CH211068A - Verfahren und Vorrichtung zur Entfeuchtung und Trockenhaltung von Mauerwerk, z. B. solchem von Gebäuden. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Entfeuchtung und Trockenhaltung von Mauerwerk, z. B. solchem von Gebäuden.

Info

Publication number
CH211068A
CH211068A CH211068DA CH211068A CH 211068 A CH211068 A CH 211068A CH 211068D A CH211068D A CH 211068DA CH 211068 A CH211068 A CH 211068A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
masonry
probes
buildings
earth
dehumidifying
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Paul
Original Assignee
Ernst Paul
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ernst Paul filed Critical Ernst Paul
Publication of CH211068A publication Critical patent/CH211068A/de

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B1/62Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor
    • E04B1/70Drying or keeping dry, e.g. by air vents
    • E04B1/7007Drying or keeping dry, e.g. by air vents by using electricity, e.g. electro-osmosis

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Building Environments (AREA)

Description


  Verfahren und \Torrichtung zur     Entfeuehtung    und Trockenhaltung von     lüauerwerk,     z.     B.    solchem von Gebäuden.    Die praktische Erfahrung zeigt, dass  ausserordentlich viele Gebäude von unten  herauf, oft bis in die obern Stockwerke;  feuchtes Mauerwerk aufweisen. Diese Er  scheinung tritt nicht nur bei an offenen Ge  wässern gelegenen Gebäuden auf, sondern  wird vielfach auch an Gebäuden beobachtet,  die auf trocken scheinendem Gebiete liegen,  wenn deren untere Teile von stark wasser  haltigem Erdreich     umgeben    sind, vom Grund  wasserspiegel erreicht werden oder ähnlichen  Einflüssen ausgesetzt sind.  



  Die     bisher    zur     Entfeuchtung    derartiger  Gebäude vorgeschlagenen Mittel, Lüftungs  einrichtungen und     dergl.,    erweisen sich in  der Regel als unwirksam, was damit zusam  menhängt, dass die die     Durchfeuchtung    be  wirkenden Kräfte nicht erkannt worden  waren.  



  Auf Grind von bekannten physikalisch  chemischen und geophysikalischen Erschei  nungen sind Potentialdifferenzen zwischen  dem     Alauerwerk    und dem umgebenden Erd-    reich zu erwarten. Derartige Potentialdiffe  renzen lassen sich in der Tat durch Messun  gen nachweisen, wobei sich ferner gezeigt hat,  dass das Mauerwerk gegenüber Erde in der  artigen Fällen stets     ein    negatives Potential       aufweist.    Die Grösse des     zwischen    Erde und  Mauerwerk fliessenden Stromes ist dabei  wesentlich abhängig von dem Grad der herr  schenden Feuchtigkeit.  



  Die Grösse der in der     Praxis    zwischen       Stellen    des Mauerwerkes und guten Erdun  gen in     Kurzschlussleitern    gemessenen Ströme       beträgt    oft ca. 5 bis 50     mA,    die gemessenen  Potentialdifferenzen betragen etwa 10 bis  100     mV.     



  Es erweist sich     nun,    dass das Feucht  werden     bezw.    das Aufsteigen des Wassers  im Mauerwerk, auf der bekannten     physika-          lischen        Erscheinung    der Elektroosmose be  ruht. Die untersten Gebäudeteile, das heisst  die Grundmauern stehen bei     feuchtwerden-          den    Mauern,     wie    oben dargelegt wurde, an  Wasserläufen oder im     Grundwasser    oder      doch in einem stark wasserhaltigen Erdreich.  Die bestehende Potentialdifferenz treibt das  Wasser in die Poren des Mauerwerkes.

   Selbst  wenn die nachweisbaren Potentialdifferenzen  verhältnismässig gering sind, so genügen sie  doch, angesichts der ausserordentlich grossen  Angriffsfläche, um erhebliche Mengen  Wasser in das Mauerwerk einzuführen  und mit Hilfe der     Kapillarkräfte    hoch  zutreiben.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist nun ein auf dieser Einsicht beruhendes  Verfahren zur     Entfeuchtung    und Trocken  haltung von     Mauerwerk,    sowie eine Vorrich  tung zur Durchführung des Verfahrens.  



  Erfindungsgemäss wird das Auftreten  einer merklichen und wirksamen negativen       elektrischen    Potentialdifferenz zwischen dem  zu entfeuchtenden und trocken zu haltenden  Mauerwerk und dem Erdreich vermieden.  Dadurch werden die     erwähnten        elektroosmo-          tischen    Vorgänge ausgeschaltet.

