Dauerbrandvorrichtung. Die Erfindung betrifft Verbrennungsein richtungen für Dauerbrand mit wenigstens einem Zugregler in den Rauchfängen zum Zwecke der Regelung der Verbrennung. Die Verwendung eines Zugreglers hat bei be kannten Vorrichtungen den Nachteil, dass sich im Brennstoffmagazin oder im Verbren nungsraum unmittelbar oberhalb des Feuers ein gewisser Druck bildet, wenn der Zug regler gänzlich oder beinahe ganz geschlos sen wird.
Dieser Druck äussert sich nicht unbedingt in einer Ausserwirkungsetzung der Einrichtung, kann aber zu einem unange nehmen Entweichen von Rauch in den Raum oder eine andere Stelle, wo die Einrichtung aufgestellt ist, führen, wenn nicht die Füll behälteröffnung gasdicht abgeschlossen und der übrige Teil der Vorrichtung ebenfalls im wesentlichen gegen Undichtheiten gut ge sichert ist. Eine solche Bauart ist offenbar für Massenherstellung zu kostspielig.
Ein weiterer Nachteil solcher Einrichtun gen, vom Standpunkt des Hausgebrauches aus betrachtet, liegt darin, dass, wenn im Füllbehälter irgendwelche Neigung zur Druckbildung besteht, hier wahrscheinlich Verbrennung auftritt, wenn der Behälter deckel zwecks Nachfüllung geöffnet wird, indem der Füllbehälter als Kamin wirkt.
Aber selbst wenn keine Verbrennung statt findet, besteht Neigung zum Herausblasen von staubförmigem Brennstoff, Russ und Asche in den Raum beim Abheben des Be hälterdeckels, und etwas von diesen staub- förmigen Teilen kann sich am Deckelrahmen festsetzen und nachher ein richtiges Schlie ssen des Deckels verhindern.
Gemäss der vorliegenden Erfindung ist die Dauerbrandvorrichtung, bei der minde stens eine Zugreglervorrichtung in den Rauchfängen vorgesehen ist, mit einer Vor richtung ausgestattet, welche bezweckt, in dem Aschenfall eine Überdruckbildung zu verhindern.
Eine ausserordentlich empfindliche Rege lung kann wirksam ausgeübt werden an gut isolierten Wärmespeicherapparaten mit lang samer Verbrennung, und Änderung im Aschenfall- und Rauchfangdruek von bloss 1 mm Wassersäule können spürbare Ände rungen im Betrieb ergeben und müssen da her in Rechnung gezogen werden. Aus die sem Grunde wird bevorzugt., wenn auf den Zugregler eine selbsttätige Kontrolle aus geübt wird, ebenfalls einen selbsttätigen Regler zu benutzen, um das obenerwähnte Vakuum im Aschenfall zu erhalten.
Eine solche selbsttätige Reglervorrichtung sollte vorzugsweise fähig sein, das Vakuum im >wesentlichen konstant zu halten, ungeachtet von Veränderungen im normalen Druck oder in der Saug ,irkung in den Rauchfängen.
In gewissen Fällen jedoch, wo zur Be tätigung des Rauchfangreglers Handregelung benutzt wird, kann es als vorteilhaft erschei nen, eine halb selbsttätig oder handbetätigte Vorrichtung zum Regeln des Vakuumgrades im Aschenfall anzuwenden.
Bei einer Ausführungsform des Erfin dungsgegenstandes ist eine Vorrichtung zum Regeln des Eintrittes der Primärluft vorge sehen, wobei diese Vorrichtung eine Öffnung für den Luftdurchgang besitzt, die so kali- briert ist bezw. eingestellt wird, dass beim Austritt der kleinstmöglichen Menge von Verbrennungsgas aus dem Verbrennungs raum auch in den höchstgelegenen Teilen dieses Raumes und den mit ihm in Verbin dung stehenden Durchgängen ein teilweises Vakuum aufrechterhalten wird.
