Dauerbr andvor richtung. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dauerbrandvorrichtung für festen Brennstoff mit wenigstens einem Rost, der über einem Aschenbehälter angeordnet ist, und mit we nigstens einer Wärmeverbrauchsstelle. Vor richtungen dieser Art bereiten Konstruk tionsschwierigkeiten, we nn ,die Verbrennungs geschwindigkeit in hohem Grade geändert werden soll,
um derselben Wärmev erbrauchs- stelle stark ändernde Wärmemengen oder einer veränderlichen Anzahl von Wärmever- brauchsstellen Wärme zuzuführen.
Bei einem kombinierten Koch- und Heiz- apparat zum Beispiel ergeben sich Schwierig- keiten wegen der Doppelwirkung des Feuers, indem, wenn gewünscht wird, die Hochabtei lung unabhängig von der Heizabteilung zu erwärmen, oder umgekehrt, eine befriedigende Trennung der Wärmeabgabe an nur eine be stimmte Abteilung normalerweise nicht er halten werden kann ohne Neigung zu einer Beeinträchtigung der Temperatur der andern Abteilung.
Es ist klar, dass wenn ein einziges Feuer sowohl den Kocher, als den Boiler heizt, jeglicher Versuch der Regelung der Feuerwirkung lediglich durch Einwirkung auf die Primärluftzufuhr darauf beschränkt ist, beide Abteilungen zu beeinflussen, ohne Rücksicht darauf, ob nur gewünscht ist, die eine oder andere allein anzuregen. Diese Tatsache führte zur Kritik, ein solcher -Ap parat sei notwendigerweise verschwenderisch im Brennstoffverbrauch und unwirtschaftlich im Betrieb.
Es wurde versucht, diese Schwierigkeit zu beheben durch Anwendung von zwei oder mehr Stromwegen für die Gasströme, von denen einer den Kocher, der andere den Heiz- apparat bedient, wobei diese Ströme getrennt oder in Verbindung miteinander gebraucht und durch unabhängige Schieber geregelt werden können.
Eine solche Konstruktion ergibt eine teil weise Lösung der Aufgabe insofern, als sie die Trennung von den einzelnen Wärmever- brauchsstellen zugeleiteter Wärme ermög- licht. Befindet sich jedoch keine der beiden Wärmeverbrauchsstellen in direkter Berüh rung mit der brennenden Kohle (Primär heizung) und können beide nur durch er hitzte Gase erwärmt werden (Sekundär heizung), so ist. die wirksame Wärmezufuhr fast immer auf ein geringes Mass beschränkt.
infolge der Schwierigkeit der Schaffung einer genügend grossen sekundären Heizfläche in Verbindung mit einem gedrungenen, für den Hausgebrauch passenden Ausmass der verei nigten Heiz- und Kochabteilungen.
Da. es möglich ist, mit einer viel kleineren Heizfläche auszukommen, wenn Primärhei zung angewendet wird, steht bei den meisten kombinierten Wärmespeicher- und/oder Heiz- und Kochapparaten zum mindesten eine der Verbrauchsstellen (entweder der Boiler oder der Ofen oder die heisse Platte) in direkter Berührung mit dem brennenden Brennstoff. Hier wiederum besteht der Nachteil. dass. ,renn nur eine einzelne Verbrennungszone besteht, ein gewisser Grad von Störung auf treten kann. Wenn dann z.
B. eine Ver brauchsstelle von der Primärheizung, eine zweite dagegen nur von der Sekundärheizung abhängt, so mag es möglich sein, die erste Verbrauchsstelle, nicht aber die zweite mit Wärme zu versorgen, aber das Umgekehrte wird nicht möglich sein. In ähnlicher Weise wird es, wenn beide Verbrauchsstellen in der selben Verbrennungszone in direkter Berüh rung mit dem brennenden Brennstoff stehen. unmöglich sein, eine Verbrauchsstelle ohne die andere mit Wärme zu versorgen.
Die ,Torliegende Erfindung macht es mög lich, einen Dauerbrenner zu schaffen, mit dem es möglich ist, für zwei oder mehr Ver brauchsstellen (Kocher, Ofen oder Boiler) direkte Primärheizung zu verwenden und doch diese Verbrauchsstellen oder einzelne derselben unabhängig voneinander zu betrei ben, ohne sich irgendwie zu beeinflussen.
