CH182970A - Verfahren zum Aufbringen der Kohlepapierfarbe auf die Papierbahn bei der Herstellung von Kohlepapieren, Durchschreibeformularen und dergleichen. - Google Patents
Verfahren zum Aufbringen der Kohlepapierfarbe auf die Papierbahn bei der Herstellung von Kohlepapieren, Durchschreibeformularen und dergleichen.Info
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Description
Verfahren zum Aufbringen der Kohlepapierfarbe auf die Papierbahn bei der Herstellung von Kohlepapieren, Durchschreibeformularen und dergleichen. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zum Aufbringen der Kohlepapier farbe auf die Papierbahn bei der Herstellung von Kohlepapieren, Durchschreibeformularen und dergleichen.
Kohlepapierfarbe besteht im wesentlichen aus Farbstoffen, Farbkörpern und hoch schmelzenden Bindemitteln oder Bindemittel gemischen, wobei mit dem Ausdruck hoch schmelzend solche Bindemittel oder Binde mittelgemische bezeichnet sein sollen, deren Schmelzpunkt über Zimmertemperatur, clas heisst über zirka 15 C liegt. Demgemäss ist die Kohlepapierfarbe bei Zimmertemperatur nicht flüssig, sondern fest. Zum Zwecke der Aufbringung auf die Papierbahn wurde sie bisher durch Erhitzen geschmolzen. Dieses Herstellungsverfahren weist erhebliche Nach teile auf.
Die geschmolzene Farbe muss zum Beispiel mit Überschuss auf das Papier aufgebracht werden, weil erfahrungsgemäss bei dosiertem Auftrag sich leicht unregel mässige Auftragsschichten ergeben. Der Überschuss muss alsdann wieder entfernt wer den. Es ergibt sich dabei ein erheblicher Mehrverbrauch an Farbe, der eine Steigerung dadurch erfährt, dass ein Teil der flüssigen Farbe in das Papier eindringt, was insbe sondere alsdann unerwünscht ist, wenn die Farbschicht nur zum einmaligen Gebrauch dient.
Ferner ist es beim Auftragen der Kohlepapierfarbe in geschmolzenem Zustande erforderlich, ein porenfreies, also in er Qualität besseres Papier zu verwenden, weil die Farbe sonst durch die Poren auf die Rückseite des Papieres gelangt.
Die durch den hohen Gehalt an 'hoch schmelzenden Bindemitteln bei,Zimmertem- peratur harte und krumelige Kohlepapier farbe darf nun nicht mit ,durchschreibenden Druckfarben verglichen werden, weil letz tere nicht die gleichen günstigen Eigen- schaffen haben wie gohlepapierfarben. Durchschreibende Druckfarben werden seit langem für die Herstellung von Formularen mit rückseitigen Druckschreibeflächen auf Schnellpressen und ähnlichen Maschinen des graphischen Gewerbes verwendet, wobei der Farbauftrag vermittels Buchdruckfarbwerke erfolgt.
Diese durchschreibenden Druck farben haben die charakteristischen Merk male einer Druckfarbe; sie müssen bei Zim mertemperatur dickflüssig und zügig sein. Hochschmelzende Bindemittel, die bekannt lich bei Zimmertemperatur hart und fest sind, müssen als Fremdkörper für diese Druckfarben angesehen werden.
Wenn diesen durchschreibenden Druckfarben Wachse zu gesetzt werden sollen, so müssen dieselben vorher eine vollkommene Zustandsänderung dadurch erfahren, dass sie durch Lösungs- mittel oder Seifen aus einem hochschmel zenden Bindemittel in eine bei Zimmertem peratur dickflüssige Masse verwandelt wer den. Ausserdem müssen diese Druckfarben Zusätze erhalten, durch welche die verlangte Zügigkeit erreicht wird. Alle diese Zusätze sind bei Kohlepapierfarben unerwünscht und überflüssig.
Gemäss der Erfindung wird die Kohle papierfarbe in .einer unter dem Schmelzpunkt liegenden Temperatur einer intensiven Ver- reibung unterworfen und anschliessend un- geschmolzen auf das Papier übertragen.
Die Kohlepapierfarbe wird zweckmässig mittels Verteilungs- und Übertragungsmittel der intensiven Verreibung unterworfen. Versuche haben ergeben, dass eine in dieser Weise behandelte Kohlepapierfarbe in un- geschmolzenem Zustand und auf Auftrag stärke dosierter Menge auf das Papier auf getragen werden kann.
Die Wirkung der Verreibung ist am günstigsten, wenn sie gleichzeitig unter starkem Druck ausgeübt wird, indem die für den Verreibungsprozess dienenden Mittel zum Beispiel Walzen mit starkem Druck .gegeneinander gepresst werden und dabei in gleicher oder entgegengesetz ter Drehrichtung umlaufen. Es können hier- für auch Rühr- oder Knetwerke vorgesehen sein.
