CH206916A - Verfahren zur Herstellung von 1,2-Androstendion-3,17. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1,2-Androstendion-3,17.

Info

Publication number
CH206916A
CH206916A CH206916DA CH206916A CH 206916 A CH206916 A CH 206916A CH 206916D A CH206916D A CH 206916DA CH 206916 A CH206916 A CH 206916A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
androstenedione
androstandion
hydrogen halide
acetic acid
halogen
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Schering-Kahlbaum A G
Original Assignee
Schering Kahlbaum Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schering Kahlbaum Ag filed Critical Schering Kahlbaum Ag
Publication of CH206916A publication Critical patent/CH206916A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     d1,2-Androstendion-3,17.       Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein  Verfahren zur Herstellung von     d1,2        Andro-          stendion-3,17.     



  Dieses Verfahren ist dadurch gekenn  zeichnet, dass man     Androstandion-3,17        durch          Halogenieren    in     2-Halogenandrostandion-3,17     überführt und dieses mit     Halogenwasserstoff     abspaltenden     Mitteln    behandelt.  



  Da beim     Androstandion-3,17    die Ringe     ,4     und B in gleicher Weise wie im     Dihydro-          cholesterin,    das heisst in der sogenannten       trans-iStellung        miteinander    verknüpft sind;  wird bei der     Halogenierung    das Halogenatom  vorzugsweise am     Kohlenstoffatom    2 ein  geführt, so dass bei der nachfolgenden       Halogenwasserstoffabspaltung    die Doppelbin  dung     zwischen        Kohlenstoffatom    1 und 2 zu  liegen kommt.  



  Die Einführung des Halogens geschieht  zum Beispiel nach     bekannter    Weise, wobei  man sich zweckmässig des Broms bedient.  Um     anschliessend    den     Halogenwasserstoff    ab  zuspalten, erhitzt man     das    Halogenierungs-    Produkt zweckmässig mit Salzen organischer  Säuren, wie     Kaliumacetat,    in     Eieessiglösung     mehrere Stunden auf höhere     Temperaturen.     Natürlich können auch andere bekannte  Methoden zur     Halogenwasserstoffabspaltung     Anwendung finden.  



  <I>Beispiel:</I>  500 mg     Androstandion-3,17    werden in  10     em3    Eisessig gelöst, mit 10 Tropfen       Bromwasserstoff-Eisessig    und einer 0,9     Mol     Brom entsprechenden Menge     Brom-Eisessig-          lösung    versetzt. Es tritt sogleich     Entfär-          bung    der Bromlösung ein; das Reaktions  produkt wird mit     Wasser    gefällt,     abfiltriert     und aus Methanol umkristallisiert.

   Aus  480 mg     Rohkristallisat    erhält man nach  mehrfachem     Umlösen    123 mg an reinem       2-Brom-androstan.dion.    Es     kristallisiert    in  Nadeln vom Schmelzpunkt     213-9,14'        unter     Zersetzung.  



  2.00 mg des     bromierten        Produktes    werden  mit 8 cm' einer 21 %     igen    Kaliumacetat-Eis-           essig-Lösung    5 :Stunden auf     180--2200'    im  Bombenrohr erhitzt. Nach dem Abkühlen  werden die     Reaktionsprodukte    in Wasser ge  gossen und mit Äther ausgeschüttelt.

   Die  neutralen     Anteile        des        Ätherextraktes        werden     mit wenig Methanol verrieben und einige Zeit  sich selbst     überlassen.    In einer     Ausbeute     von 10-15     /lo    gewinnt man dann in Form  von Nadeln das     a"8-ungesättigte        Keton          dl,2-Androstendion-3,17.    Es zeigt ein     cha.rak-          teristischesAbsorptionsmaximum    bei 240     m,u.     



  Das     d"2-Androstendion-3,17    kann auch  durch     Hochvakuwmdestillation    des neutralen  Anteils isoliert werden. Es destilliert dann  bei 0,001 mm     Ho-    und einer Temperatur von  130-l40   ein leichtes     (O1,    welches beim Um  kristallisieren aus     verdünntem    Alkohol Kri  stalle gibt. Durch     Umkristallisieren    aus ver  dünntem Alkohol und verdünntem     Aceton    er  hält man daraus das     d".-Androstendion-3,17     in gefiederten     Nädelehen    vom Schmelzpunkt  von 139-140  .     [a]=D     _     -f-    6,8   (in Alko  hol).  



  Die     Halogenierung    kann     nieht    nur in     Eis        -          essiglösung,    sondern auch in andern indiffe  renten organischen Lösungsmitteln, wie  Chloroform,     Tetrachlorkohlenstoff    und     dergl.,          durchgeführt    werden,     vorausgesetzt,    dass  diese     Lösungsmittel    von Halogen nicht  wesentlich angegriffen werden.  



