CH209666A - Verfahren zum Leiten von Fahrzeugen innerhalb von durch Leitstrahlen gebildeten Fahrsektoren. - Google Patents

Verfahren zum Leiten von Fahrzeugen innerhalb von durch Leitstrahlen gebildeten Fahrsektoren.

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  Verfahren zum Leiten von Fahrzeugen innerhalb von durch Leitstrahlen gebildeten Fahrsektoren.



   Die Nachteile der bekannten Methode, einen Leitstrahl durch mehrere Modulationstone zu erzeugen, sind bekannt. Sie beruhen hauptsächlich darin, daB der Leitstrahl nicht in   einem Amplitudenvergleich der Empfangs-    feldstärke, sondern in einem Lautstärkevergleich. mehrerer von ein oder zwei   Sen, dern    herrührenden Modulationstönen besteht. Der Leitstrahl ist also nicht absolut vorhanden, sondern er unterliegt unter anderem der Einwirkung des Verstärkerfrequenzganges, der selbst wieder von der   Rohrenzusammenstel-    lung bei Hochfrequenz nicht völlig   unab-    hÏngig ist. Weiterhin sind die verschiedene Dämpfung der   Selektionskreise    und der Kopplungsgrad der Gleichrichter oder thermischen MeBgeräte an diese von Einflu¯.



  Schliesslich ist bei Benutzung van Gleichrichtern die Leitstrahlanzeige abhängig von deren möglicherweise verschiedenen oder mit der Zeit veränderlichen Charakteristik. Diese Faktoren verursachen eine gewisse Willkür der Anzeige. Sie wirken sich dann besonders unangenehm aus, wenn eine grössere Zahl von Empfangsanlagen mit genau gleichen Eigenschaften ausgerüstet werden soll. Es dürfte bei dem heute benutzten Verfahren schwierig sein, zwei Empfangsanlagen so abzugleichen, dass sie dieselbe   Leitstrahlkennung    liefern.



  Hemmend für die Einrichtung eines Systems   drahtlos gekennzeichneter Fahrstrassen    wirkt sich auch die grosse Zahl von Modulationsfrequenzen aus, die bei diesem früher vorge  schlagenen    Verfahren notwendig ist.



   Die Schwierigkeiten und Nachteile des obgenannten Verfahrens legen den Gedanken nahe, den Leitstrahl wieder auf dem Prinzip des   Feldstärkevergleiches aufzubauen,    wie es schon bei der alten   a-n-Methode    der Fall war. Der Unterschied gegenüber dieser Methode besteht jedoch darin, dass nunmehr von einem Sender aus mehrere, im einfachsten  Fa-lle zwei, getrennte Leitstrahlen zu erzeugen sind, die einen gewissen kleinen Winkel einschliessen. Denn die Kennzeichnung von   Schiffahrtswegen hat    genau wie bei der optisehen Befeuerung nicht durch Leitlinien. sondern durch Fahrsektoren zu erfolgen.



   Die   Aussendung gewisser Zeichenkombi-      nationen    und der   Hörempfang    derselben sind natürlich undiskutabel. Dies wäre auch   prak-    tisch unmöglich bei der schnellen Senderumschaltung, die durch die   eventuell auftreten-    den   Empfangsfadings (hervorgerufen durch    den sogenannten   Dampfereffekt)    bedingt ist.



  Das Verfahren muB in erster Linie für die optische Anzeige   und Wahrnehmlmg geeignet    sein. Hierin liegt ebenfalls ein wesentlicher Unterschied gegenüber der   a-n-Alethode.   



   Das erfindungsgemässe Verfahren zum Leiten von Fahrzeugen innerhalb von durch   Leitstrahlen gebildeten    Fahrsektoren ist nun dadurch   gekennzeiehnet,    dass die   senderseitig    zu erzeugenden Leitstrahlen durch Umschaltung eines einzigen   Riehtdiagrammes    in ver   schiedene Diagrammlagen gebildet werden,    und dass   empfängerseitig die Anzeigeorgane    für die einzelnen   Diagrammlagen    synchron mit der   senderseitig erfolgenden Umschaltung    umgeschaltet werden.



