CH210350A - Verfahren und Vorrichtung zum Einfärben erhaben liegender Druckformen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Einfärben erhaben liegender Druckformen.

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CH210350A
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Siegwerk-Farbenfabrik Kelle Co
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Siegwerk Druckfarben Gmbh & Co
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Description


  Verfahren und     Vorriehtung    zum Einfärben erhaben     liegender    Druckformen.    Beim Drucken mit Hilfe von Klischees  erfolgt das Antragen der Farbe an die er  haben (hoch) liegenden Teile der Druckform  in der Regel so, dass die Druckfarbe mittels  einer genau zylindrisch geformten Antrag  walze, die aus verschiedenen Werkstoffen  bestehen kann, während des Laufes aufge  strichen wird.  



  Die Ausgiebigkeit des     Farbantrages    wird  durch genau     führbare    Einstellvorrichtungen  für die     Farbantragwalze    bewirkt, so dass das  Druckergebnis von dieser Einstellung we  sentlich beeinflusst wird. Dazu kommt, dass  bei allen Druckverfahren mit Metallklischees  die Druckfarben in der Regel eine verhält  nismässig stark dickfliessende "zügige" Be  schaffenheit haben. In andern Fällen, z. B.  beim sogenannten     Anilingummidruckverfah-          ren,    sind die Farben sehr dünnflüssig und  in der Regel klare Lösungen von Farbstof  fen, bei denen die Dünnflüssigkeit Bedin  gung für ein gutes Gelingen des fertigen  Druckerzeugnisses ist.

   Der Grund dafür    liegt in der     Tatsache,    dass bei einem elasti  schen Gummiklischee die Verwendung einer  schnell     tro2knenden    Farbe von dickflüssiger  Beschaffenheit zu unklarem und     verquetsch-          tem    Druck führen muss. Das gleiche tritt  insbesondere bei Verwendung von Gummi  klischees ein, wenn die     verwendete    Druck  farbe mit Feststoffen (Pigmentfarbstoffen)  gefüllt ist, die an sich viele Vorteile bieten  würden, wenn sie beim     Gummiklischeedruck     ohne Einschränkung Anwendung     finden     könnten.

   Das ist bisher nicht der Fall ge  wesen, weil durch das     Antragen    der Farbe  in den Gummidruckwerken der vorher an  gedeutete Zustand eintritt, dass die aufge  tragene, pigmenthaltige Farbe wegen der       verhältnismässig    dicken Auflage auf der er  haben (hoch) liegenden Oberfläche des  Gummiklischees zum Ausquetschen     neigt,     wodurch nicht nur unscharfe Ränder im  Druck selbst erfolgen, sondern auch in die  seitlich neben den erhaben liegenden Teilen  des Klischees vorhandenen Vertiefungen      Farbe eindringt und die Klischees ver  schmiert und zusetzt.  



  Das Verfahren zum Einfärben erhaben  liegender Druckformen gemäss der Erfin  dung beseitigt diese Übelstände. Es besteht  in der Verwendung einer mit fein geraster  tem Mantel     versehenen        Abtragwalze,    die  man nach Einfärbung abstreicht und dann  unter gleichmässigem Druck gegen die Druck  form anlegt.  



  Als feine Rasterung kann im     Sinne    der  Erfindung noch eine solche gelten, die min  destens 30 Linien pro Zentimeter aufweist.  



  Soll der     Druck    von Metallklischees erfol  gen, so kann in gleicher Weise verfahren  werden: nur wird man zweckmässig als     Farb-          a.ntragswa,lze    keine gerasterte     Metallwalze,     sondern eine in der dargestellten Weise ge  rasterte     Antragwalze    aus einem geeigneten,  bis zu einem gewissen Grade elastischen  Werkstoff verwenden, bei der, wie     vorlrc-r     beschrieben, die in bekannter Weise angetra  gene     Druckfarbe    durch ein     geeignetes        Rakel     von der Zylinderoberfläche, die nicht an  der Einfärbung teilhaben soll, abgestrichen  wird.  



