CH207787A - Elektronen-Entladungsvorrichtung, bei der eine virtuelle Kathode gebildet wird. - Google Patents

Elektronen-Entladungsvorrichtung, bei der eine virtuelle Kathode gebildet wird.

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CH207787A
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    • H01J19/00Details of vacuum tubes of the types covered by group H01J21/00
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
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    • H01J2893/001Non-constructive schematic arrangements

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Description


      Elektronen-Entladungsvorrichtung,    bei der eine virtuelle     Kathode    gebildet wird.    Die Erfindung bezieht sich auf eine     Elek-          tronen-Entladungsvorrichtung,    bei der eine  virtuelle Kathode gebildet wird.  



  In einer elektrischen Entladungsröhre mit  einer Kathode, einem Gitter und einer  Anode, in welcher der Abstand     zwischen     dem Gitter und der Anode gross im Ver  gleich zum Abstand zwischen dem Gitter  und der Kathode ist, und das Gitter     ein     höheres Potential als die Anode hat, kann  bekanntlich eine virtuelle Kathode zwischen  dem Gitter und der Anode gebildet werden.  Der zu einer hinter der virtuellen Kathode  liegenden positiven Elektrode fliessende  Strom wird durch den Abstand zwischen der  virtuellen Kathode und der positiven Elek  trode, sowie durch das Potential dieser letz  teren bedingt.  



  Die prinzipielle     Wirkung    einer Röhre, in  der wenigstens die drei vorerwähnten Elek  troden vorhanden sind und in der die Span  nungen und die Abmessungen ebenfalls wie  angegeben sind, wird an Hand der     Fig.    1, 2    und 3 der beiliegenden Zeichnung näher er  läutert.  



  Eine Entladungsröhre 1 nach     Fig.    1 ent  hält eine Kathode 2, ein Gitter 3 mit in  bezug auf die Kathode positiver     Vorspan-          nung    und eine Anode 4. Wenn der Abstand  zwischen den Elektroden 3 und 4 hinreichend  ist,     bildet    sich     erfahrungsgemäss,    z. B. bei 5,  eine virtuelle Kathode.

   Bei der     Anordnung     nach     Fig.    1 kann die virtuelle Kathode nicht  dichter am positiven Gitter gebildet werden  als der Abstand zwischen dem Gitter 3 und  der Kathode 2 beträgt, da das Potential an  der Stelle der virtuellen Kathode nahezu  gleich dem Potential der Kathode sein wird,  so dass das elektrische Feld zu beiden Sei  ten des Gitters 3 nahezu symmetrisch sein  wird.     Wenn    der Kathodenstrom nur durch  die Raumladung begrenzt ist, so ist zufolge  der erwähnten Symmetrie die Lage der vir  tuellen Kathode geradezu unabhängig vom  Potential des Gitters 3, so dass in diesem  Falle der Anodenstrom     ausschliesslich    durch      das Anodenpotential bedingt wird.

   Wenn  nun gemäss     Fig.    2, in der gleichfalls die Teile  1, 2, 3, 4 und 5 vorhanden sind, ein Gitter 6  zwischen dem positiven Gitter 3 und der Ka  thode 2 auf     Raumladungspotential    angeord  net wird, so bleibt die Stelle der virtuellen  Kathode     ungeändert.    Wenn aber das Gitter  6 mehr negativ gemacht wird, verschiebt sich  die virtuelle Kathode vom Gitter 3 gegen  die Anode 4, so dass der Anodenstrom  wächst; in diesem Falle besteht somit eine  Kennlinie negativer Steilheit für den Strom  zur Anode 4 als Funktion der Spannung am  Gitter 6.  



