Empfangsschaltung mit einer Hilfseinrichtung zur Schwächung elektrischer Empfangsstörungen. Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltung zum Empfang modulierter Träger wellen mit einer Hilfseinrichtung zur Schwä chung elektrischer Empfangsstörungen, wel che durch eine aus dem Empfangsfrequenz gemisch gewonnene Regelgrösse gesteuert wird.
Gegenwärtig werden im Rundfunk -Zei chen auf Trägerfrequenzen übertragen, die gewöhnlich um 10 Kilohertz voneinander ge trennt sind, während die Modulationsseiten- bänder Frequenzbereiche bedecken, die sich 8 kHz oberhalb und unterhalb der entspre chenden Trägerfrequenzen ausdehnen. Um unter den wechselnden Empfangsbedingun gen die höchstmögliche Wiedergabegenauig keit der gewünschten Zeichen zu erhalten, ist es notwendig, dass verschiedene veränderliche Elemente des Empfängers so geregelt wer den, dass sie die Wirkungen der elektrischen Empfangsstörungen herabmindern.
Diese S S törungen können von verschiedenster Art sein: aus Bequemlichkeitsgründen sollen hier nur zwei Arten unterschieden werden: 1. Stö rungen, die im wesentlichen kontinuierlich sind und zu denen insbesondere auch Inter- ferenztöne gehören, die aus der Modulation des gewünschten Zeichenträgers durch be nachbarte Träger unerwünschter Zeichen ent stehen und 2.
Störungen von nicht kontinuier licher Art, die vorübergehende -scharfe Im pulse aufweisen und zu denen auch die wäh rend des Abstimmens auftretenden plötz lichen Störungen gerechnet werden sollen.
Früher sind verschiedene Systeme zur automatischen Regelung der Selektivität und Wiedergabegenauigkeit von Empfängern in. Abhängigkeit von den Empfangsbedingun gen angegeben worden. In allen derartigen Systemen, in welchen die Regelung entspre chend den Störsignalen bewirkt wurde, ist sie wenigstens teilweise von der Amplitude sol cher Störungen abhängig gewesen, und diese Störungen konnten von den gewünschten Zei- chen nur unterschieden werden, wenn ihre Amplitude von der gleichen Grössenordnung wie die Amplitude der gewünschten Zeichen war.
Es ist indessen wünschenswert, eine der artige Regelung der veränderlichen Elemente des Empfängers einzurichten, dass die Wir kungen der Störsignale selbst dann vermin dert werden, wenn die Störsignale wesentlich schwächer als die gewünschten Zeichen sind. Die Gewinnung einer Regelgrösse zur Ver minderung der Auswirkung von elektrischen Empfangsstörungen soll also von dem Am plitudenverhältnis zwischen erwünschten und unerwünschten Zeichen unabhängig gemacht werden. Dabei kann, man von der Tatsache ausgehen, dass Störzeichen ganz allgemein gleichzeitig verschiedene Arten von Modula tion eines gewünschten Zeichenträgers ver ursachen, z.
B. gleichzeitig Amplituden- und Frequenzmodulation. Obgleich es theoretisch möglich ist, dass eine elektrische Störung zu einem gegebenen Augenblick nur eine Art der Modulation verursacht. -erden gewöhn lich diese verschiedenen Modulationsarten gleichzeitig hervorgebracht, so dass praktisch immer eine Koinzidenz der verschiedenen Störmodulationen angenommen werden kann.
Die Abschwächung der elektrischen Emp fangsstörungen mit Hilfe einer aus dem Empfangsfrequenzgemisch gewonnenen Re gelgrösse wird nun erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass ein zur Gewinnung der Regel grösse vorgesehener. vor -iegend auf die Stii- rungen ansprechender Hilfsdemodulator für die Demodulation einer andern 1Lodulations- art als der zur Zeichenübertragung verwen deten Hauptmodulationsart eingerichtet ist.
Bei einer zweckmässigen Ausführungs form der Erfindung gibt die vom Hilfs- demodulator gelieferte Ausgangsenergie im wesentlichen nur die Störungskomponenten wieder. Sie wird einem Gleichrichter zur Er zeugung einer gleichgerichteten Regelspan nung zugeführt. Der Empfänger enthält. einen Bandfilter zur Auswahl der gewünsch ten Zeichen und die Regelspannung wird vor- zugsweise dazu benutzt, die Frequenzband breite, die durch den Filter durchgelassen wird, in Abhängigkeit von der Amplitude der Störsignale zu verändern, um dadurch die Auswirkung der Störsignale herabzumin dern.
Die Einstellung der Bandbreite erfolgt vorzugsweise im Hochfrequenzteil des Emp fängers, jedoch kann eine ähnliche Wirkung durch geeignete Regelung der Breite des Nie derfrequenzbandes erzielt werden. Durch die Bandbreitenregelung werden hauptsächlich die kontinuierlichen Störungen beseitigt. Zu diesen Störungen gehören auch die einzelnen, aber kurz aufeinander folgenden Störungen von durchschnittlich gleichbleibender Inten sität, ferner solche Schwebungstonzeichen, wie sie zum Beispiel durch Modulation des gewünschten Zeichenträgers durch den Trä ger eines Zeichens, das dem gewünschten Zeichen benachbart ist, entstehen.
Für die Beseitigung von Schwebungstönen kann die Regeleinrichtung zusätzliche Mittel enthal ten, die nur auf diese Schwebungstonzeichen selektiv ansprechen, um in Abhängigkeit da von die Bandbreiteneinstellung zu bewirken.
Zur Beseitigung unregelmässiger und heftiger Störimpulse werden noch weitere Regelein richtungen angewendet, die besonders auf elektrische Empfangsstörungen von nicht kontinuierlicher Art ansprechen und mit deren Hilfe zugleich die Wiedergabe der un erwünschten und auch der gewünschten Zei chen während der Dauer der Störung unter brochen wird. Diese nicht kontinuierlichen Störungen können von sehr kurzer Dauer sein, so dass die Unterdrückung der Wieder gabe die Gesamtübertragung nicht merklich stört.
In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Empfängers sche matisch gezeigt, der einen Hochfrequenzver- stärker und -filter 10 enthält, dessen Ein gangskreis mit einer Antenne 11 und Erde 12 verbunden ist. An den Ausgangskreis des Filters 10 schliesst sich der Detektor 13, der Niederfrequenzverstärker 14 und der Laut sprecher 15 an. Die bisher aufgezählten Empfängerteile sind von bekannter Art, so dass sich eine genauere Beschreibung dieser Teile erübrigt.
