CH372748A - Schaltung zur Kompensation des Frequenzfehlers von Induktionszählern - Google Patents
Schaltung zur Kompensation des Frequenzfehlers von InduktionszählernInfo
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Description
Schaltung zur Kompensation des Frequenzfehlers von Induktionszählern Es ist bisher kein eigentliches Frequenzkompensationsmittel bei Induktionszählern bekanntgeworden. Die Frequenzabhängigkeit musste durch konstruktive Massnahmen, wie dünne Triebscheibe, möglichst klei ner Ohmscher Widerstand ; der Spannungsspule usw., klein gehalten werden. Diese konstruktiven Massnahmen haben aber wieder gewisse Nachteile zur Folge. So ergeben dünne Triebscheiben ein kleineres Drehmoment als Tnebscheiben normaler Dicke. Die Forderung eines möglichst geringen Ohmschen Widerstandes bedingt grosse und teuere Spannungsspulen. Die Erfindung betrifft eine Schaltung zur Kompensation des Frequenzfehlers von Induktionszählern, die dadurch gekennzeichnet ist, dass parallel zur Stromspule ein Parallelschwingkreis geschaltet ist. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen typischen Verlauf der Frequenzabhängigkeit der Anzeige eines Induktionszählers, Fig. 2 eine prinzipielle Schaltungsanordnung und Fig. 3 eine praktische Ausführung der erfindungsgemässen Schaltung. Die Fig. 1 zeigt den Verlauf des Messfehlers F eines Induktionszählers ohne Frequenzkompensation in Abhängigkeit von der Frequenz f. Die Linie a stellt den Verlauf des Messfehlers bei cos 1 und die Linie b bei cos =0, 5 dar. Bei einer Abweichung df vom Frequenzsollwert Is hat der Messfehler bei cos qç = 1 den Wert F1 und bei cos 1 = 0,5 den Wert F.2. Wird nach der Fig. 2 parallel zur Stromspule S eines nicht gezeichneten Induktionszählers ein auf die Netzfrequenz abgestimmter Parallelschwingkreis L, C geschaltet, so ist der durch die Stromspule flie ssende Strom Is nicht mehr identisch mit dem Netz strom I. Zwischen den beiden Strömen Is und IN treten frequenzabhängige Grössen- und Phasenänderungen auf, welche geeignet sind, die Frequenzabhängigkeit der Anzeige des Zählers zu kompensieren. Da bei der Resonanzfrequenz des Schwingkreises dessen Widerstand sehr gross ist, wird durch einen auf die Sollfrequenz des Netzes abgestimmten Schwingkreis die Anzeige des Zählers bei Sollfrequenz nicht beeinflusst. Bei niedrigerer Frequenz als der Sollfrequenz vergrössert sich der durch die Spule L des Schwingkreises fliessende Strom 1L und der durch den Kondensator C fliessende Strom Ic wird kleiner. Dadurch wird eine Verkleinerung und Phasenvoreilung des Stromes Is gegenüber dem Netzstrom IN verursacht. Bei höheren Frequenzen vergrössert sich der Kondensatorstrom Ic und der Spulenstrom 1L wird kleiner, was eine Vergrösserung und Phasennacheilung des Stromes Is gegenüber IN zur Folge hat. Damit die erfindungsgemässe Frequenzkompensation bei allen möglichen Netzphasenwinkeln gleich wirksam ist, ist ein bestimmtes, von Fall zu Fall verschiedenes Verhältnis der Reaktanz zum Ohmschen Widerstand der Stromspule S erforderlich. Um das zu erreichen, muss in vielen Fällen mit der Stromspule S eine Zusatzimpedanz Z in Serie geschaltet werden. Diese Impedanz hat dann je nach dem vorhandenen und dem erforderlichen Verhältnis der Reaktanz zum Ohmschen Widerstand der Stromspule S Ohmschen oder induktiven Charakter. Die Anordnung nach der Fig. 1 erfordert bei den üblichen Zählern einen Kondensator C mit einem verhältnismässig grossen Kapazitätswert. Es ist daher vorteilhaft, den Schwingkreis als einen zur Stromspule S parallel geschalteten Transformator Tr, an den sekundärseitig ein Kondensator C1 angeschlossen ist, auszubilden. Wenn die Windungszahl der Sekundärwicklung gegenüber derjenigen der Primärwicklung gross gewählt wird, ergibt sich dann für den Kondensator C1 ein verhältnismässig kleiner Kapazitätswert. Beim bekannten Induktionszähler muss die Phasenverschiebung zwischen der Netzspannung und dem Spannungstriebfluss bekanntlich grösser sein als 90 , damit der Zähler geeicht werden kann. Das wird dadurch erreicht, dass im Spannungskreis des Zählers ein magnetischer Nebenschluss ausgebildet wird, dessen magnetischer Fluss weniger belastet ist als der Triebfluss, da er die Triebscheibe nicht durchsetzt. Von dem im Spannungskreis erzeugten magnetischen Fluss wird also nur etwa ein Drittel zur Drehmomentsbildung ausgenutzt. Dies hat einen grossen Eigenverbrauch im Spannungskreis zur Folge. Wird der Stromspule des Induktionszählers ein Schwingkreis parallel geschaltet, dessen Resonanzfrequenz höher ist als die Sollfrequenz 1s des Netzes, so wird dadurch ebenfalls erreicht, dass der Vektor des Stromes Is durch die Stromspule gegenüber dem Vektor des Netzstromes lx bei der Sollfrequenz 1 zeitlich voreilt. Der magnetische Fluss im Nebenschlusspfad dles Spannungskreises kann in diesem Fall kleiner gemacht werden, wodurch der Eigenverbrauch des Zählers gesenkt wird. An die Stabilität der bei der erfindungsgemässen Anordnung verwendeten Schaltelemente werden hohe Anforderungen gestellt, da Veränderungen derselben zu einer Fehlanzeige des Zählers führen würden. Die zeitliche Stabilität der Induktivitäten kann durch geeignete konstruktive Gestaltung der Spulen ohne Schwierigkeiten erreicht werden. Die zeitliche Konstanz der Kapazität des Kondensators hängt jedoch stark von dessen Qualität ab. Am besten eignen sich für den erfindungsgemässen Zweck hinsichtlich Platzbedarf, Stabilität und Anschaffungskosten Polystyrolkondensatoren mit auf einer Schicht aus Polystyrolkunstharz angebrachten Elektroden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schaltung zur Kompensation des Frequenzfehlers von Induktionszählern, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zur Stromspule (S) ein Parallelschwingkreis (C, L bzw. Cj, Tr) geschaltet ist.UNTERANSPROCHE 1. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Parallelschwingkreis durch einen parallel zur Stromspule (S) geschalteten Transformator (Tr), an den sekundärseitig ein Kondensator (C1) angeschlossen ist, gebildet ist.2. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihe mit der Stromspule (S) eine Zusatzimpedanz (Z) geschaltet ist.3. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Parallelschwingkreis (C, L bzw. C Tr) auf die Sollfrequenz (fs) des zu messenden Stromes abgestimmt ist.4. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Parallelschwingkreis auf eine höhere Frequenz als die Sollfrequenz (fs) des zu messenden Stromes abgestimmt ist.
Priority Applications (1)
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| CH7405059A CH372748A (de) | 1959-06-05 | 1959-06-05 | Schaltung zur Kompensation des Frequenzfehlers von Induktionszählern |
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Publications (1)
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| CH372748A true CH372748A (de) | 1963-10-31 |
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Country Status (1)
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1959
- 1959-06-05 CH CH7405059A patent/CH372748A/de unknown
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