Eine bevorzugte Form des Vakuum reglers ist eine solche, deren Verstellwider- stä.nde sich nach Massgabe des Öffnungsgra- des einer von ihm beherrschten Öffnung für den Durchtritt der Primärluft verändern, wobei die Widerstände mit sich vergrössern der Öffnung abnehmen.
Ein Vakuumregler dieser Art öffnet in veränderlichem blosse nach Massgabe des Ra.uchfangunterdruckes, der seinerseits ab hängt vom Öffnungsgrade des Zugregler im Rauchfang.
Die Grösse der erwähnten Primärluft- Eintrittsöffnung ist nicht in normaler Weise veränderlich durch Handbetätigung, indem der Vakuumregler diese Funktion selbsttätig ausübt. Eine Handbetätigung zur Regelung der Grösse dieser Öffnung kann jedoch als Zusatz zum Vakuumregler vorgesehen wer den, um eine anfängliche Kalibrierung zu erhalten zwecks Anpassung an die veränder lichen Bedingungen, unter denen der Dauer brenner aufgestellt werden mag.
Eine solche anfängliche Kalibrierung wird zunächst durch Versuch bestimmt und, nachdem der Brenner einmal im Gebrauch und richtig eingestellt ist, wird keine weitere Änderung von Hand mehr vorgenommen.
Eine andere Form der Kontrolle über den Aschenfallunterdruck ist jedoch möglich, die keine selbsttätige Kontrolle über die Primär luft-Eintrittsöffnung bedingt. Um diese Kon trolle zu erhalten, wird der Aschenfall mit dem Kamin oder ausserhalb des oder der Zug regler mit dem Rauchfang durch eine Ab zweigleitung verbunden, wodurch ein teil weises Vakuum im Aschenfall gesichert ist vermöge der Saugwirkung, welche im Rauch fang oder Kamin stets vorhanden ist, wenn in der Dauerbrandvorrichtung Feuer be steht.
Wird eine Abzweigleitung dieser Art ver wendet, muss eher die Möglichkeit bestehen, irgend eine Form von Handkontrolle über die Saugwirkung in der Abzweigleitung aus zuüben, indem diese Saugwirkung sich sonst nicht proportional mit der Öffnung des Rauchfangzugreglers verändert und so im Aschenfall sich ein zu hohes Vakuum bilden kann, das einer richtigen Verbrennung schäd lich ist. Zu diesem Zwecke mag es nötig sein, eine zusätzliche Kontrolle über die Ab zweigleitung einzurichten in der Form eines handbetätigten Ventils, in Verbindung mit einem weiteren handbetätigten Ventil, um die Grösse der I'rimärluft-Einlassöffnung zu regeln.
Anderseits kann dieses letztgenannte Ventil gänzlich weggelassen und eine gleich bleibende kalibrierte Primärluft-Eintritts- öffnung verwendet werden.
Es ist zu verstehen, dass der Grad des im Aschenfall vorhandenen Vakuums augen scheinlich sehr gering sein kann. In man- chen Fällen ist ein konstantes Vakuum von 0,5 mm Wassersäule angemessen.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise eine bevorzugte Ausführungsform des Erfin dungsgegenstandes nebst Detailvarianten.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt eines Herdes mit der Kocherfeuerzone und mit Ofen, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie A-B von Fig. 1 mit Boiler, Boilerfeuerzone und Kocherfeuerzone; Fig. 3 ist ein Grundriss des Herdes bei abgehobener Deckplatte; Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie C-D von Fig. 3 ;
Fig. 5 ist eine schematisch gehaltene Vor deransicht, Fig. 6 ein schematischer Grundriss zu Fig. 5; Fig. 7 veranschaulicht in grösserem Mass stab im Grundriss eine Einzelheit; Fig. 8 ist ein Schnitt nach der Linie E-If' von Fig. 7, Fig. 9 ein solcher nach der Linie G-H von Fig. 7; Fig. 10 stellt im Grundriss eine andere Art eines Thermostaten dar;
Fig. 11 ist eine ähnliche Ansicht wie Fig. 2 eines Herdes, der eine Abzweiglei tung vom Aschenfall zum Kamin besitzt, und Fig. 12 ist ein zum Teil im Schnitt ge haltener Grundriss, der diese Abzweigleitung erkennen lässt.
