CH207716A - Verfahren zur Polymerisationsbehandlung von Olefinen. - Google Patents

Verfahren zur Polymerisationsbehandlung von Olefinen.

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CH207716A
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Description


      Verfahren    zur     Polymerisationsbehandlung    von     Olefinen.       Vorliegende     Erfindung    bezieht sich auf  die an sich bekannte     Polymerisationsbehand-          lung    von     Olefinen        bei        Temperaturen    unter  <B>260'</B> mit Hilfe     eines    festen     Katalysators,

      der       aus    einer     grösseren        Teilmenge    einer Phosphor  säure mit höherem Wassergehalt als der der       Metaphosphorsäure    und einer     geringeren    Teil  menge eines festen     Adsorptionsmaterials    be  steht.

   Bei der Durchführung der     Polymeri-          sation    von     normalerweise    gasförmigen     Ole-          finen    zwecks     Gewinnung    von     flüssigen        Koh-          lenwasserstoffen,    das     ist    eine besonders wich  tige     Ausführungsform    des vorliegenden ;Ver  fahrens, ist es bekannt, Temperaturen bis  zu<B>260'</B> C und geeignete Drucke, vorzugs  weise solche von mehr     als    5     Atmosphären     zu benutzen.

   Das Verfahren der vorliegenden  Erfindung ist mit     Vorteil    auch auf die     kata-          lytische    polymerisierende     Raffination    von     ge-          spaltenen    Benzindämpfen anwendbar.

   Für  Verfahren dieser Art wurde bereits vorge  schlagen, mit     Hilfe    eines     unter        Verwendung     von     Phosphorsäure    hergestellten     Katalysators       die gewünschten     Olefinreaktionen    bei     Tempe-          raturen    bis zu<B>260'</B> C unter den     verschie-          densten    Drucken durchzuführen.  



       Olefinische        Kohlenwasserstoffe    kommen  mit entsprechenden     paraffinischen    oder ge  sättigten     Kohlenwasserstoffen    in handels  üblichen     Kohlenwasserstoffmischungen    vor,  wie sie beispielsweise beim Spalten von Pe  troleum, bei     Gasherstellungsverfahren    und als  Nebenprodukte in     verschiedenen    chemischen       Industrien    entstehen.  



       Olefine    kommen in     besonders        grossen    Pro  zentsätzen     sowohl    in den bei Spaltverfahren  entstehenden     permanenten    Gasen als auch in  den     Benzinsiedebereich-Fraktionen    vor. Die       permanenten    Gase werden vornehmlich als       Brennstoff    benutzt, und nur ein sehr kleiner  Prozentsatz des gegenwärtigen     Erzeugnisses     wird Verfahren zur     Wiedergewinnung    oder       Verwertung    der     olefinischen        Bestandteile    un  terworfen.

   Die     Herstellung    von     Sekundär-          Alkohol,        beispielsweise        Iso-Propyl-Alkohol     und anderem, indem die in     gespaltenen    Gasen      vorhandenen     Olefine    zuerst in Schwefelsäure  absorbiert und dann die Säure-Ester     hvdro-          lysiert    werden,

   ist bereits unternommen     @wor-          den.    Die in gespaltenen     Kohlenwasserstoff-          mischungen    von     Benzinsiedebereich    vorhan  denen     Olefine    sind von mittelmässig hohem       Antiklopfwert,    jedoch ist ein     bestimmter    Pro  zentsatz derselben in zu hohem Masse unge  sättigt und muss daher durch chemische Be  handlung, üblicherweise durch Schwefelsäure,  entfernt werden, um die richtige Beständig  keit des Benzins beim Lagern sicherzustellen.  



  Das vorliegende Verfahren     bezweckt    eine  wirksame     Verwertung    sowohl von einzelnen  besonderen     Olefinen,    die durch spezielle che  mische Verfahren oder durch Fraktionierung  von Gemischen erzeugt. werden, wie auch der       olefinischen    Bestandteile von handelsüblichen  Kohlenwasserstoffmischungen, insbesondere  derjenigen, die in     hei        Ols.paltverfahren    er  zeugten Gasen vorkommen, um hieraus wert  volle Derivate zu erzeugen.  



  Gemäss vorliegender Erfindung werden       olefinische        Kohlenwasserstoffe    der Wirkung  des Säurekatalysators in     Gegen-,vart    von in  nur solcher Menge zugesetztem H,0 ausge  setzt, dass der     Wassergehalt    des Katalysators  praktisch unverändert bleibt.  



