CH208253A - Verfahren zur Darstellung eines B-alkyl-substituierten Äthylamin-Derivates. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines B-alkyl-substituierten Äthylamin-Derivates.

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CH208253A
CH208253A CH208253DA CH208253A CH 208253 A CH208253 A CH 208253A CH 208253D A CH208253D A CH 208253DA CH 208253 A CH208253 A CH 208253A
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sep
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hydrogen
tri
alkyl
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Schering A G
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Schering Ag
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  Verfahren zur Darstellung eines     f-alkyl-substitnierten        Äthylamin-Derivates.       Es wurde gefunden, dass sich     ss-alkyl-          substituierte        Äthylaminderivate    der folgen  den Formel  
EMI0001.0006     
    in der R, R' und R" gleiche oder vonein  ander verschiedene     Alkylreste    oder R'     und/oder     R" auch     Wasserstoffatome    darstellen und die  im Molekül mindestens     11        Kohlenstoffatome     aufweisen, durch starke peripher lähmende       (spasmolytische)    Eigenschaften auszeichnen.  



  Die Darstellung dieser Verbindungen kann  nach an sich für die Herstellung von Aminen  bekannten Methoden erfolgen. Als besonders  geeignet haben sich Verfahren erwiesen, bei  denen man     Nitrile    der Formel  
EMI0001.0014     
    oder ihre     Wasseranlagerungsprodukte,    das  heisst     Amide    der Formel  
EMI0001.0017     
    der Einwirkung von Reduktionsmitteln, zum  Beispiel von     naszierendem    oder katalytisch  aktiviertem Wasserstoff, unterwirft.

   Man kann  aber auch die     Amide    der entsprechenden  Säuren, die im Molekül ein     Kohlenstoffatom     mehr aufweisen als die herzustellenden Amine,  den bekannten Abbaumethoden, zum Beispiel  nach Hofmann,     Curtius    oder     dergl.    unter  werfen.  



  Die Feststellung der     spasmolytischen     Wirksamkeit der einzelnen Amine erfolgt  durch Auswertung an einem dauernd in       bariumhaltiger        Tyrodelösung    gehaltenen über  lebenden Kaninchendarm. Die einzelnen Prä  parate wurden stets gegen     Novocainchlor-          hydrat    als Vergleichspräparat ausgewertet.

        In diesen Versuchen war     Novocainchlor-          hydrat    =     ij;s        Papaverinchlorhydrat.    Aus der  folgenden Tabelle ergibt sich, dass     r-alky        1-          substituierte        Äthylamine,    sofern die Anzahl  der darin enthaltenen     Kohlenstoffatomeldeiner     ist, nur eine mässige peripher lähmende Wir  kung besitzen.

   Die Wirksamkeit steigt je-    doch überraschenderweise ganz erheblich an,  wenn das Molekül dieser     Stoffe    mindestens  11     Kohlenatoffatome    enthält, und zwar tritt  eine solche Steigerung ein, dass die Amine  dem     Papaverin    in seiner Wirkung gleich  kommen     bezw.    es noch     übertreffen.     
EMI0002.0015     
  
    Wirkungszahl
<tb>  Untersuchtes <SEP> Athylamin:

   <SEP> C-Zahl <SEP> (Novocain-Chlor  hydrat-1)
<tb>  f@ss-Triätbyläthylainirichlorhydrat <SEP> 8 <SEP> 7,5
<tb>  ;3f@-Ti@ipropyliithylainirichloi-hydr-at <SEP> 11 <SEP> 50
<tb>  n-Tetradecylaniinchlorhydrat <SEP> 14 <SEP> 75
<tb>   Diäthyl-i3-n-hexyläthylaminchlorhydrat <SEP> 12 <SEP> 120
<tb>  ss@-Di-n-hexyl-äthylaininchlorhydrat <SEP> 14 <SEP> 150
<tb>  iV,3-Äthyl <SEP> -diisoainyl- < ithylaniinchlorhydrat <SEP> 14 <SEP> 200
<tb>  iV@-Tri-n-butyl-äthylaminchlorhydrat <SEP> 14 <SEP> 450
<tb>  i3,3@-Tri-isoamylätliylaniinclilorliydrat <SEP> 17 <SEP> 300
<tb>  Pi@3-Tri-n-hexyl-äthylaminchlorhydrat <SEP> 20 <SEP> fast <SEP> unwirksam       Aus der Tabelle ist ersichtlich,

       dafa    durch  die Herstellung der bisher unbekannten       @-Äthy        lainiiidei-ivate    eine neue Gruppe von       therapeutisch    wichtigen Stoffen mit stark     spas-          molytischen    Eigenschaften gefunden wurde.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Darstellung von     d-Tri-n-          butylätllylamin,    das dadurch     gekennzeichnet     ist, dass man     Ti-i-n-butylacetoniti,il    mit Was  serstoff behandelt. Die neue Verbindung soll  als Arzneimittel Verwendung finden.  