Der Brennstoff des für den Kocher und den Boiler gemeinsamen Feuers wird von einem Roste 40 getragen, unter dem sich ein Aschenfall 10 befindet. Der Brennstoff wird der Feuerstelle von zwei Magazinen oder Füllbehältern, einem Kocherfüllbehälter 30a und einem Boilerfüllbehälter 30b, aus zuge führt. Diese Füllbehälter besitzen wegnehm- bare Deckel 30. Das untere Ende des Ko- cherfüllbehälters 30a begrenzt die Kocher feuerzone, während das untere Ende des Boilerfüllbehälters 30b die Boilerfeuerzone begrenzt.
Das Feuer für den Boiler brennt nach oben durch den Boilerfüllbehälter hindurch, indem der Weg der Gase des Boilerfeuers von unten nach oben im Behälter 30b und dann durch einen Boilerrauchfang 27a und 27b in das Kamin 8 geht. Normalerweise wird dem Boilerfüllbehälter nur eine für den augenblicklichen Warmwasserbedarf ge nügende Brennstoffmenge zugeführt, welcher Bedarf in einem Haushalt im allgemeinen eher ein schwankender ist.
Aus diesem Grunde ist die Boilerfeuerzone im allgemei nen auf den Boden des Boilerfüllbehälters beschränkt, kann sich aber in gewissen Fäl len im wesentlichen auf die ganze Höhe des Füllbehälters 30b erstrecken.
Im Gegensatz zum Boilerfüllbehälter 30b besitzt der Kocherfüllbehälter 30a an seinem obern Ende keinen Rauchfangauslass. Die Gase ziehen seitlich durch den Brennstoff am Grunde des Kocherfüllbehälters ab und gehen unter dem am untern Ende der Seitenwand 153 dieses Behälters angebrachten Teil 41 weg.
Die beiden Füllbehälter 30a und 30b sind voneinander getrennt durch eine Wand <B>300,</B> deren unteres Ende 30d aus einer hitze beständigen Eisenlegierung besteht.
Der Kocherfüllbehälter 30a ist an seiner Vorderseite durch eine gusseiserne Wand<B>155,</B> seitlich am linksseitigen Ende, des Herdes durch eine weitere Gusseisenwand mit feuer fester Ziegelverkleidung 152 am untern Teil, und auf der Seite gegen die Kochstelle und Öfen hin durch die obenerwähnte Gusseisen wand 153 begrenzt.
Am untern Ende dieser Wand ist der aus hitzebeständiger Eisen legierung bestehende Taucher 41 angebracht, der einen Vorsprung von wesentlicher Dicke besitzt, der in brennenden Brennstoff der Kocherbrennzone eintaucht und dazu dient, :Wärme durch Leitung auf ein Glied 25' von L-Form zu übertragen, das einen Teil der Kochplatte bildet und neben der Seitenwand 153 herunterhängt.
Der ganze Herd ist, wo möglich, mit Packung aus wärmeisolierendem Material versehen, um den Wärmeverlust nach aussen hintanzuhalten. Vorzugsweise wird Kiesel gur neben dem Feuer, Schlackenwolle seit lich der Öfen verwendet.
Ein schwerer metallischer Träger 23 trägt zwei Ofen, einen obern Hauptofen 23a und einen untern Ofen oder Wärme schrank 54.