  In einer     besonderen        Ausführung    des Ver  fahrens vorliegender Erfindung, insbesondere  in der     Polymerisierung    von normalerweise  gasförmigen     Olefinen    zu flüssigen     Kohlen-          wasserstoffen,    die innerhalb     Benzinsiedebe-          reich    sieden, wird die     Polymerisationsbehand-          lung    der     olefinischen        Kohlenwa,sserstoffe    in       Gegenwart    von zugesetztem Wasserdampf in  einer Menge von 1     his    6 .% ,

   bezogen auf das       Dampfvolum    der     Kohlenwasserstoffe    durch  geführt. Es wurde gefunden,     da.ss    bei der       Polymerisationsheha.ndlung    der     olefinischen          Kohlenwasserstoffe,    insbesondere bei der Be  handlung einer Kohlenwasserstoffmischung,  die     Olefine    mit mehr als     \_?        Kohlenstoffatomen     im     illolekül    enthält, unter überatmosphä  rischem Druck von mehr als 7 Atmosphären  mit Hilfe eines durch     Kalzinierung    bei einer  Temperatur oberhalb 180   C aus einer inni  gen Mischung einer Phosphorsäure mit:

   höhe-         rem    Wassergehalt als der der     Metaphosphor-          säure    und feinverteiltem     kieselerdeha-ltigen          Adsorptionsmaterial    hergestellten und vor       seiner    Anwendung in     Körperteilchen    vorbe  stimmter Grösse     übergeführten        Katalysators     die der     Koklenwasserstoffmischung    zuzu  setzende     TNienge    von     Wasserdampf    oder     wäss-          riger    Flüssigkeit 3 bis<B>6%,

  </B> bezogen auf das       Dampfvolum    der     Kohlenwasserstoffe,    zur  Aufrechterhaltung der optimalen     Katalysa-          torzusammensetzung    und     -wirkung        beträgt.     



  Der Zusatz von gemäss vorliegender Er  findung geregelten,     beschränkten    Mengen an  Wasser     bezw.    Dampf bei der katalytischen       Polymerisationsbehandlung    von     olefinischen          Kohlenwasserstoffen    mit Hilfe von festen       Phosphorsäurekatalysatoren    und insbesondere  bei der     Polymerisierung    von     normalerweise          gasförmigen        Olefinen    erfolgt demnach in der  Weise,

   dass eine Änderung in der Zusammen  setzung des grösstenteils aus einer katalytisch       hochwirksamen    Phosphorsäure     bestehenden          Katalysators    infolge von allmählichem Ver  lust an Wasser aus der Säure des     Katalysa-          tors    gänzlich     verhindert    oder zumindest be  trächtlich verzögert wird.

   Beim     Überleiten     von trockenen Gasmischungen über feste       Phosphorsäurekatalysatoren    bei Temperatu  ren von     beisl)iels,#vcise        ?05-260      C oder  230-240   C, welches im allgemeinen der für  die     Polymerisierung    von     Kraekgasmischun-          gen        bevorzugte        Temperaturbereich    ist. ent  steht allmählich ein Verlust an Wasser aus  dem Katalysator, so dass z.

   B. eine Säure,  deren Zusammensetzung     ursprünglich    der       Pyrosäure    nahestand,     letzten    Endes     -Leta-          säure    enthält, welche sublimiert (verdampft)  und einen Verlust an katalytischem Material  sowohl wie an katalytischer Wirksamkeit       verursacht,    da die     Metasäure    nur wenig und  bei der     Polymerisierung    von gasförmigen     Ole-          finen    praktisch     überhaupt    keine Wirksamkeit  besitzt.  



  Wenn durch Zusatz von Dampf     bezw.     wässriger Flüssigkeit in geregelter Menge der  Wassergehalt des. Katalysators bei den ob  waltenden Temperatur- und     Druckbedingun-          gen    unverändert beibehalten wird, also auch      ein Verlust an Wasser aus dem Katalysator       verhindert    und die optimale Säurezusammen  setzung aufrecht erhalten wird, entstehen  mehrere     Vorteile.    Vor allem wird die Lebens  dauer des     Katalysators    ausserordentlich ver  längert, wie sich aus     nachstehenden    Bei  spielen ergibt.

   Weiterhin wird die Verwend  barkeit höherer Temperaturen ohne     Überpoly-          merisierung    der     mono-olefinis.chen    Kohlen  wasserstoffe,     bezw.        ungewünschte    Neben  reaktionen mit     vermehrtem    Durchsatz durch  ein gegebenes     System    möglich gemacht.

