CH207561A - Verfahren zur Herstellung von Magnesiumstaubbriketts. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Magnesiumstaubbriketts.

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CH207561A
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Corporation American Ma Metals
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American Magnesium Metals Corp
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  Verfahren zur Herstellung von     Magnesiumstaubbriketts.       Im Zuge der elektrothermischen Gewin  nung von     Magnesiummetall    durch Verhüttung  von     Magnesiumoxyd    oder     Magnesiumoxyd     enthaltenden     Ausgangsstoffen    mit Kohle wird  bei der Kondensation des dampfförmig in  Freiheit gesetzten Magnesiums im ersten  Gang des Verfahrens als Zwischenprodukt  ein staubförmiges Kondensat erhalten, das  50 bis 90 Hundertteile metallisches Magne  sium enthält, während der Rest hauptsäch  lich aus     Magnesiumoxyd    und Kohlenstoff  besteht, wobei das Metall und die Verun  reinigungen in dem staubförmigen Kondensat  in äusserst feiner Verteilung enthalten sind.

    Aus diesem Staub wird das Magnesium im  zweiten Gang des Verfahrens durch Destil  lieren oder Sublimieren     herausgewonnen.     



  Wollte man in diesem zweiten Arbeits  gang den     Magnesiumstaub,    so wie er ist, der  Destillation oder Sublimation     unterwerfen,     so würde sich ein stark verunreinigtes Me  tall als Endprodukt ergeben, weil die ent  wickelten     Magnesiumdämpfe    erhebliche Men-    gen der sehr fein verteilten, nichtflüchtigen  Verunreinigungen mit sich reissen. Man musste  daher zu dem fachüblichen     Abhilfsmittel     greifen, den Staub vor der Weiterverarbei  tung zu festen Stücken zu verformen. Zu  diesem Zweck wurde der Staub mit Dicht  flüchtigen     Zusatzstoffen,        _    z. B.

   Kohle und       Magnesiumoxyd,    vermischt; mit Kohlenwasser  stoffölen eingeteigt und durch Erhitzen auf  Temperaturen, bei welchen die     Kohlenwas-          serstoffe    zum Teil     verkracken,    in Körnerform  gebracht. Später wurde der einfachere Weg  beschritten, das pulverförmige Material ohne  Zusatz von Bindemitteln unter hohem Druck  zu Briketts oder Tabletten zu verformen.

    Eine befriedigende Beseitigung des angege  benen Übelstandes ist aber auf diesem ein  facheren Wege nicht gelungen; die so her  gestellten Briketts zeigten keine ausreichende  Festigkeit, so dass bei Durchführung der  Destillation oder Sublimation in ununterbro  chenem Arbeitsgang im Ofen feine Teilchen  von den Briketts abgerieben werden, die mit      den Dämpfen in den Kondensator hineinge  langen. Diese störende Erscheinung nimmt       rnit    fortschreitender Abtreibung des Magne  siums stark zu, da der zurückbleibende Rest,       sozusagen    das Skelett des Briketts, zuneh  mend leichter und poröser wird. Besonders  lästig macht sich diese Schwierigkeit bei  der Verarbeitung von sehr     magnesiumreichem     Staub fühlbar.

   Es ist vergeblich versucht  worden, die Festigkeit der ohne Zusatz von  Bindemitteln verformten Briketts durch Ver  mehrung der nichtflüchtigen     Begleitstoffe    zu  steigern; weder durch Beimengen von fein  verteiltem Kohlenstoff, wie Russ, noch durch  Beimengen von feinverteiltem     Magnesiumoxyd     zum     Brikettiergut    konnte ein wesentlicher  Erfolg erzielt werden.

      Gemäss der     Erfindung    wird dem     gescliil-          derten    Übelstand dadurch Abhilfe geschaffen,  dass dein     Brikettiergut    feingemahlene Rück  stände, die beim Abtreiben des Magnesiums  (durch Herausdestillieren oder     Heraussubli-          mieren)    aus solchen Briketts in früheren Ar  beitsgängen als nichtflüchtiger Rest zurück  bleiben, zugesetzt werden. Dieses Brikettier  gut kann hernach unter hohem Druck ohne  Zusatz eines     Bindemitels    brikettiert werden.

    Es hat sich überraschenderweise gezeigt, dass  durch das Zumischen solcher Rückstände die  Festigkeit der Briketts sprunghaft erhöht  wird, wie dies die nachfolgende Übersichts  tafel erkennen lässt.  
EMI0002.0014     
  
    Druckfestigkeit <SEP> kg/cm'
<tb>  Brikettiergut <SEP> vor <SEP> nach
<tb>  der <SEP> Destillation
<tb>  Staub <SEP> (enthaltend <SEP> 52 <SEP> 0% <SEP> Mg)

   <SEP> allein <SEP> 113 <SEP> 0
<tb>  Derselbe <SEP> Staub <SEP> + <SEP> 30% <SEP> Sintermagrresit <SEP> 62 <SEP> 0
<tb>  Derselbe <SEP> Staub <SEP> + <SEP> 30 <SEP> 0% <SEP> Russ <SEP> 90 <SEP> 0
<tb>  Derselbe <SEP> Staub <SEP> + <SEP> 30 <SEP> % <SEP> Anthrazit <SEP> 50 <SEP> 0
<tb>  Derselbe <SEP> Staub <SEP> + <SEP> 30% <SEP> Steinkkohlenkoks <SEP> 15 <SEP> 0
<tb>  Derselbe <SEP> Staub <SEP> + <SEP> 30 <SEP> % <SEP> von <SEP> Rückständen
<tb>  aus <SEP> vorhergehenden <SEP> Destillationsvorgängen <SEP> 137 <SEP> 39       Zur Ausführung des Verfahrens werden  die Rückstände zweckmässig derart     vermablen,     dass sich nach dem Aussieben des Grobkorns  ein Feinmehl ergibt, dessen Teilchen zu 95  von Hundert kleiner als 0,01     rnnr    sind.

   Diese  feine Fraktion wird dem zu verarbeitenden       Magnesiumstaub    zugemischt, worauf das Ge.  misch unter hohem Druck, zum Beispiel in  der Grössenordnung von 1000     kg/cm2    zu Bri  ketts von 30-50 mm Durchmesser     verpresst     werden kann. Die Menge der     zuzumischenden     Rückstände ist vom     Magrresiumgehalt    des  Staubes abhängig; es hat sich als zweck  mässig     erwiesen,    diese     Menge    so     z!r    bemessen,  dass der Metallgehalt des     Presslings    40 von  Hundert nicht übersteigt.  



  Diese ganze Folge von Arbeitsvorgängen  wird zweckmässig unter Ausschluss von Luft,    vorteilhaft in einer Wasserstoffatmosphäre,  vorgenommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Briketts aus dem bei der elektrothermischen Darstel lung von Magnesium durch Verhüttung von Magnesiumoxyd mit Kohle anfallenden mag- nesiumhaltigen Staub durch Brikettieren unter hohem Druck ohne Zusatz eines Bindemittels, dadurch gekennzeichnet, dass dem Brikettier gut feingemahlene Rückstände beigemengt werden, die beim Abtreiben des Magnesiums aus solchen Briketts in früheren Arbeitsgän gen als nichtflüchtiger Rest zurückbleiben.
CH207561D 1937-08-16 1938-07-14 Verfahren zur Herstellung von Magnesiumstaubbriketts. CH207561A (de)

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