Beide Ofen werden von aussen her in der Hauptsache durch metallische Leitung ge heizt. Der obere Ofen 23a wird an den Sei ten und am Boden durch Leitung vom bren nenden Brennstoff aus durch die leitende Platte 24 und eine seitliche Platte 44 ge heizt. Diese letztere bildet eine Seitenwand eines aufsteigenden Kanals 44a im Kocher rauchfang.
Da der Ofen 23a auf einer Seite und am Boden durch Leitung auf eine beträchtliche Temperatur erhitzt wird und oben gegen den Kocherrauchfang isoliert ist, wie unten näher angegeben wird, ferner auch auf der dem Kanal 44a abgewendeten Seite durch eine Schlaekenwollepackung zwischen der entsprechenden Seitenwand und der Aussen platte des Ofens isoliert ist, ist es nötig, im Ofen zum Zwecke der Aufrechterhaltung einer gleichmässigen Wärmeverteilung einen gewissen innern Kreislauf zu haben.
Dieser Kreislauf wird erhalten mittels einer oder, wie gezeigt, mehrerer Trenn wände 19, 19a, die im Ofen je in einer Ebene parallel zum vertikalen Teil der Seitenplatte 44 angebracht sind. Diese Wände 19, 19a erstrecken sich nicht über die ganze Höhe des Ofens, sondern lassen oben und unten eine Spalte frei, wodurch ein aufwärts ge richteter Luftstrom sowohl zwischen der Wand 19a und der dem Kanal 44a zu gewandten Ofenseitenplatte, als auch zwi schen den Wänden 19 und 19a hervorgerufen wird.
Dieser Aufwärtsstrom verursacht einen Innenkreislauf innerhalb des Ofens, wobei in einem fortlaufenden, geschlossenen Kreis lauf Luft am untern Ende der Wände 19, 19a in die Kanäle zwischen den Wänden 19, 19a und 44 eingezogen und oben ausgetrie ben wird. Sollte gewünscht werden, die Tempera tur des Ofens 23a durch Herabsetzung zu irgendwelcher Zeit zu regeln, ohne Rück sicht auf die übrige Temperatur im Kocher, so kann dies geschehen durch Zulassen von Luft durch den Lufteinlass 24' (Fig. 5), der eine kalibrierte Öffnung darstellt.
So zu gelassene Luft wird aus dem Ofen wieder abgelassen durch einen Luftauslass 25 (Fig. 3 und 4), der durch einen Schieber 26 be herrscht wird. Dieser letztere wird durch eine Schieherstange 26a betätigt, die durch die Vorderseite des Herdes nach aussen tritt.
Ist der Schieber 26 offen, so gelangt warme Luft, die zwischen den Wänden 19, 19a und der Seitenwand 44 aufsteigt, in den Rauchfang 27b und von dort in das Kamin. Die nachströmende kalte Luft, die die Ofen wände bestreicht, kühlt diese und die Seiten wand 44 und verringert so die Ofentempe ratur.
Aus der Kocherfeuerzone kommende Heissgase streichen im Kanal 44a aufwärts und dann im Kanal 44b quer über dem obern Ofenende hinweg zwischen der Ofendecke 20 und der Kochplatte 25', 26' des Ofens weg in einen Durchgang 44e.
Die Kochplatte besteht aus zwei Stücken 25' und 26', von denen das letztgenannte Stück einen abnehmbaren, in Form eines Zylinders ausgebildeten Deckel 37 mit Ther mostat und mit einem Mechanismus trägt, der einen im Kocherrauehfang bezw. Kanal 44b angeordneten Drehschieber 94a betätigt. Die Kochplattenteile 25' und 26' bestehen aus 3tetall und sind relativ dick, namentlich der herabhängende Teil des Gliedes 25', be sitzen daher ein beträchtliches Wärmeauf- speicherungsvermögen.
