CH210660A - Verfahren zur Regelung einer eine Gasturbine und einen Verdichter aufweisenden Maschinengruppe und zu dessen Durchführung dienende Einrichtung. - Google Patents

Verfahren zur Regelung einer eine Gasturbine und einen Verdichter aufweisenden Maschinengruppe und zu dessen Durchführung dienende Einrichtung.

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CH210660A
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Jendrassik Georg
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Jendrassik Georg
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    • F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02C—GAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C9/00—Controlling gas-turbine plants; Controlling fuel supply in air- breathing jet-propulsion plants
    • F02C9/16—Control of working fluid flow
    • F02C9/18—Control of working fluid flow by bleeding, bypassing or acting on variable working fluid interconnections between turbines or compressors or their stages

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Description


  Verfahren zur Regelung einer eine Gasturbine und einen Verdichter aufweisenden  Maschinengruppe und zu dessen Durchführung dienende Einrichtung. -    Bei     Gasturbinenanlagen,    bei welchen das  Arbeitsmittel nach vorheriger Verdichtung  und Wärmezufuhr im Turbinenteil der An  lage     zvüecks    Arbeitsleistung entspannt wird,  ist es - ohne Rücksicht darauf, ob die  Wärme der aus der Turbine austretenden  entspannten Gase in einem     hiezu    bestimmten       Wärmeaustauscher    auf das auf höheren  Druck verdichtete frische Arbeitsmittel  übertragen wird - erforderlich, um die  Turbinenanlage mit Teilbelastung betätigen  zu können, bei einer von der Leistung un  abhängig, gegebenen Drehzahl (die also  zwecks Leistungsregelung nicht zu vermin  dern ist)

   in bezug auf den bei Normal  belastung eintretenden Zustand mindestens  eine von drei Grössen, und zwar: das Ge  wicht des durch die Turbine strömenden  Arbeitsmittels, das Verhältnis     zwischen    den  bei der Ein- und Ausströmung herrschenden  Drücken der Turbine oder die in der Tur  bine herrschende absolute Durchschnitts-         temperatur    zu vermindern.

   Dementsprechend  ist es gemäss den bisher bekannten Vor  schlägen zwecks Regelung möglich, mittels  einer vor dem Verdichter angewendeten  Drosselung, ferner - besonders im Falle  eines Verdichters mit axialer     Durchströ-          mung    - im Wege der Verdrehung der     Leit-          schaufeln    des Verdichters sowohl die durch  strömende Gasmenge, als auch das für die  Turbine zur Verfügung stehende Druck  verhältnis zu     beeinflussen,    weiter im Wege  der Verminderung der in das Arbeitsmittel  eingeführten     Brennstaffmenge    ohne Vermin  derung der durchströmenden Arbeitsmittel  menge die in der Turbine Herrschende Tem  peratur zu erniedrigen.

   Alle -diese Verfahren  haben Nachteile, indem zum Beispiel das  erste und das dritte Verfahren bei Teilbela  stungen einen schlechten Wirkungsgrad er  geben, und zwar dadurch, dass sie in der die       Turbine    durchströmenden gesamten     Arbeits-          mittelmenge        einerseits    einen Drosselungsver-           lust    hervorrufen, anderseits die Temperatur  der gesamten     Arbeitsmittelmenge    vermin  dern, während das zweite Verfahren, näm  lich die Verdrehung der     Leitschaufeln    des  Verdichters, eine bauliche Komplikation  bedingt, wenn auch dies sonst hinsichtlich  des     Wirkungsgrades    sehr vorteilhaft ist.  



  Das erfindungsgemässe Regelungsverfah  ren bietet einerseits baulich eine einfachere  Lösung, als die Verdrehung der Schaufeln,  anderseits macht es hinsichtlich des Wir  kungsgrades möglich,      'irkungsgradwerte     zu erreichen, die zwischen dem     'NVirkungs-          grad    dieses letzteren Verfahrens und dem  jenigen der beiden andern Verfahren liegen.  