   Die prak  tische Erfahrung hat überdies ergeben,     dass     bei bestimmten geologischen Verhältnissen  der Potentialausgleich zwischen Mauerwerk  und Erde auch eine gewisse     Entfeuchtung     der     benachbarten        obern    Erdschichten er  reichen kann, z.     B.    in     kiesigem    und sandigem  Boden.  



  Es      wird    sich in den meisten Fällen  darum handeln, ein bereits feuchtes :Mauer  werk trocken zu legen, das heisst eine be  stehende Potentialdifferenz auszugleichen.  



  In diesem Falle kann durch Kurz  schliessen des Mauerwerkes, das heisst durch  metallische Verbindung von Stellen dessel  ben mit der Erde, der     elektroosmotische    Vor  gang unterbrochen werden; der Nachschub  von Wasser hört auf, und das Mauerwerk  trocknet allmählich aus. Messungen des elek  trischen Widerstandes an Sonden im Mauer  werk lasen darauf schliessen, dass nach dem       \\'egfall    der     elektroosmotischen    Auftriebs  kraft die vielen dünnen Wassersäulen im     Ka-          pillarsystem,    dem Gesetz der Schwere fol  gend, absickern. An zahlreichen Stellen der  untersten Mauerpartien tritt vorübergehend  eine sichtbare Erhöhung der Nässe auf.

      Selbstverständlich wäre es auch möglich, bei  in feuchtem Erdreich stehenden Gebäuden  von Anfang an das     Mauerwerk    kurz  zuschliessen und damit das     Feuchtwerden    zu  vermeiden.  



  Wie die physikalischen Erscheinungen  der Elektroosmose zeigen, lässt sich der Vor  gang durch Umpolen umkehren. Es erscheint  deshalb möglich, die     Austrocknungsvorgänge     dadurch zu beschleunigen, dass an das Mauer  werk gegenüber Erde ein positives Potential  angelegt wird.  



  Im allgemeinen sind jedoch die Aus  trocknungsvorgänge, wie die Erfahrung  zeigt, schon bei blosser Erdung des Mauer  werkes so gut, dass im allgemeinen auf die  Anlegung     einer    zusätzlichen Spannung ver  zichtet werden kann.  



  Bei der ebenfalls     Gegenstand    der Erfin  dung bildenden. zur Durchführung des Ver  fahrens dienenden     Vorrichtung,    werden nun  in das     Mauerwerk    eingelassene Sonden aus  elektrisch leitendem Material vorgesehen,  und zwar     zweckmässigerweise    für besonders       feuchte    Stellen in grösserer Anzahl und  näher beieinander, wobei die einzelnen Sonden  durch einen praktisch korrosionsbeständigen  Leiter unter einander und mit der Erde ver  bunden sind.  



  Auf die Wahl der Erde ist hierbei be  sonderer Wert zu legen, da die wirksamen  Potentialdifferenzen nur dann     ausgeglichen      -erden können, wenn eine vorzügliche Er  dung vorhanden ist.  



  In der beiliegenden, ein Beispiel be  treffenden Zeichnung ist veranschaulicht,  wie die Sonden eingebaut werden können.  Es zeigt:       Fig.    1 ein Stück Mauer mit eingebauten  Sonden in     Ansicht,          Fig.    2 dasselbe im Schnitt,       Fig.    3 eine Kellerecke mit eingebauten  Sonden.  



  In dem Mauerwerk 1 sind Sonden 2 aus  gut leitendem, korrosionsbeständigen Mate  rial eingesetzt und gut mit dem Mauerwerk  verbunden. Die Sonden 2 sind durch die  Leitung 3 miteinander verbunden und gut      geerdet, beispielsweise mit der     Wasserleitung     5 verbunden. Die Leitung 3 ist beispielsweise  in Isolierrohre verlegt; sie kann aber auch  eingemauert oder     in.    anderer Weise montiert  sein.  



  Die in     Fig.    3 gezeigte Kellerecke ist der  Anschaulichkeit halber aus Steinen ausge  führt gezeichnet. Die Mauern können jedoch  aus jedem beliebigen Material bestehen.  



  Der Einbau von Sonden in das Mauer  werk hat sich als zweckmässig     erwiesen,    doch  kann das Verfahren auch durch irgend eine  andere Vorrichtung ausgeführt werden, die,  mit dem Mauerwerk elektrisch gut verbun  den, durch Anlegen an Erde ebenfalls be  stehende Potentialdifferenzen beseitigt. Diese  Vorrichtung wird in der Regel auf der  Innenseite der Kellermauern montiert, bei  nicht unterkellerten Gebäuden auf der  Aussenseite der Grundmauern.