  Da. es aber erwünscht ist, an das Gitter 6,  das als Steuergitter wirken soll, ein negati  ves Potential anzulegen, ist zur Bildung einer  virtuellen Kathode ein sehr grosser Abstand  zwischen dem Gitter 3 und der Anode 4 er  forderlich. Dieser Abstand kann nun be  trächtlich verringert werden, wenn zwischen  letzteren Elektroden entsprechend     Fig.    3 ein  Gitter 7 mit etwa Nullpotential angeordnet  wird. Falls sich das Gitter 7 in der gleichen  Entfernung vom Gitter 3 wie das Gitter 6  befindet, so wird sich die virtuelle Kathode  etwa in gleicher Entfernung vom Gitter 3  wie die Kathode 2 befinden.  



  Die Bauanordnung nach     Fig.    3 hat immer  noch den Nachteil,     da.ss    der Anodenwider  stand und der Verstärkungsgrad ziemlich  klein sind.  



  Um diesen Nachteil zu vermeiden und die  Vorteile einer solchen Bauanordnung voll  ständig auszunutzen, wird erfindungsgemäss  vorgeschlagen, zwischen der Kathode und  der Anode hintereinander ein Steuergitter,  ein auf positivem Potential befindliches Git  ter und zwei Gitter, deren Spannung die der  Kathode nicht übersteigt, anzuordnen, wobei  die angelegten Spannungen und die verschie  denen Abstände derart gewählt werden, dass  zwischen den beiden letztgenannten Gittern  eine virtuelle Kathode gebildet wird.  



  Ein Beispiel einer solchen erfindungs  gemässen Entladungsvorrichtung ist in     Fig.    4  dargestellt, in der die Röhrenwand mit 1, die  Kathode mit 2, ein positives Gitter mit 3,    die Anode mit 4, die virtuelle Kathode mit  5, das     Steuergitter    mit 6 und ein auf Ka  thodenpotential befindliches Gitter mit 7 be  zeichnet sind; weiter ist zwischen der     vir-,          tuellen    Kathode und der Anode ein zweites,  sich zweckmässig auf Kathodenpotential be  findliches Gitter 8 angeordnet.  



  Zur Erzielung des gewünschten Zustan  des müssen die verschiedenen Abstände und  Spannungen passend gewählt werden.     Wenn     eine planparallele     Elektrodenanordnung    ge  wählt ist und die Gitter 7 und 8 sich auf  Kathodenpotential befinden, wird eine vir  tuelle Kathode zwischen diesen     Gittern    ge  bildet werden, wenn der Abstand zwischen  den Gittern 6 und 3 dem Abstand zwischen  den     Gittern    3 und 7 entspricht, und der Ab  stand zwischen den Gittern 7 und 8 gleich  gross oder grösser als der Abstand zwischen  der Kathode 2 und dem Gitter 6 ist, wobei  weiter die Gitter 6 und 7 die gleiche Struk  tur haben und das Gitter 8 sehr enge Öff  nungen besitzt.  



  Bei einer Ausführungsform ist zum Bei  spiel das Verhältnis des Abstandes zwischen  der Kathode und dem Gitter 6 zu den Ab  ständen zwischen dem Gitter 6 und dem Git  ter 3, zwischen den Gittern 3 und 7 usw.  1 : 2 : 2 : 4 : 2, wobei es ebenfalls wichtig ist,  dass das     Gitter    8 hinreichend enge Öffnun  gen hat, um die virtuelle Kathode derart von  der Anode abzuschirmen, dass eine hohe  Anodenspannung Anwendung finden kann.  Zweckmässig sind die Spannungen an den  Gittern 6, 7 und 8 Null oder negativ in Be  zug auf die Kathode. Man kann eines dieser  Gitter als Steuergitter verwenden, wobei  dann bei Verwendung der Gitter 7 und 8 als  Steuergitter die Röhre eine positive Steilheit  hat.  



  Eine Entladungsvorrichtung nach der  vorliegenden Erfindung kann beispielsweise  eine Kathode enthalten, deren Durchmesser  etwa 1 mm beträgt, ein elliptisches Gitter,  dessen kleine     Axe    eine Länge von etwa       21/2    mm und dessen grosse     Axe    eine Länge  von etwa 3,1 mm hat, wobei das Gitter mit  einer Steigung von etwa 1 mm gewunden ist      und die Drahtstärke 0,1 mm beträgt. Das  zweite Gitter, von der Kathode aus gezählt,  kann dann ebenfalls ellipsenförmig sein, wo  bei die kleine     Age    5 mm und die grosse     Ase     51/2 mm     beträgt;    die Steigung ist etwa       11/s    mm, und die Drahtstärke 0,12 mm.