Die Erfindung betrifft eine Dauerbrand vorrichtung für festen Brennstoff mit wenig stens einem, über einem Aschenbehälter an geordneten Rost, und mit mindestens einer Wä-rmeverbrauchsstelle, wobei der über dem Roste befindliche Feuerraum in Abteilungen unterteilt ist, die mit Rauchfängen derart verbunden sind, dass die Ausdehnung der Brennzone sich verändert, wenn das Verhält nis zwischen den Zügen in den verschiedenen Rauchfängen geändert wird, wobei minde stens ein Rauchfang mit einer in ihm an geordneten Zugreglervorrichtung versehen ist, mittels derer das genannte Verhältnis verändert werden kann, und dass die ver schiedenen Abteilungen des Feuerraumes nächst dem Roste miteinander verbunden sind,
so da.ss die Verbrennungszone von einer Abteilung auf eine andere sich ausdehnen kann, wenn das erwähnte Verhältnis ver ändert wird.
Diese Dauerbrandvorrichtung besitzt mit Vorteil zwei voneinander unabhängige Füll vorrichtungen, die Brennstoff an einen ein zelnen Rost abgeben, wobei der auf diesem Rost lagernde Brennstoff in einer oder in zwei Zonen brennen kann, von denen die eine z. B. einem Kocher, die andere einem Boiler zugeordnet ist und die durch die untern En den .der Füllvorrichtungen begrenzt sind.
Jede Brennzone befindet sich dabei zweck mässig in unmittelbarer Berührung mit min destens einer Wärmeverbrauchsstelle, um dieser Primärwärme zuzuführen als Ergän zung der Sekundärwärme, die von dem heissen Gas abgegeben wird, wobei die Verbrennung in den betreffenden Zonen geregelt werden kann durch voneinander unabhängige Schie ber in den Rauchfängen, die die Zonen be herrschen, derart, dass Änderungen im Ver brennungsgrade in der einen Zone den Ver brennungsgrad in der andern Zone nicht in entgegengesetztem Sinne beeinflussen und kalter Brennstoff in einer Zone durch bren nenden Brennstoff der andern Zone entzündet werden kann.
Der Ausdruck "Füllvorrichtung" ist vor liegend benutzt zur Bezeichnung eines im Brenner enthaltenen Magazins zum Zwecke der Aufnahme einer genügend grossen Menge festen Brennstoffes, um ein beständige Nachfüllen zu umgehen. In einer bevorzugten Ausführung des Erfindungsgegenstandes mit Kochvorrichtung und Boiler wird der Brennstoff für die Kochvorrichtung in üb licher Weise abwärts geführt, um ein Brenn stoffbett von im wesentlichen gleichbleiben der Tiefe zu schaffen, wobei aber die Ver brennung am untern Ende der Füllvorrich tung des Kochers nicht nach oben in der letz teren erfolgt.
In der Boilereinheit dagegen findet Verbrennung dagegen schon in der Füllvorrichtung selbst statt vermöge des Um standes, dass der dem Boiler zugeordnete Rauchfang von einer am obern Ende der Boiler-Füllvorrichtung oder nahe davon lie genden. Stelle ausgeht.
Unter "Wärmeverbrauchsstelle" ist irgend ein Glied des Dauerbrenners verstanden, das Wärme für das Heizen oder das Kochen aus nützt. Beispiele von Wärmeverbrauchsstellen sind Öfen, Heizplatten, Schmorringe und Boi ler. Der Begriff "Wärmeverbrauchss.telle" schliesst nicht Teile der Einrichtung in sich, die vermöge ihrer Lage wesentlich Wärme vom Feuer ableiten müssen, sie aber nicht für Heiz- und Kochzwecke verwerten, wie z. B. Roststäbe.
Der Erfindungsgegenstand kann zum Bei spiel eine kombinierte Koch- und Boilerein- richtung umfassen, die ein gemeinsames Feuer mit darunterliegendem Asthenbehältei besitzt, zu dem Primärluft Zutritt hat, und die für die Verbrennung von festem Brenn stoff in einer oder zwei Verbrennungszonen eingerichtet ist, wobei eine dieser Zonen dem Kocher zugeordnet ist und durch einen Kocherschieber beherrscht wird,
der auf durch den Kocherrauchfang .strömende heisse Gase wirkt und bei seiner kleinsten Einstel lung den Verbrennungsgrad in der Kocher feuerzone über dem Auslöschpunkt zu halten vermag, während die andere Zone dem Boiler zugeordnet ist und durch einen Boilersühieber beherrscht wird, der auf die durch den Boilerrauchfang strömenden heissen Gase wirkt.
