CH211110A - Verfahren zur Herstellung von Metallphosphaten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Metallphosphaten.

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CH211110A
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof
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    • C01B25/26Phosphates
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    • C01B25/39Condensed phosphates of alkali metals
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Netallphosphaten.       Es ist bereits vorgeschlagen worden,  zwecks Herstellung von Metallphosphaten  Oxydationsprodukte des Phosphors auf  Chloride von     Alkalimetallen    und     Erdalkali-          metallen    bei hohen Temperaturen einwirken  zu lassen.

   Die technische Durchführung der  artiger Verfahren bereitet aber ausserordent  liche     Schwierigkeiten,    und zwar     hauptsäch-          lieh    deshalb, weil zur Durchführung der       Reaktionen    hohe Temperaturen und grosse  Wärmemengen erforderlich sind und Bau  stoffe, welche befähigt sind, den vereinigten  Einflüssen der stark korrodierenden Salz  schmelzen und den Wirkungen der vor  handenen Gase und Dämpfe, insbesondere  Oxydationswirkungen bei den in Betracht  kommenden Temperaturen längere Zeit zu  widerstehen, nicht zur Verfügung stehen.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein Verfahren zur Herstellung von Metall  phosphaten im     Schmelzfluss    durch Einwir  kung von     Phosphorverbindungen    auf Metall-    salze, die befähigt sind, sich mit den an  gewendeten     Phosphorverbindungen    zu den       gewünschten    Metallphosphaten umzusetzen,  welches dadurch     gekennzeichnet    ist, dass der  Prozess in     umlaufenden    Ofen durchgeführt  wird, deren     Umlaufgeschwindigkeit    so be  messen wird,

   dass die flüssige     Salzschmelze     sich durch Wirkung der Zentrifugalkraft  unter Bildung     eines    flüssigen Mantels an die       Innenwandung    des Ofens anlegt     und    diese  bedeckt hält.  



  Für die Durchführung des     Verfahrens     kommen vorzugsweise     Phosphorsauerstoff-          verbindungen        in        Betracht,    welche durch       Verbrennung    von     elementarem    Phosphor er  hältlich sind, wie z. B.     Phosphorpentoxyd          (P20,),    oder     Phosphortrioxyd        (P203)    und       dergl.,    ferner     Hydratverbindungen,        wie    z. B.

         (HP03)2,        H4P20"        H3PO4#    Als Metallsalze  kommen vorzugsweise Salze der Alkalien,  z. B. des Natriums und Kaliums und der  Erdalkalien, z. B. des     Calciums        und    Ma-           gnesiums,    ferner z. B. Salze des Zinks, Bleis  und dergleichen     Aletalle    mit Anionen in Be  tracht, welche durch Hitze zu     verfliiclitigen     sind. Gut geeignet sind z. B.

   Chloride, wie       Natriumehlorid,        Kaliumchlorid,    ferner     Car-          bonate,    wie     iLIagnesiumcarbonat        tisw.     



  Das Verfahren, das vorteilhaft in Gegen  wart von Wasserdampf durchgeführt     @vird,     kann in horizontalen oder vertikalen Trom  meln aus passendem, vorzugsweise metalli  schem Material durchgeführt werden. Die  Drehzahlen für die     zweckmässig    zylindrisch       ausgebildeten    Gefässe sind im wesentlichen  abhängig von dem gewünschten Innen  durchmesser der zu erzeugenden schmelz  flüssigen     Wandung.    Für einen Innendurch  messer einer Salzschmelze von etwa 30 cm  sind z. B. etwa "7 8 Umdrehungen pro Minute,  für einen Durchmesser von etwa 60 cm etwa  57 und für einen Durchmesser von etwa  100 cm etwa     4\3    Umdrehungen pro Minute  erforderlich.

