CH207963A - Heizungsanlage. - Google Patents
Heizungsanlage.Info
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Description
Heizungsanlage. Bei Heizungsanlagen, insbesondere bei Warmwasser-Heizungsanlagen, wie auch bei Niederdruckdampf- oder Heisswasseranlagen für Wohngebäude, Fabriken, Schulhäuser etc. wird während der Nacht die Stärke der Feuerung, so gut es geht, vermindert, um Kohlen zu sparen. Z. B. bei den bekannten Warmwasserkesseln wird zu diesem Zwecke von Hand die vom Thermostaten gesteuerte Luftklappe am Abend so weit geschlossen, als es die gewünschte oder verlangte Zimmer temperatur für den nächsten Morgen erlaubt. Es gibt nun zwei Lösungen 1.
Der Heizer kann die Klappe so geöff net haben, dass die Heizkesseltemperatur über Nacht annähernd konstant bleibt, und zwar auf der am folgenden Morgen gewünschten grossen Höhe. Dann werden aber die einge füllten Kohlen zum grossen Teil aufgebraucht sein. Der Heizer musste aber nicht schon sehr früh in der Heizung sein.
2. Der Heizer kann abends 'die Klappe möglichst schliessen, um Kohlen zu sparen. Er muss aber am Morgen sehr früh schon die Klappe wieder öffnen, um die vorge schriebene Wärme von der bestimmten Mor genstunde an wieder abgeben zu können. Gewöhnlich wird dies in kürzer Zeit zu er reichen versucht. Der Heizungskessel wird so. jeden Morgen überlastet.
Zweck vorliegender Erfindung ist, eine Einrichtung zu schaffen, welche diese erhöhte Luftzufuhr selbsttätig bewirkt. Vorliegende Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass diese Einrichtung in dem Thermostat resp. Druckregler und Luftklappe verbindenden Zugorgan eingebaut ist und einen unter Wir kung eines Kraftspeichers stehenden beweg lichen Teil besitzt, für welchen eine Verrie- gelungsvorrichtung vorgesehen ist, die durch einen von einem Elektromagneten beherrsch ten Anker beeinflusst wird, wobei -der Elek tromagnet durch einen von einem Zeitwerk eingeschalteten Stromkreis erregt wird, das Ganze zum Zweck, um die Luftklappe zu einer bestimmten Zeit stärker zu öffnen.
Die Einrichtung bildet nicht nur eine Bequemlich keit für den Heizer, sondern erledigt die Frühzeitarbeit und trägt auch zum Einsparern von Kohlen und zur Schonung des Kessels bei.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel einer Anlage schematisch dargestellt, und zwar zeigen die Fig. 1 und 2 einen vertikalen Schnitt durch die Auslöseeinrichtung ein- und aus geschaltet; Fig. 3 zeigt eine Ansicht von oben; Fig. 4 zeigt schematisch einen Heizungs ofen.
Der gezeichnete Warmwasser-Heizungs- ofen 1 besitzt einen Thermostaten 2 von an sich bekannter Bauart und eine den Zutritt von Luft unter den Rost der Feuerung be herrschende Luftklappe 3. Die Luftklappe 3 ist ausbalanciert und ist mit einem Zugorgan 4 mit dem Hebel des Thermostaten 2 ver bunden, z. B. mittelst Kette. Im Verlaufe der Kette 4, hier z. B. etwa in der Mitte, ist die selbsttätige Öffnungseinrichtung 5 für die Luftklappe 3 eingebaut. Die Einrichtung weist ein Rohrstück 6 auf, das oben mit einem Deckel 7 abgeschlossen ist. Der Deckel 7 ist mittelst Lappen 8 mit der Kette 4 ge lenkig verbunden.
Im Rohr 6 ist ein Elektro magnet 9, ferner ein unter der Wirkung einer Feder 10 stehender Kolben 11, letzterer gleit- bar, angeordnet. Der Kolben 11 ragt durch den untern Abschlussdeckel 12 des Zylinders 6 hindurch und ist mittelst Lappen 13 mit der Kette 4 gelenkig verbunden. Die Feder 10 ist bestrebt, den Kolben 11 in der in Fig. 1 gezeigten Lage zu halten. Der Elektromagnet 9, der von an sich bekannter Bauart sein kann, ist mittelst der Leiter 14, 15 über eine Schaltuhr 16 an ein Netz angeschlossen. Der Kern des Elektromagnetes (Solenoids) ist mit einer Längsbohrung versehen, in welcher ein Stift 17 gleitbar angeordnet ist.
Das obere Ende des Stiftes 17 ist fest mit dem Anker 18 verbunden, welch letzterer ausserdem einen durch den Deckel 7 hindurchnagenden Stift 19 trägt. Das untere Ende des Stiftes 17 liegt auf dem Arme 20 eines als Verrie- gelungsvorrichtung wirkenden Winkelhebels 21, welcher mittelst Stift 22 am Elektro- magneten 9 gelenkig angeordnet ist. Der Hebel 21 steht unter der Wirkung einer Feder 23 und trägt am freien untern Ende eine Rolle 24. Diese Rolle 24 arbeitet mit der obern Stirnfläche 25 des Bolzens 11 zu sammen. Liegt die Rolle 24 auf der Stirn fläche 25 (Fig. 2), so wird der Kolben 11 entgegen der Wirkung der Feder in der Tieflage festgehalten.
