CH209443A - Vorrichtung zur Spannungsregelung in Wechselstromkreisen. - Google Patents
Vorrichtung zur Spannungsregelung in Wechselstromkreisen.Info
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Description
Vorrichtung zur Spannungsregelung in Wechselstromkreisen. Es sind Transformatoren mit mehrschenk- ligem Eisenkern bekannt, bei denen durch Gleichstromvormagnetisiecung die magneti schen Flüsse von einem Schenkel in den andern verdrängt werden und so eine Span nungsregelung bewirkt wird. Bei einer drei schenkligen Anordnung zum Beispiel sind auf dem mittleren Schenkel die primäre Haupt wicklung und die senkundäre Hauptwicklung angeordnet.
Auf einem Aussenschenkel befin den sich eine Gegenwicklung und die Gleich- stromvormagnetisierungswicklung. Der andere Aussenschenkel ist unbewickelt. Bei steigen der Belastung vermindert sich die Gegen spannung durch die Gleichatromvormagneti- sierung in dein bewickelten Aussenschenkel. Da die Gegenwicklung zur sekundären Haupt wicklung entgegengesetzt geschaltet ist, steigt die sich hieraus ergebende Gesamtspannung mit steigender Belastung.
Die Gegenwicklung einerseits und die Vor- magnetisierungswicklunganderseits erfordern einen Aufwand an Kupfer, der beispielsweise fünf- bis sechsmal so gross wie in einem nor malen Transformator ist. Weiter ist beim Be trieb von Gleichrichtern eine Glättungsein- richtung für die Vormagnetisierungswicklung unumgänglich, da sonst die Impulse für die Vormagnetisierung nacheilen und so den Vor magnetisierungsstrom nicht voll zur Wirkung kommen lassen.
Durch die Erfindung wird die Aufgabe der Spannungsregelung gelöst ohne Gleich stromvormagnetisierung, nämlich durch Ver wenden eines Kondensators, der an eine be sondere Wicklung eines dreischenkligen Trans formators angeschlossen ist.
In der Zeichnung ist. ein Ausführungs beispiel der Erfindung dargestellt.
Die drei Schenkel des Eisenkerns, auf denen die Transformatorwicklungen sitzen, sind mit a, b, c bezeichnet. Es bedeutet 1 die Primärwicklung, 2 die Sekundärwicklung, die beide auf dem mittleren Schenkel b liegen, 3 eine Gegenwicklung, welche mit der Wick lung 2 in Reihe aber entgegengesetzt zu ihr geschaltet ist und auf dem Auhenschenkel a angeordnet ist, 4 die Wicklung, an welche der Kondensator C angeschlossen ist, und die auf dem Schenkel c liegt.
Der von Wicklung 1 er-zerrgte Hauptfluss durchsetzt ohne wesentliche Streuverluste die Sekundärwicklung 2. Die Spannung an dieser ist daher bei konstanter Netzspannung prak tisch gleichfalls konstant. Der Hauptfluss ver teilt sich, wenn die Wicklungen 2-4 nicht belastet sind, gleichmässig auf die beiden Schenkel a., c. Bei Belastung des Sekundär kreises und entsprechender Wahl der Ver hältnisse wächst die (lesamtspannung %T mit steigender Last.
Bei Verwendung von Gleichrichtern, zum Beispiel Trockengleichrichtern, kann die Ein richtung dazu dienen, einen Ausgleich des innern Spannungsabfalles des Trockengleich richters zu bewirken, um eine konstante Gleichspannung zu erzielen. Ferner kann eine ansteigende oder eine gekrümmte Kennlinie mit einem ansteigenden und einem abfallenden Ast erzielt werden, wodurch zum Beispiel bei Batterieladung ein selbsttätiges Ab- und Zuschalten des Ladestromes ohne Relais be wirkt wird. Von besonderem Vorteil ist, dass der erzeugte Gleichstrom nicht zur Vormagne- tisierung über den Transformator geführt werden muss und daher nicht verzerrt wird.