   Um ein sicheres und gleich-    mässiges Anlegen der Schmelze an den Ge  fässwandungen und gegebenenfalls ein     besse-          ies    Austragen der Schmelze zu gewähr  leisten, empfiehlt es sich, praktisch mit  höheren Drehzahlen zu arbeiten, z. B. sol  chen. die etwa     100%    und mehr     über    den je  weiligen     3Iindesidrelizahlen    liegen.  



  Es hat sich gezeigt, dass die durch  Zentrifugalkraft erzeugten schmelzflüssigen       Wandungen    gute     Wärmeisolierfä        higkeit    be  sitzen. Die Schichtdicke wird vorteilhaft so  bemessen, dass eine möglichst gute     Isolier-          wirkung    erzielt wird.  



  In Ausübung der Erfindung wird mit       besonderem    Vorteil derart verfahren, dass  elementarer Phosphor verbrannt, die Phos  phorflamme zur     Innenbeheizung    des Ofen  verwendet und gleichzeitig Wasser, zweck  mässig in Form von Wasserdampf, einge  führt wird. Die Herstellung von Phosphaten  kann z.

   B. im     Sinne    folgender Gleichungen  erfolgen  
EMI0002.0028     
  
    P@0; <SEP> '-, <SEP> ?NaCI <SEP> -I- <SEP> 1H,0 <SEP> = <SEP> ?NaPO" <SEP> -I- <SEP> ?HCl <SEP> = <SEP> Gleieliung <SEP> 1
<tb>  P@O; <SEP> -i- <SEP> 4NaC1 <SEP> -i-- <SEP> ?H,0 <SEP> = <SEP> Na,P.0;

   <SEP> -I- <SEP> 411C1= <SEP> Gleichung
<tb>  <B>..0-,</B>6' <SEP> = <SEP> aC1 <SEP> ,-'3H.0 <SEP> = <SEP> ?Na <SEP> PO., <SEP> -i- <SEP> 6HC1= <SEP> Gleichung <SEP> <B>31'</B>       Die Reaktionen verlaufen dabei vermut  lich so, dass sich     P..0"    in der Gasphase unter  Bildung von     HPO,    umsetzt, das     P.,0,        bezw.          HPO#,    von der Oberfläche der Salzschmelze  absorbiert wird und sich innerhalb der  Schmelze mit dem     Alkalichlorid    unter Bil  dung von     Alkaliphosphat    umsetzt.

   Die Her  stellung von     Metaphospha,t    nach Gleichung 1  verläuft verhältnismässig leicht und vollstän  dig, wobei die Herstellung von     Alkalipyro-          phosphat    und noch mehr von     Alkaliortho-          phosphat    gemäss Gleichungen ? und 3 Schwie  rigkeit bereitet, weil bei erhöhter Zufuhr  von     Alkalichlorid    die Umsetzung leicht  stehen bleibt.  



  Die Erfindung gestattet die Herstellung  aller praktisch in Betracht kommender  Phosphate mit Hilfe der durch Verbrennung  des Phosphors erzielbaren Wärmemenge im  kontinuierlichen Betrieb, im Gleichstrom  oder Gegenstrom. Bei Anwendung von '_41e-         tallchloriden    können dabei     praktisch    chlor  freie Produkte     erhalten    werden. Zur Phos  phorverbrennung wird vorteilhaft mit Sauer  stoff angereicherte Luft oder vorgeheizte  Luft     verwendet.    Man kann aber auch in ge  gebenen Fällen gewöhnliche, nicht vorge  wärmte Luft zur     Phosphorverbrennung    be  nutzen. Die Ofenlänge kann so bemessen  werden, dass möglichst vollständige Absorp  tion und Umsetzung der eingeführten Phos  phorverbindungen im Ofen erfolgt.

