, sondern können auch sinngemäss sowohl auf Fünfsehenkeltransfor- rnatoren, als auch auf drei Einphasenein- heiten ühertragen werden.
Ein Beispiel eines fünfschenkligen Transformators zeigt die Fig. 27. Die drei Innenschenkel, welche die nicht gezeichneten Hauptwicklungen tragen, sind aufgeschlitzt, so dass wieder in jedem Innenschenkel drei Flüsse (ja. LTb, U, bezw. Ir", I'b, V, bezw. TI'", TVL, und TV, entstehen.
Der Fluss mit dem Index h ist gleich der Summe der Flüsse mit dem Index a und c. Ausser diesen Flüssen entstehen noch die Jochflüsse UTV, UY und YTV. Diese sind untereinander gleich gross und bilden ein Dreiphasensystem, welches gegenüber den Flüssen.<B>Üb,</B> Yb und V, um 30 versetzt ist.
Wählt man nun durch entsprechende Hilfswicklungen die Anordnung so, dass die Flüsse mit dem Index a und c um + 15 bezw. -15 gegenüber den Flüssen mit dem Index b verschoben sind, so erhält man im ganzen vier Fluss- systeme, die jeweils um 15 gegeneinander ersetzt sind. In Fig. 28 ist das Vektor diagramm der Flüsse dargestellt. Die Be messung muss so getroffen werden, dass zur Unterdrückung der 5. und 7.
Oberwellen die Vektoren, der um den sechsfachen Primär winkel verdrehten, mit den zugehörigen Werten der Eisenweglänge und Feldstärke multiplizierten Flüsse Ua,, Ub, U, und UW ein geschlossenes Polygon bilden. Dasselbe gilt auch für entsprechende Vektoren der Flüsse Va, Yb, Y, und UY und für die ent sprechenden Vektoren der Flüsse Wa,, Wb, W, <B>,
</B> und VW. Wie bereits erwähnt, könnte man auch die Vorschläge anwenden bei dreimal Ein phaseneinheiten. Zum Beispiel könnte man drei einphasige zweischenklige Drosselspulen vorsehen, deren beide Schenkel ähnlich wie in Fig. 9 geschlitzt sind und diese drei Drosselspulen zu einer Drehstromeinheit ver einigen, indem man zum Beispiel. die Wick lungen der drei Drosselspulen in Stern schal tet und an das Drehstromnetz anschliesst.
Die Hilfswicklungen zur Versetzung der Flüsse könnte man ähnlich schalten wie in den früheren Beispielen angegeben.
Eine besonders zweckmässige Ausfüh rungsform für hochgesättigte Drehstrom drosselspulen bezw. Transformatoren, die aus drei Einphasendrosselspulen bezw. Transfor matoren zusammengesetzt werden, zeigt Fig. 29. Es ist hierbei jede Einphasendros- selspule dreischenklig ausgeführt, wobei alle drei Schenkel gesättigt werden.
Die mitt leren Schenkel führen den Fluss mit dem Index b, die linken Schenkel die Flüsse mit dem Index a und die rechten Schenkel die Flüsse mit dem Index c. In Fig. 30 ist das Vektordiagramm dargestellt, welches zeigt, dass sich der Fluss Ub aus den Flüssen U" und U, zusammensetzt.
Entsprechendes gilt für die Flüsse mit der Bezeichnung Y und W. Um die notwendige Flussversetzung von zum Beispiel 20 herbeizuführen, sind Hilfs wicklungen 2, 3 und 4 aufgebracht; und zwar ist die Schaltung so getroffen, dass die Spannung, welche durch die Differenz der Flüsse U" und Va hervorgerufen wird, an .
eine Spannung angeschlossen wird, die der verketteten Spannung proportional ist und aus der Spannung, die von den Flüssen Ub und Yb hervorgerufen werden, gebildet wird. Entsprechendes gilt für die Teilflüsse Y, und W" und W, und U". Im Ausführungs- beispiel sind die Wicklungen 2 in Stern ge schaltet.