    Diese Werte können     dann    für das darauffol  gende     Gitter    71/, 9, 1/2 und 0,15 mm, für das  nächstfolgende Gitter     121/2    (ein zylindri  sches Gitter), 1,4 mm und die Drahtstärke  0,12 mm sein, während der Durchmesser  einer zylindrischen Anode 15 mm betragen  kann.  



  In     Fig.    4 sind weiter     schematisch    ein  Eingangskreis 9 und ein Ausgangskreis 10  und zwei Spannungsquellen 11 und 12 ab  gebildet.  



       Fig.    5 zeigt schliesslich zur Veranschau  lichung der Wirkung der Entladungsvor  richtung eine Kurve, bei welcher der Strom  zu der Anode 4 als     Funktion    der     Spannung     am Gitter 6 aufgetragen ist     (h,    als Funk  tion von     Vg).    Es arbeitet hierbei die Röhre  in dem durch<I>WR</I> angedeuteten Bereich.  



  Eine Entladungsvorrichtung gemäss     Fig.    4  kann nun als     Gegentaktanordnung    arbeiten,  wobei eine gewöhnliche Röhre als Treiber  röhre verwendet werden kann, ohne dass in  duktive Kopplung zwischen Treiberstufe und  Gegentaktstufe notwendig ist, was mit  zwei üblichen Röhren in der Gegentaktstufe  nicht ohne weiteres möglich ist. Eine der  artige Schaltung ist in     Fig.    6 angegeben. Die  Röhre I und die Röhre     II    sind über einen       ,Widerstand    gekoppelt. Die     Spannungen.    der  Anode 4 und des Gitters 3 sind in Gegen  phase, so dass zwischen diesen zwei Elektro  den ein Ausgangstransformator 9 geschaltet  werden kann.

   Eine andere Anwendung der  Röhre ist zum-Beispiel als     Oszillator    mög  lich, bei dem eine direkte Kopplung zwischen    der Anode und dem Gitter bestehen kann, da  die     Anodenspannung    mit der     Gitterspannung     in Phase ist. Aus     Fig.    7 ist ersichtlich, dass,  wenn     zwischen    Anode und     Steuergitter    ein  Kondensator 13 geschaltet wird, die Schal  tung als selbsterregter     Oszillator    arbeiten  kann.  



  Eine weitere     Anwendung    der Erfindung  ergibt sich bei Verwendung des positiven  Gitters als Ausgangselektrode; da der     Ge-          samtanodenstrom    wächst, wenn die Spannung  am Gitter 3 positiver wird, so nimmt auch  der positive Gitterstrom schnell zu, so dass  sich in diesem Fall eine grosse Steilheit er  zielen lässt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektronen-Entladungsvorrichtung, die eine Kathode, eine Anode und wenigstens vier zwischenliegende Gitter enthält, von denen das erste, auf die Kathode folgende Gitter eine negative oder keine Vorspannung besitzt, das darauffolgende Gitter sich auf positivem Potential befindet, und an die bei den letzten Gitter keine oder eine kleine ne gative Spannung angelegt ist, dadurch ge kennzeichnet, dass die verschiedenen Spannun- gen und Elektrodenabstände derart gewählt sind,
    dass zwischen den beiden letztgenannten Gittern eine virtuelle Kathode.gebildet wird. UNTERANSPRUCH: Elektronen-Entladungsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass das Verhältnis der Abstände zwischen den verschiedenen benachbarten Elektroden von der Kathode zu der Anode sukzessive 1 : 2 : 2 : 4 : 2 beträgt.
CH207787D 1937-01-29 1938-01-27 Elektronen-Entladungsvorrichtung, bei der eine virtuelle Kathode gebildet wird. CH207787A (de)

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