Ausserdem ist aber noch von dem Haupt verstärkungskanal am Ausgangskreis des Fil ters 10 ein Hilfskanal abgezweigt, der nach einander den Frequenzdemodulator 16 und den Gleichrichter 17 enthält. Bestimmte greise des Hauptkanals des Empfängers wer den über die Leitungen 18, 19 so geregelt, dass die Wirkungen von Störsignalen vermin dert werden, zum Beispiel durch Verände rung der Bandbreite der vom Filter durch gelassenen Empfangsfrequenzen oder durch vollständige Unterdrückung der Wiedergabe während der Dauer der Störsignale.
Beim Betrieb des in Fig. 1 gezeigten Empfängers werden die gewünschten ampli- tudenmodulierten Zeichen durch den Ampli- tudenmodulationsdetektor 13 detektiert und in der üblichen Weise verstärkt.
Die Stör signale bewirken im allgemeinen gleichzeitig Amplituden- und Frequenzmodulation des gewünschten Zeichens, und nur die Modula- tion der letzteren Art wird durch den Fre- quenzdemodulator 16 selektiv detektiert und durch den Gleichrichter 17 gleichgerichtet, um Regelvorspannungen zu entwickeln, die sich zugleich mit den Störungen ändern.
Diese Spannungen werden an den Verstärker und Filter 10 und an den Verstärker 14 an gelegt, um veränderliche Elemente des Emp fängers zu regeln und dadurch die Stör signale herabzumindern.
In. Fig. 2 ist eine veränderte Ausfüh rungsform der Erfindung dargestellt, die für den Empfang solcher Trägerwellen einge richtet ist, die durch die gewünschten Zei chen frequenzmoduliert sind. Der Empfänger der Fig. 2 ist ähnlich demjenigen der Fig. 1, abgesehen davon,
dass hier der Hauptkanal einen Frequenzmodulationsdetektor 13a an Stelle des Amplitudenmodulationsdetektors 13 der Fig. 1 und der Hilfskanal einen Am plitudendemodulator 16a an Stelle des Fre- quenzdemodulators 16 enthält. Weitere ent sprechende Teile der zwei Empfänger sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Der einzige Unterschied in der Wirkungsweise des Empfängers der Fig. 2 gegenüber dem jenigen der Fig. 1 liegt darin, dass in der Anordnung der Fig. 2 die gewünschten Zei chen im Hauptkanal frequenzdetektiert und die Störsignale im Hilfskanal nur ampli- tudendetektiert werden.
In Fig. 3 ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung ein vollständiger SuperILeterodyne- Empfä.nger mit Hilfseinrichtungen zur Ab schwächung verschiedener Arten von Stör signalen dargestellt.
Ganz allgemein enthält der Empfänger der Fig. 3 einen abstimm- baren Hochfrequenzverstärker und Frequenz- wandler 20, dessen Eingangskreis mit der Antenne 21 und Erde 22 verbunden ist. Ver bunden mit dem Ausgangskreis des Verstär kers und Frequenzwandlers 20 sind, in ge zeichneter Reihenfolge und den Hauptkanal des Empfängers bildend, ein abstimmbarer Zwischenfrequenzverstärker 23, ein,
Zwi- schenfrequenzbegrenzer 24, ein mässig scharf abgestimmter Zwischenfrequenzfilter 25, ein Amplitudendetektor 26, ein Niederfrequenz" verstärker 27 mit scharf begrenzter Reso nanzbreite, ein von Hand bedienter Nieder frequenzdämpfer 28, ein einstellbarer Nieder frequenzbandfilter 29, ein Gegentaktver stärker 30 mit scharf begrenzter Resonanz breite und ein Lautsprecher 31.
Der Emp fänger enthält ausserdem einen Verstärkungs- regelungskreis, der mit dem Ausgangskreis des Verstärkers und Frequenzwandlers 20 ge koppelt ist und der den Breitbandzwischen- frequenzverstärker 34 und den Gleichrichter 35 umfasst, wobei der letztere durch eine Leitung 36 mit den Gittern einer oder meh rerer der Röhren in dem Verstärker und Frequenzwandler 20 verbunden ist.
Im Verstärker 23 kann irgendein geeig netes einstellbares Filtersystem verwendet werden. Wie es jedoch später mit Bezug auf Fig. 4 beschrieben wird, enthält in der bevorzugten Ausführungsform dieser Ver stärker eine Einrichtung,
wodurch seine Ver stärkung und auch die Form und die Breite der Banddurchlasscharakteristik durch Ver änderung von Vorspannungen an den Steuer elektroden seiner Röhren eingestellt werden kann. Die Vorspannungen sind sowohl von der Amplitude der gewünschten Empfangs zeichen, als auch von den Amplituden der verschiedenartigen Störsignale abhängig.
Im besonderen enthält dieser Empfänger Kreise, die so angeordnet sind, dass die durchgelas sene Frequenzbandbreite direkt und die Ver stärkung umgekehrt gesteuert wird in tfiber- einstimmung mit Variationen einer positiven Vorspannung, die an eine der gezeichneten Steuerklemmen angelegt wird. während die Bandbreite direkt gesteuert wird in Überein stimmung mit einer negativen Vorspannung, die an eine andere Steuerklemme angelegt wird.
Um die erforderliche positive Vorspan- nung für die automatische Verstärkungsrege lung im Verstärker 23 zu erzeugen und die durch den Verstärker 23 durchgelassene Bandbreite einzustellen, ist ein Breitband zwischenfrequenzverstärker 32 vorgesehen, dessen Eingangskreis mit dem Ausgangs kreis des Begrenzers 24 gekoppelt ist und ein Gleichrichter 33, der mit dem Aus-an-skreis des Verstärkers 32 gekoppelt ist. Dieser Ver stärker und der Gleichrichter können von der üblichen Art sein, um eine gleichgerich tete Spannung zu entwickeln, welche ent sprechend der Intensität der zugeführten ge wünschten und unerwünschten Zeichenspan nungen veränderlich ist.
Die gleichgerichtete Spannung vom Gleichrichter 33 wird posi tiv durch eine Leitung 33a angelegt, um eine anfänglich negative Vorspannung an der ersten ohenerwähnten Steuerklemme des Ver stärkers 23 herabzusetzen und dadurch die Leistung dieses Verstärkers zu vermindern und die Frequenzbandbreite, die durch die sen Verstärker durchgelassen wird, zu er höhen.
Der Zwischenfrequenzverstärker 34 ist so eingereichtet, dass er ein breites Frequenz band durchlässt, welches nicht. nur die ge wünschten Zeichen, sondern auch alle un erwünschten Zeichen einschliesst. welche durch den Hochfrequenzverstärker und Fre- quenzwandler 20 durchgelassen werden, und welche eine genügend grosse Amplitude haben, um den Frequenzwandler zu über- lasten oder Interferenz zu verursachen.