Wird der Boilerschieber geschlossen, so ist nur die Kocherfeuerzone wirksam, und wird der Boilerschieber geöffnet, so wird nichtbrennender Brennstoff in der Boiler- feuerzone selbsttätig entzündet durch bren- nenden Brennstoff in der Kocherfeuerzone. Die Kochtemperatur wird dadurch jedoch dank der Einstellungsverhältnisse des Kocher schiebers in keinem Falle unter die unterste Grenze
herabgesetzt.
Der Betrieb des gocherschiebers wird zweckmässigerweise selbsttätig gestaltet, bei- spielsweise mittels eines für Kochtemperatu ren empfindlichen Thermostaten. Dieser kann entweder unmittelbar der Wärme aus gesetzt werden, die von den Gasen des Kocherrauchfanges abgenommen wird,
indem er in den Gasstrom im Kocherrauchfang ein gesetzt wird, oder er kann durch eine Zunge -von den Gasen getrennt werden und in me tallischer Berührung mit der Kochplatte stehen, wodurch Wärmeentzug von der Koch platte Einfluss auf den Thermostaten er langt.
Der Betrieb des Boilerschiebers kann ent weder von Hand oder selbsttätig geschehen, letzteres zum Beispiel mittels eines auf Wassertemperaturen empfindlichen Thermo staten. In jedem Fall ist es empfehlenswert, dem Schieber ein völliges Schliessen zu er möglichen, so dass, wenn kein Bedarf für heisses Wasser vorliegt, das Boilerfeuer völlig ausgelöscht werden kann.
Wie oben schon angegeben, wird dies das Nocherfeuer nicht beeinflussen, dank der selbsttätigen Arbeits weise des Kocherthermostaten.
Der oben angegebene Apparat zielt auf Erreichung eines Höchstmasses an Leistungs grad bei einem Mindestmass von Wartung ab. Da er für Dauerbrand eingerichtet ist, ist die Notwendigkeit beständigen Einbringens von Brennstoff nicht vorhanden, und wenn die Regelung des gocherfeuers selbsttätig er folgt, mittels eines thermostatisch betätigten Schiebers, so ist die Notwendigkeit der Hand einstellung des Kocherschiebers beseitigt.
Zur Vermeidung von Wärmeverlusten ist erwünscht, einen im Verhältnis zur gewöhn- lichen Ofenkonstruktion hohen Grad von Wärmeisolierung zu verwenden. Diese Iso lierung kann die Form einer innerhalb des Aussengehäuses des Herdes angeordneten Packung besitzen. Sie kann z. B. aus Kiesel- gur, Schlackenwolle, Glaswolle, Asbestfa3ern oder irgend einem andern wärmeisolierenden Material bestehen.
Wenn der Erfindungsgegenstand als Koch- und Boilervorrichtung ausgebildet ist, wird zweckmässig ein gemeinsamer Rost mit einem darunter befindlichen Aschenfall ver wendet, zu dem Primärluft Zugang durch eine kalibrierte Offnung besitzt, wobei -Mittel vorgesehen sind zum Regeln des Primärluft zuflusses durch diese<B>Off</B> nun- zur Erzeugung eines konstanten Vakuums im Aschenfall.
Auf dem genannten Roste kann in einer oder beiden Verbrennungszonen fester Brennstoff verbrannt werden, von denen die eine eine Kocherfeuerzone bildet und von einer Kocher Füllvorrichtung aus gespiesen wird, wobei der brennende Brennstoff in dieser Zone di rekt auf ein Glied wirkt, das sich mit der Kochplatte in wärmeleitender Verbindung befindet. Die heissen Gase aus der Feuerzone des Kochers strömen unter einer oder mehre ren Kochplatten durch und übertragen auf diese einen Teil ihrer Wärme.