   Ein  dritter Vorteil besteht darin, dass geringere  Tendenz zur Ablagerung von Kohlenstoff       (bezw.    hochgekühlten,     ungewünschten    Reak  tionsprodukten) auf der     Oberfläche    und in  den Poren der     Katalysatarteilchen    besteht,  da die Anhäufung von kohlenstoffhaltigem  Material stets der Endfaktor ist, der die  Lebensfähigkeit     .des    Katalysators vorliegen  der     Art    bestimmt.  



  Das vorliegende Verfahren ist mit beson  derem     Vorteil    anwendbar auf die katalytische  Herstellung von     Dimeren    und     Trimeren    aus       Mono-Olefinen,    insbesondere denjenigen     Ole-          finen,    deren Polymere mit niederem Mole  kulargewicht bei     Temperaturen    sieden, die  annähernd innerhalb     ,des    Bereiches von han  delsüblichen Motorbrennstoffen, z. B. bei 38  bis 205   C liegen.

   Es ist     festgestellt    worden,  dass .die     Dimeren    und einige .der     Trimeren    des       Propylens,    der     Butylene    und     Amylene    inner  halb dieser Bereiche sieden.     Ferner    ist er  mittelt worden, dass diese     Verbindungen    un  gewöhnlich hohe     Antiklopf-Eigenschaften     haben.  



  Die wesentlichen, katalytisch     wirkenden          Bestandteile    der festen     Katalysatoren,    die im    Verfahren vorliegender Erfindung benutzt  werden, sind Phosphorsäuren, die<B>80%</B> oder  mehr der ursprünglichen Mischung     bilden     können, die     vorteilhaft    bei geregelten Be  dingungen     kadziniert    wird, um die festen  katalytisch wirkenden Mischungen zu bilden.

    Der wesentliche aktive Bestandteil bei den  katalytisch wirkenden Mischungen ist am  häufigsten eine Säure, die in der Zusammen  setzung der     Pyrosäure    ähnlich ist, obwohl  einige Mischungen hergestellt werden können,  die die     Orthosäure    als wesentlichen Bestand  teil enthalten. Versuche     haben    gezeigt, dass  die     Metasäure    von den drei Säuren die ge  ringste     polymerisierende    katalytische Wir  kung ergibt, und ihre Anwendung wird als  solche nicht ins     Auge    gefasst, obwohl sie in  geringer Menge vorhanden     sein    kann.

   In den       Ursprungsmischungen    zur Herstellung des  Katalysators ist es, zweckmässig, entweder  mit der     Ortho-    oder     Pyros-äure    zu beginnen,  wobei     Mischtemperaturen    benutzt werden  können, bei :denen .die Säuren genügend  flüssig sind, um sich leicht mit fein verteilten       Adeorptionsmitteln    zu mischen.

   Es ist jedoch  hieraus noch nicht zu schliessen, dass die ver  schiedenen Phosphorsäuren, die allein oder in  Vermischung miteinander in den     schliesslich          kalzinierten        Zusammensetzungen    vorhanden  sein können,     identische    Wirkungen auf irgend  ein     Olefin-    oder eine Mischung von     Olefinen     bei deren     Polymerisierung    erzeugen werden,  da jede Säure ihre eigene     charakteristische     Wirkung ausüben     wird.     



  Zum Zwecke der     Erläuterung    werden  unten die Namen,     Formeln    und die gemein  schaftlichen     Eigenschaften    der     Ortho-    und       Pyro-Phosphorsäuren        angegeben.     
EMI0003.0068     
  
    Schmelzpunkt <SEP>   <SEP> C <SEP> Zersetzung <SEP> bei <SEP>   <SEP> C
<tb>  Pyrophosphorsäure <SEP> H4P207 <SEP> (P,05 <SEP> . <SEP> 2 <SEP> H20) <SEP> 61
<tb>  Verliert <SEP> '#s <SEP> H20
<tb>  Orthophosphorsäure <SEP> H3P04 <SEP> (P,05 <SEP> .

   <SEP> 3 <SEP> H20) <SEP> 38,6
<tb>  bei <SEP> 2130 <SEP> C       Die der Mischung der Säure mit festem       Adsorptionsmaterial    nachfolgende     Kalzinie-          rung,    die erforderlich ist, um auf     der    Ober-         fläche    und in den Poren des     Adsorptions-          mittels    eine Phosphorsäure mit     maximaler          polymerisierender    Wirksamkeit zu erzeugen,      ergibt im allgemeinen eine Säure, die zwi  schen der     Pyro-    und der     '-%letasäure    liegt. und  mehr der ersteren nähersteht.