   Die Problemstellung besteht also senderseitig darin, vier Richtstrahle von einem Sender aus abwechselnd zu speisen, ohne dass dabei   gleichzeitig versehiedene Modulations-    töne geschaltet werden. Die Strahlung kann   unmoduliert    oder mit einer einzigen Modulationsfrequenz moduliert sein. In letzterem Falle kann die einzige Modulationsfrequenz zur   Verbesserung der Empfangsempfindlieh-    keit einem   hoahfrequenten    Zwischenträger aufmoduliert sein. Zur Unterscheidung ver  schiedener    Fahrsektoren kann dann jeder Sektor eine bestimmte niederfrequente Modu  lationsfrequenz    erhalten.

   Selbstverständlich ist es ebenfalls möglich, die einzelnen Sektoren durch verschiedene   Zwischenfrequenzen    voneinander zu unterscheiden. In diesem Falle würden dann alle Sektoren die gleiche niederfrequente Modulationsfrequenz haben.



  Die Umschaltung des Senders auf die ver  schiedenen    Antennen kann im Prinzip auf zwei Arten erfolgen : Entweder wird jeweils von vier Antennen nur eine einzige angeschlossen oder alle vier Antennen sind angeschaltet und drei davon werden jeweils kurz  gesehlossen.    Die Anschaltung oder die   Kurz-    schliessung kann dabei kapazitiv, induktiv oder galvanisch sein. Es hat sich jedoch bereits gezeigt, dass die kapazitive Sperrung von Energieleitungen Schwierigkeiten bereitet und mit Mängeln behaftet ist. Es wird deshalb zweckmässig eine galvanische Trennung der Energieleitungen vorgenommen.



  Es ist dabei immer ein Strahler an den Sender angeschlossen. Selbstverständlich kann bei hinreichender Durchbildung von   fremdge-    steuerten   Dezimeterwellenröhren    die   Beschal-      tiiiig    der Antennen auch durch diese erfolgen.



   Im folgenden werden an Hand der   Zeich-    nung Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.



   Die vom Sender   1    kommende Energieleitung 2 gabelt sich in zwei elastische Schaltarme 3 und 4 (Fig. 1), die je etwa    A 2 oder ein Vielfaches davon lang sind. Bei    dieser Länge besitzt der gerade nicht schaltende, d. h. in einer Mittelstellung befindliche Arm einen sehr hohen Widerstand und ist deshalb ohne störenden Einfluss. Zu jedem   Sehaltarm gehören    zwei Kontaktpaare, die durch Energieleitungen mit den einzelnen Riehtstrahlern verbunden sind. Die Kontakte am   LTmschalter    können als Buchse und Stekker ausgebildet sein. wie sie sich bei einem früher angeführten a-n-Sehalter, dessen Kon  struktion    als Vorbild dienen kann, gut bewährt haben.

   Es können jedoch auch   Klotz-    kontakte verwandt werden, die eine höhere Lebensdauer gewährleisten. Wie auch immer die Kontakte ausgebildet sein mögen, die Hauptforderung ist dabei, da¯ keine grossen Sprünge im Wellenwiderstand der Leitungen vorhanden sein diirfen.



   In Fig.   1    sind die Strahler   5      schematiseh    mit ihren Kontakten 6 dargestellt. Sie müssen so angeordnet werden, da¯ nach Fig.   2    je zwei   keulenförmige      Strahlungscharakte-    ristiken einen Leitstrahl   Li    bezw. L2 ergeben. 



  Der von den beiden Leitstrahlen eingesehlossene Winkel stellt   dann den gewünsch-    ten   Fahrsektor dar.   