V or- zugsweise spricht der Zwischenfrequenzver- stärker 34 besonders gut auf unerwünschte Zeichen auf benachbarten Kanälen an. Der Gleichrichter 35 erzeugt eine Vorspannung, die der Amplitude der gesamten zugeführten Zeichenspannung proportional ist.
Weil, wie oben erklärt, diese Vorspannung die Verstär kung in der Einheit 20 im umgekehrten Ver hältnis zur Eingangsenergie am Gleichrichter 35 ändert, wird bei Vorhandensein von In terferenzzeichen die Amplitude des Zeichen einganges zum Verstärker 23 und zum Ver stärker 32 herabgesetzt., wobei sich auch eine Zusammenziehung der Bandbreite des Ver stärkers 23 ergibt.
Der Zwischenfrequenzbegrenzer 24 ent hält einen Kreis, der so eingerichtet ist, dass er Spitzen von Geräuschimpulsen abschneidet, deren Amplituden den Spitzenwert des ge wünschten Zeichens überschreiten. Der Spit zenwert des gewünschten Zeichens ist das Doppelte des Spitzenwertes seines Trägers und der Begrenzer wird daher so einberichtet. dass er auf diesem Niveau arbeitet. Der Be grenzer verhindert also. dass Geräuschspitzen in den mit seinem Ausgangskreis gekoppel ten Steuerkreisen Interferenzen erzeugen.
Der mässig scharf abgestimmte Zwischen frequenzfilter 25 kann von gebräuchlicher Art sein und dient dazu, den Hauptkanal selektiver zu machen als den Hilfskanal mit dem Verstärker 32. Weiterhin ist bei einer solchen Anordnung die Zeichenspannung am Detektor 26 durch den Filter 25 wesentlich herabgesetzt, wenn die Abstimmung am Empfänger etwas verschoben ist, was natür lich wünschenswert ist. Der Dämpfer 28 ist eine derartige von Hand betätigte Verstär- kungsniveauregulierung. wie sie in Empfän gern mit automatischer #Terstä.rkimgsrege- lung gewöhnlich verwendet wird.
Was nun die Hilfskreise für den Zweck der Demodulation nicht kontinuierlicher Störsignale anbetrifft. die als Frequenz modulation am gewünschten Zeichen erschei nen, so ist mit dem Ausgangskreis des Zwi- schenfrequenzverstärkers 32 in der ange- gehenen Reihenfolge ein Zwischenfrequenz begrenzer 37, ein Breitbandzwischenfrequenz- verstärker 38, ein Frequenzdemodulator 39 und ein Allwellengleichrichter 40 verbunden.
Der Ausgangskreis des Gleichrichters 40 ist durch eine Leitung 40a mit einer Steuervor- spannungsklemme des Niederfrequenzverstär- kers 27 mit scharf begrenzter Bandbreite ver bunden. Der Begrenzer 37 ist auf ein nie driges Niveau eingestellt, so dass der Träger und die Modulation auf eine konstante Am plitude herabgedrückt werden, welche we sentlich kleiner ist als die Amplitude, welche der Träger haben würde, wenn der Begrenzer nicht vorhanden wäre.
Dadurch erhält man eine gleichförmige Trägeramplitude für den Frequenzdemodulator 39 und beseitigt im wesentlichen die Amplitudenmodulation, wel che bei Frequenzmodulationsdetektion un erwünscht ist. Die Anwendung dieses Be grenzers ist jedoch nicht unbedingt notwen dig.
Beim Betrieb dieses Teils des Empfän gers wird die Ausgangsspannung des Be grenzers 37 durch den Verstärker 38 erhöht und die Störungen, die als Frequenzmodula- tion an dem gewünschten Zeichen erscheinen, werden durch den Demodulator 39 detektiert. Am Gleichrichter 40 wird dann eine nega tive Vorspannung erzeugt, sobald der ge wünschte Zeichenträger bis zu einem vorher bestimmten Grade frequenzmoduliert ist, zum Beispiel wenn des Empfänger um einen we sentlichen Betrag an jeder Resonanzseite verstimmt wird,
-und dieses Vorspannungs- potential wird so an den Verstärker 27 an gelegt, dass es den Empfänger beruhigt oder zugleich die gewünschten und die uner wünschten Zeichen unterdrückt.
Der Ausgangskreis des Frequenzdemodu- lators 39 ist noch mit zwei weiteren Ein richtungen zur Regelung anderer veränder licher Elemente des Empfängers beim Ein treffen verschiedenartiger Störsignale ge koppelt. Die erste Einrichtung enthält, in der angegebenen Reihenfolge geschaltet, einen Niederfrequenzimpulsfilter 41, einen Niederfrequenzverstärker 42 und einen All wellengleichrichter 43, der eine vernachläs- sigbar kleine Zeitkonstante hat.
Der Filter 41 ist so eingerichtet, dass er auf höhere Nie derfrequenzen etwas besser als auf niedrigere Frequenzen anspricht, weil Geräusch, z. B., schnell wiederkehrende Impulse oder stetiges Hintergrundgeräusch, seine grösste Stärke ge wöhnlich im höheren Niederfrequenzbereich hat. Der Filter 41 besitzt auch eine soge nannte "negative Verzögerung". Diese Ei genschaft beschleunigt sein Ansprechen auf scharfe Impulse und macht daher die Rege lung für solche Impulse wirksamer.
Nach der Aussiebung im Filter 41 wer den die Störsignale weiterhin in dem Ver stärker 42 verstärkt und sofort mit gering ster Zeitverzögerung durch den Gleichrichter 43 gleichgerichtet, um dadurch vorüber gehende negative Vorspannwsgen zu entwik- keln, welche den Störsignalen eng folgen. Diese vorübergehende Vorspannung wird über die Leitung 44 direkt an den Nieder frequenzverstärker 30 angelegt, um den Emp fänger während eines heftigen Impulses augenblicklich still zu legen.
Die vom Gleichrichter 43 entwickelten Vorspannungen werden ebenfalls an die negative Steuer klemme des Zwischenfrequenzverstärkers 23 und an zwei Vorspannungsklemmen des Nieder frequenzverstärkers 29 über die Leitungen 45, 46 und 47 angelegt, welche die entspre chenden Widerstände 45a, 46a und 47a ent halten, um diese Vorspannungen zu glätten und stetige Vorspannungen zu schaffen zum Unterschied gegen ' die vorübergehende Vor spannung, die über die Leitung 44 zugeführt wird.