  Bei dem erfindungsgemässen Verfahren  und der Einrichtung zu dessen Ausführung  wird     ein    Teil des     Arbeitsmittels    im Laufe  der Regelung, bevor er in die Turbine einge  treten wäre, gegebenenfalls noch vor der  vollständigen     Durehströmung    des Verdich  ters, dem     Arbeitsprozess    ohne Arbeitsleistung  entzogen, so dass dadurch das Gewicht des  die Turbine in ihrer Gänze durchströmenden  Arbeitsmittels in bezug auf die in den Ver  dichter eintretende     Arbeitsmittelmenge    und  somit auch die von der Turbine geleistete  Arbeit vermindert wird. Der Regelungsvor  gang braucht sich jedoch nur auf diesen ent  zogenen Teil des Arbeitsmittels zu erstrecken;  die in dem entzogenen Teil auftretenden Ver  lust (z. B.

   Drosselung) sind dann gleich  falls wesentlich geringer, als wenn die ge  samte     Arbeitsmittelmenge    den die Verluste  verursachenden Vorgängen unterworfen wäre.  



  Zum Verständnis der Erfindung wird  auf die beiliegende Zeichnung verwiesen.       Fig.    1 derselben zeigt die schematische  Anordnung einer     beispielsweisen    Einrich  tung zur Ausführung des erfindungsge  mässen Verfahrens.  



       Fig.    2 ist der schematische Schnitt eines  Verdichters der Einrichtung, während       Fig.    3 ein Detailschnitt eines beispiels  weise an mehreren Stellen angezapften und  zur     beispielsweisen    Ausführung des Verfah  rens geeigneten Verdichters ist.    Gemäss     Fig.    ' 1 ist das eine Ende der  Welle 2 einer Gasturbine 1 mit der Welle 4  eines Verdichters 3 verbunden, während das  andere Ende der Welle 2 die nützliche Lei  stung     abgibt.    An den Verdichter 3 schliesst  sich einerseits die     Einströmungsleitung    5,  anderseits die     Ausströmungsleitung    6 an.

          -elche    mit dem     Hochdruek-Einströmungs-          stutzen    8 eines hier     vorgesehenen,    schematisch  angedeuteten     Wärmeaustauschers    7 verbun  den ist. Hinter dem Hochdruck-     Ausströ-          mungsstuzen    9 des     Wärmeaustauschers    7 ist  der Verbrennungsraum 10 eingeschaltet. in  welchem sich der Brenner 11 befindet. Der  Verbrennungsraum 10 ist mit dem     Einströ-          mungsstutzen    12 der Turbine verbunden.

    während der     Ausströmungsstutzen    13 der  Turbine an die \     iederdruck-Einströmungs-          öffnung    14 des     Wärmeaustauschers    7 ange  schlossen ist. Die     Niederdruck-Austrittsöff-          nung    15 des     Wärmeaustauschers    7 schliesst  sich an die zur Abführung der entspannten  Gase dienende Rohrleitung 16 an. Die Ver  bindung zwischen der Austrittsleitung 6 des  Verdichters und der zur zur Abführung der  entspannten Gase dienenden Leitung 16 wird  durch eine Umgehungsleitung 17 hergestellt,  in welche das Drosselventil 18 eingebaut ist.

    Diese Vorrichtung arbeitet wie folgt:  Der Verdichter 3 saugt durch die Ein  trittsleitung 5 frisches Arbeitsmittel ein,  welches er auf höheren Druck verdichtet  und durch die Austrittsleitung 6 in den       Wärmeaustauscher    7 drängt. Das     verdichtete     Arbeitsmittel erwärmt sich während des       Durchströmens    des     Wärmeaustauschers    7  durch die Wärme der aus der Turbine  heraustretenden     entspannnten    Gase und ge  langt durch die     Ausströmungsöffnung    9,  mindestens teilweise, in den Verbrennungs  raum<B>10,

  </B> wo seine Temperatur infolge der       Verbrennungswärme    des durch den Brenner  oder Zerstäuber 11 eingeführten Brenn  stoffes noch     weiter    steigt. Das     Arbeitsr     mittel tritt     sodann    durch den Eintritts  stutzen 1? in die Turbine 1, wo es unter  gleichzeitiger Entspannung Arbeit leistet  und die Turbine durch die Austrittsleitung      13 verlässt, um darauf durch die Eintritts  öffnung 14 des     Wärmeaustauschers    7 in  diesen zu gelangen.

