CH207715A - Verfahren und Vorrichtung zum Zünden von beim Verglühen Sauerstoff abgebenden Patronen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Zünden von beim Verglühen Sauerstoff abgebenden Patronen.

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CH207715A
CH207715A CH207715DA CH207715A CH 207715 A CH207715 A CH 207715A CH 207715D A CH207715D A CH 207715DA CH 207715 A CH207715 A CH 207715A
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Aktiengesells Auergesellschaft
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Auergesellschaft Ag
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Description


  Verfahren und Vorrichtung zum Zünden von beim Verglühen     Sauerstoff          abgebenden    Patronen.    Gegenstand der Erfindung ist     ein    Ver  fahren zum Zünden von beim Verglühen  Sauerstoff     abgebenden    Patronen, bei denen  der Sauerstoff     entwickelnde    Stoff in einem  Mantel     untergebracht    ist, an dessen     Boden-          innern    ein mechanisch zündbarer Zündsatz       beispielsweise    ein Zündhütchen     angeordnet     ist, das sich dadurch auszeichnet,

       dass    man  den Zündsatz durch     Abfeuern        eines    Ge  schosses zur Explosion bringt.  



       Gegenstand    der Erfindung     ist        ferner        eine     Vorrichtung, die     gekennzeichnet    ist     durch    ein       Röhrchen    zum Einsetzen einer     Geschoss-          patrane        sowie    einen Schlagerzeuger zum Ab  schuss der     Patrone,    welche Organe dazu be  stimmt sind,

   vor der dem     Zündsatz    gegenüber  liegenden     Stelle    des     Mantelbodens    der Sauer  stoff     abgebenden        Patrone    angeordnet zu wer  den.  



  Bei     Sauerstofferzeugung    für     Atemzwecke     durch Verglühen     sauerstoffabgebender        Che-          mikaIien    muss die     Sauerstoffentwicklung    in    den für     diesen    Zweck     hergestellten    Patronen  durch     eine    Zündung eingeleitet werden.

   Die  für .den     Zweck    der     Sauerstoffabgabe    herge  stellten Patronen sind daher mit     einem    Zünd  satz versehen, der entweder     elektrisch    durch  Erhitzen oder mechanisch durch einen Schlag  zur Entzündung     gebracht    werden kann. Bei  den Patronen für mechanische     Zündung    durch       Schlag        erfolgt    die     Zündung        meistens    durch  ein Zündhütchen, welches innerhalb der Pa  trone unter dem Boden derselben angebracht  ist.

   Um den     Zündsatz    durch Schlag zur     Eg-          plosian    zu bringen, muss     aber    der Boden der  Patrone bis zu einem     gewissen    Grade defor  miert werden.

   Da der Patronenmantel aus  einem     kräftigen        Werkstoff        hergestellt    sein  muss, weil die     Patronen    bei der     Gasentwick-          lung    insofern einen     gewissen    Druck auszuhal  ten haben, als     -der        in.    der Patrone     entstehende          Sauerstoff    nicht     sofort    im Atmungsgerät ver  braucht wird, war     ein        verhältnismässig    star  ker Schlag notwendig, um die     Zündung    ein-      zuleiten.

   Das ergab     anderseits    für die ganze  Patrone den grossen Vorteil, dass sie gegen  leichte Stösse, wie sie beim Transport auftre  ten, unempfindlich ist. Im Interesse der Si  cherheit war es deshalb nicht ratsam, die  Zündung empfindlicher zu machen. Dagegen  erwuchs aus diesen Verhältnissen die Notwen  digkeit,     verhältnismässig    grosse und schwere  Schlageinrichtungen zu     verwenden,    da schon  eine erhebliche Kraft und     Masse    dazu gehört,  den Boden der Patrone zu     deformieren,    um  den     Zündsatz    zur Explosion zu bringen.

