CH211358A - Wärmekraftanlage. - Google Patents

Wärmekraftanlage.

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CH211358A
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Aktiengesellschaft Gebr Sulzer
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Sulzer Ag
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Description


  Wärmekraftanlage.    Die Erfindung bezieht sich     auf    eine  Wärmekraftanlage, bei der die Nutzarbeit  durch mindestens eine     Gasturbine        geleistet     wird und zur raschen Anpassung an Er  höhungen der     Belastung        mindestens    eine       Hilfsdampfturbine    vorgesehen ist, und ist ge  kennzeichnet durch einen Dampfspeicher, aus  welchem Dampf zum Antrieb der Hilfs  turbine während der Zeit von Belastungs  erhöhungen entnommen wird.  



  Der Speicher kann über eine Umlauf  leitung mit einem Heizkörper der Wärme  kraftanlage im Kreislauf stehen. Zweck  mässig wird der Heizkörper von den Treib  gasen oder den Heizgasen der Wärmekraft  anlage beheizt, wobei er zum Beispiel im  Verbrennungsraum des Gaserhitzers angeord  net sein kann. Es empfiehlt sich, die Dampf  erzeugung durch     Veränderung    der Umlauf  geschwindigkeit in dem durch den Dampf  speicher und den Heizkörper führenden       Kreislauf    zu regeln.

   Es kann zum     Beispiel     ein vom Dampfdruck des Speichers     beeinfluss-          ter    Impulsgeber vorgesehen sein, welcher die       Förderleistung    einer     in    den durch den    Dampfspeicher in den Heizkörper führenden  Kreislauf     eingeschalteten        Umwälzpumpe    bei  Steigen des Druckes vermindert und bei Sin  ken des Druckes vergrössert.

   Der Wasser  inhalt des Speichers kann in mindestens zwei  Teile mit je     einer    Wasseroberfläche unter  teilt     sein,    um     mittels    der dadurch entste  henden Vergrösserung der Wasseroberfläche  eine stossweise vergrösserte Entladung des  Speichers zu ermöglichen.  



  Zwei Beispiele des Erfindungsgegenstan  des sind auf der     Zeichnung    vereinfacht dar  gestellt.  



       Fig.    1 zeigt eine Wärmekraftanlage nach  der     Erfindung,    bei der die Treibgase die An  lage     einmal    durchströmen;       Fig.    2 zeigt     ein    anderes Beispiel, bei dem  ein     Teil    der Treibgase einen Kreislauf unter       ITberdruck    ausführt;       Fig.    3 veranschaulicht einen Speicher, wie  er in den Anlagen nach     Fig.    1 und 2 An  wendung     finden    kann.  



  Der Kreiselverdichter 1     (Fig.    1) saugt  durch die     Leitung    2 Luft an, verdichtet sie  und fördert sie durch die     Leitung    3 in den      Verbrennungsraum 4 eines Gaserhitzers. Die  bei der Verbrennung entstehenden Treibgase  strömen zum Teil durch eine Leitung 5 in die  Gasturbine 6, welche den Stromerzeuger 7  antreibt und damit Nutzarbeit leistet. Die  Abgase dieser Turbine gelangen durch die  Leitung 8 ins Freie. Ein anderer Teil der  Treibgase strömt durch die Leitung 9 aus  dem Verbrennungsraum 4 in die Turbine 10  und gelangt nach Arbeitsleistung durch die  Leitung 11 ins Freie. Die Turbine 10 treibt  den Verdichter 1.  



  Die die Nutzarbeit leistende Gasturbine 6  ist mit einer als Dampfturbine ausgebildeten  Hilfsmaschine 12 gekuppelt. Weiter ist auch  der Verdichter 1 für die Verbrennungsluft  mit einer als Turbine ausgebildeten Hilfs  maschine 13 gekuppelt.  



  Ein Dampfspeicher 14 versorgt bei  raschen Belastungssteigerungen die Hilfs  turbinen 12 und 13 über die Leitung 15 mit  Dampf. Der Abdampf der beiden     Maschinen     gelangt durch die Leitung 16 in den Konden  sator 17. Eine Pumpe 18 fördert das Kon  densat wieder in den Dampfspeicher 14 zu  rück.  