   Es durchströmt densel  ben und gibt seine Wärme an das verdich  tete frische Arbeitsmittel ab; schliesslich  entweicht es aus der Einrichtung, indem es,  den     Wärmeaustauscher    durch die Nieder  druck-Austrittsöffnung 15 verlässt, durch die  Rohrleitung 16. Im Falle voller Belastung  ist das Regel- oder Drosselventil 18, welches  in der     Anzapfungs-        bezw.    Umgehungslei  tung 17 angeordnet ist, vollständig geschlos  sen, während bei Teilbelastung das Ventil  18 der Belastung entsprechend geöffnet, das  heisst der freie Querschnitt der     Anzapfungs-          leitung    geändert wird.

   Dadurch entweicht  ein Teil des durch den Verdichter gelieferten  verdichteten     Arbeitsmittels    unmittelbar aus  der Einrichtung, ohne dass er durch die  Turbine geströmt wäre. Das Regelorgan 18  ruft zwar einen     Drosselungsverlust    hervor;  dieser     Drosselungsverlust    erstreckt sich aber  nur auf denjenigen Teil des Arbeitsmittels,  welcher mittels der Regelung aus dem Ar  beitsprozess gerade entzogen werden muss.  Durch dieses Regelungsverfahren wird so  mit ein Teil des in den     Verdichter    tretenden  Gases bei Teilbelastung vor Eintritt in die  Turbine abgeführt, so dass durch die Tur  bine eine geringere Gasmenge als durch den  Verdichter strömt.

   Der Umstand, dass die in  der Zeiteinheit durch die Turbine strömende  Gasmenge abnimmt, bringt auch mit sich,  dass der sich in der Turbine einstellende  Druckabfall geringer sein wird, was die  Leistung der Turbine noch weiter vermin  dert, also die Regelung noch wirkungsvoller  gestaltet. Gleichzeitig nimmt auch der in  folge der     Regelung    eintretende Verlust ab,  weil durch Verminderung des Druckabfalles  der Turbine auch der Anfangsdruck der Ent  spannung, also auch der Enddruck der Ver  dichtung abnimmt, und das mittels der     Re-,          gelung    abgeführte Arbeitsmittel einen klei  neren     Drosselungsverlust    erleidet.  



  Ohne die zur Ausführung des Verfahrens  notwendige Einrichtung wesentlich zu kom  plizieren, kann der Wirkungsgrad dadurch    verbessert werden, dass die überflüssige       Arbeitsmittelmenge    nicht     hinter    dem Ver  dichter, sondern bereits zwischen den Ver  dichtungsstufen desselben abgeführt wird.       Fig.    2 stellt     eine    derartige Ausbildung des       Verdichters    dar. Auf der im     Verdichter-          gehäuse    19 gelagerten     Verdichterwelle    20  sitzt der Läufer 21, welcher die rotierenden  Schaufeln 22 trägt.

   Im Gehäuse 19 sind die  stehenden Schaufeln 23 befestigt, während  eine     Anzapfungsleitung    24, 'in welcher das  Regel-     bezw.    Drosselorgan 25 untergebracht  ist, sich an den zwischen zwei     Stufen    des  Verdichters im     Verdichtergehäuse    ausgebil  deten     .ringförmigen    Raum 26 anschliesst.  Diese Einrichtung arbeitet in der Weise, dass  der Verdichter, der z.