    



  Nach einer     Ausführungsform    der Erfin  dung werden phosphorhaltige Abgase. z. B.  die     Abgase    des elektrischen Phosphorofens  oder Abgase eines Phosphorhochofens, unter       Nutzbarmachung    ihres Phosphorinhaltes für  sich oder gegebenenfalls zusammen mit       Elementarphosphor    nutzbar gemacht, indem  sie zugleich als Heizmittel verwendet wer  den. Die mit einem schmelzflüssigen Salz  mantel ausgekleidete Trommel stellt, wie ge-           funden    wurde, eine so ausgezeichnete Ver  brennungskammer dar, dass sie auch für die  Absorption von     P205-Dämpfen,    welche in  grosser Verdünnung vorliegen, geeignet ist.

    Das Verfahren ist schliesslich auch für die  Verarbeitung von Verbindungen, wie Phos  phorsäure, gut     geeignet.     



  Zur Durchführung des Verfahrens wer  den zweckmässig umlaufende Ofen verwen  det, deren vorzugsweise aus Metall bestehen  der Aussenmantel mit einer Innenausklei  dung versehen ist, die bei den in Betracht  kommenden Temperaturen durch die flüssige  Schmelze nicht angegriffen wird. Die Zwi  schenlage zwischen Aussenmantel und dem  durch Wirkung der Zentrifugalkraft erzeug  ten     innern    schmelzflüssigen Mantel kann  z. B. aus Phosphorsalz, z. B.     Metaphosphat,     bestehen, welches durch Aussenkühlung im  Zustande der Erstarrung gehalten wird und  dessen etwa     abgeschmolzene    innere Ober  fläche immer wieder aus der Schmelze er  setzt wird.

   Die mit der Schmelze in Be  rührung kommende Zwischenlage kann auch  aus festem Kohlenstoff bestehen, in welchem  Falle auf Aussenkühlung verzichtet werden  kann. Mit Vorteil     wird    noch eine wärme  isolierende Zwischenschicht zwischen dem  vorzugsweise metallischen Aussenmantel und  der     Kohlenstoffauskleidung    vorgesehen.  



  Die     Innenbeheizung    des Ofens kann mit  Vorteil auch durch elektrische Widerstands  heizung erfolgen. Bei     Verwendung    von aus  festem Kohlenstoff bestehenden innern     Ofen-          auskleidungen    können diese zugleich auch  als Widerstandsmaterial für die elektrische       Beheizung    dienen.  



  Anstatt eine Phosphorflamme in den  Ofen     einzuführen,    kann die Phosphorver  brennung auch in einem Vorraum durch  geführt werden und die     Verbrennungsgase    in  den Ofen eingeführt werden. Man kann auch  mehrere Heizmethoden anwenden, z. B. Phos  phorverbrennung und zusätzliche     Heizung,     z. B. durch     Verbrennung    eines Gemisches  von Phosphor mit andern brennbaren Stoffen,  z. B. Kohlenoxyd. Auch durch     Verbrennung     von<B>01</B> erzeugte Flammen kommen als Heiz-         mittel    oder     zusätzliches        geizmittel        in.    Be  tracht.  



  Die beigefügte     Zeichnung    veranschaulicht  beispielsweise Apparaturen für die Durch  führung des Verfahrens.  



       Fig.    1 zeigt     eine    Schleudertrommel, be  stehend aus     einem    metallischen Zylinder a,  welcher mit einer Schicht von festem Koh  lenstoff oder festem Salz b ausgekleidet ist.  c veranschaulicht den unter der Wirkung der  Zentrifugalkraft sich bildenden schmelz  flüssigen Salzmantel. Die Zufuhr von Frisch  salz erfolgt bei d, die Zufuhr von Elementar  phosphor bei e, die Zufuhr von Primärluft  bei f, die Zufuhr von Sekundärluft bei g  und die Dampfzufuhr bei h. Die Austragung  des gebildeten Metallphosphates erfolgt bei i.  Die Abgase entweichen bei     'k        ini    die (nicht       gezeichnete)        Aufarbeitungsapparatur,    z. B.

    zur     Gewinnug    von Phosphorsäure und Salz  säure.  