  Der Speicher 14 liegt mit dem im Ver  brennungsraum 4 angeordneten Heizkörper  19 über die     Leitungen    20 und 21 im Kreis  lauf. Eine Pumpe 22 entnimmt dem Spei  cher Wasser und fördert es in den von den  Treibgasen des Verbrennungsraumes 4 be  heizten Heizkörper 19, aus welchem es in er  hitztem und unter Umständen teilweise ver  dampftem Zustand wieder in den Speicher 1-1  zurückgelangt.  



  Die Welle des Maschinenaggregates 6, 7.  12 treibt einen Drehzahlregler 23, diejenige  des Maschinenaggregates 1, 10, 13 einen  Drehzahlregler 24. Der Drehzahlregler 23  beeinflusst das Regelorgan 25 in der Dampf  leitung 15 so, dass bei fallender Drehzahl       bezw.    fallender Hülse der     Durehströmquer-          schnitt    vergrössert und bei steigender Dreh  zahl     bezw.    steigender Hülse der Querschnitt  verkleinert wird. Ferner wird durch     den,     Drehzahlregler 23 mittels     Vbertragung    durch  das Gestänge 26, 2 7 und 28 der Steuerschie-         ber    29 des Servomotors 30 beeinflusst.

   Der  Kolben 31 wird bei steigender Drehzahl an  gehoben und bei sinkender Drehzahl nach  unten gedrückt. Der Drehzahlregler 24 be  einflusst über das Gestänge 32 den Steuer  schieber 33 des Servomotors 34. Der Kolben  35 wird bei steigender Drehzahl nach unten  gedrückt und bei fallender Drehzahl an  gehoben.  



  Mit dem Kolben 31 des Servomotors 30 ist       eine        Kurvenscheibe    36 über einen Hebel 37  verbunden. Mit dem Hebel 3 7 steht wieder  um über das Gestänge 38 das Regelorgan 39  der Brennstoffleitung 40 in Verbindung. Dem       Brenner    41 des Brennraumes 4 wird durch  diese Verbindung bei steigender Last mehr  Brennstoff, bei sinkender Last aber weniger  Brennstoff zugeführt. Der Kolben 35 ist über  den Hebel 42 mit einer Kurvenscheibe 43 ver  bunden. Auf den beiden Kurvenscheiben 36  und 43 rollen die beiden Enden des Hebels  44, der über einen Hebel 45 und ein Gestänge  46 mit dem Steuerschieber 47 des Servo  motors 48 in Verbindung steht.

   Der Kolben  49 des Servomotors 48 beeinflusst das Regel  organ 50 in der Dampfleitung 15 derart, dass  die Hilfsturbinen 12 und 13 Dampf zuge  führt erhalten. wenn der Sollwert der für den  Brennraum 4 des Gaserhitzers notwendigen  Brennstoffmenge grösser ist als die augen  blicklich dem Brennraum zugeführte Brenn  stoffmenge. Zu grosse Regelausschläge werden  durch Anschläge 98 und 99 vermieden.  



  Steigt die Belastung des     Stromerzeugers     7 langsam. so wird durch den Regler 23  durch entsprechend langsame Beeinflussung  des Organes 39 in der Brennstoffleitung 40  dem Brenner 41 allmählich mehr Brennstoff  zugeführt, so dass die Drehzahl des Maschi  nenaggregates 6, 7, 12 durch die vermehrte       Treibgaserzeugung    innerhalb des zulässigen       Ungleichförmigkeitsgrades    aufrecht erhalten  bleibt. Entsprechend der vermehrten Treib  gaserzeugung steigt die Drehzahl des Ma  schinenaggregates 1, 10, 13, wodurch ein Sin  ken des     Servomotorkolbens    35 eingeleitet  wird.

   Bei diesem Regelvorgang sinken so  wohl die Kurvenscheibe 36, als auch die      Kurvenscheibe 43 ungefähr gleichzeitig nach  unten, so dass am Gelenkpunkt zwischen den  Hebeln 44 und 45 keine nennenswerte Ver  schiebung entsteht und deshalb das Regel  organ 50 in der Dampfleitung 15 nach wie  vor geschlossen bleibt. Die Hilfsturbinen 12  und 13 erhalten bei langsamem Anstieg der  Belastung keinen Dampf zugeführt.  