  In der nachfolgenden     Beschreibung    ist  die Erfindung näher erläutert.  



  Die Zeichnung veranschaulicht einige  Ausführungsbeispiele von     Farbantr < agvor-          richtungen,    mit denen das Verfahren gemäss  der Erfindung     ausführbar    ist. Es zeigen:       Fig.    1 und     Fig.    2 im Schnitt und im  Grundriss eine     Farbantragvorrichtung    mit  gerasterter     Farbantragwalze,          Fig.    3 eine besondere Ausführungsform  der Vorrichtung mit luftgepolsterter Antrag  walze, und       Fig.    4 eine weitere Abänderung der Vor  richtung mit gefederter     Antragwalze.     



  Die     Druckformwalze        (.Fig.    1.) mit der  Druckform 2 ist mit ihrer Achse 3 in La  gern 4     geführt    und bedruckt die     Papierbahn     5, die über die     Gegendruckwalze    6 geführt  wird, die ihrerseits mit ihrer Achse 7 in  Lagern 8 ruht. Vor der     Druckformwalze    ist  die mit ihrer Achse 10 in Lagern 1.1. ge  führte     Antragwalze    9 angeordnet, die in der    schon erwähnten Weise     gastiert    ist.

   Die von  der     Antragwalze    9 beim Eintauchen in den  Farbtrog 12 aufgenommene Farbe wird er  findungsgemäss von dem     Rakelblatt    13, das  beispielsweise mittels     Befestigungsschrauben     LG zwischen dein obern     Rakelbalken    14 und  dem untern     Rakelbalken    15 gehalten wird,  sauber abgestrichen, so dass die zum Druck       gelangende    Farbe nicht wie bei den bisher  Üblichen Verfahren auf der Oberfläche der       Antragwalze    9 liegt, sondern unterhalb ihrer  zylindrischen Oberfläche.

   Auf diese Weise  wird es mit     Sicherheit        vermieden,    dass ausser  den     erhaben    liegenden Teilen der Druck  form 2 die daneben liegenden     Vertiefungen     ebenfalls mit Farbe gefüllt werden, so dass  die sonst auftretenden Fehler und Störungen  beim     Fortdruck    (Fortsetzen des Druckes)  sich vermeiden und bei fortlaufender Auf  lage sich immer gleichmässig saubere und  scharfe     Drucl@ei-gebnisse    erzielen lassen.  



  Soll der Druck von Metallklischees erfol  gen, so wählt man zweckmässig als     Farb-          antragwalze        statt    der gerasterten Metall  walze eine     gerasterte        Antragwalze    9 aus  einem geeigneten, bis zu einem gewissen  Grade elastischen Werkstoff, bei der wieder  die in bekannter Weise angetragene Druck  farbe durch ein geeignetes     Rakel    von der       Zylinderoberfläche,    die nicht an der Einfär  bung teilhaben soll, abgestrichen wird.  



  Wie Versuche     ergeben    haben, ist es auf  diese Weise möglich geworden, insbesondere  bei Verwendung von erhaben liegenden  Druckformen aus elastischen Werkstoffen  (Gummiklischees) auch mit Pigmenten hoch  gefüllte Farben im Gummidruckverfahren  zu verwenden, was bisher aus den vorge  nannten Gründen mir zu Schwierigkeiten  und Störungen führte. In gleicher     Weise    ist  es nach dem erfindungsgemässen Verfahren  möglich, unter Verwendung einer einfachen       Einfärbevorrichtung    Metallklischees mit  dünnflüssiger Farbe einzufärben und den  noch einen scharfen und störungsfreien Druck  zu erzielen.  



  Die Erfindung bietet fernerhin die Mög  lichkeit, bei Verwendung von Druckfarben,      die     reit    leicht flüchtigen Lösungsmitteln zu  bereitet sind, Geschwindigkeiten im Druck  von Metallklischees zu erreichen, die in der       i)isher    üblichen Weise mit zähflüssiger Farbe  nicht erzielt werden konnten, insbesondere in  Fällen, in denen die Farben in grossflächi  gem Druck aufeinander fallen sollten (Mehr  farbendruck).  