Die Verbren nung in der Feuerzone des Kochers wird durch einen im Kocherraiichfang an-eordne- ten, thermostatisch betätigten Sehieber ge regelt, der gegen Kochertemperatur empfind lich ist und darauf eingestellt ist, diese Tem peratur zwischen einer Höchst- und Tief grenze aufrechtzuerhalten.
Die andere Ver brennungszone gehört zum Boiler und wird durch einen im Boilerrauchfang ängebrach- ten, handbetätigten Schieber geregelt, der vollständig geschlossen werden kann, wenn der Boiler ausser Betrieb zu setzen ist.
Dieser Rauchfang führt vom obern Ende eine Boiler-Füllbehälters weg, der von der Füll vorrichtung des Kochers unabhängig ist und ganz oder teilweise von der Wandung des Boilers gebildet wird. Die Anordnung ist dabei so, dass sich die Boilerfeuerzone selbst tätig von der Koeherfeuerzone aus entzündet, wenn der Boilersehieber geöffnet wird, wobei die Kochertemperatur nicht in unerwünsch tem Masse beeinflusst wird.
Auf der Zeichnung sind eine bevorzugte Ausführung des Erfindungsgegenstandes in Form eines für den Hausgebrauch bestimm ten Kochherdes in Kombination mit einem Wassererwärmer nebst Detailvarianten bei spielsweise dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt des Her des mit Kocherfeuerzone und mit zwei Ofen, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie < 1-B von Fig. 1 mit Boiler, Boilerfeuerzone und Kocherfeuerzone; Fig. 3 ist ein Grundriss des Herdes bei ab gehobener Deckplatte; Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie C-D von Fig. 3; Fig. 5 ist eine schematisch gehaltene Vor deransicht;
Fig. 6 ein schematischer Grundriss zu Fig. J; Fig. 7 veranschaulicht in grösserem Mass stab im Grundriss eine Einzelheit; Fig. 8 ist ein Schnitt nach der Linie E-F von Fig. 7, Fig. 9 ein solcher nach der Linie G-TI von Fig. 7 ; Fig. 10 stellt im Grundriss eine andere :\rt eines Thermostaten dar;
Fig. 11 ist eine ähnliche Ansicht wie Fig. \? eines Herdes, der eine "besondere" Ab zweigung vom Aschenfall zum Kamin be sitzt und Fig. 12 ist ein zum Teil im Schnitt ge haltener Grundriss eines Teils dieses Herdes, welcher Grundriss diese Abzweigung erken nen lässt.
Der Brennstoff des für Kocher und Boiler gemeinsamen Feuers wird von einem Roste 40 getragen, unter dem ein Aschenfall 10 vorgesehen ist. Dem Feuerraum wird Brenn stoff zugeführt von zwei Magazinen oder Füllbehältern aus, von denen der eine der B ocher-Füllbehälter 30a, der andere der Boi- ler-Füllbehälter 30b ist. Diese Füllbehälter besitzen abnehmbare Deckel 30.
Das untere Ende des Kocher-Füllbehälters 30a begrenzt die Nocherfeuerzone, während das untere Ende des Boiler-Füllbehälters die Boiler feuerzone begrenzt.
Das Feuer für den Boiler brennt nach oben durch den Boilerfüllbehälter hindurch, indem der Weg der Gase des Boilerfeuers von unten nach oben im Behälter 30b und dann durch einen Boilerrauehfang 27a und 27b in das Kamin 8 geht. Normalerweise wird dem Behälter 30b nur eine für den augenblicklichen Warmwasserbedarf ge nügende Brennstoffmenge zugeführt, wel cher Bedarf in einem Haushalt im allgemei nen eher ein schwankender ist.
Aus diesem Grunde ist die Boilerfeuerzone im allgemei nen auf den Boden des Boiler-Fül:lbehälters beschränkt, kann sich aber in gewissen Fäl len im wesentlichen auf die ganze Höhe des Füllbehälters 30b erstrecken.
Im Gegensatz zum. Boilerfüllbehälter 30b besitzt der Kocherfüllbehälter 30a an seinem obern Ende keinen Rauchfangauslass. Die Gase ziehen seitlich durch den Brennstoff am Grunde des Kocher-Füllbehälters ab und gehen unter dem am untern Ende der Seiten wand 153 dieses Behälters angebrachten Teil 41 weg.