   Wenn die       Orthosäure    in den Primärmischungen benutzt  wird, so ist eine längere Heizperiode erfor  derlich, um die     gewünschte    Zusammenset  zung zu erhalten.     Orthopliosphorsäuren    von       7.3    bis     1!i0%    sind bei gewöhnlichen Tempera  turen etwas     dickflüssig.    jedoch können sie  durch die Benutzung wirksamer mechanischer  Mischvorrichtungen leicht mit fein verteilten       kieselsäurehaltigen        Adsorptionsmitteln    ge  mischt werden, um Pasten von gleichmässiger  Zusammensetzung herzustellen.

   Nach der       Vormischung,    die bei gewöhnlichen oder       etwas        erhöhten    Temperaturen durchgeführt  werden kann, wird die     Paste    vorzugsweise  bei. Temperaturen von ungefähr 180 bis  <B>300'</B> C und     etwas    darüber, zum Beispiel bis  zu 400' C erhitzt. Es ist oft vorteilhaft, die  Mischungen bis zu Temperaturen von<B>500'</B> C  oder     darüber    zu erhitzen und dann den Ku  chen zu     mahlen,    die     gesiebten    Teilchen durch  Berührung mit Dampf von ungefähr<B>250'</B> C  wieder zu hydratisieren, bis die erforderliche  Zusammensetzung und     Aktivität    erzeugt  sind.  



  Die Anwendung von Katalysator     teilchen     regelmässiger Gestalt und gleichmässiger  Grösse an Stelle von Teilchen mit unregel  mässiger Gestalt und sich ändernder Grösse  liegt innerhalb des Rahmens des Verfahrens  der vorliegenden Erfindung. Wenn feste       Phospharsäure-Katalysatoren    hergestellt wer  den, indem nur die Anfangspasten erhitzt  werden, um feste Kuchen zu erzeugen, die  gemahlen     iuid    gesiebt werden, so tritt eine  unvermeidbare     Herstellung    von Teilchen mit       abgestufter    Grösse ein, selbst     v,-enn    verhält  nismässig kleine     Durchmesserbei        f,iche    gewählt  werden.

   Wenn zum Beispiel Teilchen     her-          gestellt    werden, die ungefähr einem     Sieb    mit  1-8 Maschen pro cm entsprechen, so     besteht     die bekannte Tatsache,     da.ss    sie zusammen  packen. so dass der Prozentsatz an leeren Räu  men geringer ist als wenn Teichen von gleich  mässiger Grösse benutzt werden. Diese Nei  gung, zusammenzupacken, wird     noch    dadurch    unterstützt, dass die Teilchen von Natur aus  in der Gestalt unregelmässig sind.  



  Was die     Gestalt    der Formkörper anbe  trifft. so ist eine Anzahl     verschiedener    Ge  stalten anwendbar. Die einfachste ist die       zylindrische    oder     prismatische    Gestalt., ein  schliesslich kurzer oder hohler Zylinder, wobei  jede Form eine gewellte Oberfläche hat.  Rechtwinklige Formen sind im allgemeinen  zu vermieden, da es bei     diesen    geometrisch  möglich ist, fest zusammenzupacken und eine  Neigung     besteht,    Kanäle zu bilden.

   Eine  Form, die gut     benutzbar    ist, hat einen Quer  schnitt in     Gestalt    eines vierblättrigen Klees  mit einer zentralen     Durchlochung.    Eine  Form mit     wellenförmigen    Querschnitt ist  ebenfalls gut     verwendbar.    Diese Formen wer  den hergestellt, indem die Mischung durch  Formung, Ausstossung oder dergleichen     ge-          presst        wird.     



       Pyrophosphorsäure    wird mit     kieselsäure-          haltigen    Trägern oder Zwischenraum bilden  den     Mitteln    leicht bei Temperaturen von 120  bis 180 oder 200' C gemischt, bei welchen       Temperaturen    die Säure ihren maximalen  flüssigen Zustand hat. Die Zeit, die erfor  derlich ist, um diese Phosphorsäure mit den       kieselsäurehaltigen    Trägern zu gleichmässiger  Konsistenz zu mischen, ist beträchtlich klei  ner als die, welche erforderlich ist, um die       Orthosäuren    in gleicher Weise zu vermischen.

    Auch die zum     Kalzinieren    erforderliche Zeit  ist ebenfalls verringert und     beträgt    üblicher  weise weniger als 20     Stunden,    während die       Orthosäure    40-60 Stunden     benötigt.     