  Steigt die Belastung des Stromerzeugers  rasch, so erfolgt ein stärkeres Absinken der  Drehzahl, so dass das Regelorgan 25 in der       Dampfleitung    15 zunächst geöffnet     wird.     Gleichzeitig wird auch der Kolben 31 des  Servomotors 30 rasch nach unten gedrückt.  Ein zu grosser Ausschlag wird aber durch die  Anschläge 98 und 99 verhindert. Dem Bren  ner 41 wird dann eine im zulässigen Mass  vermehrte Brennstoffmenge zugeleitet. Mit  Hilfe der Kurvenscheibe 36 wird über die  Hebel 44, 45 und das Gestänge 46 der  Steuerschieber 47 angehoben, so dass der  Steuerschieber 49 nach unten gedrückt wird  und damit das Organ 50 in der Dampfleitung  öffnet. Dadurch erhalten sowohl die Hilfs  turbine 12, als auch die Hilfsturbine 13  Dampf zugeführt.

   Die Hilfsturbine 12 unter  stützt die Gasturbine 6, so dass die rasch  vergrösserte Belastung des Stromerzeugers  ohne unzulässigen Drehzahlabfall aufgenom  men werden kann. Durch die Hilfsturbine 13  wird gleichzeitig der Verdichter 1 beschleu  nigt, so dass zur Verbrennung der vermehrten  Brennstoffmenge eine vermehrte Luftmenge  zur Verfügung steht. Das Ansteigen der  Drehzahl des Maschinenaggregates 1, 10, 13  verursacht ein Sinken des Kolbens 35, so  dass über die Kurvenscheibe 43 die Hebel 44  und 45 und das Gestänge 46 nach Massgabe  des neuen, sich nunmehr einstellenden Gleich  gewichtes die Dampfzufuhr zu den Hilfs  turbinen 12 und 13 durch Abdrosseln des  Regelorganes 50 wieder vermindert wird. Bei  Erreichung des neuen Gleichgewichtszustan  des ist das Organ 50 vollständig geschlossen.  



  Bei der Wärmekraftanlage nach     Fig.    2  wird dem Verdichter 1 durch die Leitungen  51 und 52 Luft zugeführt, die im verdich  teten Zustand durch die Leitung 53, den Re-         kuperator    54 und die     Leitung    55 in einen  ersten Erhitzer 56 gelangt. Um die Verdich  tung der Luft mit gutem Wirkungsgrad  durchführen zu können, ist     ein    Zwischen  kühler 57 an den Verdichter 1 angeschlossen.  



  Im Erhitzer 56 wird die Luft     in    zwei  Teile     aufgeteilt.    Ein erster Teil dient als       Verbrennungsluft    für den Brenner 58, ein  zweiter Teil gelangt in den     Mantel    59. Die  im     Verbrennungsraum    60 entstehenden Ver  brennungsgase stehen in den     Erhitzerrohren     61 im     Wärmeaustausch    mit der in den Man  tel 59 geführten Luft. Die Verbrennungs  gase gelangen durch die Leitung 62 in eine       Gasturbine    63, während die erhitzte Luft zum  Antrieb der Gasturbine 10     verwendet    wird.  



  Die Abluft der Gasturbine 10 strömt  durch die Leitung 64 in einen zweiten Er  hitzer 65. Gleichzeitig wird der     Gasturbine     63 eine Teilmenge der noch einen erheblichen  Anteil an Sauerstoff enthaltenden Gase durch  die     Leitung    66 entnommen und ebenfalls in  den Erhitzer 65 geleitet. Der Sauerstoff der  Gase wird im     Verbrennungsraum    67 zur  Verbrennung des dem Brenner 68 zugeführ  ten Brennstoffes ausgenützt. Die entstehen  den Verbrennungsgase strömen in die Heiz  rohre 69 und erhitzen dadurch die in den  Mantel 70 geführte Abluft der Gasturbine 10.

    Die wieder erhitzte Luft gelangt in die die  Nutzarbeit leistende Gasturbine 6, während  die Verbrennungsgase durch die Leitung 71  wieder in die Gasturbine 63     zurückgelangen.     Die Abluft der Turbine 6 strömt durch die  Leitung 72 in den     Rekuperator    73 und von  hier durch die     Leitung    74 über den Kühler  75     wieder        in    den Verdichter 1. Die Abgase  der Gasturbine 63 werden durch die     Leitung     76 in den     Rekuperator    54 geleitet und strö  men dann durch die     Leitung    77 in die Gas  turbine 78, aus der sie durch die     Leitung    79  ins Freie entweichen.