Am Arm 20 ist ein federnder Kontaktarm 27 vorgesehen, welcher mit einem feststehenden Kontakt 28 zusam menarbeitet und den Stromkreis durch den Elektromagneten 9 beherrscht. Damit der Kolben 11 bei seiner Freigabe durch den Hebel 21 den Arm 20 nicht verletzen kann, wird die obere Endlage der Stirnfläche 25 mit Hilfe einer Stellmutter 30 festgelegt, Die Stellmutter 30 ist auf dem Kolben 11 verschraubt. Je nach Einstellung wird der Hub des Kolbens 11 geändert.
Die Arbeitsweise ist folgende Der Heizer zieht abends den Kolben 11 nach unten. Der Hebel 21 stellt die Rolle 24 über die Stirnfläche 25 (Fig. 2). Das Zug organ 5 ist verlängert, soweit, dass nun die Luftklappe ganz oder nahezu ganz geschlos sen wird, damit nur soviel Luft zur Feue rung gelangt, als absolut nötig ist, um das Feuer aufrecht zu erhalten. Die Schaltuhr 16 wird so eingestellt, dass diese zu einem vorbestimmten Zeitpunkt, z. B. 4 Uhr mor gens, den Stromkreis durch den Elektro magneten 9 schliesst. Um 4 Uhr morgens wird also selbsttätig der Magnet 9 erregt. Dieser zieht den Anker 18 an, letzterer ver stellt mit Hilfe des Stiftens 17. den Hebel 21 entgegen der Wirkung der Feder 23. Die Rolle 24 gleitet von der Stirnfläche 25 ab.
Die Sperrung des Kolbens 11 wird aufgeho ben; letzterer wird unter der Wirkung der sich entspannenden Feder 10 nach oben in die Lage nach Fig. 1 bewegt. Die Luft klappe 3 wird wieder voll geöffnet. Die Steuerung kommt in volle Wirkung. Beim Anziehen des Ankers 18 und beim Ver- schwenken :des Hebels 21 wird der Kontakt 27, 28 geöffnet, und der Stromkreis durch den Elektromagneten 9 geöffnet. Der Magnet bleibt stromlos bis der Kolben 11 wieder nach unten gezogen wird und die Schaltuhr wieder in Funktion tritt. Die Sperreinrich tung für den Kolben 11 könnte auch anders als gezeichnet sein.
Die Öffnungseinrichtung für die Luft klappe lässt sich an bestehende Heizungs anlagen leicht nachträglich noch einbauen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Heizungsanlage, insbesondere Warmwas ser-, Niederdruckdampf- oder Heisswasser Heizanlage, bei welcher Anlage am Kessel eine Luftklappe zum Regeln der Frischluft zufuhr zur Feuerung und ein diese Klappe beherrschender Thermostat resp. Druckregler vorgesehen ist, wobei zwischen Thermostat resp. Druckregler einerseits und Luftklappe anderseits eine durch ein Zeitwerk aaslös bare Einrichtung zum Öffnen der Luftklappe an einem zum voraus einstellbaren Zeitpunkt vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet,dass diese Einrichtung in dem Thermostat resp. Druckregler und Luftklappe verbindenden Zugorgan eingebaut ist und einen unter Wir kung eines Kraftspeichers stehenden beweg lichen Teil (11) besitzt, für welchen eine Verriegelungsvorrichtung (21) vorgesehen ist, die durch einen von einem Elektromagneten (9) beherrschten Anker (18) beeinflusst wird, wobei der Elektromagnet durch einen von einem Zeitwerk eingeschalteten Stromkreis erregt wird, das Ganze zum Zwecke, um die Luftklapper zu einer bestimmten Zeit stärker zu öffnen. UNTERANSPRÜCHE: 1.Anlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der untere mit der Luftklappe verbundene bewegliche Teil (11) unter der Wirkung einer Feder steht und dass das Solenoid (9) eine Sperrein richtung (21) für den unter Federwirkung stehenden Kolben (11). beherrscht, das Ganze derart, dass durch Einschalten des Solenoids die Sperrung des Kolbens aus gelöst und dieser unter den Einfluss der sich entspannenden Feder (10) sich und damit die Luftklappe verstellen kann. 2. Anlage nach Patentanspruch, wie in der Zeichnung dargestellt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH207963T | 1938-05-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH207963A true CH207963A (de) | 1939-12-31 |
Family
ID=4445815
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH207963D CH207963A (de) | 1938-05-17 | 1938-05-17 | Heizungsanlage. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH207963A (de) |
-
1938
- 1938-05-17 CH CH207963D patent/CH207963A/de unknown
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