Parallel zu der verketteten Span nung, .die durch die Wicklungen 2 auf der obern und mittleren Drosselspule gebildet werden, liegt eine Spannung, die durch die Differenz der Flüsse U, und _Y., gebildet wird, wozu im Ausführungsbeispiel die Wicklungen 3 auf der obern Drosselspule und die Wicklungen 4 auf der mittleren Drosselspule dienen. Die Anschlüsse der übrigen Wicklungen ergeben sich durch zy klische Vertauschung.
Aus dem Vektordia- gramm der Fig. 30 ergibt sich auch die Win- dungszahl dieser Wicklungen. Bezeichnet man mit n2 die Windungszahl der Wicklung 2 und mit n3 die Windungszahl der Wick lung 3 bezw. 4, so muss sein
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Versetzt man die Flüsse um 20',
macht also a gleich 20' und stimmt man wieder die Induktion und Feldstärke der einzelnen Flüsse entsprechend ab, so ist nicht nur die 5. und 7.. sondern auch die 11. und 13. Ober welle kompensiert. Wie bereits erwähnt, sind alle drei Schenkel gesättigt. Die Joche werden dageberi vorzugsweise verstärkt aus geführt, so dass sie ungesättigt sind.
Im Ausführungsbeispiel ist auch noch die Hauptwicklung eingetragen, die in Stern ge schaltet ist, wobei die Windungen der ZViclk- lung einer Drosselspule, die auf verschie denen Schenkeln liecen, in Reihe geschaltet sind.
Die Windimgszahlen werden zweck mässig so gewählt, dass sie sieh verhalten wie die Produkte aus Eisenwegläiige mal den auf die Richtung ",projizierten Feldstärken der sie durchsetzenden Flüsse. -.Man kann auch die Joche sättigen, dann ist die Eisen weglänge der Flüsse t'a und l\, grösser. Das bleiche gilt für die Flüsse mit der Bezeicb- nung V und IF.
In Fig. 31 ist noch ein weiteres Aus führungsbeispiel dargestellt, welches sich an das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 anlehnt:, jedoch sind die Hilfswicklungen zum Ver setzen der Flüsse so geschaltet, wie bei der Anordnung nach Fig. 29.
Die Schenkel sind so geschlitzt, dass wieder zwei Flüsse Z'" und t <B>'</B> le entstehen, die gemeinsam den Fluss l' <B>,</B> 1' geben.
Dasselbe gilt auch für die Flüsse mit den Beziehungen I' und TI'. Der Schlitz ist zum Unterschied von Fig. 3 so gewählt, class im untern Teil des Schenkels die Flüsse mit den Indizes a und c und im obern Teil der Fluss mit dem Index b auftreten.
Wie be reits erwähnt, sind die Hilfswicldungen so geschaltet, wie bei der Anordnung nach Fig. 29, das heisst die Spannung, die durch die Differenz der Flüsse Lt,, und I'" hervor gerufen wird, liegt parallel zu der Span nung, die durch die Flüsse (',, und I",, hervor gerufen wird. Die @Vieklungsschaltung ist in Fig. 31 angegeben.
Soll eine Versetzung der Flüsse um 20 erfolgen, so ist die kleinste Windungszahl für die Wicklungen 3 bezw. 4 gleich 5 und für die Wicklung 2 gleich 2.
Die Wicklungen können leicht in Form von Blechbelägen ausgeführt werden. Die Verbindungen zwischen den einzelnen Wick lungen können dann bei einer Blechband- tvicklung Bleichfalls als Verbindungsblech <B>,</B> ans geführt werden, die flach auf der Tra.ns- formatoroberfläche aufliegen.
Wie bereits früher erw=ähnt, kann man die )Vinkellage der Flüsse beliebig wählen, beispielsweise kann man. die Winkellage so \wählen, dass man finit möglichst geringen, ganzzaliligen Windungszahlen für die Wick lungen zur Versetzung der Flüsse auskommt.
In den Ausführungsbeispielen waren die Joche bezw. Sehenkel -eseblitzt worden. Statt eines Schlitzes kann man auch eine kurzgeschlossene Wicklung anbringen, die eine Flussanfspaltiuig hervorruft.
Zii diesem Zweck kann man statt eines Schlitzes ein zelne Löcher vorsehen, durch die Kupfer- stäbe hindurchtreten, welche an den Enden miteinander verbunden sind, wie das bei spielsweise in Fig. 31 für den rechten Sehen kel dargestellt ist. Mit t7 sind die Bolzen bezeichnet, die durch Verbindungsstücke 7 miteinander verbunden sind.