   Der Antrieb der   Sehaltarme,    die im  brigen unabhängig voneinander arbeiten, erfolgt von Kurvenscheiben 7 aus in Verbindung mit Stossstangen 8 und Druckfedern 9. Dadurch wird erreicht, daB der eine Schaltarm in einer Mittelstellung verharren kann, wenn der andere schaltet und umgekehrt. Der ganze Schaltmechanismus kann in seiner   Ausfüh-       rung weitgehend der beim Verbrennungs-    motor gut   durchentwickelten    Ventilbetätigung    nachgeschaffen werden. Druckfedem, Stössel    und Kurvenscheiben laufen im   Olbad.   



   Die Reihenfolge der Umschaltung ist natürlich beliebig. Es ist auch möglich, die Umschaltung unter Verwendung nur einer
Kurvenscheibe vorzunehmen.



   Die Speisung der vier   Richtstrahler    wird beispielsweise in 1/25 Sek. vorgenommen.



  Während dieser Zeit ist jeder Strahler   höch-    stens   1/100      Sek.    lang an den Sender angescha. ltet. Diese Zeit kann und darf jedoch aus unten näher erläuterten Gr nden nicht völlig ausgenutzt werden. Die Umschaltung erfolgt also im   25      Periodenrhythmus.    Diese schnelle
Schaltfolge dürfte die durch   Fadings usw.    bedingten Forderungen weitgehend erfüllen.



   Sie lϯt sich dabei mechanisch durchaus zu verlässig   durchbilden,    wie vom Verbren    nungsmotor    her bekannt ist, wo ja noch viel grössere Schaltgeschwindigkeiten bewältigt werden.



   Die Sendeantennen können als defoku sierto   Parabolstrahler    besser als Flache strahler ausgebildet werden. Es hat sich nÏmlich gezeigt, dass die zur   Unterdriik-    kung störender Nebenleitstrahlen   notice    Be  seitigung    der   Diagrammzipfel    beim Pa. rabolstrahler grosse Schwierigkeiten bereitet und bislang nur durch   Probieren zu    be  werk, stelligen ist.    Bei dem Flächenstrahler dagegen ist auf einem theoretisch und praktisch bekannten Wege durch gestaffelte   Spei-    sung der sogenannten Tannenbäume ein annähernd   zipfelfreies    Diagramm herstellbar.



  Zur Staffelung der Stromstärke können in den Zuleitungen neben WiderstÏnden auch kleine Kapazitäten mit Erfolg verwandt werden. Je zwei, Strahler   werden in geschach-    telter Form angeordnet. Es ist dies deshalb zweckmäBig, damit die beiden jeweils einen Leitstrahl bildenden Dezimeterwellenstrahlungen bezüglich des direkten und auch des reflektierten Strahles die gleichen Weglängen   untereinander-haben.   



   Die   Empfangsanordnung    besteht nach   Fig. 3 aus    der Antenne a, der Gleichrichterstrecke   b    und einem nachfolgenden abge  stimmten      Hochfrequenzverstärker    c, der eine sehr kräftige Verstärkung des hochfrequenten Zwischenträgers bei geringer   Röhrenzahl    er  möglicht    ; er besitzt automatische   Lautstärke-    regelung, deren Zeitkonstante jedoch gröBer sein muB als die Umschaltfolge. Die negative Regelspannung und die niederfrequente Wechselspannung werden einer   Duodiode    entnommen.

   Hinter der   Gleichrichterstrecke    d ist ein Siebkreis e eingeschaltet, der auf den niederfrequenten   Modulationston    des Senders abgestimmt ist und auf den Eingang eines ein-oder zweistufigen   Niederfrequenzver-      stärkers    f einwirkt. Die Verwendung eines Niederfrequenzverstärkers geschieht zur Verbesserung der Selektionseigenschaften des   niederfrequenten Siebkreises.   