   B. die Rolle des in       Fig.    1 dargestellten Verdichters 3 über  nimmt, das     Arbeitsmittel    durch den Ein  strömungsstutzen 27 einsaugt und     in.    ver  dichtetem Zustand durch den Druckstutzen  28 hinausdrängt, während welcher Zeit   falls das Drosselventil 25 teilweise offen ist  - ein Teil des     Arbeitsmittels    sich durch die       Anzapfungsleitung    24 entfernt, so dass dem  zufolge eine geringere Gasmenge die Turbine  1 durchströmt, als. in den Verdichter einge  treten ist.

   Bei dieser Anordnung ist der  Druck des durch     Anzapfung    abgeführten  Gases niedriger, als der durch den Verdich  ter     hergestellte    Höchstdruck, weshalb in  folge der     Anzapfung    ein geringerer Arbeits  verlust als bei der vorerwähnten     Anordnung     entsteht. Die Wirkungsweise dieser Anord  nung wird durch den Umstand noch vorteil  hafter     gestaltet,    dass im Falle der     Anzapfung     des Verdichters die     Durchströmungsge-          schwindigkeit    der Stufen vor der     Anzapfung     grösser ist, als die der Stufen     hinter    der An  zapfungsleitung.

   Nachdem der in irgend  einer Stufe des Verdichters hergestellte  Druck wesentlich geringer ist, wenn die       Durchströmungsgeschwindigkeit    grösser ist,  wird die Wirksamkeit der Stufen hinter der       Anzapfung    durch die     Anzapfung    vermin  dert und nimmt deshalb der an der Stelle  der     Anzapfung    herrschende Druck infolge  der     Anzapfung    ab.      Noch vorteilhafter als diese letztere  Anordnung ist die in     Fig.    3 dargestellte  Anordnung, gemäss welcher das Arbeits  mittel im Verdichter nicht an einer einzi  gen Stelle, sondern an mehreren Stellen ab  geführt werden kann.

   Wie in     Fig.    3 ersicht  lich ist, befinden sich die im     Verdichter-          gehäuse    29 befestigten stehenden Schaufeln  30 zwischen den vom Läufer 21 getragenen  umlaufenden Schaufeln     22.    An den Arbeits  raum des Verdichters schliessen sich am  Fusse der stehenden Schaufeln die Räume  31, 31', 31", 31"' an, die einzeln mit An  zapfungsleitungen 32, 32', 3?", 32"' in Ver  bindung stehen. Bei der beispielsweise. dar  gestellten Ausführung münden diese An  zapfungsleitungen in die auf der innern  Fläche des Zylinders 33 vorgesehenen Ring  nuten 34. Im Zylinder 33 ist ein Rund  schieber 35 untergebracht, der in der Rich  tung der Achse des Zylinders     versehiebbar     ist.

   Diese Vorrichtung arbeitet so, dass im  Falle einer     Belastung    durch Verschiebung  des Schiebers 35 die     Ausströmungsquer-          schnitte    der sich an die einzelnen     Anzap-          fungsleitungen    anschliessenden Ringnuten  34 geändert,     bezw.    diese Ringnuten vollstän  dig geschlossen oder geöffnet werden kön  nen. Mit Hilfe     dieser    Vorrichtung kann er  reicht werden,     da.ss    das im Wege der An  zapfung abzuführende Arbeitsmittel aus  einem unter sehr niedrigem Druck stehenden  Raume abgeführt werden kann, wodurch in  folge der Regelung sozusagen überhaupt  kein Arbeitsverlust auftritt.

   Bei dieser  Anordnung können die     Anzapfungsleitungen     so angeordnet werden, dass der angezapfte  Teil des Verdichters überhaupt keinen  Druck     herrvorruft    und nur derjenige Teil  des Verdichters verdichtet, dessen     Anzap-          fungsleitungen    geschlossen     bezw.    stark ge  drosselt sind, oder der überhaupt keine An  zapfungen mehr besitzt. Es ist aber auch  möglich, die an mehreren Stellen durchzu  führende     Anzapfung    des Verdichters durch  wiederholte Anwendung der in     Fig.    2 darge  stellten     Anzapfungseinrichtung,    sowie durch    manche andere sehr mannigfaltige bauliche  Lösungen zu bewerkstelligen.  