  In den bevorzugten Katalysatoren     wird     eine gewöhnlich     flüssige    oder     schmelzbare          Phosphorsäure    als aktiver     Bestandteil    in im       wesentlichen    fester und bei den Anwendungs  temperaturen nicht schmelzbarer Beschaffen  heit benutzt, was dadurch e     r    reicht wird,     da.ss     in der     Katalysatorausgangsmischung    Trag  stoffe angewandt.

   werden, die in ihrer     absorp-          tiven    Fähigkeit und in ihren chemischen und       physikalischen    Eigenschaften und in ihrem  Einfluss auf die katalytischen Eigenschaften  der     Mischungen    etwas     verschieden    sein kön-           nen,    jedoch alle ermöglichen, einen festen       Katalysator    mit den Säuren zu ergeben. Die  Stoffe, die benutzt werden, können roh     in     zwei     Klassen        unterteilt    werden.

   Die     erste     und vorzuziehende Klasse umfasst Stoffe, die  vorherrschend     gies;eleäura    enthalten, z. B.       Diatomeen-Erde,        Kieselgar    und künstlich       hergestellte    Formen von poröser Kieselerde,  z.

   B.     "Sil-O-Cel".    Die zweite Stoffklasse, .die  entweder allein oder in     Verbindung    mit .der  ersten     Klasse    benutzt werden kann, umfasst  im allgemeinen bestimmte     Arten    der grossen       Aluminium-Silikat-Klasse    und schliesst na  türlich vorkommende Substanzen, wie die       verschiedenen        Fuller-Erden    und Tone, bei  spielsweise     Bentonite,        Montmorillonite        usw.     ein.

   Die     Klasse        umfasst    auch     bestimmte     künstlich     hergestellte        Aluminiumsilikate,    von  denen die     unter    den Handelsnamen     "Tonsil"     oder     "Filtrol"        bekannten    Produkte     typisch     sind.

   Diese     Substanzen        sind    in gewissem  Sinne     gereinigte    Aluminiumsilikate, die her  gestellt     wurden,    indem     bestimmte        ausge-          wählte        Tone,        üblicherweise    von der     Bentonit-          oder        Montmorillonit-Art,        mit    Salzsäure oder  anderer mineralischer Säure behandelt wer  den und die     Reaktionsprodukte    ausgewaschen  werden.

   Die     natürlich    vorkommenden Stoffe  in dieser allgemeinen Klasse sind durch     eine     hohe     absorptive        Eigenschaft    gekennzeichnet,  die besonders     augenscheinlich    ist beim Her  stellen der vorliegenden Art von     Phosphor-          säu@re-Katalysatoren,    und     sie    können auch be  stimmte Spuren von     aktiven        Bestandteilen          enthalten,    die die     Herstellung    der gewünsch  ter polymerisierenden Wirkungen unterstüt  zen.

   Jede absorbierende Substanz, die wahl  weise benutzt werden kann, übt     wiederum     einen eigenen spezifischen     Einfluss    auf die  gesamten Eigenschaften .des     schliesslich    her  gestellten     Katalysators    aus, der nicht not  wendigerweise gleich mit dem der     andern     Teile der Klasse ist.  



  In einigen Fällen kann die     schliessliche          Struktur    der festen     Phosphorsäure-KataJysä-          toren    dadurch     verbessert    werden, dass der pri  mären     Mischung    der Säure und der     Absorp-          tionsmittel    organische Stoffe zugesetzt wer-    den, die einen     kohlenstoffhaltigen        Rückstand.     beim Erhitzen ergeben.

   Substanzen, die in  dieser Weise benutzt werden können, enthal  ten     derartige    Stoffe wie Zellulose, Stärke  mehl, Zucker, Leim, Gelatine, Mehl, Melasse,       Holzmehl,        Agar-Agar    usw. Der Wert .der       Zusetzung    derartiger     Stoffe,    die während der       gadzinierung    der Primärmischungen teilweise  oder vollständig verkohlt und ausgebrannt  werden können, liegt darin,

   dass sie eine po  rösere     Struktur    und     einen    grösseren Prozent  satz an     Leerraum        innerhalb    der     Katälysator-          teilchenhinterlassen.       Es ist beobachtet worden, dass     verbrauchte          Katalysatoren    der vorliegenden     Art,    die       kohlenstoffhaltige        Ablagerungen        sowohl    auf  dem Umfang als auch im Innern :

  der Körn  chen enthalten, nach der Regeneration     durch          Brennen    mit Luft oder     Sauerstoff    (und nach  folgende     Rehydratisierung,    falls erforderlich)  oft eine höhere     katalytische    Wirksamkeit  zeigen als die ursprünglichen     Mischungen.    So  hat in einigen     Fällen    es.