   Bei  den bisher bekannten     Zündeinrichtungen     wurde entweder ein mit Schlagstift versehe  ner Kopf verwendet, auf den mit der Hand  aufgeschlagen wurde, oder es wurden Schlag  bolzen oder hammerähnliche Vorrichtungen  benutzt, bei denen durch Auslösung     einer     Federkraft der Schlag für die Explosion des       Zündsatzes        ausgeführt    wurde. Die letzt  genannten Einrichtungen sind praktisch vor  zuziehen, da bei ihnen der Schlag stets die  gewünschte Stärke haben wird, während  durch Aufschlagen mit der Hand nicht immer  die Zündung erreicht wird.  



  In der beigefügten     Zeichnung    ist die Vor  richtung zur Durchführung des erfindungs  gemässen Verfahrens in einem     Ausführungs-          beispiel    dargestellt, und zwar zeigt:       Fig.    1 die     Vorrichtung    mit einem Teil der  Patrone im     Längsschnitt,          Fig.    2 die Vorrichtung in Verbindung mit  der Patrone und dem Atemgerät in einem       Transportkasten    gelagert. in der Draufsicht.  



  In der Zeichnung stellt 1 den Mantel der  Sauerstoff abgebenden Patrone dar, 2 die  Sauerstoff abgebende Masse mit dem     Zünd-          satz    3, der durch den am Mantelboden an  liegenden     Initialzündsatz    4 gezündet wird. 5  ist ein Schiessröhrchen, 6 eine eingesetzte       Kleinkaliberpatrone,    7 ein Schlagbolzen, der  an einer unter     Wirkung    einer Feder 9 stehen  den, von aussen zu betätigenden Stange 8  sitzt.     Fig.    2     zeigt    den     Mantel    der Sauerstoff  abgebenden Patrone 1, einen Atembeutel 11  und ein     i@iittelstück    12, an dem der Schlauch  mit dem Mundstück 13 sitzt. Das Ganze ist.

    mittels Schellen 14 an einer     Platte    15 be-    festigt, die .sich mit einem in der     Figur    nicht  dargestellten Gurt um den Hals hängen lässt.  Auf der Platte ist     unterhalb    der Patrone 1  die Zündvorrichtung befestigt. Die Sauer  stoff abgebende Patrone ist mit der den     Zünd-          satz    3 und den     Initialzündsatz    4 enthaltenden  Partie über dem Röhrchen 5 angeordnet. Die  Stange 8 ragt aus dem Federgehäuse heraus  und endet in einer Kugel 16. Diese Kugel  wird umfasst von einer Federklemme 17.

   Die  auf der Platte 15 befestigten Organe bilden  mit ihr ein Gerät,     das    bis zu seinem Gebrauch  im     Transportkasten    18 untergebracht ist. Soll  nun das Gerät gebraucht werden, so reisst es  der     Gerätträger    aus dem vorher geschlossenen  Transportkasten 18, der im allgemeinen     durch     einen Deckel geschlossen ist, heraus. Hierbei  wird die     Stange    8 aus dem Federgehäuse  gegen die Kraft der Feder 9 herausgezogen.

    Die Federklemme 17, die an einem am     Boden          verschraubten    Bolzen 19 sitzt, hält die Kugel  und damit die Stange 8 fest und gibt sie dann  plötzlich frei, so dass der Schlagbolzen 7  gegen die     Teschingpatrone    schnellt und letz  tere abgefeuert wird.    Bei der Explosion der     Teschingpatrone     wird die Kugel derselben durch das Röhrchen  5 gegen die     Sauerstoff        abgebende    Patrone     ge-          schossen,    wodurch die Zündung der Sauer  stoff abgebenden Patrone erfolgt.

   Durch  Wahl der Patronengrösse sowie der Länge des  Röhrchens hat man es vollständig in der  Hand, die     Einrichtung    auf gewünschte  Schlagkraft einzustellen. Zur     Herbeiführung     der Zündung der     Sauerstoff    abgebenden Pa  trone ist also nur eine kleine Schlagbolzen  einrichtung für die     Ge@schosspatrone    zu be  tätigen. Es ergibt sich daraus ohne weiteres,       da.ss    die ganze     Zündeinrichtung    bei dem be  schriebenen Verfahren klein und leicht wird  und auch mit ganz geringen Mitteln     herge-          stellt    werden kann.  



