CH209144A - Vorrichtung mit Flüssigkeitsgetriebe zum Antrieb von Maschinen oder Fahrzeugen. - Google Patents

Vorrichtung mit Flüssigkeitsgetriebe zum Antrieb von Maschinen oder Fahrzeugen.

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CH209144A
CH209144A CH209144DA CH209144A CH 209144 A CH209144 A CH 209144A CH 209144D A CH209144D A CH 209144DA CH 209144 A CH209144 A CH 209144A
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CH
Switzerland
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control
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spinning
pump
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Boehringer G M B H Gebr
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Boehringer Gmbh Geb
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Description


  Vorrichtung mit Flüssigkeitsgetriebe zum Antrieb von Maschinen oder     Fahrzeugen.       Zahlreiche Maschinen, unter anderem  Spinnmaschinen, müssen mit einer veränder  lichen Geschwindigkeit angetrieben werden,  die sich nach dem jeweiligen Betriebszustand  richtet und in Abhängigkeit von zwei ver  änderlichen Grössen steht.  



  Bekannt ist es, diese Aufgabe dadurch zu  lösen, dass die beiden veränderlichen Grössen  ein Regelwerk beeinflussen, das seinerseits  die Antriebsgeschwindigkeit der Maschine  durch Beeinflussung eines geeigneten Elektro  motors beherrscht.  



  Diese Anordnung hat jedoch den Nach  teil, dass sie die Verwendung teurer Elektro  motoren erfordert, und dass das Regelwerk  ebenfalls verwickelt     und    teuer wird.  



  Die vorliegende Erfindung hat sich die  Aufgabe gestellt, diese Nachteile zu vermei  den und verwendet zu diesem Zweck zum  Antrieb von Maschinen oder Fahrzeugen in  an sich bekannter     Weise-    ein Flüssigkeits  getriebe, dessen Pumpenteil und Motorteil je    für sich regulierbar sind. Die Erfindung ist  dadurch gekennzeichnet, dass die Regulierung  des Motorteils mit einem Organ der ange  triebenen Maschine oder Fahrzeuges und die  Regulierung des Pumpenteils mit einem an  dern Organ derselben verbunden sind.  



  Insbesondere eignet sich die Erfindung für  den Spindelantrieb von Ringspinnmaschinen,  da deren Fadengeschwindigkeit während des  Spinnens nach zwei bestimmten Gesetzen ver  ändert werden     muss     1. Solange sich die Fäden noch unten an  den Spulen befinden, muss die Fadengeschwin  digkeit gering sein. Sie muss dann ansteigen,  während sich die Spule nach oben     vollwickelt.     Wandert der Faden nach dem obern Ende  der Spule hin, so muss die Geschwindigkeit  wieder sinken. Diese Geschwindigkeitsände  rung sei im folgenden     "Grundregelung"    ge  nannt.  



  2. Die Spule wird Lage um Lage bewickelt,  wobei der Faden vom äussersten Durchmesser      der Spule bei jeder Lage nach innen und  dann wieder nach aussen gelangt. Da bei den  üblichen     Spinnmaschinen    am Innendurch  messer der Spule eine stärkere Fadenspan  nung als am Aussendurchmesser herrscht,  empfiehlt es sich mit einer geringeren Faden  geschwindigkeit als am Aussendurchmesser  zu arbeiten, wenn der Faden zum Innen  durchmesser gelangt, weil sonst die     Fäden     leicht reissen. Diese zusätzliche Geschwindig  keitsänderung muss der Grundregelung über  lagert werden. Sie wird im folgenden "La  genregelurrg" genannt.  



  Die bei heutigen     Spinnmaschinen    als vor  teilhaft erkannte Regelkurve entsteht also  durch Überlagerung zweier getrennter Kurven.  Der bisher übliche Antrieb solcher Spinn  maschinen erfolgt durch regelbare Elektro  motoren, und zwar Drehstrom-Kommutator  motoren, die nur eine Regelmöglichkeit auf  weisen, nämlich durch     Verschiebung    ihrer  Bürsten. Diese Bürstenverschiebung erfolgt  durch den sogenannten     Spinnregler.    Dieser  wird seinerseits von zwei verschiedenen Stel  len des Getriebes der Spinnmaschine aus ent  sprechend der Grundregelung und entspre  chend der Lagenregelung verstellt, er über  lagert diese Verstellbewegungen einander und  überträgt sie als eine einzige Verstellbewe  gung auf das Regelorgan des Elektromotors.

