CH210105A - Anordnung zur Kompensation des Fehlwinkels eines Widerstandes unter Verwendung eines Kompensationskondensators. - Google Patents

Anordnung zur Kompensation des Fehlwinkels eines Widerstandes unter Verwendung eines Kompensationskondensators.

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CH210105A
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Fides Gesellschaft Beschraenk
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Fides Gmbh
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  Anordnung zur Kompensation des     Fehlwinkels    eines Widerstandes  unter     Verwendung    eines     Kompensationskondensators.       Bekanntlich hat ein Drahtwiderstand  auch bei     bifilarer    Wicklung stets     einen        -97in-          keifehler,    der unter anderem mit der Stärke  des Drahtes, also der Belastbarkeit des Wi  derstandes, wächst.

   Dieser Fehler lässt sich  bekanntlich durch     Parallelschalten    eines  passenden     Kondensators    zum Widerstand be  seitigen, wobei der     Kondensator    um so  grösser sein muss, je     kleiner    der Widerstand  und je höher seine Belastbarkeit ist. Man  kommt so bei kleinen, hoch belastbaren Wi  derständen zu Kapazitätswerten, die um       100,uF    liegen. Das bedeutet einen erheb  lichen     Material-    und Raumaufwand, was  besonders nachteilig wirkt, wenn es sich  darum handelt, eine grössere Anzahl von Wi  derständen, z. B. die eines     Präzisions-Wider-          standskastens,    winkelfehlerfrei zu machen.

    Ausserdem wächst mit dem erforderlichen  Kapazitätswert die Schwierigkeit, den Kon-         densator    genau auf die erforderliche Grösse       abzustimmen.     



  Die     Erfindung    ermöglicht es nun, mit be  deutend     geringeren    Kapazitätswerten eine       Fehlwinkelkompensation    zu erreichen. Sie  geht von dem     Gedanken        aus,    da es     in        vielen     Fällen nicht erforderlich ist, den durch den  Widerstand     fliessenden    Strom in Phase mit  dem     Spannungsabfall    am Widerstand zu  bringen, sondern dass es oft schon genügt,  wenn man irgend eine dem Strom stets pro  portionale und phasengleiche     Spannung    er  zeugt.

   Eine solche     Spannung    lässt sich erfin  dungsgemäss dadurch herstellen, dass man  parallel zu dem mit dem Winkelfehler be  hafteten Widerstand (1) eine     Reihenschal-          tung    von     Kompensationskondensator    (2) und  Kompensationswiderstand     (ä)    schaltet, wie  es z. B. in     Fig.    1 dargestellt ist. Bei passen  der     Bemessung    der Kompensationsglieder ist      dann die zwischen den Klemmen =1 und 5  auftretende Spannung in Phase mit dem den  Widerstand 1 durchfliessenden Strom.  



  Die Grösse des erforderlichen Kondensa  tors hängt neben der Grösse des Fehlwinkels  und der     Betriebsfrequenz        vorwiegend    von der  Grösse des     Kompensationswiderstandes    3 ab.  Da man     diesen    um ein     vielfaches    grösser  machen kann als den Widerstand 1, ist es  also durch die erfindungsgemässe Anordnung  möglich, eine     Fehlwinkelkompensation    mit  relativ kleinen Kondensatoren zu erreichen.

    Ein weiterer Vorteil ist der, dass hier eine  einfache und leichte     Abgleichung    auf  Phasengleichheit durch Verändern des Kom  pensationswiderstandes möglich ist, so dass  das bei grossen Kapazitätswerten besonders  lästige Abgleichen der Kapazität fortfällt.  



  Ein weiterer Vorteil ist in der Möglich  keit zu erblicken, die     Fehlwinkelkompensa-          tion    für beliebige Frequenzen durch Nach  stellen des Kompensationswiderstandes zu er  reichen, während bei der bisherigen Anord  nung, die nur einen festen Kondensator ver  wandte, eine hinreichend genaue Fehlwinkel  kompensation nur für einen beschränkten  Frequenzbereich eintrat. Zweckmässig wird  man dem veränderlichen Kompensations  widerstand eine in Frequenzen geeichte  Skala zuordnen.  



  Als Anwendungsbeispiel der Erfindung  ist in     Fig.        \?    ihre Verwendung in einer       Scheringbrücke    dargestellt, die bis auf die  erfindungsgemässe     Fehlwinkelkompensation     des in dem einen Brückenzweig liegenden  Widerstandes 1 in üblicher Weise aufgebaut  ist. ?und 3 sind hier wieder die entspre  chenden Kompensationsglieder wie in     Fig.    1.  



  Im allgemeinen wird es erwünscht     sein,          wahlweise    einen grösseren oder kleineren Wi  derstand in den Brückenzweig legen zu kön  nen. Eine zweckmässige Ausgestaltung der       erfindungsgemässen    Anordnung für diesen  Fall ist in     Fig.    3 wiedergegeben, in der nur  der entsprechende Brückenzweig heraus  gezeichnet ist.

   Der     Mderstand    ist in der  gewählten     Darstellung    in sechs in Reihe lie-         bende        Teilwiderstände    6 bis 11     aufgeteilt,     denen die Kompensationswiderstände 12 bis  17 in der aus der     Fig.    3 ersichtlichen Weise  zugeordnet sind. Die Kompensationswider  stände 12 bis 17 sind dabei so abgeglichen,       da.ss    sich stets bei derselben Kapazität Win  kelfreiheit ergibt, so dass man trotz verschie  dener Widerstandswerte im Brückenzweig  mit einem Kompensationskondensator 2 aus  kommt.  



  Zweckmässig wird man einen hier sechs  stufigen     Stufenschalter    mit den     Kontakten     18 vorsehen, um bequem die einzelnen Wi  derstandswerte einstellen zu können und     ihn     mit einem zweiten entsprechenden Stufen  schalter mit den     Kontakten    19 koppeln, so  dass     zwangläufi'    stets auch der richtige  Kompensationswiderstand zu dem gerade       eingestellten    Widerstandswert eingeschaltet  ist.  



       Statt    Stufenschalter kann man natürlich  auch einen Doppelstecker mit zweckmässig  ungleich starken Steckstiften verwenden, der  in entsprechend angeordnete und verbundene       Buchsenpaare    18/19 passt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Kompensation des Fehl winkels eines Widerstandes unter Verwen dung eines Kompensationskondensators. da durch gekennzeichnet, dass parallel zu dem mit dem Fehlwinkel behafteten Widerstand (1) eine Reihenschaltung von Kompensations kondensator (2) und Kompensationswider stand (3) liegt, wobei die Kompensations glieder so bemessen sind, dass am Kompensa tionskondensator (2) eine dem den Wider stand (1) durchfliessenden Strom phasen gleiche Spannung auftritt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kompensations widerstand um ein vielfaches grösser als der mit dem Fehlwinkel behaftete Wider stand ist. 2.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch uekennzeichnet, dass der Kompensations- widerstand zum Abgleichen auf Phasen gleichheit bei verschiedenen Frequenzen veränderlich ausgebildet ist.
    ä. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei stetiger oder stufenweiser Veränderung des mit dem Fehlwinkel behafteten Widerstandes der Kompensationswiderstand zwangläufig so mitgeändert wird, dass Felüwinkelkompen.- sation stets bei gleicher Kompensations kapazität eintritt.
CH210105D 1938-07-06 1939-06-16 Anordnung zur Kompensation des Fehlwinkels eines Widerstandes unter Verwendung eines Kompensationskondensators. CH210105A (de)

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