Die linksseitige Vorspannimgsklemme des Verstärkers 29 besitzt eine Verbindung, durch die die Verstärkung und die Band breite mit Hilfe einer negativen Vorspan- nung herabgesetzt werden kann. Die rechtsseitige Klemme ist an eine Verbin dung angeschlossen, durch die die Bandbreite herabgesetzt werden und die Verstärkung mit Hilfe einer negativen Vorspannung er höht werden kann.
Die Vorspannungen, die an diese Klemmen angelegt werden, werden durch die Rilfskreise entwickelt, #\vie später beschrieben wird; sie sind so proportioniert. dass sie vernachlässig bar kleine Xnderungen der Verstärkung während der Einstellung der Bandbreite verursachen.
Daher dienen die stetigen Vorspannungen, die vom Gleich richter 43 abgeleitet werden, dazu, die von den Verstärkern 23 und '?9 durchgelassene Bandbreite zu verringern, wenn das benach barte Geräusch hinreichend gross ist, uni eine derartige Regelung wünschenswert zii machen.
Die Endregeleinrichtung, welche ebenfalls mit dem Ausgangskreis des Frequenzdemodu- lators 39 gekoppelt ist, enthält in der an gegebenen Reihenfolge ehren Sehwebungston- filter 48, einen Scliwebiingslonverstiirker 49 und einen Sch-,vebungstongleichrichter 50.
Der Filter 48 ist so eingerichtet, dass er bei Frequenzen von nahezu 10 kIIz und höher am besten anspricht, und er dient: dazu. Schwebungstöne auszusieben, die durch Trä ger auf benachbarten Kanälen (10 kHz oder mehr auf jeder Seite des gewünschten Zei chenträgers) herv orgebracht werden.
Diese ausgesiebten Sehwebungstöne werden darauf hin durch den Verstärker 49 v erstä i-kt und durch den Gleichrichter 50 gleichgerichtet, um stetige Vorspannungen zu entwickeln.
Diese Potentiale werden über die Leitungen 51, 52 und 53 angelegt, um die vom CTleleh- richter 43 über die entsprechenden Leitungen 45, 46 und 4 7 zugeführten Vorspannungen zu ergänzen und eine hinreichende Zusam menziehung der Frequenzbänder, die durch die Verstärker 23 und 29 durchgelassen wer den, zu verursachen, uni die Auswirkung dei- Schzvebungstoninterferenz im wesentlichen zu vermeiden.
Dioden 51a, 52a. und 53a sind vorzugsweise in den entsprechenden Leitun gen 51, 5\i und 53 eingefügt, so dass die Verbindungen die Vorspannungen von dem Gleichrichter 43, wenn diese grösser als die andern Spannungen sind, nicht neberischlie- ssen können.
Die Verwendung der Dioden macht es möglich, die Anordnung, welche den Schwebungstonfilter. -verstärker und -gleich- richter enthält, zu trennen, ohne die normale @@'irkungsweisc des verbleibenden Teils des Empfängers zu beeinflussen.
In Fig. 4 sind die Einheiten des Emp- fängers nach Fig. 3. soweit es zur Erklärung der Erfindung notwendig ist, mit allen Ein zelelementen dargestellt;
gleiche Bezugs zeichen sind für die entsprechenden Teile der beiden Figuren verwendet. Es ist na turlieb hliir, dass diese im einzelnen darge stellten Kreise iiur zum Zwecke der Illustrie- rurig einer befriedigenden Ausführungsform der Erfindung gezeigt R=erden, und dass auch irgendwelche andere geeignete gleichwertige Kreise aii ihre Stelle gesetzt werden können.
Wie dargestellt. enthält der Verstärker 23 einen abgestiniinteii Eingangskreis :i5, der finit dem Ausgangskreis 56 der Einheit 20 lose induktiv gekoppelt ist, und einen abge- .stimmten Ausgangskreis 57, der mit einem abgestimmt-cn Eingangsbreis 58 des Zwi- schenfrequenzliegrenzers 24 lose induktiv ge koppelt ist.
Die Eingangs- und Ausgangs- t' 5 5 und<B>57</B> sind beide vorwärts und riicl.#wä rts dureb Riehtkopplungsmittel, zum Beispiel entsprechende Verstärkerröhren 59 mid 60. gekoppelt;
die Eingangselektroden der Rühre<B>59</B> sind mit dem Kreis 55 und ihre Ausgangselektroden mit dem Kreis 57 gekoppelt, und die Eingangselektroden der Röhre 0 sind mit dem Kreis 57 durch eine -NVicklun", 62 gekoppelt und ihre Ausgangs elektroden sind induktiv mit. dem Eingangs kreis 55 durch eine -\Vieklung 63 rückgekop pelt. Jeder der Kreise 55. 5 7 und 58 ist auf die Zwischenfrequenz abgestimmt, bei wel eher der Empfänger betrieben wird.
Die Kreise <B>55</B> und .i 7 sind vorzugsweise ver hältnismässig scharf abgestimmt und haben eine sehr niedrige Dämpfung, während der Kreis 56 breit abgestimmt ist und eine grö ssere Dämpfung hat.
Bei Verwendung der Röhre 59 in der Vorwärtskopplung des Verstärkers 23 ohne Phasenumkehrungen in ihren Kopplungen mit den Kreisen 55 und 57 werden die Wech- selspannungen, die über dem Kreis 57 er scheinen, in bezug auf die Spannungen über den Eingangskreis 55 im wesentlichen in der Phase umgekehrt bei Frequenzen in der Nähe der Resonanzfrequenz der greise, bei wel chen Frequenzen diese greise von hoher Im pedanz sind.
Eine zweite Phasenumkehrung wird im Rückwärtsweg in der Röhre 60 und eine dritte Umkehrung in der Kopplung zwi schen der Induktivität 63 und dem Eingangs kreis 55 geschaffen, so dass die Spannungen, die auf den Eingangskreis 55 durch diesen Rückwärtskopplungsweg aufgedrückt wer den, bei den bezeichneten Frequenzen im we sentlichen in umgekehrter Phase sind in bezug auf die auf diesen Kreis direkt auf gedrückte Eingangsspannung, und das Sy stem wirkt in hohem Grade bei der Zwischen frequenz dämpfend.
Bei Frequenzen oberhalb der Resonanz frequenz der Kreise 55 und 57 sind diese Kreise kapazitiv reaktiv, so dass die Span nungen bei diesen Frequenzen im Kreis 57 gegenüber den Eingangsspannungen um einen Phasenwinkel von annähernd<B>90'</B> zurück bleiben.