    Auf diese Weise erfolgt die Bürstenverstellung  des Kommutatormotors entsprechend einer  Kennlinie, die sich aus der Überlagerung der  beiden Kurven der Grundregelung und der  Lagenregelung ergibt.  



  Der Antrieb durch einen solchen Elektro  motor hat aber den Nachteil, dass der Elek  tromotor nicht unter Last anlaufen kann und  daher eine Kupplung zwischen ihm und der  Spinnmaschine eingeschaltet werden muss.  Auch muss der Elektromotor zum Zweck des  Stillsetzens der Maschine abgebremst werden.  



  Durch weitere Ausbildung der erfindungs  gemässen Vorrichtung ist es     möglich,    einen  Antrieb zu schaffett, der sich ebenfalls in Ab  hängigkeit von zwei Variablen regeln lässt,  ohne diese Nachteile aufzuweisen.    Diese Aufgabe wird zweckmässig dadurch  gelöst, dass die Grundregelung der Fadenge  schwindigkeit durch selbsttätige Steuerung  des Pumpenteils und die Lagenregelung durch  selbsttätige Steuerung des Motorteils des Flüs  sigkeitsgetriebes erfolgt.  



  Bei einer weiteren Ausführungsform ist der  Pumpenteil des     Flüssigkeitsgetriebes    durch  einen Handhebel steuerbar, mit dessen Hilfe  der Spindelantrieb in Gang gesetzt und still  gesetzt werden kann.  



  Vorzugsweise erstreckt sich der Regel  bereich des Pumpenteils bis auf Null, so dass  das Anlassen und Abbremsen der Spulen nur  durch die Verstellung des Pumpenteils erfol  gen kann. Stellt     matt    diesen nämlich auf Null,  so bleiben der Alotorteil des Flüssigkeitsge  triebes     und    die damit gekuppelten Spindeln  stehen, ohne dass es hierzu einer besonderen  Bremse bedarf.  



  In der beiliegenden Zeichnung ist ein Aus  führungsbeispiel der Erfindung schematisch       dargestellt.    In     dieser    Zeichnung bedeutet 1  eine beliebige Antriebsmaschine, die durch  eine Welle 2 mit dem Pumpenteil 3 eines  Flüssigkeitsgetriebes gekuppelt ist. Der Mo  torteil 4 dieses     Getriebes    treibt über eine  Welle 5 eine     Spinnmaschine    6 an. Die Dreh  zahl der Abtriebswelle 5 lässt sich sowohl  durch Regelung der     Fördermenge    des Pum  penteils 3     verändern    als auch durch Rege  lung der Durchflussmenge des Motorteils 4.

    Bestehen Pumpen- und     AIötorteil    aus Kapsel  werken, so erfolgt     diese        Regelung    durch Ver  änderung der     Exzentrizität.        Zti    diesem Zweck  sind in der Zeichnung schematisch Stellhebel  7 und 8 veranschaulicht. die unabhängig  voneinander     ver:,tellt    werdet) können. Die  Spinnmaschine 6, die mit dem durch die  Hebel 7 und 8 zweifach regelbaren Flüssig  keitsgetriebe     ausgerüstet    ist, bedarf nun einer  Steuerung dieses     Getriebes,    die von der bis  her bekannten Steuerung abweicht.

   Wie schon  oben erwähnt, erfolgte die Regelung bisher  durch den Spinnregler, dem die Aufgabe zu  kam, die ihm getrennt zugeleiteten Verstell  bewegungen zu     ei trer    einzigen zusammenzu  fassen.      Bei dem schematisch veranschaulichten  Ausführungsbeispiel ist der Getriebeteil der       Spinnmaschine    6, der die     Grundregelung    ver  anlassen soll, mit dem Stellhebel 7 für den  Pumpenteil verbunden, während der Getriebe  teil, der die Lagenregelung veranlassen soll,  mit dem Stellhebel 8 verbunden ist und da  her den Motorteil 4 verstellt. Es kann auch  umgekehrt die Lagenregelung mit Hilfe des  Pumpenteils 3 und die Grundregelung mit  Hilfe des     Motorteils    4 durchgeführt werden.  



