CH207644A - Verfahren zur Herstellung eines schnell reifenden Bieres. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines schnell reifenden Bieres.

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CH207644A
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hops
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines schnell reifenden Bieres.    Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren zur Herstellung eines schnell reifen  den Bieres, indem eine Würze     bereitet;    die  Würze gehopft und vergoren und das Gä  rungsprodukt gelagert wird, wobei die Flüs  sigkeit mit einem Aluminiumsilikat vom  Typus des     Montmorillonits    behandelt wird,  um aus ihr kolloidal gelöste Eiweissstoffe  und andere unerwünschte     @Stoffe    zu entfernen.  



  Die im Hopfen enthaltenen Wirkstoffe       werden    bei der gewöhnlichen     Bierherstellung     nur zu einem Bruchteil ausgenutzt. So ist  beispielsweise bekannt, dass beim Hopfen  kochen sich ausscheidende Stoffe, der so  genannte     Trub,    Hopfenbestandteile binden  und der Wirksamkeit entziehen, und dass das  Gleiche auch für solche Stoffe gilt, die sich  bei der     Kühlung        bezw.    Gärung abscheiden.  



  Es ist deshalb auch versucht worden,     aus     diesen sich     im    Laufe der     Bierherstellung    ab  scheidenden Stoffen die Wirkstoffe des  Hopfens zurückzugewinnen und erneut zu  verwenden. .  



  Ferner ist auch vorgeschlagen worden,    eine     Vorbehandlung    der Würze mit     Tannin     oder     Hopfen-Tannin    zur     Entfernung    von Ei  weissstoffen     anzuwenden.     



  Das Verfahren gemäss der Erfindung ist  dadurch     gekennzeichnet,    dass der Flüssigkeit  vor der Hopfenzugabe, das heisst also der so  genannten Würze, kolloidal gelöste, Hopfen  bestandteile bindende Stoffe durch Zusatz  von     Aluminiumsilikaten    vom Typus des       Montmorillonits    entzogen werden.     Mont-          morillonit-Aluminiumsilikate        sinn    durch  eine     bestimmte    Struktur und ein     Tonerde-          Kieselsäure-Verhältnis    von 1 : 4 ausgezeich  net.

   Beispielsformen derartiger Aluminium  silikate sind Bleicherde oder     Bentonit.    Diese  können entweder im Naturzustand oder nach  vorheriger     Schlämmung,        Röstung    oder Akti  vierung     benutzt    werden.  



  Die besondere Wirkung der     Mont-          morillonit-Aluminiumsüikate    beruht - wie  Versuche ergaben - darauf, dass diese nicht,  wie     Tannin,    sowohl schädliche als auch er  wünschte Eiweissstoffe ausfällen,     sondern          ("ass    sie nur solche Eiweissstoffe entfernen,      die für den Hopfen und das fertige Bier  nachteilig sind, also entweder Hopfenbe  standteile binden oder die     Eigenschaften    des  Bieres     beziiglich    Reifung und     Lagerlialtig-          keit    beeinträchtigen.  



       Besondens    günstig ist das erfindungs  gemässe Verfahren, wenn man die     Würze    mit  einem Gemisch von Aluminiumsilikaten vom  Typus des     @ontmorillonits    und andern Ad  sorptionsmitteln, wie beispielsweise Kaolin,       Kieselgur,        Aluminiumhydroxyd,        Silikagel.     Aktivkohle und dergleichen behandelt.

   Den  günstigsten Effekt erreicht man bei Verwen  dung von     Bentoniten.    Günstig und in vielen  Fällen besonders vorteilhaft ist auch eine  Behandlung mit einem Gemisch verschie  dener     Montmorillonitarten,    beispielsweise  mit einem Gemisch von Bleicherden und     Ben-          toniten.     



  Die     Adsorptionsmittel    können in fein  pulvrigem oder körnigem Zustand vorliegen.  Im allgemeinen genügt ein Durchrühren der  Würze mit einer kleinen Menge dieser Stoffe.  Die Dauer der Behandlung hängt von der  spezifischen     Adsorptionsfältigkeit    der be  nutzten Stoffe ab.  



  Die Aluminiumsilikate vom Typus     de3          Montmorillonits    können in rohem Zustand  oder vorteilhaft nach einer     bei    Temperatu  ren von 500 bis 800   C durchgeführten       Röstung    benutzt werden. Unter Umständen  empfiehlt sich     eine        Aktivierungsbehandlung     z. B. mit Säuren oder auf elektrostatischem  Wege oder eine vorhergehende Reinigung,  z. B. ein Schlämmen mit dem Ziel der Aus  scheidung von körnigen Ballaststoffen.

   Die  Verwendung der genannten Aluminium  silikate in     geröstetem    Zustande ist     besonders     deshalb empfehlenswert, weil dieses Mate  rial eine sehr gute Kornfestigkeit     besitzt.     so dass es unter Umständen genügt, die  Würze durch ein Bett derart gerösteter, fein  körniger Aluminiumsilikate     zii    filtrieren, was  ausserordentlich rasch vor sich geht.  



