CH207134A - Isoliereinführung für Hochspannungsleitungen in Vakuumgefässe. - Google Patents
Isoliereinführung für Hochspannungsleitungen in Vakuumgefässe.Info
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Description
Isoliereinführung für Hochspannungsleitungen in Vakuumgefässe. Die Einführung von Elektroden in Va kuumgefässe, insbesondere Q,uecksilberdampf- gleichrichter, bietet bei hohen Spannungen grosse Schwierigkeiten. Einerseits sollten nach dem Gesetz von "Paschen" bei gegebenem Va kuum die Abmessungen der Durchführungen im Vakuumraum möglichst klein gehalten werden, anderseits jedoch muss infolge der dielektrischen Verluste des Isoliermaterials und der Oberflächenbeanspruchung des Durch- führungsisolators der im Vakuumraum be findliche Teil desselben möglichst gross ge halten werden.
Die dielektrischen Verluste sind massgebend für den Wärmedurchschlag bei höheren Temperaturen, wie sie zum Bei spiel in Gleichrichtern auftreten. Diese Ver luste können bekanntlich durch Wahl des Isoliermaterials weitgehend vermindert werden.
Es ist zum Beispiel weiter bekannt, den Durchführungsisolator zwecks Entlastung als Kondensatordurchführung auszubilden oder in mehrere konzentrische Rohre zu unterteilen, und zur Erzielung einer besseren Spannungs verteilung Metalleinlagen nach dem Prinzip der Kondensatordurchführung anzubringen. Diese Unterteilung hat an und für sich den Nachteil, dass einerseits die Räume schwierig zu evakuieren sind, und anderseits starke Feldlinienkonzentrationen in der Nähe des Isoliermaterials an diesen Metallteilen nicht zu vermeiden sind.
Eine andere Lösung be steht darin, zwecks Vermeidung von Entla dungen den Raum zwischen dem Anoden schutzrohr und dein Einführungsisolator, der wegen der zu hohen Beanspruchung des Isolators nicht zu kurz gehalten werden darf, durch mehrere isolierte Metalleinlagen zu unterteilen. Weiter ist es bekannt, den Haupt teil des das Isoliermaterial gefährdenden Spannungsgefälles auf gewisse dem Gesetz nach "Paschen" entsprechende Zonen zusam menzudrängen, denn es ist bekannt, dass im Vakuum auf sehr kurze Strecken sehr grosse Feldstärken an Metallteilen gehalten werden.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Isoliereinführung für Hochspannungsleitungen in Vakuumgefässe, insbesondere Quecksilber dampfgleichrichter, bei welcher erfindungs gemäss zur Verhütung der Entstehung von Entladungen längs des im Vakuum befind lichen Isolatorteils mindestens ein die Ent- ladungsstreckeunterteilendes,elektrostatisches Querfeld erzeugt wird, wobei die Gesamtheit der erzeugten Querfelder nur einen Bruchteil der Isolatorober8äche bedeckt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der Erfindung schematisch im Längs schnitt durch die Anodeneinführung eines Quecksilberdampfgleichrichters dargestellt.
In der Figur ist mit a der Kopf einer Anode mit dem Anodenbolzen b bezeichnet, die mit Hilfe des Isolators c durch den Dek- kel d des metallischen Gehäuses des Queck- silberdampfgleichrichters eingeführt ist. Die Lichtbogenführungshülse e ist für sich eben falls am Gehäusedeckel d aufgehängt; sie besteht beim Beispiel aus .Metall und ist isoliert am Deckel aufgehängt, sie kann aber auch selbst aus isolierendem Werkstoff be stehen.
Mit f und g sind einander konzen trische und den Einführungsisolator c kon zentrisch umgebende Ringelektroden bezeich net, zwischen welchen ein elektrostatisches Feld erzeugt wird, das quer zur Entladungs strecke zwischen dem Gebäusedeekel d und dem Anodenkopf a gerichtet ist. Die Kanten der Ringelektroden sind zweckmässig gerun det, entweder durch Bördeln oder durch besonders aufgesetzte Ringe. Mindestens die innere der konzentrischen Elektroden erhält eine solche Ausbildung in Richtung der Anodenachse, dass das erzeugte Querfeld nur einen Bruchteil der Isolatoroberfläche bedeckt, also die Entladungsstrecke selbst unterteilt.
Das auf diese Weise erzeugte Querfeld verhindert das Wandern von Elek tronen in dem den Einführungsisolator um gebenden Raum und damit die Bildung von Längsentladungen. Anstatt die das Querfeld erzeugenden Elektroden sich selbst zu über lassen, wobei sie Zwischenpotential annehmen, ist es ohne weiteres möglich, entsprechende Spannungen von aussen lrer anzulegen.
Bei dem dargestellten Beispiel dient als äussere der konzentrischen Elektroden für die Erzeugung des Querfeldes der den Anoden kopf haubenartig umfassende Träger für ein Steuergitter h, der am Isolierring<I>i</I> aufgehängt ist. Die innere Elektrode f ist gegen den Mantel des Isolators abgestützt. An Stelle des Gitterträgers kann gegebenenfalls auch die Lichtborenführungshülse e als äussere Elek trode verwendet werden. Schliesslich kann selbstverständlich eine besondere äussere Elektrode vorgesehen sein. Es ist ohne weiteres denkbar, mehrere elektrostatische Querfelder hintereinander anzuordnen. Dabei können die verschiedenen Felder zwischen besonderen Elektroden erzeugt werden, oder es kann die äussere Elektrode gemeinsam benutzt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Isoliereinführung für Hochspannungslei tungen in Vakuumgefässe, insbesondere Queck- silberdampfgleiehrichter, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Verhütung der Entstehung von Entladungen längs des im Vakuum be findlichen Isolatorteils mindestens ein die Entladungsstrecke unterteilendes, elektrosta tisches Querfeld erzeugt wird, und dass die (-esamtheit der erzeugten Querfelder nur einen Bruchteil der Isolatoroberfläche bedeckt. UNTERANSPRUCH: 1.Isoliereinführung nach Patentanspruch, dadurch gekerrr)zeichnet, dasszur Erzeugung des Querfeldes Ringelektroden vorgesehen sind, die konzentrisch zum Isolator und zueinander liegen. 2. Isoliereinführung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die Er zeugung mehrerer Querfelder die äussere Elektrode gemeinsam ist. 3. Isoliereinführung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als äussere Elektrode die Lichtbogenführungshülse dient. 4. Isoliereinführung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als äussere Elektrode ein Steuergitter tragender, den Anodenkopf haubenartig umgebender Trä ger dient. 5.Isoliereinführung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an die das Querfeld erzeugenden Elektroden von aussen her Spannungen angelegt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE207134X | 1938-01-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH207134A true CH207134A (de) | 1939-09-30 |
Family
ID=5793544
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH207134D CH207134A (de) | 1938-01-20 | 1939-01-17 | Isoliereinführung für Hochspannungsleitungen in Vakuumgefässe. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH207134A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE970827C (de) * | 1941-02-12 | 1958-10-30 | Aeg | Einanodiges Stromrichtergefaess |
-
1939
- 1939-01-17 CH CH207134D patent/CH207134A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE970827C (de) * | 1941-02-12 | 1958-10-30 | Aeg | Einanodiges Stromrichtergefaess |
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