  Zur Erreichung     eines    guten Wirkungs  grades ist es zweckmässig, im Laufe der  Regelung gleichzeitig mit der     Anzapfung     auch die zur Betätigung der Turbine ver  brauchte Brennstoffmenge in der Weise zu  regeln, dass die in der Turbine herrschende  durchschnittliche Temperatur überhaupt  nicht oder nur in geringem Masse geändert  werde. Dem entspricht das Verfahren, ge  mäss welchem die in das Arbeitsmittel einge  führte Wärmemenge so geregelt wird, dass  die Temperatur des in die Turbine eintre  tenden Arbeitsmittels bei Teilbelastung und  bei voller Belastung annähernd     ungeändert     bleiben. Falls die Temperatur des Wärme  austauschers auf einem konstanten Wert zu  halten ist. (z.

   B. damit derselbe stets in  stationärem Zustand bleiben soll), so ist es  zweckmässig, die in das Arbeitsmittel einge  führte Wärme so zu regeln, dass die Wärme  des die Turbine verlassenden Arbeitsmittels  sowohl bei Teilbelastung, als auch bei voller  Belastung annähernd     ungeändert    bleibe.  



  Das beschriebene Regelungsverfahren  und die     dazugehörige    Einrichtung kann nicht  nur     bei    den ausführlich beschriebenen Aus  führungen, sondern auch im Falle von sol  chen Ausführungen verwendet werden, die  von den oben beschriebenen abweichen. So  kann zum Beispiel der     Wärmeaustauscher    7  gemäss jeder beliebigen Type ausgeführt  sein (es kann auch ein     Rekuperator    ange  wendet werden), oder aber er kann auch  gänzlich wegfallen. Sehr verschiedenartige  Brennstoffe. gasförmiger,     flüssiger    oder  fester Brennstoff können benutzt werden,  und der Verbrennungsraum kann auf eine  an sich bekannte Art auch     hinter    der Tur  bine angeordnet werden.

   Das Verfahren  kann auch im Falle eines beliebig kon  struierten Verdichters oder Turbine ange  wendet werden, sowie auch dann, wenn  mehrere Turbinen und mehrere Verdichter,  und zwar eventuell so angewendet werden,  dass die Verdichter nur durch einige der  Turbinen angetrieben werden, während mit      denselben parallel oder in     Reihe    geschaltete,  mechanisch jedoch unabhängige Turbinen  zum Tragen der nützlichen Last dienen.  



  Es ist möglich, in der -Anordnung gemäss       Fig.    1 die Umgehungsleitung 17 und das  Regelungsorgan 18 auch hinter dem Hoch  druck-Austrittsstutzen 9 des     Wärmeaus-          tauschers    7 anzubringen, so dass sie zwischen  dem     Eintritsstutzen    12 und dem Austritts  stutzen 13 der Turbine Verbindung her  stellen. In diesem Falle wird beim Öffnen  des Regelungsorganes 18 eigentlich nur die  Turbine durch das entzogene Arbeitsmittel  umgangen.

   Es ist möglich, die in     Fig.    3     dar-          gestellte    Einrichtung auch an     der    Turbine  anzuwenden, wenn dabei ein gewisser Teil  des Arbeitsmittels gleichzeitig auch dem  Verdichter mittels einer oder mehreren Um  gehungsleitungen entzogen     wird,        bezw.     wenn ein gewisser Teil des     Arbeitsmittels     auf einem Umweg so geführt     wird,    dass er  teilweise sowohl den Verdichter, als auch  die Turbine umgeht.