Man kann auch, wie erwähnt, Rahmen kerne verwenden, bei denen man bei grossem Abstand der Rahmen durch geeignete Qluer- leitwe-re einen flbertritt des Flusses von Rahmen zii Rahmen, oder bei denen man durch Kurzsehlusswicklungen eine Aufspal tung des Flusses bei geringem Absto--nd der Rahmen erzwin-en kann. oder bei denen man auch die Hilfs@vicklnngen so anordnen kann,
dass an gewünschter Stelle der Strenfluss zwischen den Rahmenteilen eintritt. Man kann auch alle diese Massnahmen gleich zeitig anwenden.
Die Kompensation der Oberwellen findet dann statt, wenn alle Flusssysteme gleiche Kurvenformen. besitzen. Dies ist dann der Fall, wenn sie von der dritten Oberwelle gleich beeinflusst werden. Wenn daher bei einem Dreiphasensystem von Flüssen keine dritten Oberwellen im Fluss auftreten köre- n en, bei einem andern jedoch, so muss man Dreieckswicklungen oder andere Ausgleichs wicklungen anbringen, um auch bei den zwei ten Dreiphasensystemen von Flüssen die drit ten Oberwellen zu unterdrücken, ohne die Grundwelle zu beeinflussen. Auch in den Fällen,
in denen durch den Aufbau des Ei. senkernes keine dritten Oberwellen im Fluss auftreten können, sondern solche lediglich durch die Streuung hervorgerufen werden können, wie beispielsweise bei. der Anord nung nach Fig. 3, ist es zweckmässig, eine Dreieckswicklung oder eine andere Aus gleichswicklung anzubringen, um das Auf treten von dritten Oberwellen im Fluss zu verhindern. Zu diesem Zweck kann man beispielsweise bei der Anordnung nach Fig. 3 noch eine kurzgeschlossene Dreieckswick lung vorsehen, welche die Schenkel um schlingt.
Um die Bauform des Eisenkernes und um die Hilfswicklungen zu vereinfachen, kön nen für das eine Dreiphasensystem die Schenkelflüsse eines dreischenkeligen Eisen kernes verwendet, während die übrigen Flusssysteme von den Jochteilen gebildet wer den, deren Einzelflüsse durch Aufspaltung der Schenkelflüsse entstehen.
Eine entsprechende Eisenkernform ist in Fig. 32 dargestellt. Die drei Schenkel 11, 12, 13 führen die Flüsse 0,, 02, O3 des einen Dreiphasensystems, zum Beispiel eines Dreh stromsystems. Im obern Joch 14 wird der Fluss (D, durch den Jochschlitz 15 aufge spalten in die beiden Teilflüsse 0,2 und 0,4. 0" besteht dabei in dem untern Jochteil 16, während der Jochteil 17 014 führt.
Der Fluss 02 teilt sich auf in die beiden Komponenten =21 und ( 2s, die von den Teilen 18 und 19 des nur einmal geschlitzten Joches 20 geführt werden. Der durchgehende Schlitz des Joches 20 ist mit 21 bezeichnet. Der Fluss f3 des äussern Schenkels 3 wird aufgespalten in die Teilflüsse 034, den .der Jochteil 22, und 032, den der Jochteil 23 des Joches 14 führt.
Wie aus der Fig. 32 ersichtlich ist, liegt der Joch- steg 24 in der Verlängerung des mittleren Schenkels 12. Die vektorielle Darstellung der einzelnen Flüsse ist in Fig. 33 enthalten, die Aufspaltung der Flüsse 0,, 02, <B>0,</B> in die Teilflüsse kann dem Diagramm ohne weiteres entnommen werden.
Die Teilflüsse sind gegen die Grundflüsse um den Winkel a ver- sehoben; wobei die von den Jochstücken ge- lieferten Oberwellenleistungen so gewählt werden, dass sich für die auszugleichende Oberwelle ein geschlossenes Feldstärkepoly- gon ergibt. Wählt man ,a = 20', so kann man gleichzeitig für die 5. und 7. Oberwelle aus 3 .120' und für die 11. und 13. aus 3 . 240 je ein gleichseitiges Dreieck bilden.