  Der Spinnregler fällt also fort, weil sich  das Zusammenfassen der beiden Verstellbe  wegungen erübrigt. Auch wird eine Verbes  serung des Spinnvorganges erzielt, weil die       Geschwindigkeitskurven    für die Grundrege  lung und für die Lagenregelung unabhängig  voneinander gestaltet und dadurch allen denk  baren Erfordernissen des Spinnvorganges an  gepasst werden können, ohne dass bei der Aus  bildung dieser Kurven auf die mechanischen  Beschränkungen des Spinnreglers Rücksicht  genommen zu werden braucht. Gemäss der  schematischen Darstellung in der Zeichnung  ist der nicht näher gezeigte, die Grundrege  lung veranlassende Getriebeteil der Spinn  maschine 6 durch eine Stange 9 mit einem  waagrecht verschiebbar geführten Schieber 10  verbunden, der die Kurve für die Grund  regelung trägt.

   Durch eine nicht näher ge  zeigte Feder wird an diese Kurve eine     Nok-          kenrolle    11 angedrückt gehalten, die von  einem um einen festen Drehpunkt 12 schwenk  baren waagrechten Hebel 18 getragen wird.  In der Mitte dieses Hebels greift eine Stange  13 an, die zum Stellhebel 7 führt. In Ab  hängigkeit der Verschiebung der Stange 9  wird daher nach einer durch die Kurve be  stimmten Funktion der Hebel 7 verstellt, der  die Exzentrizität des Pumpenteils 3 steuert.  



  Unabhängig hiervon wird ein zweiter  waagrecht geführter Schieber 14 mit einer  Kurve durch eine Stange 15 verstellt, die zu  dem die Lagenregelung bestimmenden Ge  triebeteil der Spinnmaschine führt. Diese  Kurve wirkt auf eine senkrecht verschiebbar  geführte Nockenrolle 16, die durch eine  Stange 17 mit dem Stellhebel 8 verbunden    ist. Die Exzentrizität des Motorteils 4 wird  daher nach einer beliebigen Kurve durch die  Verschiebung der Stange 15 verändert, so  dass sich beliebige     Bedingungen    der Lagen  regelung erfüllen lassen.  



  Mit Hilfe des zweifach regelbaren An  triebes kann die dargestellte Spinnmaschine  auch angefahren und gebremst werden, ohne  dass hierzu eine bei laufender Maschine ein  zurückende Kupplung und eine besondere  Bremse erforderlich würden. Zum Anfahren  verändert man von Hand die Fördermenge  des Pumpenteils von Null bis auf einen be  stimmten Wert, während man zum Stillsetzen  der     Spinnmaschine    die Fördermenge des  Pumpenteils von Hand auf Null zurückstellt.  Dies bat zur Wirkung, dass die Spinnma  schine angehalten wird.  



  Die Fördermenge der Pumpe ist aber  anderseits auch vom Getriebe der Spinn  maschine aus im Sinne der Grundregelung  oder der Lagenregelung verstellbar. Man muss  also von zwei verschiedenen Stellen aus auf  die Regelung des Pumpenteils einwirken  können, nämlich erstens vom Betriebe der  Spinnmaschine aus selbsttätig im Sinne der  Lagenregelung oder der Grundlegung, und  zweitens von einem Steuerorgan aus zum An  lassen oder     Stillsetzen    der Maschine von Hand.  



  Zu diesem Zweck ist die Gelenkverbin  dung 12 zwischen dem Hebel 18 und dem  festen Lagerbock 19 lösbar. Nach Lösung  dieser Verbindung kann man den Hebel 18  von Hand um die Rolle 11 als Drehpunkt  aufwärts schwenken, bis der Stellhebel 7 in  die äusserste Nullstellung gelangt, in der der  Pumpenteil 3 zu fördern aufhört und dadurch  den Motorteil 4 zum Stillstand bringt. Auf  diese Weise wird die Spinnmaschine nur durch  die Verstellung des Pumpenteils stillgesetzt,  während die Antriebsmaschine 1 weiterläuft,  die alsdann ausgeschaltet werden kann. Zum       Ingangsetzen    der Maschine schaltet man zu  nächst die Antriebsmaschine 1 ein, während  sich der Stellhebel 7 noch in der Nullstel  lung befindet, so dass die Antriebsmaschine  ohne Last anlaufen kann.