   Mit der Senderumschaltung auf vier Richtstrahler wird die   Empfängerausgangs-    spannung synchron auf vier, den einzelnen Strahlern zugeordnete Messinstrumente umgeschaltet. Die Erzielung des Gleichlaufes der Empfängerumschaltung kann im Prinzip auf verschiedenen Wegen erfolgen, zum Beispiel durch einen zweiten Sender, der ziemlich   ungebündelt    die   Umschaltfrequenz    aussendet und damit einen Synchronmotor am Empfänger betreibt. Vorliegenden Falles wird die Synchronisierung der Umschaltung am   Empfangsort    dadurch erzielt, da¯ der   Umschaltrhythmus    selbst. unter Vermeidung eines zweiten Senders die Synchronisierung besorgt. Es ist dazu nur nötig, daB in der ausgesandten Impulsfolge des Senders beispielsweise der 25-Periodenton erscheint.

   Das gelingt dadurch, daB jedesmal nach der Be   sehaltung    der vier Richtstrahler eine Pause von etwa   1/5    der Zeit, d. h. von der Länge eines Impulses eingelegt wird (Fig. 4). In diesem Falle ist bereits in der ausgesandten Zei  chenfolge    eine Frequenz von 25 Hz enthalten.



  Diesewird amEmfangsort. hinter   derDuodiode    gleichfalls ausgesiebt und von dem Kreis g auf    einenVerstärkerlagegeben. MiteinerAusgangs-    leistung   von etwa 1 Watt Lann    ein kleiner. etwa 50 Watt verbrauchender   Gleichstrom-    motor   k,    der von der Stromquelle   gespeist wird und dessen normale Drehzahl annähernd   25    pro Sekunde beträgt, mit einer   Winkel-    treue von mindestens 10 Grad synchronisiert   werden.

   Da-aus Gründen,    die unten näher erläutert sind, die Anforderungen an dem empfängerseitigen Gleichlauf nicht allzu gross sind, so lässt sich die   Synchronisierungsein-    richtung für die   Leitstrahlumschaltung    sehr einfach ausf hren.



   Die   Ansehaltung    der Messinstrumente auf der Empfangsseite kann  ber Kollektorschleifringe oder durch   Federsätze erfolgen,    die von   Noeken    betätigt werden. Die   Leitstrahlken-    nung kann natiirlich auch durch Differentialinstrumente angezeigt werden. Statt eines Bolometers oder eines   Thermoumformers    ist hier eine   Gleichrichterzelle    (eventuell mitversteilernder Wirkung) von   Vorteil. Dureh    besondere   elektrodynamische    Dämpfung der Messinstrumente ist eine ausreichende TrÏgheit der Anzeige zu erreichen.

   Nach dem Ausführungsbeispiel in Fig. 3 ist ein   Kollek-    tor   M    angenommen, der die Instrumente i1, i2. i3 und   tA    nacheinander   anschaltet.   



   Es soll noch kurz untersucht   werden, wel-    che   Winkeltreue    bei der   empfängerseitigen       Synchronisierung erforderlich ist. Wiirde    man am Sender die Speisung der Richtstrahler pausenlos vornehmen, wobei also die ein  zelnen    Impulse ohne Unterbrechung geschaltet werden, so müsste die   empfangsseitige      Synehronisierung    ausserordentlich hohen An  sprüchen    genügen. Man kann das Verfahren jedoch wesentlich vereinfachen dadurch, dass man zwisehen den einzelnen Impulsen Pausen von etwa 10   Winkelgraden    Länge einlegt.



  Dann braucht die Synchronisierung auf der Empfangsseite nur mit einer Genauigkeit von + 10 Winkelgraden zu erfolgen. Irgendwelche zeitlichen Verschiebungen in der Beschaltung der Anzeigegeräte, die in diesem Rahmen bleiben, erstrecken sich dann in gleicher Weise auf alle vier Messinstrumente, oder mit andern Worten, alle vier Instrumente werden um dieselbe Zeit früher oder später eingeschaltet. Hierbei wird   vorausge-    setzt, dass der Motor während einer einzigen   Umdrehunggleichmässigweiterläuft,    was durch eine angebrachte Schwungmasse ohne weiteres gewährleistet ist.