Die beiden Füllbehälter 30a und 30b sind voneinander getrennt durch eine Wand 30c, deren unteres Ende 30d aus einer hitzebestän digen Eisenlegierung besteht.
Der Kocher-Füllbehälter 30a ist an seiner Vorderseite durch eine gusseiserne Wand 155, seitlich am linksseitigen Ende des Herdes durch eine weitere Gusseisenwand mit feuer fester Ziegelverkleidung <B>152</B> am untern Teil, und auf der Seite gegen die Kochstelle und Ofen hin durch die obenerwähnte Gusseisen wand 153 begrenzt.
Am untern Ende,dieser Wand ist der aus hitzebeständiger Eisenlegie rung bestehende Taucher 41 angebracht, der einen Vorsprung von wesentlicher Dicke be sitzt, der in brennenden Brennstoff der Kocherbrennzone eintaucht und dazu dient, Wärme durch Leitung auf ein Glied 25' von L-Form zu übertragen, das einen Teil der Kochplatte bildet und neben ider Seitenwand 153 herunterhängt.
Der Herd ist womöglich mit Packung aus wärmeisolierendem Material versehen, um den Wärmeverlust nach aussen hintanzuhal ten. Vorzugsweise wird Kieselgur rAben dem Feuer, Schlackenwolle seitlich der Öfen ver wendet.
Ein schwerer metallischer Träger 23 trägt zwei Öfen, einen obern Hauptofen 23a und einen untern Ofen oder Wärmeschrank 54.
Beide ö'fen werden von aussen her in der Hauptsache durch metallische Leitung ge heizt. Der obere Ofen 23a wird an den Seiten und am Boden durch Leitung vom brennen den Brennstoff aus durch die leitende Platte 24 und eine seitliche Platte 44 geheizt. Diese letztere bildet eine Seitenwand eines aufstei genden Kanals 449- im Kocherrauchfang.
Da der Ofen 23a auf einer Seite und am Boden durch Leitung auf eine beträchtliche Temperatur erhitzt wird und oben gegen den Kocherrauchfang isoliert ist, wie unten näher angegeben wird, ferner auch auf der dem Kanal 44a abgewendeten Seite durch eine Schlackenwolle-Packung zwischen der ent sprechenden Seitenwand und der Aussenplatte des Ofens isoliert ist, ist es nötig, im Ofen zum Zwecke der Aufrechterhaltung eines gleichmässigen Wärmeverteilung einen ge wissen innern Kreislauf zuhaben.
Dieser Kreislauf wird erhalten mittels einer oder, wie gezeigt, mehrerer Trennwände 19, 19a, die im Ofen je in einer Ebene par allel zum vertikalen Teil der Seitenplatte 44 angebracht sind. Diese Wände 19,<B>199-</B> er strecken sich nicht über die ganze Höhe des Ofens, sondern lassen oben und unten eine Spalte frei, wodurch ein aufwärts gerichte ter Luftstrom sowohl zwischen der Wand 19a und der dem Kanal 44a zugewandten Ofen- seitenplatte, als auch zwischen den Wänden 19 und 19a hervorgerufen wird.
Dieser Aufwärtsstrom verursacht einen Innenkreislauf innerhalb des Ofens, wobei in einem fortlaufenden, geschlossenen Kreislauf Luft am untern Ende der Wände 19,<B>198-</B> in die Kanäle zwischen den Wänden 19, 19a und 44 eingezogen und oben ausgetrieben wird.
Sollte gewünscht werden, die Temperatur des Ofens 23a durch Herabsetzung zu irgend welcher Zeit zu regeln, ohne Rücksicht auf die übrige Temperatur im Kocher, so kann dies geschehen durch Zulassen von Luft durch den Lufteinlass 24' (Fig. 5), der eine kali- brierte Öffnung darstellt.
So zugelassene Luft wird aus dem Ofen wieder abgelassen durch einen Luftauslass 25 (Fig. 3 und 4), der durch einen Schieber 26 beherrscht wird. Dieser letztere wird durch eine Schieberstange 26a betätigt, die durch die Vorderseite des I3erdes nach aussen tritt.
Ist der Schieber 26 offen, so gelan-t warme Luft, die zwischen den Wänden 19. 19a- und der Seitenwand 44 aufsteigt, in den Rauchfang<B>27b</B> und von dort in das Kamin. Die nachströmende kalte Luft, die die Ofen wände bestreicht, kühlt diese und die Seiten wand 44 und verringert so die Ofentempe ratur.