Die Rückkopplungsspannungen bei diesen auf den Kreis 55 aufgedrückten Fre quenzen sind gleichfalls um einen zusätz lichen Phasenwinkel von annähernd 90 ver zögert, so dass die Rückkopplungsspannun gen sich der Phasenkoinzidenz mit den Ein gangsspannungen bei diesen Frequenzen an nähern und darum ist das Kopplungssystem regenerativ. Bei Frequenzen unterhalb der Resonanzfrequenz der Kreise 55 und 57 sind diese Kreise induktiv reaktiv, und es tritt eine ähnliche Phasenverschiebung, jedoch in entgegengesetztem Sinne ein, so dass das Sy stem bei diesen Frequenzen ebenfalls re- generativ ist.
Indessen sind bei den Grenz- frequenzen die Impedanzen der Kreise 55 und 57 viel geringer als bei Resonanz. Die Übertragungswirksamkeit des Verstärkers 23 und auch die Amplitude der Rückkopplungs spannung ist vermindert, so dass, obgleich das System regenerativ ist,
es vollständig in seiner Wirkungsweise stabil ist. Bei Frequen zen zwischen den gerade beschriebenen Be grenzungsfrequenzen haben die Rückkopp lungsspannungen in bezug auf die Eingangs spannungen Phasenzwischenwinkel, und die Rückkopplungscharakteristik des Systems hat einen allmählichen Übergang von der Dämpfung zur Verstärkung.
Daher verleiht die sich ergebende Amplitudenverminderung der Frequenzen in der Nähe der Zwischen frequenz und der Amplitudenanstieg der Frequenzen wesentlich oberhalb und unter halb der Zwischenfrequenz dem System eine Bandfiltercharakteristik, die gleich der jenigen induktiv gekoppelter abgestimmter greise ist.
Durch Einstellung der Vorwärts- und Rückwärtskopplungen zwischen den resonan- ten Eingangs- und Ausgangskreisen des Ver stärkers 23 kann der Verstärkungsgrad und die Form und Breite des durchgelassenen Frequenzbandes, wie gewünscht, geregelt werden.
Eine derartige Kopplungsregelung wird durch Veränderung der Vorspannungen bewirkt, die an die Steuerelektroden der Röh- en 59 und 60 angelegt werden; ein positives Vorspannungspotential wird an diP Röhre 60 vom Gleichrichter 33 und ein negatives Vor spannungspotential an die Röhre 59 von den Gleichrichtern 43 und 50 angelegt, um die Verstärkung und die Bandfiltercharakteristik des Verstärkers 23, wie oben beschrieben, zu regeln.
Der Zwischenfrequenzbegrenzer 24 ent hält den abgestimmten Eingangskreis 58 und eine an diesen Kreis geschaltete Diodenröhre 64. Eine Vorspannungsbatterie 64a liegt im Kathodenkreis der Diode 64 und versieht diese Röhre mit einer positiven Kathoden vorspannung, deren Spitzenwert der Spitzen spannung des Zeichens gleich ist oder das Doppelte der Spitzenspannung des nicht mo dulierten Trägers beträgt, um die Spitzen der Geräuschimpulse, welche diesen Wert überschreiten,
zu unterdrücken und Inter- ferenzwirkungen in den nachfolgenden Stu fen des Empfängers zu verhindern. Eine zu sätzliche Ausgangsspule 65 liegt ebenfalls parallel zum Kreis 58, welcher eine sehr hohe Impedanz besitzt und vorzugsweise breit ab gestimmt ist, um die Bandbreite, die durch das System durchgelassen wird, nicht zu be einflussen. Die Stufen<I>25, 26,</I> 27 und 28 sind im wesentlichen von gebräuchlicher Einrichtung und Wirkungsweise. Der Filter 25 enthält einen mässig scharf abgestimmten parallelen Resonanzkreis 66, dessen Spule mit der Spule 65 des Begrenzers 24 gekoppelt ist.
Der De tektor 26 kann ein normaler Diodengleich- richter 67 sein, der, wie gezeigt, über den Kreis 66 und die Belastungswiderstände 68 geschaltet ist. Der Verstärker 27 enthält die Niederfrequenzverstä.rkerröhre 69, deren Ein gangskreis mit dem Belastungskreis des De tektors 26 verbunden ist. Der von Hand be tätigte Dämpfer 28 besteht aus einem nor malen Spannungsteiler 70, der im Ausgangs kreis des Verstärkers 69 liegt und durch des sen Einstellung das Ausgangsverstä.rkungs- niveau des Empfängers verändert werden kann.
Der einstellbare Niederfrequenz - Band filterverstärker 29 besitzt eine Einrichtung, deren Aufbau und Wirkungsweise derjenigen des Verstärkers 23 ähnlich ist, obwohl sie für Niederfrequenz an Stelle von Zwischen frequenz eingerichtet ist. Der Verstärker 29 enthält eine Vorwärtskopplungsröhre 71 und eine Rückkopplungsröhre 72. Die teilweise Dämpfung der Frequenzen wird mittels einer Widerstands-Reaktanzsehaltung erzielt, wel che die Übertragung von sehr niedrigen oder sehr hohen Hörfrequenzen begrenzt, und in dieser Hinsicht ist die Anordnung quantitativ ganz verschieden von derjenigen des Verstär kers 23.
Im besonderen enthält der Ein gangskreis der Röhre 71 einen Serienwider stand 71a und entsprechende Serien- und Parallelkondensatoren 73 und 74. Diese Kon densatoren dämpfen die niedrigen und die hohen Hörfrequenzen. Der Anodenkreis der Röhre 71 enthält eine Primärwicklung 75 eines Niederfrequenztransformators 76 und einen Fallenkreis, der aus einer Spule 77 und dem Kondensator 78 in Serie besteht, die an die Wicklung 75 angeschlossen sind. Der Fallenkreis wird auf 10 kHz abgestimmt, was die übliche Frequenzdifferenz zwischen zwei Trägerwellen auf benachbarten Kanälen ist. Ein Teil der Spannung, die an der Wick- lung 75 vorhanden ist, wird durch einen Blockkondensator 79 mit dem Gitter der Röhre 72 gekoppelt.
Ein Widerstand 81 liegt im Kathodenkreis der Röhre 72, so dass an diesem eine Niederfrequenzspannung ent steht. Diese Spannung wird durch einen Wi derstand 82 zum Gitter der Röhre 71 rück gekoppelt und infolge von Phasenverschie bungen, die durch die Vorwärts- und Rück wärtskopplungen verursacht werden, wirkt die Rückkopplung ähnlich wie bei der Ein richtung im Verstärker 23 bei den mittleren Hörfrequenzen dämpfend, jedoch bei niedri geren und höheren Hörfrequenzen verstär kend. Die Rückkopplung ist bei Frequenzen, die höher sind als die Resonanzfrequenz des Fallenkreises, ebenfalls dämpfend, und es ist natürlich erwünscht, derartige hohe Fre quenzen zu dämpfen.