   sich     ass    zweckmässig       erwiesen,        Kohlenstoff    bei     Temperaturen    in  der Nähe von<B>500'</B> C     auszubrennen    (was  wahrscheinlich zur Bildung von Säuren führt,  die in der     Zusammensetzung    der     Metasäure     ähnlich     sind)    und danach Dampf durch .die       Katalysatorbetten    zu führen, bis genügend       Wasser    mit der Säure wieder verbunden wor  den ist, um sie zu einer     Zusammensetzung    zu  erneuern,

   die der     Pyrosäure        nahesteht.    Bei  der     Rehydrahsierung    sind     Temperaturen    von  ungefähr 240 bis<B>9260'</B> C im allgemeinen am       besten    geeignet.  



  Katalysatoren von hohem Wert     sind    ins  besondere auch     solche,    bei .deren Herstellung  primär erzeugte Mischungen auf eine Tempe  ratur erhitzt wurden, :die     beträchtlich    höher  ist als die, die erforderlich ist zur Herstel  lung der Säure' mit der besten Zusammen  setzung für die     gewünschte    Wirkung.

   Nach  der Erhitzung wird Dampf benutzt, um die  Säure zu     rehydratisieren.        Dieser        Vorteil        ist      besonders     bemerkenswert,    wenn kohlenstoff  haltige Stoffe den     Primärmischungen    zuge  setzt werden und wenn Regenerierung mit      Luft oder     andern    oxydierenden Gasmischun  gen durchgeführt wird, um     kohlenstoffhaltige     Rückstände zu entfernen, die während der       Benutzung    des Katalysators bei organischen  Reaktionen abgelagert     werden.    Der vergrö  sserte     katalytische        )

  Vert    kann der vergrösser  ten     Porosität    zugeschrieben werden und ist  mit     Änderungen    in der     Struktur    und in der       Festigkeit    derselben verbunden.  



  Infolge der Möglichkeit, die für die Bil  dung der     Kattaly        Batormasse        benutzten    Be  standteile zu     ändern,    können beim vorliegen  den Verfahren Katalysatoren von verschie  denen Zusammensetzungen benutzt werden.  Jede Zusammensetzung wird ihr eigenes be  sonderes     katalysierendes    und polymerisieren  des Vermögen haben, das nicht genau gleich  demjenigen von Massen abweichender Zusam  mensetzung sein wird.  



  Im Rahmen der Erfindung kann die Be  handlung von gespaltenen Benzindämpfen  unter Benutzung der festen     Phosphorsäure-          Katalysatorteilchen    als Füllkörper in Behand  lungstürmen ausgeführt werden bei Tempera  turen und Drucken, wie sie allgemein üblich  sind bei     Fraktionatoren    von Spaltanlagen und  die zum     Beispiel    93 bis 210' C und 5 bis  20 Atmosphären betragen können.

       Hierbei     werden die     olefinischen    Bestandteile dieser       Dampf-Gas-Mischungen        selektiv    polymeri  siert in einer oder mehreren     Verfahrensstufen,     so dass harzbildende     0lefine,    die sonst in dem  von der Spaltanlage kommenden Benzin er  scheinen,     in    hoch siedende Stoffe umgewan  delt werden, die als     Bodenrückstände    in der       Endfraktionierungsstufe    zurückgelassen wer  den, während ein bestimmter Teil der norma  lerweise gasförmigen     Mono-Olefine        polyme-          risiert    wird,

   um     Benzinsiedebereich-Flüssig-          keiten    von hohem     Antiklopfwert    zu bilden,  so dass sowohl der Betrag als auch die Güte  des durch das Spaltverfahren erzeugten Ben  zins verbessert wird.  



  Die     Polymerisierung    von gasförmigen       Olefinen    mit Katalysatoren der vorliegenden  Art kann bei verschiedenen Kombinationen  von Zeit, Temperatur und Druckbedingungen       durchgeführt    werden. Die besten Ergebnisse    für irgend ein     bestimmtes    reines     Olefin    oder  eine Mischung von     Olefinen,    beispielsweise  von     denjenigen,    wie sie in den Gasen von       Ölspaltanlagen    auftreten, entsprechen     ge-          wöhnlieh    einer besonderen Kombination.