   Dann     verschwenkt     man von Hand den Hebel 18, bis sein linkes      Ende in     Eingriff    mit dein Lagerbock 19 treten  kann. Wird dann die Gelenkverbindung 12  wieder hergestellt, so kann die weitere Re  gelung ausschliesslich durch die beiden Kur  ven 10 und 14 übernommen werden, welche  die Fadengeschwindigkeit nach zwei vonein  ander unabhängigen Funktionen regeln, wo  bei die Grundregelung von einem Getriebe  teil der Spinnmaschine durch die Stange 9  abgenommen und auf den einen Stellhebel 7  übertragen wird, derart, dass der Antrieb  die gewünschte Geschwindigkeitsänderung er  fährt.

   Gleichzeitig wird von einer andern  Stelle im Getriebe der Spinnmaschine die Ver  stellung zur Lagenregelung abgenommen,  und zwar durch die Stange     1"0,    und auf den  andern Stellhebel 8 des Flüssigkeitsgetriebes  übertragen. In jeder der beiden Steuervor  richtungen werden vorteilhaft auswechselbare  Kurven 10 und 14 vorgesehen, damit man so  wohl die Grundregelung als auch die Lagen  regelung beliebig wählen kann.  



       Dran    kann die beiden Steuerungen räum  lich zu einem einzigen Aggregat zusammen  fassen, was durch das gestrichelte Rechteck  20 angedeutet ist. Dieses Aggregat ersetzt  den bisherigen Spinnregler. Es erhält seine  Impulse genau wie dieser von zwei verschie  denen Organen der angetriebenen Maschine,  überträgt aber im Gegensatz zum alten Spinn  regler zwei voneinander getrennte Steuerbe  wegungen auf die Stellorgane 7 und 8 des  Flüssigkeitsgetriebes.

   Es enthält auch die  beiden Regelkurven 10 und 14, sowie die Ein  richtung 12, 18, 19, die es ermöglicht, ausser  der selbsttätigen Regelung durch die Spinn  maschine auch gelegentliche Regelungen von  Hand vorzunehmen.     Dran    kann die Anord  nung auch so treffen, dass der Gelenkpunkt  12 in höherer oder tieferer Lage am Lager  bock 19 angebracht werden kann,     uni    von    Hand dauernde Änderungen der Geschwindig  keit zusätzlich zur selbsttätigen Regelung  vornehmen zu können.  



  Die erfindungsgenrässe Vorrichtung, von  der vorstehend ein     Anwendungsbeispiel    für  eine Spinnmaschine erläutert wurde, ist auch  auf andern Gebieten der     Technik,    zum Bei  spiel bei Fahrzeugen, mit Vorteil anwendbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung mit Flüssigkeitsgetriebe, des sen Pumpenteil und Motorteil je für sich re gulierbar sind, zum Antrieb von Maschinen oder Fahrzeugen, dadurch gekennzeichnet., dass die Regulierung des Motorteils mit einem Organ der angetriebenen Maschine oder Fahr zeuges und die Regulierung des Pumpenteils mit einem andern Organ derselben verbunden sind. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch für den Spindelantrieb von Spinnmaschinen, da durch gekennzeichnet, dass die Grundre gelung der Fadengeschwindigkeit durch selbsttätige Steuerung des Pumpenteils und die Lagenregelung durch selbsttätige Steuerung des Motorteils erfolgt. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Pumpenteil durch einen Handhebel steuerbar ist, mit dessen Hilfe der Spindelantrieb in Gang gesetzt und stillgesetzt werden kann. 3.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Regelbereich des Pumpenteils bis auf Null erstreckt, so dass das Anlassen und Abbremsen der Spulen nur durch die Verstellung des Pum penteils erfolgen kann.
CH209144D 1937-06-29 1938-06-24 Vorrichtung mit Flüssigkeitsgetriebe zum Antrieb von Maschinen oder Fahrzeugen. CH209144A (de)

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CH (1) CH209144A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE895958C (de) * 1949-07-28 1953-11-09 Sailer K G J Teilbaum-Schermaschine, insbesondere fuer Kettenwirkmaschinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE895958C (de) * 1949-07-28 1953-11-09 Sailer K G J Teilbaum-Schermaschine, insbesondere fuer Kettenwirkmaschinen

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