   Die durch die     Leitung     72 ankommende     Heissluft    und die durch die  Leitung 77 zugeführten     heissen    Verbren  nungsgase werden in den     Rekuperatoren    54  und 73 zur     Vorerhitzung    der aus dem Ver  dichter 1 nach dem Erhitzer 56 geführten  Luft verwendet.      Die Gasturbine 6 leistet Nutzarbeit durch  Antreiben des Stromerzeugers 7, auf deren  gemeinsamer Welle eine     Hilfsdampfturbine     12 sitzt. Die Gasturbine 63 ist mit Hilfe des  Getriebes 80 mit der Gasturbine 10 gekup  pelt, welche den Verdichter 1 antreibt.

   Die  Gasturbine 78 treibt einen     Vorverdichter    81  an, der durch die Leitung 82 Luft ansaugt  und diese in verdichtetem und durch den  Zwischenkühler 83 und den Endkühler 84 ge  kühltem Zustand über die Leitung 52 dem       Hauptverdichter    1 zuführt. Mit der gemein  samen Welle der Gasturbine 78 und des Ver  dichters 81 ist eine Hilfsturbine 13 gekup  pelt. Ein weiterer Hilfsmotor 85 kann zur  Inbetriebsetzung der Anlage dienen.  



  Die beiden im Dampfstrom hintereinan  der geschalteten     Hilfsdampfturbinen    12 und  13 erhalten aus dem Speicher 14 über die       Leitungen    15     und    86 Dampf zugeführt, der  nach     Arbeitsleistung    durch die Leitung 16  in den Kondensator 17 gelangt. Das Konden  sat wird dem Kondensator durch die Pumpe  18 entnommen und wieder in den Speicher 14  zurückgeführt. Zur Entlüftung     bezw.    Eva  kuierung ist eine     Strahlpumpe    87 vorgesehen,  welche mittels des unter Druck eingeführten       Kühlwassers    die im Kondensator 17 sich an  sammelnde Luft absaugt.

   Zur     Beheizung    des  Speicherinhaltes wird mittels der Pumpe 22  über die Leitung 20 dem Heizkörper 19  Dampf zugeführt, der in überhitztem Zu  stand über die Leitung 21 wieder in den  Wasserinhalt des Speichers 14 eingeleitet       -wird.    Durch eine Leitung 88 wird den  Stopfbüchsen 89 der     Hilfsdampfturbinen    12  und 13 Sperrdampf zugeführt, so dass keine  Luft durch die Stopfbüchsen in die Gehäuse  der Turbinen 12 und 13 eindringen kann: Es  ist damit möglich, die Rotoren der Turbinen  12 und 13 auch dann im Unterdruck laufen  zu lassen, wenn die Turbinen nicht durch  Dampf     beaufschlagt    sind.  



  Zur Regelung des Betriebes der Anlage  sind ein     Fliehkraftregler    23     und    ein Druck  regler 90 vorgesehen. Die beiden Regler be  einflussen das Regelorgan 39 in der Brenn  stoffleitung 40, und zwar so, dass bei sin-         kender    Drehzahl oder steigendem Druck die  Brennstoffmenge vergrössert und umgekehrt  bei steigender Drehzahl oder sinkendem  Druck die Brennstoffmenge verkleinert wird.  Der Regler 23 beeinflusst über den Hebel 91  das Gestänge 92 und den Hebel 93 und fer  ner über das Gestänge 94, 95 und 96 auch  das Regelorgan 50 in der Dampfleitung 15.  



  Wächst die Belastung des Stromerzeugers,  so sinkt zunächst die Drehzahl des Maschi  nenaggregates 6, 7, 12, wodurch die Hülse  des Reglers 23 im Sinne des -Pfeils ver  schoben wird; dadurch wird das Regelorgan  50 im Sinne des     +        Pfeils    verschoben. Den  Turbinen 13 und 12 wird aus dem Speicher  14 Dampf zugeführt, so dass nicht nur die  Welle der Gasturbine 78 und des Verdich  ters 81 beschleunigt wird. sondern auch der  zunächst noch bestehende Unterschied zwi  schen der Belastung des Stromerzeugers 7       und    der Leistung der Gasturbine 6 durch die  Turbine 12 mindestens zum Teil ausgeglichen  wird.

   Die Beschleunigung der Drehzahl des  Verdichters 81 verursacht eine Erhöhung des  Druckes der     Vorverdichtung.    Dadurch wird  in dem aus dem Verdichter 1 über den Er  hitzer 56, die Gasturbine 10, den Erhitzer 65,  die Gasturbine 6 und den     Rekuperator    73  führenden Kreislauf das Druckniveau erhöht.  Durch die Erhöhung des Druckniveaus in  dem Luftkreislauf wird mittels des Impuls  gebers 90 und des Regelorganes 39 eine ver  grösserte Brennstoffmenge für die Brenner  58 und 68 eingestellt. Durch diese Vermeh  rung der Brennstoffmenge wird sowohl die  Leistung der die Nutzarbeit abgebenden  Gasturbine 6 als auch die Leistung der Gas  turbine 10 erhöht.