   Die       Polymerisationsbehandlungen    können selbst  bei     Temperaturen    von 250   C und     über-          atmosphärischen    Drucken bis zu einem Viel  fachen von zehn     Atmosphären    durchgeführt  werden ohne Gefahr einer     rberpolymeri.a-          tion,    die zur Bildung von schweren teerähn  lichen Polymeren     anstatt    von Flüssigkeiten  mit     Benzinsiedebereieh    führen könnte.  



       Beim    Polymerisieren von     normalerweise     gasförmigen     Olefinen    ist nur eine einfache  Einrichtung erforderlich, beispielsweise ein  Rohr oder ein Turm, in dem der Katalysator  als Füllmittel     untergebracht.    ist. Die Gase  können vor ihrem Durchgang durch die     Ka-          talysatormasse    auf einen bestimmten     Druck     gepumpt und auf eine geeignete Temperatur       erwärmt    werden, oder es kann auch die     Ka,-          talysatorkammer    von aussen geheizt. werden.

    Wesentlich ist, dass die richtige Menge     Hz0,     vorzugsweise in der Form von Wasserdampf,  den     Olefinen    zugesetzt wird, bevor sie mit  dem Katalysator in Berührung kommen.  Einige Versuche lassen im allgemeinen die be  sten     Verfahrensbedingungen    erkennen.

   Wenn  beispielsweise die benutzten Temperaturen  und Drucke     derart    sind, dass die polymeren  Produkte in Dampfphase vorhanden sind, so  kann der Strom der Gase innerhalb gefüllter  Türme nach aufwärts durch den Katalysator       geleitet    werden, während bei     Kondensierung     von Flüssigkeiten die besten Ergebnisse er  zielt werden, wenn eine     Leitung    der Flüssig  keit von oben nach unten durchgeführt wird,  so dass sich die Flüssigkeit nicht auf den       Katalysatoroberflächen    ansammelt.  



  Bei der     Olefin-Polymerisation    kann eine       Kombination    ,sowohl in Reihe als auch in Pa  rallelverbindung geschalteter Behandlungs  türme benutzt werden, um eine maximale  Wirkung zu erhalten. Der Vorteil der Be  nutzung von parallel geschalteten Türmen be  steht     allgemein    darin, dass ein fortlaufendes           Arbeiten    möglich ist, da der     Gasstrom    von       Türmen,    die zum Teil verbrauchte     Katalysa-          torenmassen    enthalten, in Türme abgeleitet  werden kann, die     frisches    oder     regeneriertes     Material     enthalten,

      während dann die     Rege-          nerierung    des in den zuerst genannten Tür  men enthaltenen Materials     durchgeführt    wird.  



       Serienschaltung    erleichtert die     Anwen-          dung    von     abgestuften    Temperaturen     und     einer     gegebenenfalls    erwünschten Kühlung  und     Fraktionierung    zwischen :den     Türmen.     Beim     Trennen    und     Kühlen    zwischen den  Serientürmen sind zwei     Punkte    zu beachten.  



  1. Die     Polymerisationsreaktionen    sind       egothermisch,    so dass die     Neigung    zu     einer          Temperaturerhöhung    während des Durch  ganges durch den     aktiven    Katalysator be  steht, die durch Zwischenkühlung aufgehoben  wird.  



  2. Die     zwischenliegende    Trennung von       verhältnismässig    hochsiedenden Polymeren       verhindert    eine     Überpolymerisation    von der  artigen Polymeren, indem sie von     weiterem     Kontakt befreit werden und zur selben Zeit  daran verhindert werden, die Oberfläche  von nachfolgenden     Katalysatorteilchen    durch  Kondensation zu flüssiger Form zu     verunrei-          nigen    und allmählich     kohlenstoffhaltige     Deckschichten zu bilden.

           Beispiel:     Um die Vorteile zu zeigen, die erzielt wer  den können, wenn geregelte Dampfmengen  solchen Gasmischungen zugesetzt werden, die  einer     Polymerisierung        unterwarfen    werden,  wurden 4 Türme, die     dieselben    frisch erzeug  ten festen     Phosphorsäure-Katalysatoren    ent  hielten, parallel geschaltet und ein vom     Sta-          bilisator    einer Spaltanlage kommendes Gas       hindurchgeleitet,    das. ungefähr 30 Volumen  prozent     Propylen    und höhere     Olefine    enthielt.

    Die Türme wurden alle von oben nach unten  mit einer Temperatur von 232   C, 6,8     Atm.          Druck    und     derselben    Geschwindigkeit betrie  ben.  



