CH211493A - Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen der Anthrachinonreihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen der Anthrachinonreihe.

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CH211493A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/24Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic rings being only condensed with an anthraquinone nucleus in 1-2 or 2-3 position
    • C09B5/26Carbazoles of the anthracene series
    • C09B5/28Anthrimide carbazoles

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Nüpenfarbstoifen    der     Anthrachinonreihe.       Es     ist    bekannt, dass     Anthrimide    durch  Einwirkung von     Kondensationsmitteln    wie  Aluminiumchlorid in     Gegenwart    von Koch  salz,     Pyridin,    Nitrobenzol oder Säurechlori  den in die entsprechenden als     Küpenfarb-          stoffe        verwendbaren        Carbazole    übergeführt  werden können.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    die Addi  tionsverbindungen von     Aluminiumhalogeni-          den    mit Schwefeldioxyd ein wertvolles Mittel  zwecks Herstellung des     Carbazol-Ring-          schlusses    darstellen.

   Der Vorteil der neuen       Kondensationsmittel    gegenüber den     vorbe-          kannten    Mitteln liegt darin, dass sie zum Teil  bei niedrigerer Temperatur wirksam sind  und anderseits nicht die Gefahr unerwünsch  ter Nebenreaktionen in sich schliessen;

   das  neue Verfahren besitzt neben der Billigkeit  auch den     Vorteil,    dass die Additionsverbin  dungen aus     Aluminiumhalogeniden    und  Schwefeldioxyd im Vergleich zu den meisten       vorbekannten    Mitteln ein erhöhtes Lösungs-    vermögen für die Ausgangsmaterialien zei  gen, und anderseits die Schmelzen wegen der  leichten     Zersetzlichkeit    der primären Re  aktionsprodukte besonders einfach aufge  arbeitet werden können.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist  dementsprechend ein Verfahren zur Herstel  lung von     Küpenfarbstoffen    der     Anthrachi-          nonreihe    durch     Carbazolringschluss    von Ver  bindungen mit aromatisch     substituierten    se  kundären     Aminogruppen    in Gegenwart von       Kondensationsmitteln,    dadurch gekennzeich  net, dass man als.

       Kondensationsmittel    Mole  külverbindungen von     Aluminiumhalogeniden     mit Schwefeldioxyd     verwendet.    Geeignete  Verbindung mit aromatisch substituierten se  kundären     Aminogruppen    sind solche,

   bei  denen eine der aromatischen Gruppen einen       Acylaminoanthrachinonrest    oder     einen        An-          thrachinonrest    mit angegliedertem     Acridon-          oder        Thioxanthonring    darstellt     und    in denen  je eine     o-Stellung    zur     NH-Gruppe    unsubsti-           tuiert    ist.

   Das Verfahren kann so     durchge-          führt    werden, dass man     zunächst    durch     1_\ber-          leiten    von Schwefeldioxyd     über    Aluminium  chlorid die     DlolelLiilverbindung    herstellt, wo  bei sieh in den meisten Fällen die Zugabe  von     Chlornatrium    als einem neutralen Salz  zwecks Erzielung dünnflüssiger Schmelzen  empfiehlt, und dann die zu     carbazolierende     Verbindung hinzufügt,

   oder die     Molekülver-          bindLing    in Anwesenheit der zu     earbazolie-          renden    Verbindung herstellt. Das Schwefel  dioxyd kann natürlich auch in flüssigem Zu  stand angewandt werden.  



  Wie eben ausgeführt wurde, ist es vorteil  haft, wenn mindestens einer der aromatischen  Reste einen     Acylaminoanthrachinonrest    oder       einen        Anthrachinonrest    mit angegliedertem       Acridon-    oder     Thioxanthronring    darstellen,  während     dig    übrigen aromatischen Gruppen  sowohl     Anthrachinon-    als auch andere aro  matische Reste darstellen können.

   Als Bei  spiel der letzteren seien der Benzol-, Naph  thalin- oder     Benzanthronrest    oder der Rest  eines andern mehrgliedrigen Ringsystems,  wie des     Pery        lens,        Py        rens,        Py        ranth.rons    und  dergleichen, sowie     Substitutionsprodukte    der  selben genannt.