Aus der Koeherfeuerzone kommende Heissgase streichen im Kanal 44a aufwärts und dann im Kanal 44b quer über dem obern Ofenende hinweg zwischen der Ofendecke 20 und der Kochplatte 25', 26' des Ofens weg in einen Durchgang 44e.
Die Kochplatte besteht aus zwei Stiieken 25' und 26', von denen das letztgenannte Stück einen abnehmbaren, in Form eines Zy linders ausgebildeten Deckel 37 mit Thermo stat und mit einem Mechanismus trägt, der einen im Kocherrauchfang bezw. Kanal 44b angeordneten Drehschieber 94a betätigt. Die Kochplattenteile ?-5' und 26' bestehen aus Metall und sind relativ dick, namentlich der herabhängende Teil des Gliedes 25'. besitzen daher ein beträchtliches Wärmeaufspeiche- rungsvermögen.
Es ist eine bevorzugte Eigenschaft dieses Herdes, dass die von den Gasen im Kocher rauchfan- abgegebene Wärme in der Haupt sache zum Erhitzen der Kochplatte ausge nützt wird. Aus diesem Grunde ist eine Iso lation vorgesehen in Form eines Asbestpol sters 90 oberhalb der Deckplatte 20 des Ofens 23a. Dadurch ist Gewähr geboten, dass im wesentlichen alle von den Gasen abgegebene Wärme auf die Kochplattenglieder 25' und 26' konzentriert wird.
Die Kocherrauchfanggase werden nach dem Durchgang durch den Kanal 44b gegen die Rückseite des Ofens in dem Kanal 44c in ein Kamin 8 abgeleitet.
Der Verbrennungsgrad des Kocherfeuers wird durch einen thermostatisch betätigten Schieber 94a geregelt, der an einem Punkte des Kocherrauchfanges angebracht. ist, wo er auf Kochertemperatur anspricht. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, den Thermostat- mecha.nismus in wärmeleitende Verbindung mit der Kochplatte zu bringen und ihn auch nahe -,in dem Weg der Heissgase anzuordnen, so dass er auf die von diesen abgegebene Wärme anspricht.
Ein geeigneter Platz hier für ist die Stelle, wo die Gase aus dem Ka nal 44b in den Kanal 44e übertreten.
Der Thermostatmechanismus und der Sehiebermechanismus sind beide in dem Zy linder 37 untergebracht, -der in eine Öffnung des Teils 26' passt und den Kocherrauchfang abschliesst. Dieser Zylinder ist durch eine Platte 37e' in zwei Abteilungen 37a und 37b unterteilt. Die untere Abteilung 37a ist an zwei Stellen X und Y unterbrochen. um den Durchgang von Gasen durch die Kanäle 44a und 441) durch die Kammer 37a hindurch in den Kanal 44e zu ermöglichen.
Dieser Gas strom wird durch den Drehschieber 94a be herrscht, der zentral drehbar auf einem Zap fen 94b sitzt, auf dem er sich dreht, wenn er durch einen mit ihm bei 94d fest verbunde nen Thermostaten 94 betätigt wird.
Der Thermostat 94 besitzt die Form einer aus einem Bimetallstreifen bestehenden Spi rale, die an ihrem innern Ende am Drehzap fen 94b des Schiebers, mit dem äussern Ende 94d am einen Ende des Schiebers 94a be festigt ist.
Obschon der Thermostat. gegen die direkte Gashitze geschützt ist, indem die Gase dank der Teilplatte 37e durch die Kammer 37a gehen, ist er ihnen nichtsdestoweniger ge nügend nahe, um gegen Wechsel in der Gas temperatur genügend empfindlich zu sein. Er befindet sich zudem in wärmeleitender Ver bindung mit dem obern Teil des Zylinders 3 7 und daher auch mit der Kochplatte.
Eine andere Form des erwähnten Deckels zeigt Fig. 10, nach welcher der Deckel 371 nur eine Abteilung besitzt und den Bi metallstreifen-Thermostaten 94, von "W" Ausgestaltung enthält, dessen eines Ende an die Seite oder die Grundplatte des Deckels an geschlossen ist, während das andere Ende das Absperrorgan 941a trägt. Ausdehnung des ".TV"-Streifens verursacht eine Berührung des Organes 941a mit zwei Anschlägen 94e und 94f am Ende des Rauchfanges 44b, so dass dieser abgesperrt wird.