       Fig.    2 veranschaulicht einen Schnitt nach       II-II    der     Fig.    1.  



       Fig.    3 veranschaulicht einen Drehofen,  bei welchem zwischen dem Aussenmantel 1  und der     Kohlenstoffauskleidung    m     eine    Zwi  schenlage aus isolierendem Material n vor  gesehen     ist.    .  



  Bei     dieser        Ausführungsform    erfolgt die  Salzzufuhr bei o, die     Luftzufuhr    bei p, die  Dampfzufuhr bei q, die     Phosphorzuführung     bei r     und    die Zuführung von Sekundärluft  bei s. Die     Austragung    des gebildeten Metall  phosphates erfolgt hier mit Hilfe eines aus  Kohle bestehenden Messers t.  



  <I>Beispiel 1:</I>       Herstellung    von     Natriumhexametaphos-          phat    aus P     bezw.    P205, Kochsalz und Wasser  dampf gemäss Gleichung 1.  



       Ein        zyIindrischer    Ofen, welcher als Dreh  trommel z. B.     mit    etwa 10     Umdrehungen     pro Minute und als     Schleudertrommel    z. B.  mit etwa 100     Umdrehungen    pro     Minute    be  trieben werden     kann,    wird mit einer Schicht  von festem     Metaphosphat    ausgekleidet, z. B.  derart, dass das     Metaphosphat    von beiden      Trommelenden her mit Hilfe eines Ölbren  ners in der langsam umlaufenden, von aussen  gekühlten Trommel möglichst gleichmässig  eingeschmolzen wird.

   Nachdem sich eine die  innere Trommelwandung bedeckende feste  Salzschicht von     gewünschter    Dicke und ein  Sumpf von geschmolzenem Phosphorsalz ge  bildet hat, wird die     Umlaufsgeschwindigkeit     des     .Ofens    derart erhöht, dass infolge Wir  kung der Zentrifugalkraft das schmelz  flüssige Phosphorsalz als flüssiger     Mantel,     dessen Dicke etwa 5 bis 10 cm betragen  kann, auf die feste Salzschicht gebracht  wird. Alsdann wird     Elementarphosphor    ver  brannt und die Flamme unter entsprechender  Zufuhr von Dampf und Salz in den Ofen  eingeführt.

   Sobald der rasch umlaufende  Ofen unter der Wirkung der heissen Phos  phorflamme ins thermische Gleichgewicht  gekommen ist, setzt eine fast praktisch voll  ständige (über 90%     ige)    Absorption des       P20,-,    ein. Das erzeugte     Metaphosphat    und  die Abgase zeigen infolge der geringen  Wärmeverluste verhältnismässig hohe Tem  peraturen. Beim Arbeiten im Gegenstrom ist  das ausfliessende     Metaphosphat    bereits völlig  chlorfrei. Beim Arbeiten im Gleichstrom hat  es einen geringen Restgehalt an Chlor, der  beim Ausfliessen der heissen Schmelze an die  Luft der Umgebung abgegeben wird.

   Das  Produkt enthält weniger als 0,1 % C'1,         Beispiel   <I>2:</I>    Herstellung von neutralem     Natrium-          pyrophosphat    mittels Phosphorflamme ge  mäss Gleichung 2.  



  Bei der Herstellung von     Pyrophosphat     ist die gleiche Menge von P     bezw.        P20"     aber die doppelte Menge von Kochsalz an  zuwenden wie bei der Herstellung von     Meta-          phosphat.    Zweckmässig- wird Wasserdampf  in erheblichem Überschuss, z. B. etwa das  5 bis 10fache der Theorie angewendet. Vor  teilhaft wird so gearbeitet, dass die Absorp  tion des     P20,    nicht mehr als etwa 80 bis       909o'    beträgt, da ja die Abgase doch auf       H,P0,    und     HCl    aufgearbeitet werden. Es    soll im Gegenstrom gearbeitet werden.