Ein Gitterableitungs- widerstand 83 ist mit dem Steuergitter der Röhre 71 verbunden; dieser Widerstand und der Widerstand 80 sind durch Niederfre- quenz-Nebenschlusskondensatoren 84 zur Erde nebengeschlossen. um V orspannungspotentiale zu glätten, die an die Steuergitter der Röhren 71 und 72, wie später erklärt, angelegt wer den. Diese Röhren sind vorzugsweise gleich und weisen eine schwach gekrümmte Ver- stärkungskurv e auf. Die Kathoden der bei den Röhren 71 und 72 sind anfänglich posi tiv vorgespannt, um Gitterstromfluss bei den Zeichenspitzen zu verhindern.
Der Niederfrequenzverstärker 29 ist unter den gerade beschriebenen Bedingungen für die Übertragung der maimal erwünschten Bandbreite eingestellt. Die Bandbreite wird durch das Anlegen negativ vorspannender Potentiale an die Gitter beider Röhren ver ringert, wobei an die Röhre 71 ein schwä cheres Potential als an die Röhre 72 an gelegt wird, und wobei diese Potentiale so bemessen sind, dass die Gesamtverstärkung bei Frequenzen in der llZitte des Nieder frequenzbereiches im wesentlichen konstant gehalten wird.
Der Verstärker 30 besteht a.us einer nor malen Gegentaktanordnung, die die Röhren 85 und 86 mit scharf gekrümmter Verstär kungskurve enthält, deren Steuerelektroden mit der Sekundärwicklung 87 des Nieder frequenztransformators 76 verbunden sind. Die Ausgangskreise der Röhren 85, 86 sind in üblicher Weise durch einen Ausgangs transformator 88 mit dem Lautsprecher ge koppelt.
Der Zwischenfrequenzverstärker 32 und Gleichrichter 33 sind im wesentlichen nor male Kreisanordnungen. Der Verstärker 32 enthält einen Pentodenverstärker 89, dessen Steuergitter durch einen geeigneten Kopp lungskondensator 90 und Ableitewiderstand 91 mit dem Begrenzerkreis 24 gekoppelt ist und in dessen Anodenkreis eine Spule 93 liegt.
Der Gleichrichter 33 enthält eine Diode 94, die einen Eingangskreis hat, wel cher aus einer Spule 95, gekoppelt mit der Spule 93, und einem Belastungskreis mit dem Widerstand 96 und dem Nebenschluss- kondensator 97 besteht. Der Verstärker 32 ist vermöge seiner Kopplung mit dem Be grenzer 24 breit selektiv. Eine Gleichspan nung wird durch den Gleichrichter 33 am Widerstand 96 entwickelt, welche entspre chend der Intensität der gewünschten und un erwünschten Zeichenspannungen im Ausgang des Begrenzerkreises variabel ist.
Ein Teil der Gleichspannung am Widerstand 96 wird über den Widerstand 91 als eine positive Vor spannung an das Steuergitter des Verstärkers 89 angelegt, um eine umgekehrte automa tische Verstärkungsregelung zu bewirken, das heisst, um seine Verstärkung bei anstei gender Vorspannung zu erhöhen und dadurch eine Verstärkungsregelung von im wesent lichen gleicher Höhe zu sichern.
Durch eine zweite Verbindung zum Wi derstand 96 des Gleichrichters 33 und durch eine Leitung 33a, die einen Filterwiderstand 99 und die Rückkopplungswicklung 62 des Verstärkers 23 enthält, wird eine positive Vorspannung ebenfalls an das Steuergitter der Rückkopplungsröhre 60 des Verstärkers 23 angelegt, um die dämpfende Rückkopp lung zu erhöhen und daher die Verstärkung und die Zunahme der Bandbreite dieses Ver- stärkers bei zunehmender Zeicheneingangs spannung am Gleichrichter 33, wie oben be schrieben, zu verringern..
Infolge dieser Ein richtung wird eine im wesentlichen gleich förmige Trägereingangsspannung am Begren zer 24 erhalten.
Was nun die Regeleinrichtung, welche die Stufen 37, 38, 39 und 40 umfasst, anbetrifft, so enthält der Begrenzer 37 einen breit ab gestimmten Resonanzkreis 100 von hoher Im pedanz, der durch einen kleinen Konden sator 101 mit dem Ausgangskreis des Ver stärkers 32 lose gekoppelt ist.
-Über den greis 100 ist eine Diode 102, die in ihrem Kathodenkreis eine Batterie 103 enthält, ge schaltet, um eine kleine positive Vorspan- nung zur Einstellung des Zeichenniveaus der Begrenzungsstufe zu erzeugen. Abhängig von dieser Vorspannung wird die Spanuling an dem greis 100 auf einen Wert begrenzt, welcher beträchtlich kleiner ist als die Trä gerspannung, welche sonst an diesem Kreis vorhanden sein würde.
Der Verstärker 38 enthält eine Pentodenverstärkerröhre 104, deren Eingangskreis über den Begrenzerkreis 100, 102 geschaltet ist. Der Frequenzdemodu- lätor 39 besteht aus dem Frequenzsiebkreis 106 und den Diodengleichrichtern 107 und 108. Der Siebkreis enthält drei Spulen 109, 110 und 111, von welchen die Spulen 109 und 110 vorzugsweise fest gekoppelt sind und die Spule 111 mässig oder lose mit der Spule 109 und gelegentlich mit der Spule 110 ge koppelt ist.
Die Spulen 109 und 111 liegen in den entsprechenden Resonanzkreisen 112 und 113. Im greis 112 befindet sich noch ein Nebenschlusswiderstand 112a, um die Se= lektivität des Kreises herabzusetzen.
Die Spule 110 ist an einem Ende durch eine Zwi- schenanzapfung mit der Spule<B>111</B> verbunden, und ihr entgegengesetztes Ende ist mit den Kathoden der Dioden 107 und 108 verbunden durch Belastungskreise, die die Widerstände 114 und die Zwischenfrequenz-Nebenschluss- kondensatoren 115 enthalten;
die Verbin dungspunkte zwischen den Kondensatoren 115 und Widerständen 114 sind durch Kon densator 116 mit der Erde verbunden. Jeder der zwei Gleichrichter erhält auf diese Weise die Spannung der Spule 110 und die Hälfte der Spannung der Spule 111; die Spule 111 ist differential in die zwei Gleichriehter- kreise eingeschaltet, die die bekannte Art der Frequenzauswahl abhängig von den Phasen beziehungen der Primär- und Sekundärspan nungen bewirken, um asymmetrische Fre- quenzcharakteristiken herzustellen.