Die für den Oberwellenausgleich benötigten Flussrichtungen in den Jochteilen können er reicht werden durch Aufbringen entsprechen der Hilfswicklungen (Fig. 84). Wenn nun auch durch Wähl der Eisenquerschnitte die richtigen Induktionen erzielt werden, können die Oberwellenanteile geeigneter Jochstücke so gehalten werden, dass sie bestimmte Ober wellen der Schenkel ausgleichen, während die hierfür nicht geeigneten Jochteile so gerin gen Oberwellenwert erhalten, dass sie nicht ins Gewicht fallen.
Die Hilfswicklungen können fremd oder von einer auf die Schenkel aufgebrachten Wicklung oder Teilen davon erregt werden, wie in Fig. 34 beispielsweise dargestellt ist. Hier ist die eine Hilfswicklung, deren beide Teile 33 und 34 in Reihe geschaltet werden, an die Phasen 1T und W angeschlossen, wäh rend die zweite Hilfswicklung mit den Teilen 35 und 36 von den Phasen Ü und Y erregt wird. Die Teile 18 und 19 des Joches 20 tragen die dritte Hilfswicklung mit den Tei len 37 und 38, die von den Phasen U und W erregt wird.
Auch hier können die Hilfswick- lungen an beliebige Spannungen gelegt wer den, zum Beispiel auch an Anzapfungen des Hauptwicklungssystems 39. Das Hauptwick- lungssystem Ü, V, W kann dabei in Drei eck oder, wie in Fig. 34 gezeigt ist, in Stern geschaltet werden.
Um die Aufspaltung der Grundflüsse in die Teilflüsse zu sichern, empfiehlt es sich, in die Jochschlitze 15 Kurzschlusswicklungen oder Kurzschlusskäfige 25 einzusetzen. Diese können aus elektrisch gut leitenden Bolzen, bestehen, die die Jochblechpakete durch setzen. Die aus den Jochblechen hervor stehenden Enden werden miteinander kurz geschlossen, zum Beispiel durch Verbindungs- leitungen. oder Kupferschienen.
Die gewünschte Aufspaltung der Flüsse kann auch erreicht werden durch Anordnung von so bemessenen und angeordneten Ililfs- wicklungen auf den Jochteilen, dass die be absichtigten Dreiphasenflusssy steme von ent sprechenden, in sich geschlossenen Dreiecks- wichlungen umfasst werden.
Fig. 35 zeigt hierfür ein Beispiel. Eine Dreieckswicklung 30 umfasst die Jochteile 16, 17 und 24, während die zweite Dreiecks wicklung 31 die Jochteile 22, 23 und 24 um schliesst. Die dritte Dreieckswieklnng 32 ist verkettet mit den Jochteilen 18, 19 und 27.
Man kommt unter Umständen auch mit einer einzigen Dreieckswicklung 40 aus, deren einzelne Teile, wie in Fig. 36 darge stellt ist, auf den Jochteilen 17, 22 und 27 angeordnet sind.
Die aus den Jochschlitzen herausragenden Teile der Kurzschlusskäfige können so ver längert und abgewinkelt werden, dass sich mit ihnen auch die Stirnseiten der Joche gegen den Austritt von Streulinien abschirmen las sen. Fig. 3 7 zeigt ein Beispiel hierfür. Die Kurzschlussstäbe 41. haben abgewinkelte Schenkel 42, die den Eisenkernteil 43 ab schirmen. Die Bolzen werden sowohl an den Enden bei 44, als auch an der Austrittsstelle aus dem Eisenkern bei 45 miteinander durch Schienen kurzgeschlossen.
An Stelle der dargestellten Jochschlitze kann man auch in den Jochen vorgesehene Bohrungen für die Unterbringung der Hilfs- ivicklungen, Dreieckwicklungen und der Kurzschlusswicklungen ver\venden. Die die Bleche zusammenpressenden Druckbolzen können hierbei gleichzeitig Teile des Kurz- sehlusskä.figs sein. Bei Fortfall der Joch- schlitze ist die Wärmeabgabe aus höher gesättigten Teilen bezw. der Wärmeaustausch zwischen hoch und niedriger gesättigten Tei len besser.