  Das im     Ausführungsbeispiel        beschriebene     Gerät eignet sich wegen seiner beim Heraus  nehmen aus dem     Transportkasten    automatisch  erfolgenden Zündung besonders als     sogenann-          tes        Fluehtatemschutzgerät.         Der     mittels    der Feder 9     gespannte    Schlag  erzeuger     kann    auf die verschiedenste     Art    zur  Auslösung gebracht werden.

   An     Stelle    der  Federklemme 17, die die     Spannung    der  Schlagvorrichtung beim Herausnehmen des  Gerätes aus dem Hasten bewirkt, könnte  man beispielsweise auch einen Faden     be-          stimmterReissfestigkeit    verwenden, der, nach  dem die Feder 19 genügend gespannt ist, um  den Schuss     auszulösen,    reisst.     Ferner    könnte  zum Beispiel die     Schlagstange    8 einen Schlitz  besitzen, in dem sich ein Stift befindet. Wenn  man den Stift aus, dem     Schlitz    herauszieht,  schnellt der Schlagbolzen gegen die     Tesching-          patrone    und bringt sie zum Abschuss.

   Man  kann     selbstverständlich    auch ähnlich wie bei  einer     Pistole,    einen Abzug anbringen.  



  Bei     Sauerstoffschutzgeräten,    die für  Fluchtzwecke in gasgefährdeten     Gebieten          verwendet    werden, ergibt sich der Vorteil,  dass die ganze     Zündeinrichtung    in dem Auf  bewahrungskasten des Gerätes verbleiben  kann, das Gerät selbst     also    nicht durch die       Zündeinrichtung    vergrössert oder     erschwert     wird.

   Die Zündung erfolgt     vorteilhaft    wäh  rend des     Herausziehens    des Gerätes aus dem  Transportkasten, und der schwache     Knall    der       Geschosspatrone    ist in diesem Falle ein     er-          wünsehtes        Anzeigemittel    dafür, dass die Zün  dung erfolgt ist. Die beschriebene     Zündein-          richtung    ist für alle Geräte verwendbar, bei  denen Sauerstoff abgebende Patronen der       eingangs    beschriebenen Bauart verwendet  werden.

   Da die Kraft,     *    die zum Auslösen  der kleinen     Schlagbolzeneinrichtung    für die       Teschingpatrone    erforderlich ist, nur ganz  gering ist, ist auch eine Fernzündung der Pa  tronen entweder     mechanisch    durch Bowden  zug oder auch     eJektromagneti-sch    möglich.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren zum Zünden von beim Ver glühen Sauerstoff abgebenden Patronen, bei denen der Sauerstoff entwickelnde Stoff in einem Mantel untergebracht ist, an dessen Bodeninnern ein mechanisch zündbarer Zündqatz angeordnet ist, da durch gekennzeichnet, dass man den Zünd- satz durch Abfeuern eines Geschosses zur Explosion bringt. II. Vorrichtung zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I,
    gekennzeich net durch ein Röhrchen zum Einsetzen einer Geschossp-atTone sowie einen Schlag erzeuger zum Abschuss der Patrone, wel che Organe dazu bestimmt sind, vor der dem Zündsatz gegenüberliegenden Stelle des Mantelbodens der Sauerstoff abgeben den Patrone angeordnet zu werden.
    UNTERANSPRMHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die im Patent anspruch II genannten Organe in einem Transportkasten derart gelagert sind, dass beim Herausnehmen ein Spannen und plötzliches Entspannen der Feder des Schlagerzeüger,s bewirkt wird. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch I1, da durch gekennzeichnet, dass Bowdenzüge zur Fernauslösung des Schlagerzeugers vorgesehen ,sind. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch II. da durch gekennzeichnet, dass Elektromag nete zur Fernauslösung des Schlagerzeu gers vorgesehen .sind.
CH207715D 1937-08-18 1938-08-15 Verfahren und Vorrichtung zum Zünden von beim Verglühen Sauerstoff abgebenden Patronen. CH207715A (de)

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NL (1) NL53225C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3002404A1 (de) * 1979-02-05 1980-08-07 Mine Safety Appliances Co Atemgeraet

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3002404A1 (de) * 1979-02-05 1980-08-07 Mine Safety Appliances Co Atemgeraet

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