Es ist eine bevorzugte Eigenschaft dieses Herdes, dass die von den Gasen im Kocher rauchfang abgegebene Wärme in der Haupt sache zum Erhitzen der Kochplatte aus genützt wird. Aus diesem Grunde ist eine Isolation vorgesehen in Form eines Asbest polsters 90 oberhalb der Deckplatte 20 des Ofens 23a. Dadurch ist Gewähr geboten, dass im wesentlichen alle von den Gasen abgege- bene Wärme auf die Kochplattenglieder 25' und 26' konzentriert wird.
Die Kocherrauchfanggase werden nach dem Durchgang durch den Kanal 44b gegen die Rückseite des Ofens in dem Kanal 440 in ein Kamin 8 abgeleitet.
Der Verbrennungsgrad des Kocherfeuers wird durch einen thermostatisch betätigten Schieber (94a) geregelt, der an einem Punkte des Kocherrauchfanges angebracht ist, wo er auf Kochertemperatur anspricht. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, den Thermostat mechanismus in wärmeleitende Verbindung mit der Kochplatte zu bringen und ihn auch nahe an dem Weg der Heissgase anzu ordnen, so dass er auf die von diesen ab gegebene Wärme anspricht. Ein geeigneter Platz hierfür ist die Stelle, wo die Gase aus dem Kanal 44b in den Kanal 44e übertreten.
Der Thermostatmechanismus und der Schiebermechanismus sind beide in dem Zy linder 37 untergebracht, der in eine Öffnung des Teils 26' passt und den Kocherrauchfang abschliesst. Dieser Zylinder ist durch eine Platte<B>370</B> in zwei Abteilungen 37a und 37b unterteilt. Die untere Abteilung 37a ist an zwei Stellen X und Y unterbrochen, um den Durchgang von Gasen durch den Rauchfang 44a, 44b durch die Kammer 37a hindurch in den Kanal 44c zu ermöglichen.
Dieser Gasstrom wird durch den Drehschieber 94ä beherrscht, der zentral drehbar auf dem Zapfen 94b. sitzt, auf dem er sich dreht, wenn er durch einen mit ihm bei 94d ver bundenen Thermostaten 94 betätigt wird.
Der Thermostat 94 besitzt die Form einer aus einem Bimetallstreifen bestehenden Spirale, die an ihrem innern Ende am Dreh zapfen 94b des Schiebers, mit dem äussern Ende 94d am einen Ende des Schiebers 94a befestigt ist.
Obschon der Thermostat gegen die direkte Gashitze geschützt ist, indem die Gase dank der Teilplatte<B>37e</B> durch die Kammer 37a gehen, ist er ihnen nichtsdestoweniger ge nügend nahe, um gegen Wechsel in der Gas temperatur genügend empfindlich zu sein. Er befindet sich zudem in wärmeleitender Verbindung mit dem obern Teil des Zylin ders 37 und daher auch mit der Kochplatte.
Eine andere Form des erwähnten Deckeis zeigt Fig. 10, nach welcher der Deckel 371 nur eine Abteilung besitzt und den Bimetall streifenthermostaten 941 von "W"-Ausgestal- tung enthält, dessen eines Ende an die Seite oder die Grundplatte des Deckels angeschlos sen ist, während das andere Ende das Absperrorgan 941a trägt. Ausdehnung des "W"-Streifens verursacht eine Berührung des Organes 941a mit zwei Anschlägen 94e und 94f am Ende des Rauchfanges 44b, so dass dieser abgesperrt wird.
Die Anordnung des Thermostaten, der sich mit der Kochplatte in wärmeleitender Berührung befindet, direkt in der Bahn der Kocherrauchfanggase, macht ihn gegen Kochertemperaturen ausserordentlich emp findlich. Aus diesem Grunde übt er eine vollständig automatische Kontrolle über das Kocherfeuer aus. Irgendwelche Wärmever luste, die an der Kochplatte auftreten mögen, wenn Kochtöpfe darauf gestellt werden, wer den sofort eine Reaktion des Thermostaten verursachen und den Kocherschieber öffnen.
