DE672988C - Verfahren zur Herstellung von Magnesiumstaubbriketten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Magnesiumstaubbriketten

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DE672988C
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magnesium
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magnesium dust
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/24Binding; Briquetting ; Granulating
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B26/00Obtaining alkali, alkaline earth metals or magnesium
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Magnesiumstaubbriketten Im Zuge der elektrothermischen Gewinnung von Magnesiummetall durch Verhüttung von Magnesiumoxyd oder Magnesiumoxyd enthaltenden Ausgangsstoffen mit Kohle wird bei der Verdichtung des dampfförmig in Freiheit gesetzten Magnesiums als Zwischenerzeugnis ein staubförmiger Niederschlag erhalten, der 5o bis 7o Hundertteile metallisches Magnesium enthält, während der Rest aus Magnesiumoxyd und Kohlenstoff besteht. Alle diese Bestandteile sind in dem staubförmigen Niederschlag in äußerst feiner Verteilung enthalten. Aus diesem Staub wird das Magnesium durch Destillieren oder Sublimieren herausgewonnen.
  • Wollte man in diesem zweiten Arbeitsgang den Magnesiumstaub, so wie er ist, der Destillation oder Sublimation unterwerfen, so würde sich ein mit Magnesiumoxyd und Kohlenstoff stark verunreinigtes Metall als Enderzeugnis ergeben, weil die entwickelten Magnesiumdämpfe zufolge der sehr geringen Teilchengröße der nichtflüchtigen Verunreinigungen einen großen Teil derselben mit sich reißen. Man mußte daher zu dem fachüblichen Abhilfsmittel greifen, den Staub vor der Weiterverarbeitung zu festen Stücken zu verformen, wobei es sich am zweckmäßigsten erwiesen hat, das pulverförmige Gut ohne Zusatz von Bindemitteln unter hohem Druck zu brikettieren. Eine vollkommene Beseitigung des angegebenen Übelstandes ist aber auf diesem Wege nicht gelungen; die so hergestellten Brikette zeigen keine ausreichende Festigkeit, so daß bei Durchführung der Destillation oder Sublimation in ununterbrochenem Arbeitsgang im Ofen feine Teilchen von den Briketten abgerieben werden, die mit den Dämpfen in den Verdichter hineingelangen. Diese störende Erscheinung nimmt mit fortschreitender Abtreibung des Magnesiums stark zu, da der übrigbleibende Rest, sozusagen das Skelett des Briketts, immer leichter und poriger wird. Besonders lästig ist diese Schwierigkeit bei der Verarbeitung von sehr magnesiumreichem Staub, da in diesem Fall das ganze Skelett von Haus aus nur 3o Hundertteile der ganzen Masse ausmacht.
  • Es ist vergeblich versucht worden, die Festigkeit der Brikette durch Vermehrung der nichtflüchtigen Begleitstoffe zu steigern; es konnte weder durch Beimengen von feinverteiltem Kohlenstoff, wie Ruß, noch durch Beimengen von feinverteiltem Magnesiumoxyd zum Brikettiergut ein wesentlicher Erfolg erzielt werden.
  • Gemäß der Erfindung wird dem geschilderten Übelstand dadurch Abhilfe geschaffen; daß dem Brikettiergut feingemahlene Rückstände, die beim Herausdestillieren oder Heraussublimieren des Magnesiums aus solchen Bxjketten in früheren Arbeitsgängen als nichtflüchtige Reste zurückbleiben, zugesetzt werden. Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß durch das Zumischen solcher Rückstände die Festigkeit der Brikette sprunghaft erhöht wird, wie dies die nachfolgende Übersichtstafel erkennen läßt:
    Druckfestigkeit kg/cm2
    Brikettiergut vor I nach
    der Destillation
    Staub (enthaltend 52 °/p Mg) allein ...... . . . . . . . . . . . . . 113 0
    Derselbe Staub -f- 30°4 Sintermagnesit . . . . . . . . . . . . . . . . . 62 0
    Derselbe Staub -E- 301/p Ruß . . . . . . . .. . ... . . . . . .. . . . . . 9o 0
    Derselbe Staub + 301/p Anthrazit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 0
    Derselbe Staub -[- 3o1/1 Steinkohlenkoks . . . . . . . . . . . . . . 15 0
    Derselbe Staub + 300/, von Rückständen aus vorher-
    gehenden Destillationsvorgängen .................. 137 39

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Briketten aus dem bei der elektrothermischen Gewinnung von Magnesium durch Reduktion von Magnesiumoxyd mit Kohle anfallenden magnesiitmhaltigen Staub durch Brikettieren unter hohem Druck ohne Zusatz eines Bindemittels, dadurch gekennzeichnet, daß dem Brikettiergut feingemahlene Rückstände beigemengt werden, die beim Herausdestillieren oder Heraussublimieren des Magnesiums aus solchen Briketten in früheren Arbeitsgängen als nichtflüchtiger Rest zurückbleiben.
DEA83970D 1937-08-16 1937-08-20 Verfahren zur Herstellung von Magnesiumstaubbriketten Expired DE672988C (de)

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