Durch Vermeidung einer Gleichstromvor- magnetisierungswicklung wird im Gegensatz zu den bekannten Vorrichtungen auch Ohm- scher Spannungsverlust vermieden. Die be kannten Anordnungen mit Gleichstromvor- magnetisierungswicklung benutzen für das Vormagnetisieren den vom Gleichrichter er zeugten Gleichstrom. Die Gleichstromwicklung muss deshalb der Grösse des Gleichrichters angepasst werden.
Dies ist nur durch Aus probieren möglich, weil gewisse Einflüsse, wie Streuung, Eisenverluste, Ohmsche Span nungsabfälle in den Spulen und die Magne- tisierungskurve, rechnerische Ermittlung un möglich machen. Hierfür werden Spulen mit verschiedenen Windungszahlen angefertigt. Die am besten wirkende Spule wird verwen det.
Dieses Verfahren ist zeitraubend und umständlich, weil die Vormagnetisierungs- wicklung für verschiedene Eisenquerschnitte und Sättigungen ausprobiert werden muss, also verschiedene Versuchstransformatoren an gefertigt werden müssen, bei denen das Ver hältnis der Haupt- zur (3,egenwicklung ausser dem noch in gewissen Grenzen verändert werden mul3.
Bei der Anordnung nach der Erfindung genügt es, auf deur Schenkel C eine Wick lung aufzubringen, die ungefähr so viele Windungen hat, dass die Spannungsfestigkeit, also die Blindleistung des Kondensators, voll ausgenutzt wird. Die gewünschte Charakte ristik lässt sich ohne jede Schwierigkeit durch die passende Kapazität des Kondensators er mitteln, die in einfacher Weise durch Aus probieren mit einem Stufenkondensator ge funden wird.
Die beschriebene Vorrichtung ist auch für andere Belastungseinrichtungen, als Gleichrichter es sind, ein vorteilhafter Sparrnungsregler. Da sie infolge Vermeidung jeglicher Kontakte frei ist von den bekannten Nachteilen mechanisch gesteuerter Schaltun gen, ist sie von besonderem Vorteil in Anla gen, die nur in sehr grossen Zeitabständen überwacht werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Spannungsregelung in Wechselstromkreisen, mit einem Transforma tor mit dreischenkligem Eisenkern, dessen einer Schenkel die Primärwicklung trägt, mit auf verschiedene Schenkel aufgebrachten sekundären Haupt- und Gegenwicklungen in gegensinniger Reihenschaltung und mit einer rein kapazitiv belasteten Hilfswicklung, da durch gekennzeichnet, dass der mittlere Schen kel die Primär- und die Sekundäre Haupt wicklung, der eine Aussenschenkel die sekun däre Gegenwicklung und der andere Aussen schenkel die rein kapazitiv belastete Hilfs wicklung trägt, und dass die Verhältnisse so gewählt sind,dass mindestens über einen gewissen Belastungsbereich mit steigender Belastung die resultierende Sekundärspannung ansteigt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Vorrichtung nach Patentanspruch mit von ihr gespeistem Gleichrichter, gekennzeich net durch eine solche Bemessung, dass unter Mitwirkung der Stroui-Spannungs- kennlinie des Gleichrichters, auf der Gleich stromseite eine horizontale Spannungskenn- linie erzielt. wird. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch mit von ihr gespeistem Gleichrichter, gekennzeich net durch eine solche Bemessung, dass unter Mitwirkung der Strom-Spannungs- kennlinie des Gleichrichters, auf der Gleich- stromseite eine steigende Spannungskenn- linie erzielt wird. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch mit von ihr gespeistem Gleichrichter, gekennzeich net durch eine solche Bemessung, dass .unter Mitwirkung der Strom-Spannungs- kennlinie des Gleichrichters, auf der Gleich stromseite eine zunächst ansteigende und dann wieder abfallende Spannungskenn- linie erzielt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE209443X | 1938-03-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH209443A true CH209443A (de) | 1940-04-15 |
Family
ID=5794788
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH209443D CH209443A (de) | 1938-03-14 | 1939-03-10 | Vorrichtung zur Spannungsregelung in Wechselstromkreisen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH209443A (de) |
-
1939
- 1939-03-10 CH CH209443D patent/CH209443A/de unknown
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