Ein im Mittelpunkt angezapfter Wider stand 117 ist über die Belastungskreise der zwei Gleichrichter geschaltet und seine -Mit- telanzapfung ist geerdet, so dass gleich grosse und in bezug auf Erde entgegengesetzt ge richtete Spannungen an seinen Klemmen entstehen werden. Obgleich dieses Mittel ge- -wöhnlich in Frequenzdetektoren nicht ver wendet wird, ist es hier verwendet worden, um eine Ausgangsspannung zu erhalten. tvelche in bezug auf Erde ausgeglichen ist.
Der Allwellengleiehriehter 40 enthält zwei Dioden 119 und 120, deren Kathoden mit den entgegengesetzten Enden des Widerstan des 117 durch einen Serienwiderstand 121 verbunden sind, der für Niederfrequenzen durch die Kondensatoren 122 zur Erde kurz geschlossen ist. Eine Batterie 125 liegt. wie gezeigt, im Gleichrichterkreis. um die Wir kung der Dioden 119 und 120 zu unter drücken, bis die gleichgerichtete Leistung einen vorher bestimmten kleinen Schwellen wert übersteigt. Der gleichgerichtete Aus gang der Dioden<B>119</B> und 120 erscheint über einen Widerstand l26 in ihrem gemeinsamen Belastungskreis.
Wenn der Empfänger richtig abgestimmt ist, enthält der Ausgang des Detektors 39 nur Niederfrequenzkomponenten, welche den Gleichrichter 40 nicht erreichen. Wenn der Empfänger indessen wesentlich. verstimmt ist, werden unerwünschte Zeichen als Ergeb nis der Ungleichheit der vom Empfänger durchgelassenen Seitenbänder und der Ab- @reichung in den örtlich erzeugten Oscillator- frequenzen entwickelt, und diese Störungen erscheinen zugleich als Amplituden- und Fre- quenzmodulation an dem gewünschten Zei chenträger.
Die Gleichspannung im Ausgang des Detektors 39 wächst daher über die Un- terbrechervorspannung hinaus, und eine Gleichspannung wird durch den Gleichrichter 40 anm "\Viderstand l26 entwickelt.
Diese Spannung wird durch eine Leitung 40c, die einen Serienfilterwiderstand 128 enthält, an das Steuergitter der Röhre 69 des Nieder frequenzverstärkers 2 7 angelegt und dient dazu, die Leitfähigkeit dieser Röhre atü Null herabzusetzen und daher den Empfän ger still zu legen, wenn der Empfänger we- sentlieh von der Abstimmung entfernt ist.
In der Regeleinrichtung mit den Stufen 41, 42 und 43 enthält der Niederfrequenz impulsfilter 41 die Primärwicklung 129 eines Transformators<B>130,</B> dessen Mittelanzapfung mit Erde verbunden ist, die Nebenschluss- widerstände 131, die zwischen die 'Wick lungsenden und Erde geschaltet sind und die Serienkondensatoren 132, die zwischen die Wicklungsenden und die Klemmen des Aus gangswiderstandes<B>117</B> des Frequenzdemodu- lators 39 geschaltet sind.
Diese Kombination von Elementen ist bei Frequenzen im obern Teil des Hörfrequenzbereiches sehr breit re- sonant. Die Schaltung ist auf Creräusch etwas mehr ansprechend als auf Zeichenmodulation. welche zufälligerweise in diese Hilfskreise hineingegangen sein könnte.
Der Niederfrequenzverstärker 42 enthält eine Röhre 133, deren Eingangskreis mit der Sekundärwicklung 134 des Transformators 130 gekoppelt ist. und die Primärwicklung 1.35 eines Niederfrequenztransformators 136, die in ihrem Ausgangskreis liegt. Der Gleich richter 43 besteht aus zwei Dioden 138 und 139, die mit der Sekundärwicklung 140 des Transformators 136 verbunden sind und einen Belastungskreis mit den Widerständen 141 und 142 haben. Eine Verzögerimgsvor- spannung wird an die Kathoden der Dioden 138 und 139 von der Batterie 143 zugeführt.
Unerwünschte Zeichen, die durch den Filter 41 ausgewählt und durch den Verstärker 42 verstärkt werden, werden in dem Gleich richter 43 mit vernachlässigbarer Zeitver zögerung gleichgerichtet, um Gleichspannun gen an den Widerständen 141 und 142 zu erzeugen.
Die Spannung, die an den beiden Widerständen entwickelt wird, wird durch die Leitung 44 direkt an die Steuergitter der Verstärkerröhren 85, 86 und durch die Lei tungen 45 und 46 mit den zugehörigen Wi derständen 45a und 46a an das Steuergitter der Vorwärtskopplungsröhre 59 des Verstär kers 23 und das Steuergitter der Rückkopp lungsröhre 72 des Niederfrequenzverstärkers 29 angelegt.
Das am Widerstand 142 ent- ,vickelte Potential wird durch die Leitung 47 mit dem Widerstand 47a an das Steuergitter der Vorwärtskopplungsröhre 71 des Verstär kers 29 geführt.
Auf diese Weise werden die Vorspannungen, die vom Gleichrichter 43 beim Ansprechen auf scharfe Geräusch impulse entwickelt werden, mit vernach- lässigbarer Zeitverzögerung an den Verstär ker 30 angelegt, um seine Leitfähigkeit an nähernd auf Null herabzusetzen und dadurch den Empfänger für die Dauer der Impulse still zu legen, während die Vorspannungen, die durch Ansprechen auf das durchschnitt lich empfangene Geräusch entwickelt werden, die Verstärker 23 und 29 regeln, um die Breite des durchgelassenen Frequenzbandes soweit zu verringern, dass die Auswirkung derartiger Geräusche im wesentlichen verhin dert wird.
In der Einrichtung mit den Stufen 48, 49 und 50 enthält der Schwebungstonfilter 48 einen Transformator 144, dessen Primär- wicklung 145 eine 112ittelanzapfung hat, die mit Erde verbunden ist und an den Aus gangswiderstand 117 des Detektors 39 über die Kondensatoren 146 angekoppelt ist. Die Sekundärwicklung 147 des Transformators 144 ist in Serie mit einer nicht gekoppelten Induktivität 148 und einem Kondensator 150 geschaltet, um einen Kreis zu bilden,
der auf Frequenzen von ungefähr 10 kHz und höher am besten anspricht zum Aussieben von Schwebungstönen, die durch Träger in benachbarten Kanälen (10 kHz oder mehr auf jeder Seite des Trägers) erzeugt werden.
