CH210052A - Wandbekleidung und Verfahren zur Herstellung derselben. - Google Patents

Wandbekleidung und Verfahren zur Herstellung derselben.

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CH210052A
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    • C04B26/02Macromolecular compounds
    • C04B26/28Polysaccharides or derivatives thereof
    • C04B26/285Cellulose or derivatives thereof
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Description


  Wandbekleidung und Verfahren zur Verstellung derselben.    Die bei der Bildung von Wandbekleidungen       zurVerwendung    kommenden, bekannten     Tegtil-          stoffgewebe    oder Platten haben sich durch  geringe Regulierungsmöglichkeit der     Schall-          absorbierung    und durch begrenzte     Anbrin-          gungsmöglichkeit    an unregelmässigen Baufor  men, wie Hohlkehlen     etc.    als nachteilig er  wiesen, ganz abgesehen von der ungünstigen  Nebenwirkung der Fugen und Nähte. Ein  weiterer Nachteil der bekannten Beläge wird  in der leichten Brennbarkeit und einer dem  zufolge periodisch vorzunehmenden Imprä  gnierung gesehen.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist nun eine Wandbekleidung und ein Ver  fahren zur     Herstellung    derselben. Diese Wand  bekleidung besteht erfindungsgemäss aus einem  langfaserige Glaswolle enthaltenden Belag.  Die Wandbekleidung wird nach dem erfin  dungsgemässen Verfahren in der Weise herge  stellt, dass man langfaserige Glaswolle mit  einem Bindemittel und einem Lösungsmittel  für dasselbe zu einem Brei vermischt, auf die  Wand aufträgt und trocknen lässt.    Die Wandbekleidung kann einen ca. 5 bis  30 mm dick aufgetragenen Belag bilden, der  aus langfaseriger Glaswolle, einem Binde  mittel und Wasser besteht und soll die Glas  wolle eine Faserlänge von mindestens 1 cm  haben. Die Wandbekleidung kann zur Erzie  lung von Farbeffekten Farbstoffe enthalten.

    Diese neue Wandbekleidung besitzt einen sehr  hohen     Schallschluckwert,    der durch ihre Faser  struktur erzielt wird und durch starke Poren  bildung begünstigt werden kann. Durch be  sondere Ausbildung dieser Wandbekleidung  kann eine erhöhte     Abweisungafähigkeit    gegen       Schwitzwasser    oder sonstige Feuchtigkeits  bildungen, die insbesondere in Theatern, Kinos,  Hallenschwimmbädern     etc.        vorkommen,    er  reicht werden.  



  Das Verfahren kann beispielsweise wie  folgt durchgeführt werden  7 kg langfaserige Glaswolle wird mit 400  bis 700     gr    Bindemittel, z. B. mit dem Zell  stoffkleber     "Glutolin"    und 28 1 Lösungsmittel  (Wasser) für dasselbe zu einer mörtelartigen  Masse vermischt. Das Gemisch wird auf die      aus Stein oder Holz bestehende Wand, in  beiliegender Stärke z. B. von 5 bis 30 mm  aufgetragen und trocknen lassen. Je nach der  Dicke des Belages ist die Schalldämpfung  mehr oder weniger stark. Durch vermehrten       resp.    verminderten Zusatz von     Bindemittel     und der dadurch bedingten Veränderung des       Porösitätsgrades    kann die Schalldämpfung  verändert werden.

   Ferner kann man Farb  stoffe     (Kunstharzstoffe        etc.)    zusetzen, die neben  der     Farbtonbildung    auch schalldämpfend wir  ken.  



  Bindemittel und Farbstoffe sind also mit  bestimmend für die akustischen Werte, da  durch vermehrten     bezw.    verminderten Zusatz  derselben der     Porösitätsgrad    des Belages ent  sprechend geändert wird, was auch naturge  mäss eine Änderung des     Schallschluckwertes     bewirkt. Es tritt dadurch eine mehr     oder     weniger starke Versteifung der einzelnen Fa  sern der Glaswolle ein, ohne dass aber die  schalldämpfenden und schallabsorbierenden  Eigenschaften der Glaswolle vernichtet wer  den.  



  Die Wandbekleidung verhält sich infolge  ihrer Faserstruktur wie eine Gewebebeklei  dung und nicht wie ein starrer, fester Mörtel  verputz. Sind z. B. Wandvorsprünge oder Ver  änderungen der Wandformen vorhanden, so    können die hier auftretenden Schallschluck  werte dadurch     reguliert    werden, dass man  durch die Veränderung des     Porösitätsgrades     des Belages, verursacht durch vermehrten  oder verminderten Zusatz von Farbe oder  Bindemittel, eine Anpassung an den durch  schnittlichen     Schallschluckwert    des Belages  herbeiführt.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> 1. Wandbekleidung, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem langfaserige Glaswolle enthaltenden Belag besteht. II. Verfahren zur Herstellung der Wandbeklei dung nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass man langfaserige Glas wolle mit einem Bindemittel und einem Lösungsmittel für dasselbe zu einem Brei mischt, auf die Wand aufträgt und trocknen lässt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Brei Farb stoffe beigibt. 2. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel für das Bindemittel Wasser verwendet wird.
CH210052D 1938-11-12 1938-11-12 Wandbekleidung und Verfahren zur Herstellung derselben. CH210052A (de)

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