   Gleichzeitig wird durch  die Vermehrung der Brennstoffmenge über  den Hebel 93 die anfänglich     eingeleitete    Re  gelung dadurch wieder rückgeführt, dass über  das Gestänge 94, 95 und 96 die Dampfzufuhr  zu den Turbinen 13 und 12 wieder vermin  dert     bezw.        vollständig    abgestellt wird.  



  Der Speicher 14 (Fug. 1 und 2) kann,  wie in     Fig.    3 gezeigt, einen Behälter 100  aufweisen, in welchen ein Gefäss 101 ein  gebaut ist. Ein Teil des Wasserinhaltes be-      findet sich im Behälter 101, ein anderer Teil  wird unmittelbar von der Behälterschale 100  aufgenommen, so dass zwei voneinander un  abhängige Wasserspiegel 102 und 103 ent  stehen. Durch die Leitung 104 wird dem  Speicher     mittelst    der Pumpe 105 Wasser ent  nommen und einem Heizkörper der Wärme  kraftanlage zugeleitet. Das erhitzte Wasser  gelangt durch die Leitung 106 wieder in den  Speicher zurück. Die Pumpe 105 wird durch  einen Motor 107 angetrieben, dem die elek  trische Energie durch eine Leitung 108 zu  geführt wird.

   Ein Regelorgan 109, welches  durch den Impulsgeber 110 beeinflusst ist,  regelt die Drehzahl des Motors 107,     bezw.     die Förderleistung der Pumpe 105 nach Mass  gabe des Druckes im Speicher. Bei steigen  dem Druck wird die Umwälzung des Was  sers vermindert, während bei fallendem  Druck die Umwälzung vergrössert wird.  



  Eine weitere Pumpe 111 sorgt für     einen     ständigen Umlauf des Wassers im Speicher.  Sie saugt das Wasser unten im Speicher  durch die Leitung 104 an und drückt es  durch die Leitung 112 in das Gefäss 101. Das  überlaufende 'Wasser des Gefässes 101 strömt  dann durch die Rohre 113 wieder in den  untern Teil des Wasserinhaltes. Dadurch  wird für beide Teile des     Wasserinhaltes        eine     gleichmässige Temperatur gesichert.  



  Bei einer stossweisen Dampfentnahme aus  dem Speicher kann sowohl das Wasser auf  der Fläche 102 als auch auf der Fläche 103  ausdampfen. Ein Mitreissen des Wassers  durch den Dampf wird durch das Prellblech  14 verhindert. Allfällig mitgerissene Was  serreste können weitgehend in der Mulde des  Prellbleches aus dem Dampf noch ausfallen.  Das sich in der Mulde ansammelnde Wasser  kann dann durch das     Rückschlagventil    115  wieder in den Wasserinhalt des Speicher  inhaltes     zurückgelangen.     



  Das Speisewasser wird durch die Leitung  116 gleich in die Leitung 104 geführt, so dass  es zunächst in dem nicht gezeichneten Heiz  körper erhitzt wird und erst dann zusammen  mit dem übrigen ebenfalls aufgeheizten Um-         laufwasser    durch die     Leitung    106 in den  Speicher eintritt.  



  Die Gasturbinen, insbesondere die die  Nutzarbeit nach     aussen    abgebende     Gasturbine,     können,     wie    ersichtlich, von     heisser    Luft oder  von andern     heissen    Gasen     beaufschlagt    wer  den.