   Die als Ausgangsprodukte  angewandten Verbindungen können      < auch     mehrere sekundäre     Aminogruppen    enthalten,  also zum Beispiel Verbindungen vom Typ  der     Trianthrimide    oder anderer     Polyanthri-          mide    darstellen.  



  Über die Herstellung der     1lloleliülverliin-          dungen    aus     Alumiriiumhalogeni.den        lind          Schwefeldioxyd    unterrichtet     Cumelins    Hand  buch der anorganischen Chemie, B. Auflage  "Aluminium", Teil B, Seite 210.

           Beispiel   <I>1:</I>       i1Ian    leitet in 30 Gewichtsteile einer     ge-          pulverten    Mischung von sublimiertem Alu  miniumchlorid und trockenem Kochsalz (Ver  hältnis 6 : 1) so lange     SOCTas,    bis unter       Selbsterwärmung    eine gut     ruhrbare,    dünne  Schmelze entstanden ist.

   Hierzu gibt man  bei 50-70   C allmählich 7 . 5 Gewichtsteile  des Kondensationsproduktes aus einem Mole  kül     1.5-Diaminoanthrachinon    mit 2 Mole-         külen        1.-Benzoylamino-4-chloranthrachinon.     Unter     Ruhren    und weiterem Einleiten von  S0, in das Reaktionsgefäss steigert man die  Temperatur in etwa einer Stunde auf 90   C.

    Bei dieser     Temperatur    ist die     Kondensation     in kurzer Zeit beendet.     Man        gibt    die Schmelze  auf zirka 500     Gewichtsteile    Eiswasser, ver  setzt finit 130 Gewichtsteilen konzentrierter       Natronlauge.,        gibt    etwa 24     Gewichtsteile    Na  triumhypochloritlö     sung        hinzu    und kocht auf.  Der Farbstoff fällt in     dunkelbraunen        Floli-          ken    an.

   Zur Reinigung kann man entweder  die alkalische Suspension bei 60-70   C mit  Chlorlauge behandeln oder die Suspension  absaugen. waschen     lind    dann in schwefel  saurer Suspension mit     Biehromat    versetzen  und bei 90   C rühren lassen. Man erhält in  fast theoretischer     Ausbeizte-    einen sehr klaren  und echten rotbraunen     Küpenfarbstoff.     Durch Behandeln mit siedendem     Chinolin     erhält man     Nädelchen,    die sich in     Schwefel-          s33ure    purpurfarben lösen und beim Verdün  nen mit Wasser klare     rotbraune    Flocken lie  fern..

   Bei der Vorbereitung der Schmelze  kann man auch so verfahren. dass man im  verschlossenen Gefäss Aluminiumchlorid,       Kochsalz    und flüssiges SO.:     verrührt,    und  nach Bildung der Molekülverbindung die  Schmelze wie oben     durchgeführt.     



  <I>Beispiel 2:</I>  40 Gewichtsteile     AICI,:,    werden unter  führen mit     flüssigem    oder gasförmigem  S0, behandelt, bis eine dünne, gut     rührbare     Schmelze entstanden ist. Bei 70   C     trägt     man 10 Gewichtsteile des gleichen     Anthri-          rnids,    wie in Beispiel 1     portionsweise    ein und       steigert    die     Temperatur    bis 120   C, wobei  die Schmelze etwas dicker wird.

   Die Re  aktion ist; in     kurzer    Zeit     beendet,    man gibt  auf     etwa    500     Gewichtsteile        Eiswasser,    dem  man etwas     Natriurnnitrit    zugesetzt hat, kocht  auf     lind    macht während des Siedens mit  Salzsäure stark sauer und isoliert.

   Man er  hält eine blaugraue     Verbindung,    in der sich  noch Aluminium nachweisen     lässt.    Durch  Aufkochen mit     verdinnter    Natronlauge zer  fällt diese     lind        es    entsteht (nach eventueller      Nachbehandlung mit Chlorlauge bei 60 bis  70   C) der gleiche klare rotbraune     Küpen-          farbstoff    wie in Beispiel 1. Die Ausbeute  ist auch hier vorzüglich.  



  <I>Beispiel 3:</I>  Man leitet in eine Mischung von 30 Ge  wichtsteilen     AIC13    und 5 Gewichtsteilen     Ka-          liumchlorid    so lange     SOZ-Gas    ein, bis sich  unter Selbsterwärmung die Masse verflüs  sigt. Bei 50   C werden sodann 7 Gewichts  teile eines Kondensationsproduktes von einem  Molekül 1 .     4-Dibrombenzol    und 2 Molekülen       1-Benzoylamino-5-amino.-anthrachinon    einge  tragen. Man steigert auf<B>90-95'</B> C und    hält kurze Zeit auf .dieser Temperatur.