Die Lage des Thermostaten, der sich mit der Kochplatte in wärmeleitender Berührung befindet, direkt in der Bahn der Kocher- rauehfanggase, macht ihn gegen Kochertem- peraturen ausserordentlich empfindlich. Aus diesem Grunde übt er eine vollständig auto matische Kontrolle über das Kocherfeuer aus. Irgendwelche Wärmeverluste, die an der Kochplatte auftreten mögen, wenn Kochtöpfe darauf gestellt werden, werden sofort eine Reaktion des, Thermostaten verursachen und den Kocherschieber öffnen.
Um Wärmeverluste an der Kochplatte möglichst zu verhindern, wenn diese nicht im Gebrauche ist, ist ein bei 70 aasgelenkter iso lierter Deckel 7 vorgesehen, der einen Hand griff 69 besitzt, um ihn abheben zu können, wenn auf der Kochplatte gekocht werden soll.
Bisher wurde nur die Wirkungsweise der Kocherfeuerzone und des den Kocher bilden den Teils des Dauerbrenners beschrieben. Dieser letztere ist aber auch zur Erwärmung von Wasser eingerichtet.
Brennstoff wird in den Boiler-Füllbehäl- ter 30b nach Abnahme des zugeordneten ab nehmbaren Deckels 30 eingeführt, das Feuer brennt in der Boilerfeuerzone am untern Ende des Boiler-Füllbehälters 30b und auf wärts durch den darin befindlichen Brenn stoff. Die Verbrennungsgase strömen vom obern Ende des Boiler-Füllbehälters ab, des sen eine Wand von der Wand des Boilers 27 (Fug. 2) gebildet wird, in einen Kanal 27a und hier durch den Kanal 27b in das Kamin B.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, das Boilerfeuer durch einen handbetätigten Schie ber zu regeln, der eine Öffnung im Rahmen 28 abschliesst, durch die die Gase streichen können.
Die Betätigung des Boilerschiebers 29 er folgt mittels eines Kontrollhebels 71, der auf einer drehbar gelagerten Stange 71a sitzt, die über die Deckplatte des Herdes vorsteht. Das untere Ende dieser Stange 71a ist mit einem geschlitzten Hebel 71d verbunden, dessen ge gabeltes Ende einen am Boilerschieber 29 be findlichen Zapfen 29a umfasst, vergl. Fig. 3.
Dieser Schieber kann vollständig geschlossen werden, und wenn er sich in ider geschlosse nen Stellung (Fug. 2) befindet, so verhindert er irgendwelche Verbrennung in der Boiler feuerzone. Wenn dagegen der Boilerschieber offen steht, so strömt Primärluft vom Aschenfall 10 her aufwärts durch den Boiler- Füllbehälter und, wenn das Kocherfener brennt, wird eine Entzündung des Boiler brennstoffes vom Kocherbrennstoff aus statt finden vermöge ihrer gegenseitigen Berüh rung beim gemeinsamen Roste 40.
Der Hebel 71 liegt über und parallel zu dem geschlitz ten Hebel 71d und über der Deckplatte des Herdes. Er ist so angeordnet, dass er die Deckplatte 30 -des Boiler-Füllbehälters frei gibt, wenn der Schieber 29 geschlossen ist.
Es ist eine Eigentümlichkeit ,des erläuter ten Herdes, dass vermöge der selbsttätigen Regelung des Kocherfeuers durch den Ther mostaten 94 zwischen den beiden Feuern keine oder nur geringe Gegenwirkung statt finden kann. Wird der Boilerschieber ge öffnet, so wird irgendwelcher Mangel der Zu fuhr von Wärme zum Kocher durch selbst tätige Wirkung des Thermostaten ausge glichen, indem dieser durch den Kocherschie- ber weiter öffnet und dadurch den Kocher auf Temperatur hält.
Wird umgekehrt der Boilerschieber geschlossen, so wird deswegen der Kocher nicht überhitzt, indem ein An steigen der Kochertemperatur den Thermosta ten betätigt und den Kocherschieber 94a schliesst.