   Da       Natriumpyrophosphat    bei 957   C schmilzt,  muss die Temperatur der Schmelze im Trom  melinnern     bei   <B>970</B> bis<B>980'</B> gehalten werden.  



  Als Unterlage für die flüssige Wand  kann man eine feste Salzschicht wie bei Bei  spiel 1 verwenden und die durch die erfor  derliche Kühlung bedingten Wärmeverluste  durch entsprechende Bemessung der Dicke  der flüssigen Schicht ausgleichen.  



       Zweckmässiger    wird eine Trommel ver  wendet, welche mit einer Auskleidung von  festem Kohlenstoff versehen ist, vorzugs  weise derart, dass die Aussenwandung der  Trommelhülle zunächst mit einer Ausklei  dung aus wärmeisolierendem, zweckmässig  keramischem Material versehen     und    hierauf  eine Auskleidung, z. B. aus     Kohlenstoff-          steinen    gebracht ist.  



  Bei Trommeln kleinerer Abmessungen  kann man z. B. auch ein     Graphitrohr    ver  wenden und dieses in eine wärmeisolierende,  z. B. körnige Masse einbetten.  



  Beim Arbeiten in Öfen mit Kohlenstoff  auskleidung mit Hilfe einer Phosphorflamme  wird die Luftzufuhr     bezw.    die eingespeiste       Wasserdampfmenge    so bemessen, dass die  Temperatur an der Grenzschicht zwischen  Kohlenstoff und     Phosphorsalzschmelze    nicht  über     1000-1100'    ansteigt, damit Reduk  tion von Phosphorsalz durch Kohlenstoff  vermieden wird. Hier wirkt der flüssige Salz  mantel in erster Linie als Schutzschicht für  die     Kohlenstoffauskleidung    vor dem Angriff  der korrodierenden Gase und erst in zweiter       Line    als Wärmeisolation.

   Infolge Einschal  tung einer Isolierschicht     zwischen    Metall  wand und     Kohlenstoffauskleidung    gelingt es  leicht, die Wärmeverluste auf<B>10%</B> und       %veniger    der durch die Phosphorverbrennung  erzeugten     'irärmemenge        herabzudrücken    und  einen praktisch vollständigen Ablauf der ge  wünschten Reaktion zu erzielen. Das Aus  mass der gewünschten     P20,;-Absorption    kann  durch geeignete Wahl der Trommellänge  weitgehend beeinflusst werden, da die Ge  fahr des     Einfrierens    kaum vorliegt.

        <I>Beispiel 3:</I>       Herstellung    eines etwa hälftigen Ge  misches aus     Trikaliumorthophosphat    und       Kaliumchlorid    im Gleichstrom gemäss Glei  chung 3.  



  Da die     eutektische    Schmelztemperatur  eines Gemisches von     K,P04    und     KCl    bei  etwa<B>720'</B> liegt, kann     mit    Vorteil eine     un-          gekühlte    Trommel mit     Kohlenstoffstein-          auskleidung    (wie in Beispiel 2) verwendet  werden, durch welche die Wärmeverluste  praktisch fast auf     Null    reduziert werden.

   Die  Konzentration an Salzsäure wird zweck  mässig niedrig gehalten, was durch Ver  grösserung des Luftüberschusses bei der Phos  phorverbrennung und entsprechende     Verdün-          nung    der Salzsäure geschehen kann. Da hohe  Temperaturen, wie sie durch direkte Phos  phorverbrennung erzeugt werden     können,     z. B. etwa<B>2500'</B> C hier nicht erforderlich  sind, erfolgt die     P-Verbrennung    vorteilhaft  in einem stationären Vorbau aus kerami  schem Material, z.

   B. derart, dass die Tem  peratur der     Verbrennungsgase    durch ent  sprechende Bemessung der zweckmässig nicht       vorgewärmten        Verbrennungsluft    auf etwa  <B>1600'</B> herabgedrückt wird und die Gase bei  etwa<B>1600'</B> in den Drehofen     eingeleitet     werden.  