   Die Synchronisierung kann weiterhin noch dadurch vorgenommen werden, dass während der Synchronisierungszeit der Sender mit einer andern Modulationsfrequenz moduliert wird, die ihrerseits am   Empfangs-    ort nach entsprechender Filterung zur Er  zielung    des   Gleichlaufes    herangezogen wird.



  Um den Synchronisierungston auszusenden. kann ein   fünfter      Richtstrahler    kurzzeitig an den Sender angesehaltet werden, der den von den beiden Leitstrahlen eingeschlossenen Sektor   iiberstreicht.    Es können jedoch auch die beiden äusseren Leitstrahlantennen, die ebenfalls einen grossen Winkel überdecken, gemeinsam angesehlossen werden. Die grö ssere Einfachheit spricht jedoch für das oben beschriebene Verfahren, das ohne eine besondere Frequenz auskommt.



   Für dieses Verfahren sieht nun ein   wei-    terer Vorschlag ein Anzeigeinstrument   i5    vor, das die winkeltreue Phasenlage zu   überwa-    chen gestattet. Die Ausf hrung ist dabei derart, da¯ zu den vier Nocken, Schleifringen oder   Kollektorlamellen    noch eine fünfte Nocke, Schleifring oder Lamelle hinzugefügt wird, die im Normalzustand, d. h. also. wenn der Gleichlauf vollkommen ist. das genannte Instrument dann an den   Empfängerausgang    schaltet, wenn der Sender gerade seine Syn  chronisierungspause    hat. Und zwar wird diese Anschaltung direkt anschliessend an den vierten Impuls vorgenommen und   hört    erst gerade eben vor dem dann wieder einsetzenden ersten Impuls auf.

   Ist nun zwisehen Sender-und Empfängerumschaltung ein einwandfreier  Gleichlauf vorhanden, dann wird das Instru  ment überhaupt    nichts anzeigen, da es ja nur angeschaltet ist, wenn auf der Senderseite die   Synchronisierungspause    besteht. Verschiebt sich jedoch irgendwie der Gleichlauf ein wenig, dann erhält das Instrument entweder etwas Spannung vom vierten Impuls, dann nämlich, wenn der Motor Voreilung hat. oder vom ersten Impuls, wenn der Motor zufällig nacheilt. Aus der   Grole    dieses   Anschla-    ges kann man auf die Grösse der   unvollkom-    menen Winkeltreue schliessen. Diese ist so lange ohne st¯renden EinfluB, wie sie innerhalb von 10   Winkelgraden bleibt    ; geht sie darüber hinaus, dann ist die Leitstrahlanzeige ungenau.



   Weiterhin wird nun eine Anzeigesperrung dann vorgenommen, wenn die zulässige Abweichung des   Gleichlaufes    überschritten ist. Das kann zum Beispiel dadurch erreicht werden,   da,    die am fünften Instrument aufretende Spannung nach gleichstrommäBiger Verstärkung in der Anordnung o ein Relais p betätigt, das die gesamten vier Leitstrahlinstrumente abschaltet oder   kurzschlieBt.   



   Gleichzeitig kann ein Leuchtsignal q   einge-    schaltet werden oder dergleichen, wodurch optisch oder akustisch auf die automatische Ausschaltung der Leitstrahlanzeige hingewiesen wird. Die Anordnung r dient zur Be    ruhigung und Verzögerung der    Sperrspannung.



   Hat sich nun der vollkommene Gleichlauf am Empfänger wieder eingestellt, dann wird auch automatisch die Anzeigesperrung wieder aufgehoben werden. Man kann überdies die am fünften Instrument auftretende Spannung zur Verbesserung der Synchronisierung des Motors heranziehen.