  Es hat sich noch gezeigt, dass zuweilen  dadurch Schwierigkeiten     entstehen,    dass     beim     Einfärben erhaben liegender     Druckformen     aus starrem Werkstoff, z. B. aus Metall,  sämtliche erhaben liegenden Teile nicht  gleichmässig von der     Farbantragwalze        erfasst     werden. Das kann eintreten, wenn einzelne  Teile der druckenden Oberfläche mit den  übrigen Teilen nicht geometrisch genau auf  einem Zylindermantel liegen. Die tiefer lie  genden Teile der     Druckform    erfassen dann  nicht genug Farbe oder auch gar keine.

   Bei  einer     Weichgummiwalze    könnten sich die  Mängel unter Umständen einfach durch Er  höhen des Anlegedruckes beseitigen lassen;  da aber     bei    Verwendung starrer, z. B. aus  Metall bestehender Druckformen die zu ver  wendende elastische     Antragwalze    erfindungs  gemäss rastriert sein muss, so kann ihre Ober  fläche schliesslich nur aus einem wenigstens  bis zu einem gewissen Grade harten Werk  stoff, nicht aber schlechthin aus Weich  gummi bestehen. Jedenfalls muss die Härte  so gewählt sein, dass eine     Rastrierung,    die  dem Zwecke des Verfahrens entspricht, mög  lich ist.

   Dann aber könnte in einer Reihe  von Fällen die gewünschte Elastizität der       Farbantragwalze    unter Umständen wieder  in Frage gestellt sein. Für diese Fälle wird  daher eine     Farbantragwalze    vorgesehen,  deren gerasterter Mantel aus einer harten  oder jedenfalls für die Rasterbildung aus  reichend harten Schicht besteht, während  der     übrige,    zwischen Walzenmantel und  Walzenspindel befindliche Teil als     elastisch     von innen her gleichmässig gegen den Mantel  drückende Zwischenschicht ausgebildet ist.  



  So kann eine starre Spindel aus Metall  oder anderem Werkstoff mit einem Zylinder  aus Weichgummi überzogen und dieser dann    seinerseits wieder mit der rastrierten här  teren Schicht belegt werden. Eine derartige  Ausführungsform veranschaulicht     Fig.    1,  wenn hier die Achse 10 der     Antragwalze    9  in einen Zylinder 17 aus Weichgummi ein  gebettet ist, wobei dieser einen Aussenmantel  aus einer härteren Schicht hat, der die     Ra-          strierung    trägt.  



  Statt des Weichgummis als Zwischen  schicht kann man aber auch einen starren  Zylindermantel 19 der     Antragwalze    vor  sehen und diesen durch federnde Glieder 20  unter allseitig gleichmässiger Spannungsver  teilung in der Ruhelage gegen die Spindel  18 der Walze abstützen     (Fig.    4). Dieses  Abstützen kann unter anderem sowohl mittels  Spiralfedern, als auch mit Hilfe von Blatt  federn erfolgen. Auf den starren Zylinder  mantel 19 wird dann die rastrierte     Farb-          antragschicht    aufgelegt, oder der Zylinder  selbst wird rastriert.  



  Will man     keine    Federn oder ähnliche  Maschinenelemente     verwenden,    so kann man  die notwendige Elastizität in an sich be  kannter Weise auch durch ein mehr oder  weniger elastisches Luftkissen 30 zwischen  der arbeitenden, rastrierten Oberfläche 29  und der Spindel 28 herbeiführen     (Fig.    3),  wie das vergleichsweise bei der Lauffläche  von Kraftfahrzeugreifen gegenüber der Felge  der Fall ist.