In der Zeichnung ist in schematischer Darstellung eine Vorrichtung zur Ausfüh rung des Verfahrens in beispielsweiser An ordnung .dargestellt.
Es bedeutet 1 den Farbbehälter, in dem die Farbe in ungeschmolzenem Zustand vor handen ist. Unter dem Ausfallschlitz des Behälters 1 befinden sich zwei Walzen _2, 3, die unter Druck gegeneinander gepresst sind und in Pfeilrichtung umlaufen. Von diesen Walzen 2, 3 wird die Farbe verrieben und dosiert. Die Walze 3 gibt die Farbe an die Walze 4 ab, die die Farbe wiederum an .die über eine Walze 5 geführte Papierbahn 6 abgibt, die beispielsweise mit regelbarem Druck gegen die Walze 4 gepresst wird.
An ,der Walze 3 können weitere Verreibungs- walzen 7 vorgesehen sein und an .der Walze 4 wiederum können Schaber 8, Rakel, Wal zen oder dergleichen zum genauen Dosieren der Farbe vorgesehen sein. Die Walze 4 kann so ausgebildet sein, dass sie gegebenen falls einen partiellen Auftrag der Farbe auf das Papier, zum Beispiel bei Formularen, bewirkt. Es können auch die Verreibezylin- der 2, 3 die Farbe unmittelbar auf das Papier auftragen.
Die durch die Erfindung erzielten Vor teile bestehen im wesentlichen darin, dass als Träger einer aus Kohlepapierfarbe beste henden Farbschicht ein Papier von relativ geringer Qualität, insbesondere grossporiges Papier zur Anwendung gelangen kann, wo .durch eine wesentliche Verbilligung des End produktes erzielt ist. Ferner ist das Ver fahren und die zu seiner Durchführung not wendige mechanische Einrichtung zum Auf trag .der Kohlepapierfarbe vereinfacht.
Fer ner ist auch eine erhebliche Ersparnis an Farbe erzielt, da diese nicht in gleichem Masse wie in geschmolzenem Zustand in das Papier einzudringen vermag.
Da die Verarbeitung der Kohlepapier farbe bislang nur durch Schmelzen während des Auftragprozesses erfolgte, so ist durch die Erfindung dem Bekannten gegenüber ein erheblicher Fortschritt erzielt. Gleich falls war bisher ein genau dosierter Auf trag der Kohlepapierfarbe nicht möglich; sondern die Dosierung erfolgte anschliessend an das Auftragen der Farbe, durch weitere Vorkehrungen, was das Herstellungsverfah ren umständlicher machte und verteuerte.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Aufbringen der Kohle papierfarbe auf die Papierbahn bei der Her stellung von Kohlepapieren, Durchschreibe formularen und dergleichen, dadurch gekenn zeichnet, dass die Kohlepapierfarbe in einer unter dem Schmelzpunkt liegenden Tempera tur einer intensiven Verreibung unterworfen und anschliessend ungeschmolzen auf das Papier %ufgetragen wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass durch Verteilungs- und Verreibemittel eine Dosierung der Farbmenge erfolgt, derart, dass die Farbe in einer der Auftragstärke entsprechenden Menge auf die Papierbahn unmittelbar aufgetragen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilungs- und Verreibemittel durch Walzen gebildet sind, welche die Farbe direkt auf das Papier übertragen. 3.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragung der Farbe auf das Papier durch von Verreibwalzen ge speisten Zwischenwalzen erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE182970X | 1934-04-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH182970A true CH182970A (de) | 1936-03-15 |
Family
ID=5718338
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH182970D CH182970A (de) | 1934-04-10 | 1935-04-06 | Verfahren zum Aufbringen der Kohlepapierfarbe auf die Papierbahn bei der Herstellung von Kohlepapieren, Durchschreibeformularen und dergleichen. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH182970A (de) |
| ES (1) | ES137701A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1002612B (de) * | 1952-10-28 | 1957-02-14 | Wilhelm Ritzerfeld | Vorrichtung zur Herstellung nichtschmierender Farbblaetter |
| DE1119649B (de) * | 1957-01-21 | 1961-12-14 | Papierfabrik Dr Zimmer & Cie G | Vorrichtung zum Bedrucken von Papierbahnen in der Papiermaschine |
-
1935
- 1935-03-27 ES ES0137701A patent/ES137701A1/es not_active Expired
- 1935-04-06 CH CH182970D patent/CH182970A/de unknown
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|---|---|---|---|---|
| DE1002612B (de) * | 1952-10-28 | 1957-02-14 | Wilhelm Ritzerfeld | Vorrichtung zur Herstellung nichtschmierender Farbblaetter |
| DE1119649B (de) * | 1957-01-21 | 1961-12-14 | Papierfabrik Dr Zimmer & Cie G | Vorrichtung zum Bedrucken von Papierbahnen in der Papiermaschine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ES137701A1 (es) | 1935-07-16 |
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