   Nach Fig. 5 k¯nnen. an Stelle von vier Anzeigeinstrumenten auch je zwei Instrumente in Differentialschaltung vorgesehen werden. Die beiden Klemmen s stellen in dieser Figur den Ausgang des Niederfrequenzverstärkers f der Fig. 3 dar. Werden die Systeme der beiden Instrumente achsial angeordnet, so geben die Zeiger beider Instrumente unmittelbar die Lage der in Fig. 2 angegebenen   Leii-strahlen L,    und   Ls    an.



   Will man in dem Gedanken, der sich zur Aufgabe stellt, auf der Empfangsseite   mög-    lichst keine Glieder zu haben, die von sich aus die Lage des Leitstrahles beeinflussen können, noch weiter gehen, so kann man vorschlagen, die Anzeigeinstrumente mit ihren   Eontaktsätzen    durch ein einziges Anzeigeorgan zu ersetzen. Die Ausführung kann dabei beispielsweise so erfolgen, dass nach Fig. 6 durch die   Empfängerausgangsspan-    nung nur eine einzige stabförmige Glimmlampe t erregt wird, bei der die   Leuchthöhe    von der angelegten Spannung abhängig ist.



  Jeder Senderrichtstrahler erzeugt dann je nach   Empfangsfeldstärke    eine gewisse Länge der   Leuchtstrecke.    In Fig. 7 sind die   einzeI-    nen   Leuchtsäulen    nebeneinanderliegend dargestellt. Da die Senderumschaltung jedoch sehr schnell erfolgen muss, so ist das Auge nicht in der Lage, den Schwankungen der   Leuchtsäule    zu folgen und damit die Lage des Empfängers im   Leitstrahlsektor. abzu-    schätzen.



   Eine Anzeige wird nun dadurch erreicht,    dal3    vor der   Leuchtröhre    ein   Spiegelrad      t    rotiert, das synchron und   winkeltreu    vom Sender gesteuert wird. Als Vorbild kann ein   Spiegelrad    dienen, wie es in der Fernsehtechnik früher verwandt wurde. Allerdings kann im vorliegenden Fall die Ausführung wesentlich einfacher sein. Die Spiegel des Rades sind so aufgesetzt, dass sie auf einer Mattscheibe v (Fig. 8) oder dergleichen fünf nebeneinanderliegende und genau definierte Stellungen der gespiegelten   Leuchtröhre    er  -geben.

   Vier    Leuchtstreifen davon entsprechen den vier zugeordneten Senderrichtstrahlern, während der   fftinfte      Leuchtstreifen    den Gleichlauf des Spiegelrades zu kontrollieren ge  statbet.    Letzteres geschieht so, dass diese         Spiegelablenkung    jedesmal dann wirksam wird, wenn der Sender seine   Synchronisie-      rungspause hat.    Im normalen Zustand ist also das fünfte Feld in der   Empfängeranzeige    dunkel. Ist der Gleichlauf jedoch etwas gestort, dann leuchtet das fünfte Feld auf, und zwar um so heller, je grösser die Abweichungen des   Empfängergleichlaufes    sind.

   Da jedes der fünf Felder in   1    Sekunde   25    mal   angeleuchtet wird,    so entsteht im Auge der    Eindruck von vier bezw. fünf gleichmässig    leuchtenden Streifen, die jedoch je nach der Lage des   Empfängers im Leitstrahlsektor    verschiedene Hohe haben. Selbstverständlich können an Stelle des   Spiegelrades    alle andern bekannten Ablenksysteme Verwendung finden, zum Beispiel die   Nipkow-Scheibe.    Die Art der Ablenkung muss dann diesen Systemen zweckmässig angepa¯t werden.