Selbst wenn der Boilerschieber versehent lich offen gelassen und kein Brennstoff in den Boiler-Füllbehälter gegeben wurde, tritt keine ernstliche Benachteiligung des Betrie- bes des Kochers auf, indem der Thermostat immer noch dessen Temperatur kontrolliert.
Das einzige in Erscheinung tretende Ergeb nis wird eine kleine Ablenkung von Rauch- fa.nggasen des Kocherfeuers, eine starke Her absetzung der Boilerleistung wegen mangeln der Wärmezufuhr und ein starker Verbrauch an Brennstoff im Koeher-Füllbehälter sein.
Der ganze Herd ist ausgebildet, um Wärmeverluste soviel als möglich zu vermei den, und da er zum Langsambrenntyp gehört und zur ZÄTärmespeicherung eingerichtet ist, sind die Drücke oder Unterdrücke in den be treffenden Rauchfängen eine ausserordentlich empfindliche Sache. Es wurde gefunden, dass namentlich das Kocherfeuer gegen Druck differenzen von 1% mm Wassersäule empfind lich ist. Dies würde gewöhnlich eine ausser ordentlich genaue Konstruktion aller derjeni gen Teile erfordern, zu denen Primärluft Zu tritt erlangen mag, und daher die Herstel- lungskosten erhöhen.
Da. beispielsweise dei Herd durch Schieber im Rauchfang geregelt. wird, ist es klar, dass es nicht nötig ist, die zu dem Aschenfall gelangende Primärluft- menge durch einen Schieber normaler Art zu regeln. Anderseits ist. es notwendig, .dass die Primärluft-Durchgangsöffnung genau kali- briert sei, um einen einwandfreien Betrieb zu sichern, indem Schwankungen im Kamin oder Rauchfang Lecken von Rauchgasen ergeben könnten.
Aus diesem Grunde ist. es wesent lieh, auf den Primärluftstrom eine selbst tätige Kontrolle auszuüben, um unerwünsch ten Druckschwankungen im Aschenfall vor zubeugen; irgendein im Aschenfall sich bil dender Überdruck würde sich in einem Ent weichen von Rauch aus den Kocher- und Boiler-Füllbehältern in den Raum, in dem dei Herd aufgestellt ist, äussern.
Diese Kontrolle geschieht vorzugsweise selbsttätig und wird an der Öffnung 57 in der Aschfalltüre 4 ausgeübt. Zu diesem Zwecke wird eine mit Gegengewicht 4b ver sehene Klappe 4a benutzt. Diese kann eine solche der wohlbekannten Art sein, bei der der Widerstand, den -das Gewicht dem Ver- drehen der Klappe entgegengesetzt, mit zu nehmender Öffnung abnimmt.
Die Anwendung dieser Klappe sichert ein konstantes teilweises Vakuum im Aschen fall und verhindert Druckbildung im Kocher Füllbehälter 30a oder im Boiler-Füllbehälter 30b und daraus sich ergebende, unangenehme Entweichung von Rauch in den Raum, in dem der Dauerbrenner aufgestellt ist. Bei der be schriebenen Konstruktion ist dieses Vakuum noch wirksam auf die Klappe, selbst wenn es bis auf @ mm Wassersäule sinkt.
Der Öffnungsgrad der Klappe wird ge regelt durch den im Apparat vorliegenden Grad von Saugwirkung, entweder von dem Boilerrauchfang oder von dem Kocherrauch- fang oder von beiden aus.
Fig. 11 und 12 zeigen eine andere Rege lungsausführung, bei welcher die Primärluft Öffnung 57 nicht durch eine Klappe geregelt wird, sondern ein Abzweigkanal 57a vorge sehen ist, der vom Aschenfall 10 zu einer auf der Kaminseite der Kocher- und Boilerschie- ber liegenden Stelle führt. Dadurch wird irgendwelche im Kamin auftretende Saug- wirkung auf den Aschenfall übertragen. so dass, da. im Betriebszustand des Herdes im Kamin stets eine Saugwirkung auftritt, im Aschenfall kein Überdruck auftreten kann.
In manchen Fällen mag es erwünscht sein, für diese Abzweigleitung eine handbetätigte oder selbsttätige Kontrolle einzurichten, was durch irgendwelche bekannte Abschlussein- richtungen geschehen kann.