CH207500A - Verfahren zur Herstellung der Chlorkohlenstoffverbindung C4CI6. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung der Chlorkohlenstoffverbindung C4CI6.

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CH207500A
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Description


  Verfahren zur Herstellung der     Chlorkohlenstoffverbindung        C4Cls.       Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Herstellung der bisher  nicht bekannten     Ohlorkohlenstoffverbindung          C4C1s,    welches dadurch gekennzeichnet ist,  dass das durch     Polymerisation    von     Trichlor-          äthylen    erhältliche     Hexachlorbuten,    ein Chlor  wasserstoff abspaltender Katalysator und  Chlor aufeinander einwirken gelassen werden.  



  Es wurde nämlich gefunden, dass     Hexa-          chlorbuten        (C4H2C18),    wie es durch Drucker  hitzung des     Trichloräthylens    nach franz. Pa  tent 814423 erhältlich ist, beim Behandeln  mit Metallchloriden bei höherer Temperatur  in rascher Reaktion ein Hol     HCl    abspaltet  und in die Verbindung     C4HC15,    vermutlich       Pentachlorbutadien,    übergeht. Diese Verbin  dung lässt sich durch Behandeln mit Chlor,       zweckmässigerweise    in Gegenwart von Chlor  überträgern, vorzugsweise von Antimon  chlorid, in     Heptachlorbuten    -     C4HC17      überführen.

   Letzteres hat die Eigenschaft,  durch     neuerliche    Behandlung mit Metall-         chloriden    ein weiteres Hol     HCl    abzuspal  ten. Es entsteht dabei der Chlorkohlenstoff       C4CIs.    Diese Reaktionen der abwechselnden       HCl-Abspaltung    und Chloranlagerung ge  hen, wie Versuche ergaben, mit sehr guten  Ausbeuten vor sich. Es hat sich dabei ge  zeigt, dass es nicht erforderlich ist, die       Zwischenkörper    rein darzustellen, da die Ka  talysatoren einander nicht behindern.

   Man  kann ohne weiteres nach der     HCl-Abspaltung     aus     Hexachlorbuten,    zweckmässig unter Zu  satz von etwas     Antimonchlorid,    chlorieren  und danach bei etwas höherer Temperatur  wieder     HCl    abspalten. Man kann infolgedes  sen die Operation der     HCt-Abspaltungen     und der Chloranlagerung auch gleichzeitig  vornehmen, indem man     Hexachlorbuten    bei  höherer Temperatur,     zweckmässigerweise    unter  gleichzeitiger Anwendung beider Katalysa  toren, mit Chlor behandelt, wobei ohne Zwi  schenoperation unter     HCl-Abspaltung    der       Chlorkohlenstoff    entsteht.

   Es ist aber vorteil-      haften, die Teilverfahren nacheinander statt  finden zu lassen, um den     Chlorwasserstoff     völlig chlorfrei zu gewinnen und die Chlor  anlagerung durch die     HCI-Abspaltung    nicht  zu beeinträchtigen. Es ist ferner auch mög  lich, das     Hexachlorbuten    zunächst zu chlorie  ren, wobei     Oktochlorbutan        C4H:C18        ent#telit     und dieses durch Behandeln mit dem     HCl-          Abspaltungskatalysator    in das     C4C16    überzu  führen, wobei 2     HCl    abgespalten werden.  



  Als     Katalysatoren    für die     HCI-Abspal-          tung    sind vorzugsweise geeignet die Chlor  verbindungen des Eisens, Kobalts und Man  gans.    <I>Beispiel 1:</I>  1     Mol        (26Z    g)     Hexaclilorbuten    wurde mit  0,5 g Eisenchlorid auf 70-1401 erhitzt.  Nach etwa 2 Stunden war 1     Mol        HCl    ab  gespalten. Sodann wurde 0,3 g     Antimonehlo-          rid        zugegeben    und unter Rühren bei etwa  70   Chlor eingeleitet.

   Unter Wärmeentwick  lung wurden rasch 71 g Chlor     aufgenommen.     Die Temperatur wurde nach Beendigung der  Chloraufnahme auf 140-200  gesteigert.  Dabei wurde ein weiteres     Mol        HCl    abge  spalten. Schliesslich wurde das Produkt mit  verdünnter Salzsäure und Wasser von den  Katalysatoren befreit und destilliert. Es ging  bei 211-212  unter einem Druck von  712 min über.  



