CH211490A - Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes.

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CH211490A
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A-G J R Geigy
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  Verfahren zur Herstellung eines     Kondensationsproduktes.       Im Patent Nr. 200310 und seinem Zusatz  patent Nr. 205408 wurde gezeigt, dass sich  Kondensationsprodukte, welche erhalten wer  den durch Umsetzung von 1     Mol.    eines     Cyanur-          halogenids    mit Verbindungen, welche reak  tionsfähigen     Wasserstoff    enthalten und welche  vorteilhaft halogensubstituiert sind, vorzüglich  eignen zum Schützen von Pelzwerk, Federn,  faserigen Materialien und dergleichen gegen  tierische Schädlinge.  



  Die Verwendung von halogensubstituier  ten Verbindungen mit reaktionsfähigem Was  serstoff ist nun an bestimmte, technisch  zugängliche,     halogenierte    Verbindungen ge  bunden, die infolge ihrer     Reindarstellung,     das -heisst Abtrennung von gleichzeitig bei  der     Halogenierung    entstehenden     Isomeren     oder Nebenprodukten relativ kostspielig sind.  Auch ist die Auswahl infolge der bestimmten       Substitutionaregelmässigkeiten    bei der     Halo-          genierung    ziemlich beschränkt.  



  Von den Verbindungen mit reaktions  fähigem Wasserstoff kommen als besonders  geeignet     halogenierte    Aminodiphenyläthersul-         fonsäuren    in Frage. Diese werden beispiels  weise durch Kondensation von p- oder     o-          Chlornitrobenzolsulfonsäuren    und     Halogen-          phenolen    und nachfolgende Reduktion erhalten.

    Die Darstellung dieser     halogenierten        Amino-          diphenyläthersulfonsäuren    bietet nun häufig  insofern gewisse Schwierigkeiten, als die  Herstellung der als Zwischenprodukte ver  wendeten     Halogenphenole,    insbesondere die  der höher substituierten     Halogenphenole    nicht  besonders leicht ist. So gelingt es z. B. leicht,  reines     p-Chlorphenol    und aus diesem die  Kondensation mit     Halogennitrobenzolsulfon-          säuren    in reiner Form zu erhalten.

   Dagegen  ist es sehr schwierig, ein genügend reines       2,4-Dichlorphenol    darzustellen, da die in dem  technischen Produkt immer vorhandenen Bei  mengungen von     p-Chlorphenol    und     2,6-Di-          chlorphenol    wegen der     .Ähnlichkeit    der Siede  punkte nicht besonders gut zu entfernen  sind.

   Da diese letzteren ebenfalls mit den       Halogennitrobenzolsulfonsäuren,    und zwar  noch leichter als das     2,4-Dichlorphenol    kon  densieren, so entstehen nach der Reduktion      meistens Gemische von     halogenierten        Amino-          diphenyläthersulfonsäuren,    die sich zur Kon  densation mit     Cyanurhalogeniden    weniger  eignen. Wenn auch für viele technische  Zwecke solche Gemische gut verwendbar sind,  so sind doch für andere Zwecke einheitlichere  Produkte vorzuziehen.  



  Es wurde nun gefunden, dass man durch       Halogenierung    der fertig gebildeten     Cyanur-          kondensationsprodukte,    die nicht oder nicht  hoch     halogeniert    sind, nach üblichen Methoden  zu entsprechenden, für bestimmte Zwecke  gut geeigneten     Halogenierungsprodukten        ge     langt. Dadurch werden zum Teil die gleichen  Kondensationsprodukte erhalten, wie sie in  den älteren Anmeldungen     beschrieben    sind,  zum Teil werden jedoch auch in abweichen  den Stellungen     halogenierte        Substitutions-          produkte    erhalten.

   Insbesondere ist zu  erwähnen, dass man durch Anwendung ver  schiedener Halogene zu neuen, bisher technisch  nicht zugänglichen Verbindungen gelangt.  



  Für die     Halogenierung    kommen alle in  Patent     Nr.200310    und in seinem Zusatz  patent     Nr.205408    genannten Verbindungen  in Frage, aber auch ihre halogenfreien oder  weniger Halogen enthaltenden Analogen.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes  ist ein Verfahren zur     Herstellung    eines Kon  densationsproduktes, dadurch gekennzeichnet,  dass man das durch     Umsetzung    von 1     111o1.          Cyanurchlorid    und 2     Mol.        3'-3lethyl-4-amino-          1,1'-diphenyläther-2-sulfonsäure    und Ersatz  des letzten Chloratoms des     Cyanurringes     durch     Hydroxyl    erhältliche Kondensations  produkt chloriert.  



  Die neue Verbindung, ein helles, in Was  ser lösliches Pulver, eignet sich als Motten  schutzmittel.    <I>Beispiel 1:</I>  16,3 Teile des     durch    Umsetzung von  1     Mol.        Cyanurchlorid    mit 2     Mol.        3'-Methyl-          4-amino-1,

  1'-diphenyläther-2-sulfonsäure    und  Ersatz des letzten Chloratoms des     Cyanur-          ringes    durch     Hydroxyl    erhältlichen Konden-         sationsproduktes    werden in 400 Teilen Was  ser mit der berechneten     Sodamenge    gelöst  und in diese Lösung bei     30-40'    während  2 Stunden Chlor eingeleitet. Durch     Zutropfen     von verdünnter Natronlauge sorgt man immer  für schwach     lackmusalkalische    Reaktion. Am  Schluss wird das Enderzeugnis durch Ansäuern  gefällt. Es ist in Wasser löslich, leichter  aber in verdünnter     Sodalösung.     



  <I>Beispiel 2:</I>  32,6 Teile des durch Umsetzung von  1     Mol.        Cyanurchlorid    mit 2     Mol.        3'-Methyl-          4-amino-1,1'-diphenyläther-2-sulfonsäure    und  Ersatz des letzten Chloratoms des     Cyanur-          ringes    durch     Hydroxyl    erhältlichen Konden  sationsproduktes werden in 400     Volumteilen     Eisessig und 200     Volumteilen    konzentrierter  Salzsäure gelöst und bei 45   innert 5 Stunden  eine Lösung von 10 Teilen     Natriumchlorat     in 100 Teilen Wasser eingetropft.

   Die ent  stehende Fällung wird am Schluss durch  Verdünnen mit 1000 Teilen Wasser ver  vollständigt. Das in üblicher Weise aufge  arbeitete     Chlorierungsprodukt    ist löslich in  Wasser, leichter aber in verdünnter Soda  lösung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Konden sationsproduktes, dadurch gekennzeichnet, dass man das durch Umsetzung von 1 Mol. Cyanurchlorid mit 2 Mol. 3'-Methyl-4-amino- 1,1'-diphenyläther-2-sulfonsäure und Ersatz des letzten Chloratoms des Cyanurringes durch Hydroxyl erhältliche Kondensations produkt chloriert. Die neue Verbindung, ein helles, in Wasser lösliches Pulver, eignet sich als Mottenschutzmittel. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nascierendes Chlor ver wendet wird.
CH211490D 1938-12-31 1938-12-31 Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes. CH211490A (de)

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