   Da. die Ausgangsspannung infolge des Dampfereffektes starken kurzzeitigen   Schwan-    kungen unterworfen sein kann, wird auch die Hohe der   Leuchtsäule    diesen kurzzeitigen Schwankungen folgen. Dadurch tritt aber eine unscharfe Anzeige auf. Es wird daher weiterhin   vorgeschlagen, diese Anzeige-    schwankungen durch eine   nachleuchtende      phosphoreszierende    Schicht zu unterdrücken.



   In Fig. 8 ist eine   be, ispielsweise Ausfiih-      rung des Spiegelrades    dargestellt. In bestimmten Abständen sind kleine   Spiegel'7, 0    unter einem derartigen Winkel angeordnet. da¯ auf einem   Schirmvein    Bild nach Fig. 7 entsteht.



   An Stelle der Glimmlampe kann auch eine   Braunsche Rohre    verwendet werden. Eine   Anzeigesperrung    bei   vollkommenem    Gleichlauf kann dann mittels einer im fünften Feld angeordneten photoelektrischen Zelle erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : I. Verfahren zum Leiten von Fahrzeugen innerhalb von durch Leitstrahlen gebil- deten Fahrsektoren, dadurch gekenn zeichnet, da¯ man die senderseitig zu er zeugenden Leitstrahlen durch Umschal- tung eines einzigen Richtdiagrammes in versehiedene Diagrammlagen bildet und empfängerseitig die Anzeigeorgane finir die einzelnen Diagrammlagen synchron mit. der senderseitig erfolgenden ETm- schaltung umschaltet.
    II. Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch senderseitige Kontaktein- richtungen mit umlaufenden Kurven scheiben, die die zeitlich aufeinander fol gende Anschaltung des Senders an die für die verschiedenen Diagrammlagen vorgesehenen Richtstrahler vornehmen.
    UNTERANSPR¯CHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, da¯ man die Emp fängerausgangsspannung synchron mit der Senderumschaltung auf getrennte Messinstrumente schaltet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch l, dadurch gekennzeich- net, da¯ man je zwei aufeinanderfolgende Werte der Empfängerausgangsspannung auf Differentialinstrumente gibt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unteransprüehen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Synehronisie- rung zwischen Sender-und Empfänger- umschaltung durch den Umschaltrhyth- mus selbst vornehmen lässt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I und Untera. nspriichen 1-3, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Frequenz der senderseitigen Schaltperiode als Regel- spannung auf den die Empfangsanzeige- umschaltung vornehmenden Motor ein wirken lϯt.
    @. Verfahren naeh Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, da¯ man die ver schiedenen Riehtdiagramme unmoduliert aussendet.
    6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, da¯ man für die verschiedenen Diagrammlagen eine ein zige Modulationsfrequenz verwendet.
    7. Einrichtung nach Patentanspruch 11, ge kennzeichnet empfangsseitig durch eine Glimmlampe als Empfangsanzeigeorgan, deren als jeweilige Anzeigewerte dienende Leuchthöhen durch ein im Sendeumschalt rhythmus rotierendes Spiegelrad neben einander auf eine Mattscheibe abgelenkt werden.
    8. Einrichtung nach Patentanspruch II und LTntera. nspruch 7, dadurch gekennzeichnet, da¯ die Glimmlampe mit einer nachleuch tenden phosphoreszierenden Schicht ver sehen ist.
    9. Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet empfangsseitig durch ein n Kontrollanzeigeinstrument, das während der senderseitigen Pause an den Emp fänger angeschaltet wird.
    10. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich- net, daB ein im S : reis der Anzeigeinstru mente liegender Ruhestromkontakt von einem in dem Kreis des Eontrollanzeige- instrumentes liegenden Relais gesteuert wird.
CH209666D 1936-12-24 1937-12-16 Verfahren zum Leiten von Fahrzeugen innerhalb von durch Leitstrahlen gebildeten Fahrsektoren. CH209666A (de)

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