   Diese     Ausführung    hat den  Vorzug,     dass    die Elastizität der     Antragwalze     nach Massgabe der     Erfordernisse    des vor  handenen Klischees in weiten Grenzen ab  gewandelt werden kann,     ähnlich    wie das bei  dem zum Vergleich herangezogenen Kraft  fahrzeugreifen zur     Differenzierung    des An  legedruckes der Fall ist. Dabei braucht es  nicht entscheidend zu sein, ob eine Walze  dieser Art nur ein     einziges    Kissen einschliesst  oder ob mehrere vorhanden sind, wenn eben  nur eine gleichmässige Verteilung des An  legedruckes für die     Farbübertragung    statt  findet.  



  Die     Rastrierung    des Walzenmantels kann  auch dadurch erzeugt     werden,    dass man auf  eine zylindrische Oberfläche aus geeignetem  Werkstoff, z. B. Gummi entsprechender      Härte, oder einem Kunststoff, ein feines,  beispielsweise aus Bronze bestehendes Me  tallsieb     aufpresst    und die so mit einer feinen  Sieboberfläche versehene     Antragwalze    nach  Einfärbung     abrakelt    und, wie im vorstehen  den beschrieben, zum Einfärben erhaben lie  gender Druckformen verwendet. Wohlver  standen ist die Maschenzahl des Siebes so  zu wählen, dass sie gänzlich oder ungefähr  den gebräuchlichen Tiefdruckrastern ent  spricht.

   Zu verwenden ist ein solches Metall  sieb für jede der     beschriebenen    Ausführungs  formen von     Farbantragvorrichtungen,    selbst  verständlich muss es aber immer so auf dein  Zylinder liegen, dass, wie auch bei andern  Rastern üblich. keine von Walzenende zu  Walzenende durchlaufenden Vertiefungen in  die Mantellinien des Zylinders zu liegen  kommen, weil das     Rakel    sonst nicht nur die  hochliegenden Rasterteile, sondern auch tie  ferliegende abstreichen würde.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Einfärben erhaben lie gender Druckformen, gekennzeichnet durch die Verwendung einer mit fein gerastertem Mantel versehenen Antragwalze, die man nacb. Einfärbung abstreicht und dann unter gleichmässigem Druck gegen die Druckform anlegt. UNTERAN SPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, in An wendung auf den CrummikliSCheedruck, dadurch gekennzeichnet, dass eine ge- rasterte Metallwalze als Farbantragwalze verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, in An wendung auf Metalldruckformen, dadurch gekennzeichnet, dass eine gerasterte Walze aus elastischem Baustoff als Farbantrag- walze verwendet wird. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als Farb- antragwalze eine Walze verwendet wird, deren Raster aus einem aufgepressten Dletallsieb mit der gewünschten Maschen, zahl besteht. PATENTANSPRUCH II:
    Vorrichtung zum Ausüben des Verfah rens nach .Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine in ihrer Oberfläche mit feinem Raster versehene Farbantragwalze und ein Rakel, das nach Einfärben der Farbantrag- walze die auf den hochliegenden Rasterflä chen befindliche Farbe wieder abstreicht. UNTERANSPRUCH 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der gerasterte Mantel der Farbantragwalze aus einer der Rasterbildung günstigen, harten Schicht.
    besteht, während der übrige, zwischen dieser und der Walzenspindel befindliche Walzenteil aus wenigstens einem elastisch wirkenden Gliede besteht.
CH210350D 1939-03-29 1939-03-29 Verfahren und Vorrichtung zum Einfärben erhaben liegender Druckformen. CH210350A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3116166A (en) * 1958-12-11 1963-12-31 Halley & Sons Ltd James Apparatus for coating a moving web
EP0076905A3 (en) * 1981-10-10 1984-02-22 Basf Farben + Fasern Aktiengesellschaft Printing products and method for their preparation
EP0077894A3 (de) * 1981-10-22 1984-02-22 BASF Lacke + Farben AG Flachdruckverfahren und Flachdruckmaschine zur Durchführung des Verfahrens

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EP0077894A3 (de) * 1981-10-22 1984-02-22 BASF Lacke + Farben AG Flachdruckverfahren und Flachdruckmaschine zur Durchführung des Verfahrens

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