  Die Trennung und Isolierung des     halo-          genierten    Zwischenproduktes und des     un-          gesättigten        Endproduktes    kann     nieht    nur in  der im Beispiel angegebenen     Weise    durch  Fällung mit Wasser     bezw.    durch     Extraktion     mit Äther oder durch     Hochvakuumdestilla-          tion    durchgeführt werden, sondern man kann  auch andere Methoden     verwenden,

      indem man  zum Beispiel von der Bildung unlöslicher  oder     schwerlöslicher        Kondensationsprodukte,     wie sie zum Beispiel mit     typischen        Keton-          reagenzien    und dergleichen erhalten werden,  Gebrauch macht.    Die Reinigung des     genannten    Zwischen  produktes und     ungesätt        bogten        Produktes    kann  ferner durch     fraktionierte    und/oder wieder  holte     Kristallisation,    Destillation, Sublima  tion und dergleichen erfolgen.  



  Das erfindungsgemäss erstmalig gewon  nene     d"=-        Androstendion-3,17    kann einerseits  zur Darstellung     follikelhormonartiger    Wirk  stoffe verwendet werden.     Anderseits    ist es  therapeutisch auch bereits als solcher benutz  bar, da es neben einer     gewissen    männlichen  Wirksamkeit die     Eigenschaften        eines    stark       oestrogenen    Wirkstoffes besitzt und somit  eine bisexuelle Prägungspotenz aufweist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von d"::-Andro- stendion-3,17, dadurch gekennzeichnet, dass Androstandion-3,17 durch Halogenieren in ?-Halogen-androstandion-3,17 übergeführt und dieses mit Halogenwasserstoff abspalten den Mitteln behandelt wird.
    Das erhaltene Produkt kristallisiert aus verdünntem wässrigem Alkohol oder Aceton in Nadeln vom Schmelzpunkt 139-140': [al=v = -S- 6,8 (in Alkohol); Absorptions- maximum bei 240 mu. UNTERANSPRMIE 1. Verfahren naeh Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet. dass zur Halogeneinfüh rung Brom verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Halogenwasser- stoffabspa.ltung im halogenieirten Produkt mit Salzen organischer Säuren in Eisessig erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch ?, dadurch gekennzeichnet, dass man Kaliumacetat verwendet.
CH206916D 1935-11-05 1936-10-30 Verfahren zur Herstellung von 1,2-Androstendion-3,17. CH206916A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE206916X 1935-11-05
CH200659T 1936-10-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH206916A true CH206916A (de) 1939-08-31

Family

ID=25723531

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH206916D CH206916A (de) 1935-11-05 1936-10-30 Verfahren zur Herstellung von 1,2-Androstendion-3,17.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH206916A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH206916A (de) Verfahren zur Herstellung von 1,2-Androstendion-3,17.
DE2032170B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Isobornylphenolen
AT164549B (de) Verfahren zur Herstellung von Sterinabbauprodukten
DE601070C (de) Verfahren zur Herstellung ungesaettigter monocyclischer primaerer Diterpenalkohole vom Typus des Vitamins A
AT160829B (de) Verfahren zur Darstellung von ungesättigten 3-Oxoverbindungen von Steroiden bzw. deren Enolderivaten.
AT160572B (de) Verfahren zur Darstellung ungesättigter Oxyketone der Cyclopentanopolydrophenanthrenreihe oder deren Derivaten.
DE681868C (de) Verfahren zur Darstellung von Pregnanolon und Allopregnanolon oder ihren Derivaten
CH200659A (de) Verfahren zur Herstellung von 1,2-Cholestenon-3.
AT160395B (de) Verfahren zur Darstellung von Monohalogenverbindungen gesättigter Ketone bzw. von ungesättigten Ketonen der Pregnanreihe.
DE870408C (de) Verfahren zur Herstellung von 17-Monoestern des Androstan-3-cis-17-trans-diols
DE703342C (de) ungen der Androstanreihe aus Sterinen
DE2256912C2 (de) Digoxigenin-3-[2&#39;,3&#39;-didesoxy-glykoside], Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung
DE917125C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxyaryl-aminomethylketonen
DE702648C (de) Verfahren zur Herstellung von Dihydrofollikelhormon
AT215087B (de) Verfahren zur Herstellung von Carotinoiden
AT147311B (de) Verfahren zur Gewinnung von männlichem Sexualhormon bzw. dessen Derivaten und ungesättigten hydroaromatischen Ketonen.
AT160482B (de) Verfahren zur Darstellung von Pregnen-(5)-ol-(3)-on-(20) oder dessen Stereoisomeren bzw. deren Derivaten.
DE289946C (de)
DE686759C (de) andionen
DE959190C (de) Verfahren zur Herstellung von 2, 4-Dibromallopregnanen
DE843407C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxyhydrophenanthrencarbonsaeuren und ihren Derivaten
DE879098C (de) Verfahren zur Herstellung von ringsubstituierten gesaettigten oder ungesaettigten Androstanol-(17)-onen-(3) bzw. deren 17-Derivaten
CH195776A (de) Verfahren zur Darstellung von D4-Pregnendion-(3.20).
DE230172C (de)
DE1001263C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Cortison und dessen Estern