   In diesem Falle bedeu  tet der Läufer 21 und der Ständer 29 den  Läufer     bezw.    Ständer der Turbine, und der  Zylinder 33 schliesst sich an die Austritts  leitung der Turbine (an den Stutzen 13) an,  so dass mittels der     Anzapfungen    32, 32', 32",  32"' teilweise auch die Turbine aus dem  Arbeitsvorgang ausgeschaltet wird, das  heisst im Falle einer Teilbelastung auch  durch einen Teil der Turbine - eventuell  stufenweise - weniger Arbeitsmittel strömt,  als in den     Verdichter    eingetreten ist. In  diesem Falle nimmt der in der Turbine ein  tretende Druckabfall im Falle von Teilbe  lastung auch dadurch ab, dass der     Arbeits;          mittelstrom    teilweise unter Umgehung der  Turbine geführt wird.  



  Wie verständlich, übt die Führung eines  Teils des Arbeitsmittels auf die Turbine  mindestens teilweise umgehenden Wegen  hinsichtlich der Regelung eine zweifache       'Wirkung    aus: Einerseits wird dadurch die  durch die Turbine geleistete Arbeit vermin  dert, weil die die Turbine durchströmende       Arbeitsmittelmenge    geringer ist; anderseits  aber wird hierdurch über die Charakteristik    der     Turbine    der in der Turbine hervorge  rufene Druckabfall in dem Sinne beeinflusst, .  dass dieser um so geringer     sein    wird, je mehr       Arbeitsmittel    auf Umwegen geführt wird.

         Die    Abnahme des Druckabfalles in der  Turbine wirkt gleichfalls     vermindernd    auf  die Leistung zurück. Je grösser die Abnahme  des Druckabfalles. in der Turbine ist, um so  weniger Arbeitsmittel muss zwecks. Einstel  lung der gegebenen Teilbelastung auf Um  wegen geführt werden, was bezüglich des  Wirkungsgrades der Gasturbine vorteil  haft ist. Nachdem     ein    Zuwachs des     in    der  Turbine eintretenden Druckabfalles mit  einer Zunahme des im Verdichter hergestell  ten Druckes gleichbedeutend ist, übt bei  Teilbelastung auch die     Charakteristik    des  Verdichters     einen    starken Einfluss auf den  Wirkungsgrad der Gasturbine aus.

   Wenn  nämlich die in irgendeiner Stufe des Ver  dichters hergestellte     Drucksteigerung    ab  nimmt, nimmt das     Volumen    des in der Zeit  einheit durchströmenden     Arbeitsmittels    zu.  Somit ist es zweckmässig, solche Verdich  ter und     Turbinen    anzuwenden, die minde  stens in der Umgebung der normalen Be  lastung     ,eine    sogenannte     steile        Druck-Volu-          mencharakteristik    besitzen.

   Bei diesen Ver  dichtern und Turbinen, wenn der Druck vor  dem Verdichter     bezw.    hinter der     Turbine     mit     po,    und der Druck hinter dem Verdich  ter     bezw.    vor der     Turbine    mit p     bezeichnet     ist, weiter, wenn das Volumen des     in    den  Verdichter einströmenden     bezw.    aus der       Turbine    ausströmenden Gases im normalen       Betriebszustande    in der Zeiteinheit     V"    ist,

    so wird bei dem Verdichter die auf den Ein  strömungsdruck bezogene Abnahme des Ge  gendruckes
EMI0005.0049  
   im Bereich des normalen       Betriebszustandes.    grösser sein, als die auf  das im normalen Betriebszustand gelieferte  Gasvolumen bezogene Zunahme
EMI0005.0051  
   des     in     den Verdichter in der     Zeiteinheit    eintreten  den Gasvolumens.

   Genau in dieser Weise ist  bei den Turbinen mit steiler     Charakteristik         die auf den Gegendruck bezogene Abnahme  des Eintrittsdruckes
EMI0006.0001  
   im Bereich des  normalen     Betriebszustandes    grösser, als die  auf das im normalen Betrieb ausströmende  Gasvolumen bezogene Abnahme des aus der  Turbine ausströmenden Gasvolumens
EMI0006.0003  
    wobei
EMI0006.0004  
   und
EMI0006.0005  
   sowohl bei der Turbine  als auch bei dem Verdichter in absoluten  Werten zu verstehen sind.  