Im besonderen hat der Schwebungstonfilter 49 eine solche Frequenzcharakteristik, dass er auf Frequenzen, die wesentlich unterhalb 10 kHz liegen, fast nicht anspricht, dann bei etwa 10 kHz besonders gut anspricht und auf höheren Frequenzen, zum Beispiel 20 oder 30 kHz, ebenfalls resonant ist.
Der Verstärker 49 enthält eine normale Verstärkerröhre <B>151,</B> deren Eingangskreis über dem Schwebungston-Filterkreis geschal tet ist, und in deren A_ nodenkreis die Pri märwicklung 152 eines Transformators 149 liegt. Der Gleichrichter 50 besteht aus einer normalen Diode 154, die mit der Sekundär wicklung 155 des Transformators 149 ver bunden ist und einen Belastungskreis mit den Widerständen 156 und 157 und dem dazu parallel liegenden Kondensator 158 enthält.
Schwebungstöne, die sich aus der Inter ferenz von benachbarten unerwünschten Zei chenträgern mit dem gewünschten Zeichen träger ergeben und die Frequenz, die durch den Detektor 39 demoduliert wird, werden durch den Filter 48 ausgesiebt, durch den Verstärker 49 verstärkt und durch den Gleichrichter 50 gleichgerichtet,
um nega tive Vorspannungen an den Widerständen 156 und<B>157</B> zu entwickeln. Die über diese beiden Widerstände entwickelten Potentiale werden durch die Leitungen 51 und 45 an das Steuergitter der Vorwärtskopplungs- röhre 59 und durch die Leitungen 52 und 46 an das Steuergitter der Rückwärtskopplungs- röhre 72 im Verstärker 29 angelegt.
Das am Widerstand 156 entwickelte Potential wird durch die Leitungen 53 und 47 an das Steuergitter der Röhre 71 angelegt. Diese Vorspannungen dienen dazu, die Vorspan- nungen, die von dem Gleiehrichter 43 an gelegt werden, zu ergänzen, und um die Breite des von den Verstärkern 23 und 29 hindurchgelassenen Frequenzbandes beim Auftreten von Schwebungstönen so weit zu verringern, dass diese Schwebungen keinen störenden Einfluss mehr haben.
Die Dioden 51a, 52a und 53a liegen in den Vorspan- nungsleitungen und wirken so, wie es an Hand der Fig. 3 bereits beschrieben wurde.
Alle Detektoren, die in dem System ver wendet werden, sind vorzugsweise Detektoren mit linearer Charakteristik. In den Ampli- tudendetektoren wird lineare Gleichrichtung durch Belastung der Dioden mit hohem Wi derstand in üblicher Weise erhalten. Der Frequenzdemodulator 39 sollte eine im we sentlichen lineare Filtercharakteristik über einen Frequenzbereich von ungefähr 20 kHz haben, dessen Mittelpunkt bei der Zwischen frequenz liegt. Die, Leistung des Detektors 39 ist dann der Frequenzmodulation an nähernd proportional, soweit die Modulation nicht 10 kHz vom Mittelpunkt aus übersteigt.
Die Betriebsspannungen werden den ver schiedenen Röhren des Empfängers von ge eigneten Spannungsquellen in üblicher Weise zugeführt; in der Zeichnung sind für diesen Zweck Batterien gezeigt.
Weil die besonderen Wirkungen der ein zelnen Regeleinrichtungen bereits in Verbin dung mit den oben beschriebenen Empfänger teilen beschrieben worden sind, ist eine Wie derholung unnötig. Um jedoch kurz zusam menzufassen: Wenn unerwünschte Zeichen der verschiedenen Arten empfangen werden, frequenzmodulieren sie das gewünschte Zei chen und dieses Zeichen wird durch den Ver- sfärker 32 verstärkt.
auf seine Amplitude durch den Begrenzerr 37 begrenzt, weiterhin in dem Verstärker 38 verstärkt, und die Fre- quenzmodulation wird durch den Detektor 39 demoduliert. Wenn die unerwünschten Zei chen durch ungenaue Abstimmung des Emp fängers verursacht wurden, werden sie durch den Gleichrichter 40 gleichgerichtet und an den Verstärker 27 angelegt, um dessen Leit fähigkeit zu unterdrücken und gleichzeitig die Wiedergabe der unerwünschten Zeichen komponenten und der gewünschten Zeichen während einer derartigen Verstimmung zu unterbrechen.
Wenn die Störzeichen kurz dauernd sind oder wenn sie von der kon tinuierlichen Art und über den Modulations- frequenzbereich verstreut sind, werden sie von dem Frequenzdemodulator 39 zum Nie derfrequenzimpulsfilter 41 übertragen, darin ausgesiebt und daraufhin in dem Verstärker 42 verstärkt -und in dem Gleichrichter 43 gleichgerichtet.
Auf diese Weise werden Re- gelspannungen entwickelt, welche den Stö rungen der kontinuierlichen Art ähnlich sind, und diese Spannungen werden an den Ver stärker 23 und 24 angelegt., um die Frequenz- ba.ndbreite, die durch diese Stufen des Emp fängers durchgelassen wird, entsprechend der Amplitude solcher Störgeräusche zusammen zuziehen und dadurch ihre Einwirkung zu vermindern.
Ebenfalls werden durch den Gleichrichter 43 Regelspannungen entwik- kelt, die den kurzdauernden Störimpulsen entsprechen, und diese Spannungen -erden direkt an den Verstärker 30 angelegt, um diesen Verstärker still zu legen und dadurch gleichzeitig die Wiedergabe der gewünschten und unerwünschten Zeichen für die Dauer solcher vorübergehender Störungen zu unter drücken.
Wenn die Störungen durch das Vorhan densein von unerwünschten Zeichen auf einer Trägerfrequenz, die der erwünschten Zeichen trägerfrequenz benachbart ist, hervorgerufen werden, oder mit andern Worten, wenn inner halb eines Frequenzbandes von 10 kHz auf beiden Seiten des Zwischenfrequenzmittel- punktes Schwebungstöne auftreten, so wer den diese Schwebungstöne durch den Fre- quenzdetektor 39 demoduliert, durch den Fil ter 48 ausgesiebt, durch den Verstärker 49 verstärkt und durch den Gleichrichter 50 gleichgerichtet.
Die so entwickelten Regel spannungen ergänzen die vom Gleichrichter 43 entwickelten Spannungen und werden den Verstärkern 23 und 29 zugeführt und be wirken die erforderliche Zusammenziehung der Frequenzbandbreite, die durch diese Ver stärker durchgelassen wird, um so die Aus wirkung dieser Art von Störungen zu ver hindern.