   Sie können zum Beispiel insbesondere  bei der Anwendung von Gaserhitzern, bei  denen die Gase im Wärmeaustausch erhitzt  werden, von     inerten    Gasen     beaufschlagt        sein.     Als Gaserhitzer     bezw.        Treibgaserzeuger     könnten zum Beispiel auch Kolbenmaschi  nen,     Flugkolbenmaschinen    usw. verwendet  werden. Die Treibgase der Anlage können  auch durch Wärmeaustausch von beson  deren Heizgasen beheizt werden. Diese Heiz  gase können dann auch zur     Beheizung    des mit  dem Speicher 14 verbundenen Heizkörpers 19  herangezogen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Wärmekraftanlage, bei der die Nutz arbeit durch mindestens eine Gasturbine ge leistet wird und zur raschen Anpassung an Erhöhungen der Belastung mindestens eine Hilfsdampfturbine vorgesehen ist, gekenn zeichnet durch einen Dampfspeicher, aus welchem Dampf zum Antrieb der Hilfs turbine während der Zeit von Belastungs erhöhungen entnommen wird. UNTERANSPRüCHE 1. Wärmekraftanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Spei cher über eine Umlaufleitung mit einem Heizkörper der Wärmekraftanlage im Kreislauf steht. 2.
    Wärmekraftanlage nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Heiz körper von den Treibgasen der Wärme kraftanlage beheizt wird. 3. Wärmekraftanlage nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Heiz körper von den Heizgasen der Wärme kraftanlage beheizt wird. 4. Wärmekraftanlage nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Heiz körper im Verbrennungsraum des Gas erzeugers angeordnet ist. 5. Wärmekraftanlage nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampferzeugung durch Veränderung der Umlaufgeschwindigkeit in dem durch den Dampfspeicher und den Heizkörper füh renden Kreislauf geregelt wird. 6.
    Wärmekraftanlage nach Unteranspruch 5, gekennzeichnet durch einen vom Dampfdruck des Speichers beeinflussten Impulsgeber, welcher die Förderleistung einer in den durch den Dampfspeicher und den Heizkörper führenden Kreislauf eingeschalteten Umwälzpumpe bei Stei gen des Druckes vermindert und bei Sin ken des Druckes vergrössert. 7. Wärmekraftanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasser inhalt des Speichers in mindestens zwei Teile mit je einer Wasseroberfläche unter teilt ist, zum Zweck, mittels der dadurch entstehenden Vergrösserung der Wasser oberfläche eine stossweise vergrösserte Entladung des Speichers zu ermöglichen. B.
    Wärmekraftanlage nach Unteranspruch 7, gekennzeichnet durch mindestens ein in den Speicher eingebautes, einen Teil des Wasserinhaltes aufnehmendes Gefäss, in welchem eine von dem übrigen Was serinhalt des Speichers unabhängige Wasseroberfläche vorhanden ist. 9. Wärmekraftanlage nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass min destens ein Teil des Wasserinhaltes über einem andern Teil des Wasserinhaltes an geordnet ist. 10. Wärmekraftanlage nach Unteranspruch 9, gekennzeichnet durch eine U mwälz- pumpe (111), mit deren Hilfe aus dem untern Teil Wasser entnommen und in den obern Teil geführt wird, aus wel chem verdrängtes Wasser in den darun ter liegenden Teil fliesst. 11.
    Wärmekraftanlage nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch einen die Treib gase der Wärmekraftanlage kühlenden Wärmeaustauscher, der als Vorwärmer für das Speisewasser des Dampfspeichers wirkt. 1?. Wärmekraftanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfs turbine mit der Gasturbine gekuppelt ist. 1.3. Wärmekraftanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfs turbine mit einem das gasförmige Ar beitsmittel verdichtenden Verdichter ge kuppelt ist. 14.
    Wärmekraftanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Gasturbine als auch ein das gasförmige Arbeitsmittel verdichtender Verdichter mit einer Hilfsturbine gekuppelt sind. 15. Wärmekraftanlage nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Gas turbine und der Verdichter je mit einer Hilfsturbine gekuppelt sind, die im Dampfstrom nebeneinander geschaltet sind. 16. Wärmekraftanlage nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die-Gas- turbine und der Verdichter je mit einer Hilfsturbine gekuppelt sind, die im Dampfstrom hintereinander geschaltet sind. 17. Wärmekraftanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ab dampf der Hilfsturbine in einen Kon densator geführt wird. 18.
    Wärmekraftanlage nach Unteranspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass den Stopfbüchsen der Hilfsturbine Sperr dampf zugeführt wird, zum Zweck, bei Nichtbeaufschlagen der Hilfsturbine deren Rotor im Unterdruck des Konden sators laufen lassen zu können. 19. Wärmekraftanlage nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine Regelvorrich tung, mittels der die Hilfsturbine nach Massgabe des Unterschiedes zwischen Sollwert und tatsächlich zugeführtem Wert der für den Gaserhitzer der Anlage bestimmten Brennstoffmenge mit Dampf beaufschlagt wird.
CH211358D 1939-07-25 1939-07-25 Wärmekraftanlage. CH211358A (de)

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