  Für ihre     technischeHerstellung    hat sich     ain     vorteilhaftesten erwiesen, das genannte     Nitril     in Gegenwart von zweckmässig auf Trägern  niedergeschlagenen     Nichtedelinetall-Kataly-          satoren,    vor allem von auf     Kieselgur    nieder  geschlagenen     Nickel-Katalysatoren,    mit Was  serstoff unter Druck bei erhöhter Tempera  tur, zum Beispiel bei 120-140   zu reduzie  ren.

   Verwendet man sogenannte Raney-Kata-         1y        satoren,    die erhalten werden können durch  Herauslösen des Aluminiums aus einer     Nickel-          Aluminiumlegierung,    zum Beispiel nach dem  Verfahren des amerikanischen Patentes  Nr. 1915 473, so lässt sich die Reduktion  auch bei niederen Temperaturen, zum Bei  spiel schon bei 70  , durchführen.

           Beispiel:     200 Teile     Tri-ri-biitylacetonitril        (KP-4,8   <B>1280)</B>  wurden im     Autoklaven    unter Zusatz von  20 Teilen Nickelkatalysator auf     Kieselgur,     der 1 Stunde bei zirka 450   im Wasser  stoffstrom reduziert worden war, unter 20 bis  100     Atni.        Wasserstoffdruck        auf   <B>1301</B> erhitzt,  bis die     Wasserstoffaufnahme    beendet war.  Es wurden 44 Liter Wasserstoff aufgenom  men. Nach Abtrennung des Katalysators  wurde der     Autoklaveninhalt    fraktioniert de  stilliert.

             Die        Destillation        liefert        etwa        95%        der     Theorie reines     ss-Tri-n-butyläthylamin    vom       Kp.lg    140-142<B>0</B>.  



  Durch Neutralisieren der Base mit der  berechneten Menge Salzsäure und Eindamp  fen erhält man daraus das Chlorhydrat in  Form von Blättchen vom     Fp.    135-136    (aus Wasser).  



  Die Reduktion des     Nitrils    ist mit gleicher  Ausbeute auch durchführbar, wenn man es  in einem Schüttelgefäss oder     Rührautoklaven     unter Zusatz von drei Teilen     Raney-Nickel-          katalysator    bei 60-70   unter einem Druck  von 30 cm Wassersäule mit reinem Wasser  stoff behandelt, solange noch Wasserstoff auf  genommen wird. Das Reaktionsprodukt  wird dann vom Katalysator getrennt und  wie oben gereinigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren-zur Darstellung eines ss-alkyl- substituierten Äthylaminderivates von hoher spasmolytischer Wirksamkeit, dadurch ge kennzeichnet, dass man Tri-n-butylacetoni- tril mit Wasserstoff behandelt. Das so erhaltene ,Q-Tri-n-butyläthylamin siedet bei 13 mm Druck bei 135-136', sein Chlorhydrat schmilzt bei 135-1360. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktion mit Hilfe von katalytisch aktiviertem Wasser stoff erfolgt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysatoren auf Träger niederge schlagene Nickelkatalysatoren Verwendung finden. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysator ein Nickelkatalysator verwendet wird, der erhalten wurde durch Herauslösen des Aluminiums aus einer Nickelaluminiumlegierung. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die katalytische Reduktion unter Druck und bei erhöhter Temperatur durch geführt wird.
CH208253D 1937-02-26 1938-02-22 Verfahren zur Darstellung eines B-alkyl-substituierten Äthylamin-Derivates. CH208253A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2422632A (en) * 1944-11-07 1947-06-17 Sharples Chemicals Inc Manufacture of aliphatic amines and acid amides

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2422632A (en) * 1944-11-07 1947-06-17 Sharples Chemicals Inc Manufacture of aliphatic amines and acid amides

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