Um Wärmeverluste an der Kochplatte möglichst zu verhindern, wenn diese nicht im Gebrauche ist, ist ein bei 70 angelenkter, isolierter Deckel 7 vorgesehen, der einen Handgriff 69 besitzt, um ihn abheben zu können, wenn auf der Kochplatte gekocht werden soll.
Bisher wurde nur die Wirkungsweise der Kocherfeuerzone und des den Kocher bil denden Teils des Dauerbrenners beschrieben. Dieser letztere ist aber auch zur Erwärmung von Wasser eingerichtet.
Brennstoff wird in den Boilerfüllbehäl- ter 30b nach Abnahme des zugeordneten ab nehmbaren Deckels 30 eingeführt, das Feuer brennt in der Boilerfeuerzone am untern Ende des Boilerfüllbehälters 30b und auf wärts durch den darin befindlichen Brenn stoff. Die Verbrennungsgase strömen vom obern Ende des Boilerfüllbehälters ab, dessen eine Wand von der Wand des Boilers 27 (Fig.2) gebildet wird, in einen Kanal 27a und von hier durch den Kanal<B>27b</B> in das Kamin B.
Es hat sich als vorteilhaft er wiesen, das Boilerfeuer durch einen hand betätigten Schieber zu regeln, der eine Öff nung im Rahmen 28 abschliesst, durch die die Gase streichen können.
Die Betätigung des Boilerschiebers 29 e folgt mittels eines Kontrollhebels 71, der auf einer drehbar gelagerten Stange 71a sitzt, die über die Deckplatte des Herdes vorsteht. Das untere Ende dieser Stange 71a ist mit. einem geschlitzten Hebel 71ä verbunden, des sen gegabeltes Ende einen am Boilerschieber 29 befindlichen Zapfen 29a umfasst (vergl. Fig. 3).
Dieser Schieber kann vollständig ge schlossen werden, und wenn er sich in der geschlossenen Stellung (Fig.2) befindet, so verhindert er irgendwelche Verbrennung in der Boilerfeuerzone. Wenn dagegen der Boilerschieber offen steht, so strömt Primär- luft vom Aschenfall 10 her aufwärts durch den Boilerfüllbehälter und, wenn das Kocher feuer brennt, wird eine Entzündung des Boilerbrennstoffes vom Kocherbrennstoff aus stattfinden vermöge ihrer gegenseitigen Be rührung beim gemeinsamen Roste 40.
Der Hebel 71 liegt über und parallel zu dem ge schlitzten Hebel 71d und über der Deckplatte des Herdes. Er ist so angeordnet, dass er die Deckplatte 30 des Boilerbehälters freigibt, wenn der Schieber 29 geschlossen ist.
Es ist eine Eigentümlichkeit des erläu terten Herdes, dass vermöge der selbsttätigen Regelung des Kocherfeuers durch den Ther mostaten 94 zwischen den beiden Feuern keine oder nur geringe Gegenwirkung statt finden kann. Wird der Boilerschieber ge öffnet, so wird irgendwelcher Mangel der Zufuhr von Wärme zum Kocher durch die selbsttätige Wirkung des Thermostaten aus geglichen, indem dieser den Kocherschieber weiter öffnet und dadurch den Kocher auf Temperatur hält.
Wird umgekehrt der Boilerschieber geschlossen, so wird deswegen der Kocher nicht überhitzt, indem ein An steigen der Kochertemperatur den Thermo- staten betätigt und den Kocherschieber 94a schliesst.
Selbst wenn der Boilerschieber versehent lich offen gelassen und kein Brennstoff in den Boilerfüllbehälter gegeben wurde, tritt keine ernstliche Benachteiligung des Betrie bes des Kochers auf, indem der Thermostat immer noch dessen Temperatur kontrolliert. Das einzige in Erscheinung tretende Ergeb nis wird eine kleine Ablenkung von Rauch fanggasen des Kocherfeuers, eine starke Herabsetzung der Boilerleistung wegen man gelnder Wärmezufuhr und ein starker Ver brauch an Brennstoff im Kocherfüllbehälter sein.