  Im Turm Nr. 1     wurde    die Gasmischung  ohne     Zusetzung        von    Dampf hindurchgeleitet.    Im Turm Nr. 2     wurde    1 % Dampf zugesetzt,  im Turm Nr. 3 3 % und im     Turm    Nr. 4 6 %.

    Anfänglich fand     eine    80 %     ige    Entfernung  von     Prapylen    und höheren     Olefinen    in allen  4 Türmen     statt,        wie    durch     Analyse    der     Ein-          und        Auslassgase        festgestellt    wurde.

   Nach  7 Tagen fortgesetzten     Betriebes    wurde fest  gestellt,     dass    der Prozentsatz an     entferntem          Olefin    im ersten Turm auf 40     gefallen    war,  während in den     Türmen    2, 3 und 4 keine       Änderung        festgestellt    wurde. Nach     weiteren     7 Betriebstagen sank der Prozentsatz im       Turm    Nr. 1 auf 20 % und war praktisch nicht  mehr brauchbar.

   Im     Turm    Nr. 2 war der  Prozentsatz an entfernten     Olefinen    auf 70  gefallen, während die Türme 3 und 4 im  wesentlichen noch so wirksam waren wie beim  Beginn     des        Verfahrens:

  .    Nach einer     weiteren     Betriebswoche sank der Prozentsatz im     Turm     Nr. 2 auf<B>60%</B> und der     Turm    Nr. 3     begann     eine Verschlechterung zu zeigen,     wahns.chein-          lich    hauptsächlich     infolge    der allmählichen       Ans.ammtlung    von kohlenstoffhaltigen Rück  ständen auf den     Katalysatorkörnchen.        Turm     Nr. 4 war ,jedoch noch wirksam und     zeigte     nach 25tägiger Betriebsdauer keine Ver  schlechterung der     katalytis        ehen    Wirksamkeit.

    Ein Zusatz von mehr als 6 % Dampf ver  ringerte die     Wirksamkeit    des     Katalysators.     



       Aus    den obigen Angaben ist zu ersehen,  dass bei der benutzten Gasmischung der op  timale Prozentsatz an Dampf ungefähr 3 bis  6     Volumprozent        betrug.    Dieser Prozentsatz  muss     notwendigerweise    in den Fällen ver  ändert werden, wo Gasmischungen benutzt  werden, die einen verschiedenen Prozentsatz  an höheren     Olefinen    enthalten.

   Der Prozent  satz an Dampf ist ferner beeinflusst durch die       Temperatur    und den Druck, die für die wirt  schaftliche     Entfernung    von     Olefinen    von ver  schiedenen gespaltenen     Gasmischungen    für  am     geeignetesten    gehalten werden.  



  Das     Wesen    der     Erfindung    und der     Wert     derselben geht aus der vorhergehenden Be  schreibung und den     beispielsweise    angeführ  ten     Ergebnissen    hervor, die jedoch nicht zur  Beschränkung der     Erfindung    gedacht     sind.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Polymerisationsbehandlung von Olefinen bei Temperaturen unter ?6I1 C mit Hilfe eines aus einer grösseren Teilmenge einer Phosphorsäure mit höherem Wasser gehalt als der der 3letaphosphorsäure und einer geringeren Teilmenge eines festen Ad- sorptions.matcria.ls bestehenden festen Kata lysators, dadurch gekennzeichnet,
    dass ole- finisehe Kohlenwasserstoffe der Wirkung des Säurekatalysators in Gegenwart von nur in solcher Menge zugesetztem H._0 ausgesetzt werden, da.ss der Wassergehalt des Katalysa- tors praktisch unverändert bleibt. UNTERAN SPRüCHE 1.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Polymeri- sationsbehandlung der olefinischen Kohlen wasserstoffe in Gegenwart von zugesetz tem Wasserdampf in einer Menge von 1-6%, bezogen auf das Dampfvolum der Kohlenwasserstoffe, durchgeführt wird.
    \?. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Polymeri- sationsbehandlung der olefinischen Kohlen wasserstoffe unter überatmosphärischem Druck von mehr als 5 Atmosphären in Gegenwart von in einer Menge von 3 bis <B>6%,</B> bezogen auf das Da-npfvolum der Kohlenwasserstoffe,
    zugesetztem H20 der Wirkung eines durch Kalzinierung bei einer Temperatur oberhalb<B>180'</B> C aus einer innigen Mischung einer Phosphor säure mit höherem Wassergehalt als der der Meterphosphorsäure und fein verteiltem kieselerdehaltigem Adsorptions- material hergestellten und vor seiner An wendung in Körperteilchen vorbestimmter Grösse übergeführten Katalysators durch geführt wird.
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