  Die Anwendung derartiger Turbinen und  Verdichter im Rahmen der Erfindung gibt  im Sinne des Gesagten günstigere Teilwir  kungsgrade, als wenn Maschinen mit flacher  Charakteristik angewendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Regelung einer einen Verdichter und eine Gasturbine aufweisen den Maschinengruppe, dadurch gekennzeich net, dass zwecks Einstellung von Teilbe lastungen ein regulierbarer Teil des in den Verdichter eintretenden Arbeitsmittels vor Eintritt in die Turbine dem Arbeitsprozess ohne Arbeitsleistung entzogen wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein Teil des in den Verdichter eintretenden Arbeitsmit tels an mindestens einer Anzapfungs- stelle des Verdichters dem Arbeitsprozess entzogen wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass ein Teil des in die Turbine ein tretenden Arbeitsmittels aus der Turbine an mindestens einer Anzapfungsstelle der selben ohne weitere Arbeitsleistung abge führt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass bei Änderung der Leistung der Gasturbine die in das durch den Verdichter verdichtete Arbeits mittel eingeführte Wärmemenge so ge- regelt wird, dass die Temperatur des in die Turbine eintretenden Arbeitsmittels innerhalb gewisser Belastungsgrenzen; sowohl bei Vollast als auch bei Teilbe lastung, praktisch unverändert bleibt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass bei Änderung der Leistung der Gasturbine die in das durch den Verdichter verdichtete Arbeits mittel eingeführte Wärmemenge so ge regelt wird, da.ss die Temperatur des die Turbine verlassenden Arbeitsmittels inner halb gewisser Belastungsgrenzen, sowohl bei Vollast als auch bei Teilbelastung, praktisch unverändert bleibt.
    PATENTANSPRUCH II: Einrichtung an einer einen Verdichter und eine Gasturbine aufweisenden Maschi nengruppe, zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine den Arbeitsmittelstrom zwischen dem Eintritt des Verdichters und dem Ein tritt der Gasturbine mit. einem auf dem un tern Druck des Arbeitsprozesses gehaltenen Raum verbindende Abzweigung, in welcher ein zur Änderung des Querschnittes bis zum vollständigen Abschluss desselben geeignetes Regelorgan vorgesehen ist. UNTERANSPRÜCHE: 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Abfüh rung eines Teils des Arbeitsmittels aus dem Arbeitsprozess zwischen den Stufen des Verdichters mindestens eine mit dem Arbeitsraum des Verdichters in Verbin dung stehende Anzapfungsleitung vorge sehen ist, in welcher ein zur Änderung des Querschnittes bis zum vollständigen Abschluss desselben geeignetes Regel organ angeordnet ist. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch eine sich an die Ein- und Ausströmungsstellen der Gasturbine anschliessende Umgehungsleitung, in wel- eher ein zur Änderung des Querschnittes geeignetes Regelungsorgan vorgesehen ist. 7.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zwischen den Stufen der Gasturbine mindestens eine den Arbeitsraum der Turbine mit einem auf dem untern Druck des Arbeitsvor ganges gehaltenen Raum verbindende Umgehungsleitung vorgesehen ist, in wel cher ein zur Änderung des Querschnittes geeignetes Regelungsorgan untergebracht ist. B. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Verdichter solcher Art ist, dass er eine steile Druck- Volumencharakteristik besitzt. 9.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Gasturbine solcher Art ist, dass sie eine steile Druck- Volumencharakteristik besitzt.
CH210660D 1938-07-14 1939-07-12 Verfahren zur Regelung einer eine Gasturbine und einen Verdichter aufweisenden Maschinengruppe und zu dessen Durchführung dienende Einrichtung. CH210660A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE967839C (de) * 1941-09-06 1957-12-19 Daimler Benz Ag Regeleinrichtung fuer einen mehrstufigen Axialverdichter mit veraenderlicher Drehzahl

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DE967839C (de) * 1941-09-06 1957-12-19 Daimler Benz Ag Regeleinrichtung fuer einen mehrstufigen Axialverdichter mit veraenderlicher Drehzahl

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