CH210052A - Wandbekleidung und Verfahren zur Herstellung derselben. - Google Patents
Wandbekleidung und Verfahren zur Herstellung derselben.Info
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Description
Wandbekleidung und Verfahren zur Verstellung derselben. Die bei der Bildung von Wandbekleidungen zurVerwendung kommenden, bekannten Tegtil- stoffgewebe oder Platten haben sich durch geringe Regulierungsmöglichkeit der Schall- absorbierung und durch begrenzte Anbrin- gungsmöglichkeit an unregelmässigen Baufor men, wie Hohlkehlen etc. als nachteilig er wiesen, ganz abgesehen von der ungünstigen Nebenwirkung der Fugen und Nähte. Ein weiterer Nachteil der bekannten Beläge wird in der leichten Brennbarkeit und einer dem zufolge periodisch vorzunehmenden Imprä gnierung gesehen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine Wandbekleidung und ein Ver fahren zur Herstellung derselben. Diese Wand bekleidung besteht erfindungsgemäss aus einem langfaserige Glaswolle enthaltenden Belag. Die Wandbekleidung wird nach dem erfin dungsgemässen Verfahren in der Weise herge stellt, dass man langfaserige Glaswolle mit einem Bindemittel und einem Lösungsmittel für dasselbe zu einem Brei vermischt, auf die Wand aufträgt und trocknen lässt. Die Wandbekleidung kann einen ca. 5 bis 30 mm dick aufgetragenen Belag bilden, der aus langfaseriger Glaswolle, einem Binde mittel und Wasser besteht und soll die Glas wolle eine Faserlänge von mindestens 1 cm haben. Die Wandbekleidung kann zur Erzie lung von Farbeffekten Farbstoffe enthalten.
Diese neue Wandbekleidung besitzt einen sehr hohen Schallschluckwert, der durch ihre Faser struktur erzielt wird und durch starke Poren bildung begünstigt werden kann. Durch be sondere Ausbildung dieser Wandbekleidung kann eine erhöhte Abweisungafähigkeit gegen Schwitzwasser oder sonstige Feuchtigkeits bildungen, die insbesondere in Theatern, Kinos, Hallenschwimmbädern etc. vorkommen, er reicht werden.
Das Verfahren kann beispielsweise wie folgt durchgeführt werden 7 kg langfaserige Glaswolle wird mit 400 bis 700 gr Bindemittel, z. B. mit dem Zell stoffkleber "Glutolin" und 28 1 Lösungsmittel (Wasser) für dasselbe zu einer mörtelartigen Masse vermischt. Das Gemisch wird auf die aus Stein oder Holz bestehende Wand, in beiliegender Stärke z. B. von 5 bis 30 mm aufgetragen und trocknen lassen. Je nach der Dicke des Belages ist die Schalldämpfung mehr oder weniger stark. Durch vermehrten resp. verminderten Zusatz von Bindemittel und der dadurch bedingten Veränderung des Porösitätsgrades kann die Schalldämpfung verändert werden.
Ferner kann man Farb stoffe (Kunstharzstoffe etc.) zusetzen, die neben der Farbtonbildung auch schalldämpfend wir ken.
Bindemittel und Farbstoffe sind also mit bestimmend für die akustischen Werte, da durch vermehrten bezw. verminderten Zusatz derselben der Porösitätsgrad des Belages ent sprechend geändert wird, was auch naturge mäss eine Änderung des Schallschluckwertes bewirkt. Es tritt dadurch eine mehr oder weniger starke Versteifung der einzelnen Fa sern der Glaswolle ein, ohne dass aber die schalldämpfenden und schallabsorbierenden Eigenschaften der Glaswolle vernichtet wer den.
Die Wandbekleidung verhält sich infolge ihrer Faserstruktur wie eine Gewebebeklei dung und nicht wie ein starrer, fester Mörtel verputz. Sind z. B. Wandvorsprünge oder Ver änderungen der Wandformen vorhanden, so können die hier auftretenden Schallschluck werte dadurch reguliert werden, dass man durch die Veränderung des Porösitätsgrades des Belages, verursacht durch vermehrten oder verminderten Zusatz von Farbe oder Bindemittel, eine Anpassung an den durch schnittlichen Schallschluckwert des Belages herbeiführt.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> 1. Wandbekleidung, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem langfaserige Glaswolle enthaltenden Belag besteht. II. Verfahren zur Herstellung der Wandbeklei dung nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass man langfaserige Glas wolle mit einem Bindemittel und einem Lösungsmittel für dasselbe zu einem Brei mischt, auf die Wand aufträgt und trocknen lässt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Brei Farb stoffe beigibt. 2. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel für das Bindemittel Wasser verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
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1938
- 1938-11-12 CH CH210052D patent/CH210052A/de unknown
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