  <I>Beispiel</I>  Herstellung von neutralem     Kaliumpyro-          phosphat    aus     P20,    und     KCl    im Gegenstrom  gemäss Gleichung 2.  



  Da der Schmelzpunkt von neutralem     Ka-          liumpyrophosphat    bei<B>1090'</B> liegt, die  Schmelze in Ofen also auf mindestens<B>1100'</B>  gehalten werden     muss,    wird die schmelz  flüssige Wand dicker als üblich, z. B. etwa  12 cm dick gehalten. Als Träger der flüssi  gen Wand     wird    eine Ofenauskleidung aus       Kohlenstoffsteinen    oder ein     Graphitrohr    ver  wendet. Die Umkleidung der Kohlenstoff  wand mit thermischem Isolationsmaterial  wird unterbrochen, z. B.     schachbrettartig     versetzt ausgeführt. Ebenso ist die me  tallische Aussenwand der Trommel durch  brochen, z.

   B. gelocht     ausgebildet.    Hierdurch  ist man in der Lage, durch die den Ofen         umströmende    Luft oder aufgeblasene Luft  die Temperatur der     mit    der Phosphorsalz  schmelze in Kontakt stehenden Innenwan  dung der     Kohlenstoffauskleidung    ohne be  sondere     Hilfsmittel    unter     etwa   <B>1000'</B> zu  halten.  



  <I>Beispiel 5:</I>  Darstellung eines Gemisches aus neu  tralem     Kaliumpyraphosphat    mit     KCl    (15       11M1.        %)        mit    einem     eutektischen    Schmelz  punkt von etwa 735   C.  



  Die Umsetzung erfolgt gemäss der Glei  chung       2KP03        -I-        2KCl        -!-        i/202    =     C12        -i-        K°P207.     Das     Kaliumchlorid    wird in     gewünschtem     Überschuss     angewendet.        Ebenso    wird Luft  im Überschuss zugeführt.  



  Zur Durchführung des Verfahrens wird  eine wärmeisolierende     Zentrifugiertrommel     mit     Graphitauskleidung    verwendet, welch  letztere gleichzeitig zur elektrischen -     Be-          heizung    der Trommel dient. Die Zufuhr des  Stromes (zweckmässig Primärstrom) erfolgt  durch Schleifkontakte. Die Wärmeentwick  lung     muss    so geregelt werden, dass die Tem  peratur des flüssigen Phosphorsalzes<B>1000'</B>  nicht übersteigt.

   Man erhält neben dem ge  wünschten Phosphorsalz     bezw.    dem ge  wünschten Salzgemisch ein völlig trockenes  hochkonzentriertes Chlorgas; bei Anwen  dung von mit Sauerstoff angereicherter Luft  oder von Sauerstoff selbst, kann man ein  fast 100%iges Chlorgas erhalten, welches  für     Verflüssigung        insbesondere    geeignet ist.  <I>Beispiel 6:</I>  Darstellung eines     Gemisches    von     K3P0,     und     KCl    (15     Mol.    %     KCl).        Schmellzpunkt     <B>7200.</B>  



  Hochkonzentrierte     wässrige    Phosphorsäure  von etwa 56 %     P20,    Inhalt, wie sie als Ab  fallsäure     in    der     Rohölraffination    anfällt,  wird mit     Chlorkalium    und gegebenenfalls  Wasserdampf unter Verwendung eines Öl  brenners als Wärmequelle verarbeitet. Das  Verfahren     wird    kontinuierlich im Gegen  strom durchgeführt.