Der ganze Herd ist ausgebildet, um Wärmeverluste soviel als möglich zu ver meiden, und da er zum Langsambrenntyp gehört und zur Wärmespeicherung ein gerichtet ist, sind die Drücke oder Unter drücke in den betreffenden Rauchfängen eine ausserordentlich empfindliche Sache. Es wurde gefunden. dass namentlich das Kocher feuer gegen Druckdifferenzen von 1/a mm Wassersäule empfindlich ist. Dies würde ge wöhnlich eine ausserordentlich genaue Kon struktion aller derjenigen Teile erfordern, zu denen Primärluft Zutritt erlangen mag, und daher die Herstellungskosten erhöhen.
Da beispielsweise der Herd durch Schieber im Rauchfang geregelt wird, ist es klar, dass es nicht nötig ist, die zu dem Aschenfall gelangende Primärluftmenge durch einen Schieber normaler Art zu regeln. Anderseits ist es notwendig, dass die Primärluft-Durch- gangsöffnung genau kalibriert sei, um einen einwandfreien Betrieb zu sichern, indem Schwankungen im Kamin oder Rauchfang Lecken von Rauchgasen ergeben könnten.
Aus diesem Grunde ist es wesentlich, auf den Primärluftstrom eine selbsttätige Kon trolle auszuüben, um unerwünschten Druck schwankungen im Aschenfall vorzubeugen; irgendein irn Aschenfall sich bildender Über druck würde sich in einem Entweichen von Rauch aus den Kocher- und Boilerfüllbeliäl- tern in den Raum, in dem der Herd auf gestellt ist, äussern. Diese Kontrolle geschieht vorzugsweise selbsttätig und wird an der Öffnung 57 in der Aschfalltüre 4 ausgeübt. Zu diesem Zwecke wird eine mit Gegengewicht 4b ver sehene Klappe 4a benutzt.
Diese kann eine solche der wohlbekanntere Art sein, bei der der Widerstand, den das Gewicht dem Ver drehen der Klappe entgegensetzt, mit zu nehmender Öffnung abnimmt.
Die Anwendung dieser ein selbsttätig sich schliessendes Ventil darstellenden Klappe sichert ein konstantes teilweises Vakuum im Aschfall und verhindert Druckbildung im Kocherfüllbehälter 30a oder im Boilerfüll- behälter 30b und daraus sich ergebende, un angenehme Entweichung von Rauch in den Raum, in dem der Dauerbrenner aufgestellt ist. Bei der beschriebenen Konstruktion ist dieses Vakuum noch wirksam auf die Klappe, selbst wenn es bis auf 1/s mm Wassersäule sinkt.
Der Öffnungsgrad der Klappe wird ge regelt durch den im Apparat vorliegenden Grad von Saugwirkung, entweder von dein Boilerrauchfang oder von dem Kocherrauch- fang oder von beiden aus.
Fig. 11 und 12 zeigen eine andere Rege lungsausführung, bei welcher die Primärluft öffnung 57 nicht durch eine Klappe geregelt wird, sondern ein Abzweigkanal 57a vor gesehen ist, der vom Aschfall 10 zu einer auf der Kaminseite der Kocher- und Boiler schieber liegenden Stelle führt. Dadurch wird irgendwelche im Kamin auftretende Saugwirkung auf den Aschfall übertragen, so dass, da im Betriebszustand des Herdes im Kamin stets eine Saugwirkung auftritt, im Aschenfall kein Überdruck auftreten kann.
In manchen Fällen mag es erwünscht sein, für diese Abzweigleitung eine hand betätigte oder selbsttätige Kontrolle einzu richten, was durch irgendwelche bekannte Abschlusseinrichtungen geschehen kann.