  <I>Beispiel 2:</I>  1     Mol        Hexaehlorbuten    wurde     rnit    0,3 g       Antimonehlorid    versetzt und bei 80-90    unter Rühren mit Chlor behandelt. In 3 Stun  den wurden 71 g Chlor aufgenommen. Das  entstandene     Oktochlorbutan    wurde sodann  mit 0,5 g Eisenchlorid versetzt und auf 120  bis 200   erhitzt. In etwa 2 Stunden wurden  so 2     Mol        HCl    abgespalten. Der entstandene  Chlorkohlenstoff erwies sich als identisch mit  dein nach Beispiel 1 erhaltenen.  



  <I>Beispiel 3:</I>  1     Mol        Hexachlorbuten    wurde mit 0.5 g  Eisenchlorid und 0.7 g     Antimonehlorid    ver  setzt und bei 70   unter Rühren mit Chlor    behandelt. Unter gleichzeitiger Abspaltung  von     HCI        wrirde    das Chlor aufgenommen. Zur  Vollerdung der     HCl-Abspaltung    wurde     zu-          etzt    die Temperatur bis auf 2000 gesteigert.  Das Produkt     bestand    im     wesentlichen    aus  der     Verbindmrg        C4CIs.     



  Der Chlorkohlenstoff     C4C16    siedet ohne       Zersetzung    bei 211' (710     mni),        bezw.   <B>215'</B>  1760     m111),    Schmelzpunkt ungefähr - 20  .

         C4C16    wird     durch    Erhitzen auf     Temperaturen     weit oberhalb des Siedepunktes unter Druck  nicht verändert und ist gegen Metalle, gegen  konzentrierte     Mineralsäuren    und gegen wäs  serige     Alkalilösungen    selbst in der Wärme  sehr beständig.     C4C16    kann als nicht brenn  bares     Lösungsmittel,    ferner     a.11    Stelle von oder  als Zusatz zu     Mineralölen,    als     Wärmeüber-          tragungsmittel    und dergleichen, sowie auch  zu chemischen Weiterverarbeitungen ver  wandt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Hei-stellurig der Chlorkuh lenstoffverbindung C4C1g, dadurch gekenn zeichnet, dass das durch Polymerisation von Tricbloräthylen hergestellte Hexaehlorbuten, ein Chlorwasserstoff abspaltender Katalysa tor und Chlor aufeinander einwirken gelas sen werden. Der Chlorkoblenstoff C4Cls sie det ohne Zersetzung bei 211' (710 mm), bezw. bei 215" (760 inm), Schmelzpunkt un gefähr - 200.
    Der Chlorkohlenstoff C4C16 wird durch Erhitzen auf Temperaturen weit oberhalb des Siedepunktes unter Druck nicht verändert und ist gegen Metalle, konzen trierte Mineralsäuren und gegen wässerige Alkalien selbst in der Wärme sehr beständig. UNTERANSPRtrCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Chlorwasserstoff- abspalturg und die Chlorierung voneinan der getrennt erfolgen. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Hexaehlorbuten, der Chlorwasserstoff abspaltende Katalysa tor, und das Chlor gleichzeitig aufeinan der einwirken gelassen werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Chlorwasserstoff abspaltende Katalysatoren die Ohlorver- bindungen des Eisens verwendet werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Chlorwasserstoff abspaltende Katalysatoren die Chlorver bindungen des Mangans verwendet werden. 5. Verfahren nach Patentansprucb, dadurch gekennzeichnet, dass als Chlorwasserstoff abspaltende Katalysatoren die Chlorver bindungen des Kobalts verwendet werden.
CH207500D 1937-04-17 1938-04-16 Verfahren zur Herstellung der Chlorkohlenstoffverbindung C4CI6. CH207500A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2014116562A1 (en) * 2013-01-22 2014-07-31 Axiall Ohio, Inc. Process for producing chlorinated hydrocarbons
US9139497B2 (en) 2013-10-23 2015-09-22 Axiall Ohio, Inc. Process for producing chlorinated hydrocarbons in the presence of a polyvalent bismuth compound
US9289758B2 (en) 2013-01-22 2016-03-22 Axiall Ohio, Inc. Processes for producing chlorinated hydrocarbons and methods for recovering polyvalent antimony catalysts therefrom

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US9688592B2 (en) 2013-01-22 2017-06-27 Axiall Ohio, Inc. Processes for producing chlorinated hydrocarbons and methods for recovering polyvalent antimony catalysts therefrom
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