CH211112A - Verfahren zur Herstellung einer in Wasser quellbaren bis löslichen Verbindung. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer in Wasser quellbaren bis löslichen Verbindung.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung einer in Wasser quellbaren bis löslichen Verbindung. Man hat bereits wasserlösliche Cellulose- äther durch Behandeln der Alkaliverbindun- gen von Cellulose mit Monohalogenessig- säuren oder ihren Salzen hergestellt.
Es wurde nun gefunden, dass man eben falls eine in Wasser quellbare bis lösliche Verbindung herstellen kann, wenn man mit Natriumhydrogyd vorbehandeltes Holz durch Einwirkung von Monochloressigsäure oder ihrem Natriumsalz veräthert.
Das Verfahren kann wie folgt ausgeführt werden: Dem Holz wird, zweckmässig in zerkleinerter Form, z. B. Sägespänen, durch Vermischen mit etwa der doppelten Menge Natronlauge der für die spätere Umsetzung mit Monochloressigsäure notwendige Alkali- und Wassergehalt einverleibt. Ist das zu verwendende Holz feucht, so kann man ent sprechend stärkere Natronlauge oder ganz oder teilweise festes Natriumhydrogyd ver wenden. Zweckmässig durchmischt man das Holz mit dem Natriumhydrogyd unter Kühlen.
Nach längerem Stehen und mehr fachem Durchkneten, gegebenenfalls auch unter Druck, erhält man eine homogene, knetbare Masse, die dann mit Monochlor essigsäure oder ihrem Natriumsalz gut ver mischt wird, wobei sich die Mischung schwach erwärmt. Man lässt sie dann zweck mässig einige Tage lang bei 20-25 C stehen, um eine möglichst vollständige Um setzung zu erzielen.
Man befreit das Um- setzungsgemisch dann, beispielsweise durch Ausziehen mit einem geeigneten Lösungs mittel, wie Methanol oder Äthylalkohol, von den darin enthaltenen Salzen und über schüssigem Natriumhydrogyd und scheidet gewünschtenfalls die wasserlösliche Äther- earbonsäure durch Zusatz verdünnter Säuren, z. B. von Essigsäure, ab.
Man kann das er findungsgemäss erzeugte Umsetzungsgemisch auch in der Weise aufarbeiten, dass man durch Ansäuern des Umsetzungsgemisches mit einer starken Säure, z. B. Salzsäure, die gebildete Äthercarbonsäure in einer wasser unlöslichen Form ausfällt, sie durch Aus waschen mit Wasser von den Begleitstoffen befreit und dann durch Neutralisieren mit Ammoniak oder Alkahhydroxyd wieder in wasserlösliche Form bringt. Für manche technische Zwecke genügt es auch, das Um setzungsgemisch ohne weitere Reinigung mit einer schwachen Säure zu neutralisieren.
.Das Endprodukt lässt sich leicht in trockene Form bringen. Es ist in Wasser löslich oder quellbar und liefert hochviskose Lösungen, die sich gut für die Herstellung von Klebstoffen eignen. Das neue Verfahren bietet den Vorteil, technisch wertvolle Stoffe anstatt aus reiner Cellulose unter Verwen- dung der verschiedensten Holzarten, ins besondere auch von Holzabfällen, wie Säge- und Hobelspäne, herstellen zu können.
Beispiel <I>1:</I> 1000 g Buchenholzsägespäne werden mit 1500 cm' 35 % iger Natronlauge vermischt und in ein Gefäss eingepresst. Nach 2 Tagen wird die Masse zu Krümeln zerdrückt, mit 600 g Monochloressigsäure, die man zuvor unter Kühlen mit 50 % iger Natronlauge neu tralisiert hat, versetzt und gut durch geknetet. Nach weiterem, ? Tage langem Stehen wird das Umsetzungsgemisch durch Ausziehen mit Methanol von Salzen und überschüssigem Natriumhydroayd befreit. und getrocknet. Die so hergestellte Verbin dung ist ein hellbraunes Pulver, das in Wasser gelöst eine hochviskose Flüssigkeit liefert.
<I>Beispiel ?:</I> Eine Mischung von 1000 g Kiefernholz- Z, mit 1800 cm3 35%iger Natron lauge setzt man 8 Stunden lang einem Press- druck von etwa 10 Atmosphären aus. Man gibt dann in kleinen Anteilen zu der lIi- schung unter stetigem Durchkneten 300 g Monochloressigsäure und lässt dann 4 Tage lang stehen.
Das erfindungsgemäss erzeugte Umsetzungsgemisch wird mit konzentrierter Salzsäure angesäuert, unter Zentrifugieren mit Wasser gewaschen und dann mit Am moniak bis zur neutralen Reaktion versetzt. Der so erhaltene Stoff kann unmittelbar für Klebezwecke dienen.
<I>Beispiel 3:</I> 10 kg Buchenholzsägespäne werden in einer Knetvorrichtung mit 15 Litern 50 % iger Natronlauge 4 Stunden lang durchgeknetet. Hierauf setzt man in Anteilen 5 kg Mono- ehloressigSä.ure zu und knetet die Mischung weitere 3 Stunden lang. Durch Behandeln mit Methanol befreit man das entstandene Gemisch von Salzen und Natriumhydrogyd und erhält so eine Verbindung, die in -Ä' asser gelöst hochviskose Lösungen liefert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer in Wasser quellbaren bis löslichen Verbindung, dadurch gekennzeichnet, dass man mit Na triumhydroxyd vorbehandeltes Holz durch Einwirkung von Monochloressigsäure oder deren Natriumsalz veräthert.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE211112X | 1937-12-17 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH211112A true CH211112A (de) | 1940-08-31 |
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ID=5800921
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|---|---|---|---|
| CH211112D CH211112A (de) | 1937-12-17 | 1938-11-23 | Verfahren zur Herstellung einer in Wasser quellbaren bis löslichen Verbindung. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH211112A (de) |
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1938
- 1938-11-23 CH CH211112D patent/CH211112A/de unknown
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