  Wird die     Durchrührbeliandlung    ange  wandt, so kann die Würze mit dem Boden  satz, der also die störenden hopfenbindenden  Bestandteile enthält, gehopft werden, natür-    lieh ist auch eine Abtrennung, z. B. durch       Dekantation    oder Filtration, möglich.  



  Als Erläuterung für das erfindungs  gemässe Verfahren diene folgendes Ausfüh  rungsbeispiel  Durch     pin        beliebiges        Maisehverfahren     wird eine     ungehopfte    Würze hergestellt und  in der Braupfanne angesammelt. Die     Würze     wird etwa     1.7#    bis 1 Stunde gekocht, um     koa-          gitlierbare    Stoffe zur Ausfällung zu bringen.  Sodann wird geröstete aktivierte Bleicherde  zugegeben und unter     Umrühen    10 bis     1:5    Mi  nuten weitergekocht.  



  In     unmittelbarem    Anschluss daran oder  nach     Entfernung    der     absitzenden    Bestand  teile erfolgt dann die     Behandlung    mit Hop  fen durch Kochen in     bekannter    Weise. Vor  zugsweise wird die gesamte benötigte     Rop-          fenmenge    sofort gegeben, das heisst auf so  genannte Teilgaben verzichtet. Es wird so  vollständiges Auslaugen des Hopfens erreicht,  ohne eine     Gesehma.cksverschlechterung    be  fürchten     zii        niiissen,    die bisher nur durch die  Teilgaben gemildert  erden konnte.  



  Nach dieser Behandlung folgen die       @-eiter        üblichen    Arbeitsgänge der     Bierlier-          siellung.        haso        erhaltene        Bier    ist ohne  längeres Lagern     unmittelbar    gebrauchsfertig.  Es zeichnet sich durch eine reine, klargelbe,  schwach grünlich getönte Farbe ohne je  glichen rötlichen Einschlag aus.  



  Bei Anwendung des Verfahrens gemäss  der Erfindung kann die zu verwendende  Hopfenmenge gegenüber der     üblichen        Ar-          beits -eise    auf die Hälfte und weniger der  sonst benötigten verringert werden. Es wird,  wie Versuche ergaben, weiter der Vorteil er  reicht, dass die Biere viel schneller reif wer  den als andere, dass sie einen kräftigen und  doch milden (nicht kratzenden)     Hopfenge-          sehmack    aufweisen und dass sie ferner völlig       pasteurisierfest    sind.  



  Es ist wohl schon vorgeschlagen worden,       Bentonit    zur Weinklärung zu verwenden, die  besondere Behandlung von     Würze    bei der  Bierherstellung mit Aluminiumsilikaten von  der Art des     Montmorillonits,    insbesondere       finit        Bentonit,    zum Zwecke der Hopfener-           sparnis,    indem die Hopfenbestandteile bin       dende    Eiweissstoffe voraus     ausgeschieden     werden,

   war jedoch nicht     bekannt.        Adsorp-          tionsmittel    anderer Art sind schon zu Ver  suchen über     Eiweissbindung    in Bier benutzt  worden. Bei diesen Versuchen     wurde    ein prak  tisch verwertbares     Ergebnis    jedoch nicht er  zielt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines schnell reifenden Bieres, indem eine Würze bereitet, die Würze gehopft und vergoren und das Gärungsprodukt gelagert wird, wobei die Flüssigkeit mit einem Aluminiumsilikat vom Typus des Montmorillonits behandelt wird, um aus ihr kolloidal gelöste Eiweissstoffe und andere unerwünschte Stoffe zu entfer nen, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüs sigkeit vor der Hopfenzugabe kolloidal ge löste,
    Hopfenbestandteile bindende Stoffe durch Zusatz von Aluminiumsilikaten vom Typus des Montmorillonits entzogen werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Benutzung von Alumi niumsilikaten vom Typus des Montmoril- lonits in geschlämmten Zustande. 2. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Benutzung von bei Temperaturen unterhalb<B>800'</B> C geröste- ten Aluminiumsilikaten vom Typus des Montmorillonits. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Benutzung von Alumi niumsilikaten vom Typus des Montmoril- lonits in aktiviertem Zustande. 4 Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Benutzung von Bento- niten. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit mit einem Gemisch von Aluminiumsilikaten vom Typus des Montmorillonits und andern unlöslichen Adsorptionsmitteln behandelt wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeit nach der Behandlung mit dem Aluminiumsili kat vom Typus des Montmorillonits die gesamte Menge des Hopfens in einer Gabe zugesetzt wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte Hopfenmenge der mit einem Aluminiumsilikat vom Typus des Montmorillonits behandelten Würze nach Klärung derselben in einer Gabe zuge setzt wird.
CH207644D 1935-10-12 1935-10-12 Verfahren zur Herstellung eines schnell reifenden Bieres. CH207644A (de)

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