Claims (1)

  1. PATEN TAN S PRüCHE I. Verfahren zur Entfeuehtung und Trok- kenhaltung von Mauerwerk, z. B. sol chem von Gebäuden, dadurch gekenn zeichnet, dass das Auftreten einer merk lichen und wirksamen negativen elektri schen Potentialdifferenz zwischen dem zu entfeuchtenden und trocken zu halten den Mauerwerk und dem Erdreich aus geschaltet wird.
    II. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass in das Mauerwerk eingelassene Sonden aus elektrisch leit- fähigem Material vorgesehen sind, die untereinander und mit der Erde durch einen praktisch korrosionsbeständigen Leiter verbunden sind. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das gegen das Erdreich negative elektrische Poten tial des Mauerwerkes durch elektrische Leiter erfasst und durch Erdung aus geglichen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die einzelnen Leiter untereinan der verbunden und gemeinsam geerdet werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass an die Leiter und die unter diesen bestehende Verbin- dungsleitung eine Spannung angelegt wird, derart, dass eine positive Potential differenz zwischen Mauerwerk und Erde entsteht. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Verbin- dungsleitung der einzelnen Sonden in das Mauerwerk verlegt ist. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass an Stellen erhöhter Feuchtigkeit Sonden in kleine ren Abständen als an den übrigen Stel len angebracht sind.
CH211068D 1939-01-21 1939-01-21 Verfahren und Vorrichtung zur Entfeuchtung und Trockenhaltung von Mauerwerk, z. B. solchem von Gebäuden. CH211068A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH211068T 1939-01-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH211068A true CH211068A (de) 1940-08-31

Family

ID=4447159

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH211068D CH211068A (de) 1939-01-21 1939-01-21 Verfahren und Vorrichtung zur Entfeuchtung und Trockenhaltung von Mauerwerk, z. B. solchem von Gebäuden.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH211068A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69924716T2 (de) Verfahren und vorrichtung zur entwässerung von porösem material
DE2704100A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur erleichterung des eintreibens von pfaehlen in das erdreich
DE69807728T2 (de) Verfahren zur kathodischen schutz von verstärktem beton
DE1632901A1 (de) Einrichtung zur Steuerung selbsttaetiger Bewaesserungsanlagen
DE706388C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Entfeuchtung und Trockenhaltung von Gebaeuden, Mauerwerk u. dgl.
DE102010053998A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Mauertrockenlegung
US3070528A (en) Dehumidification and damp-proofing of structures
DE2800595B2 (de) Textiler Bodenbelag
DE1136084B (de) Elektrode fuer Anlagen zur Erhoehung der elektrischen Feldstaerke in Raeumen
DE2722985C3 (de) Verfahren zur Trockenlegung bzw.-haltung von Untergeschoßmauerwerk durch aktive elektroosmotische Drainage
EP0884434A2 (de) Flüssigkeitsdichter Boden- oder Wandbelag aus keramischen Platten
AT224872B (de) Einrichtung zur Entfeuchtung bzw. Trockenhaltung von Bauwerksteilen, insbesondere von Mauerwerk
DE1515889B2 (de) Blitzschutzanlage im Zentrum ungeschützter Bauten
DE3418426A1 (de) Vorrichtung zur beeinflussung terrestrischer strahlen
CH616977A5 (en) Arrangement for waterproofing structures and keeping them dry
AT395033B (de) Einrichtung zum trockenlegen und trockenhalten von bauwerken
AT298006B (de) Elektrode für das elektroosmotische Austrocknen von feuchtem Mauerwerk
DE1059846B (de) Verfahren und Vorrichtungen zur Verhinderung und bzw. oder Konsolidierung von Gelaenderutschen
DE3112130A1 (de) Geraet zur entfeuchtung von mauerwerk
CH390505A (de) Verfahren zur Entfeuchtung bzw. Trockenhaltung von wassergierigen Bauwerksteilen, wie insbesondere von Mauerwerken
EP3628788B1 (de) Flüssigkeitsdichter schichtaufbau und verfahren zur herstellung desselben
EP3771907B1 (de) Verfahren zur bestimmung des feuchtegehalts von beton und estrich
DE420067C (de) Drehstromkabel mit verseilten Einleiterkabeln
DE202011105269U1 (de) Elektrische Installationsleitung
DE7225312U (de) Zur Verwendung in Bauwerken als Fußboden, Decke oder Seitenwand bestimmtes Flächenheizelement