   Als     Apparatur    dient      eine Schleudertrommel, welche mit fester  Salzauskleidung oder mit     Kohlenstoffa.us-          kleidung    versehen ist und bei welcher mit       Hilfe    von Zentrifugalkraft ein an die Salz  auskleidung     bezw.        Kohlenstoffauskleidimg     sich anlegender flüssiger Schutzmantel er  zeugt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Metall phosphaten im Schmelzfluss durch Einwir kung von Phosphorverbindungen auf Metall salze, welche befähigt sind, sich mit den an gewendeten Phosphorverbindungen zu den gewünschten Metallphosphaten umzusetzen, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozess in umlaufenden Ofen durchgeführt wird, deren Umlaufsgeschwindigkeit so bemessen wird, da.ss die flüssige Salzschmelze sich durch Wirkung der Zentrifugalkraft unter Bildung eines flüssigen Mantels an die Innenwan dung des Ofens anlegt und diese bedeckt hält. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Prozess in Gegenwart von Wasserdampf durch geführt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der umlau fende Ofen mit Drehzahlen betrieben wird, welche erheblich über den für die Bildung des schmelzflüssigen Mantels erforderlichen Mindestzahlen liegen. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Schicht dicke des schmelzflüssigen Mantels so bemessen wird, dass derselbe eine gute Isolierwirkung gegen Wärmeverluste ausübt. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, da.ss eine Phos phorflamme in den Ofen eingeführt wird, welche einerseits zur Innenbehei- zung dient, anderseits Phosphorverbin dungen für -die Umsetzung liefert. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Phosphor- verbindungen und das Metallsalz im Gleichstrom durch den umlaufenden Ofen geführt werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Phosphor verbindungen und das Metallsalz im Ge genstrom zueinander in den umlaufenden Ofen eingeführt werden. i. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Ofenlänge so bemessen wird, dass möglichst voll ständige Absorption und Umsetzung der eingeführten Phosphorverbindungen im Ofen erfolgen kann. B. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Abgase von Phosphoröfen als Phosphorlieferanten und zugleich für Heizzwecke verwendet werden.
    PATENTANSPRUCH II: Umlaufender Ofen zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der flüssigen Schmelze in Berührung kommende Innen auskleidung aus einem Material besteht, welches bei den in Betracht kommenden Temperaturen durch die Schmelze nicht an gegriffen wird. UNTERAN SPRtrCHE 9. Umlaufender Ofen nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenauskleidung aus festem Metall phosphat besteht und Mittel zum Kühlen vorgesehen sind, durch welche die Innen auskleidung des Ofens während des Be triebes gegen Abschmelzen geschützt wird. 10.
    Umlaufender Ofen nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ofenauskleidung aus festem Kohlen stoff besteht. 11. Umlaufender Ofen nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zv,i- schen die Aussenwandung des umlaufen den Ofens und die mit der Schmelze in Berührung kommende Innenauskleidung eine Isolierschicht geschaltet ist. 12. Umlaufender Ofen nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur elektrischen Beheizung vorgesehen sind. 13.
    Elektrisch beheizter Ofen nach Patent anspruch<B>11</B> und Unteranspruch 12, da- durch gekennzeichnet, dass die aus festem Kohlenstoff bestehende Ofenauskleidung als Widerstandsmaterial dient.
CH211110D 1937-05-21 1938-05-19 Verfahren zur Herstellung von Metallphosphaten. CH211110A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE844150C (de) * 1942-03-20 1952-07-17 Josef Meissner Verfahren zum kontinuierlichen Sulfonieren von organischen Verbindungen mittels Chlorsulfonsaeure
DE752274C (de) * 1939-05-09 1953-02-09 Gerhard Stoltze Vorrichtung zur kontinuierlichen Behandlung von zerteilten festen Stoffen, insbesondere Faserstoffen, mit Fluessigkeiten

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DE752274C (de) * 1939-05-09 1953-02-09 Gerhard Stoltze Vorrichtung zur kontinuierlichen Behandlung von zerteilten festen Stoffen, insbesondere Faserstoffen, mit Fluessigkeiten
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