   Die  Aufarbeitung entspricht der der vorherge  henden     Beispiele.    Der entstandene     Küpen-          farbstoff    ist ein echtes     rotstichiges    Braun.  Wählt man zur     Kondensation    das Reaktions  produkt aus einem Molekül     1.4-Dibrom-          benzol    mit 2 Molekül     1-Benzoylamino-4-          amino-anthrachinon,    so entsteht ein     korint-          stichiges    Braun.  



  <I>Beispiel</I>     4-:     Zu einer mit S02     verflüssigten    Mischung  von 30 Gewichtsteilen     AICl,    und 5 Gewichts  teilen Kochsalz gibt man 5 Gewichtsteile  einer     Verbindung    folgender     Konstitution:     
EMI0003.0025     
    Man steigert die Temperatur allmählich in  2 Stunden auf 90   C und arbeitet     dann    auf  wie in den     früheren    Beispielen angegeben.  Man erhält einen     braunen    Farbstoff, der aus       carmoisinroter        Küpe    Baumwolle in kräfti  gen, braunen, sehr echten Tönen färbt.

   Der  Farbstoff ist vermutlich durch     Carbazolie-          rung    an den mit Pfeilen gekennzeichneten  Stellen entstanden.         Beispiel   <I>5:</I>  Man leitet über     eine        pulverisierte        Mi-          sehung    von 20 Gewichtsteilen Aluminium  chlorid, 2 Gewichtsteilen     Natriumchlorid    und  2 Gewichtsteilen     Kaliumehlorid    und 5 Ge  wichtsteilen     4-Benzoylamino-1.        l'-dianthrimid     bei Ausschluss von Luftfeuchtigkeit unter  Umrühren einen Strom von Schwefeldioxyd.

    Nachdem die Mischung unter Selbsterwär  mung teigig geworden     ist,    rührt man sie  noch einige Stunden bei<B>80-90'</B> C im lang  samen     Schwefeldioxydstrom,    bis     eine    in  überschüssige verdünnte Natronlauge ge-         gossene    Probe nach dem     Erwärmen    mit al  kalischer     Natriumhypochloritlösung    eine  braune     Abscheidung    gibt, die sich tief pur  purrot in     konzentrierter    Schwefelsäure löst.  Die Schmelze kann nach dem     Erkalten     ebenso wie die Probe aufgearbeitet werden.

    Das so erhaltene Produkt kristallisiert aus  Nitrobenzol in dunkelbraunen     Nädelchen    und  ist     identisch    mit dem zum     Beispiel    nach  D. R. P. Nr. 451495 erhältlichen     Carbazol     des obigen Ausgangsmaterials.  



  <I>Beispiel 6:</I>  Über eine innige Mischung von 32 Ge  wichtsteilen Aluminiumchlorid und 5 Ge  wichtsteilen     Natriumehlorid    wird Schwefel  dioxyd unter Umrühren geleitet. Nach dem       Flüssigwerden    der Schmelze setzt man 8 Ge  wichtsteile     5.5'-Dibenzamido        1.1'-.dianthri-          mid    zu und rührt noch 2-3     Stunden    bei  <B>75</B>=<B>80'</B> C im langsamen Schwefeldioxyd  strom.

   Die Aufarbeitung kann analog Bei  spiel 5 erfolgen und das so erhältliche Car-           bazol    des Ausgangsmaterials zur Reinigung  beispielsweise aus alkalischer     Ilydrosulfit-          lösung        umgeküpt    werden. Aus seiner tief  blauen Lösung in konzentrierter Schwefel  säure gibt es in Wasser eine orange Fällung.  



  Wenn man das Kondensationsprodukt aus  je 1     Mol    5-     Amino-1    .     9-anthrapyrimidin    und       1-Benzoylamino-5-chloranthrachinon.,der    blei  chen Behandlung unterzieht, erhält     man     einen Farbstoff mit ähnlichen Eigenschaf  ten.  



  <I>Beispiel i</I>  25 Gewichtsteile Aluminiumchlorid und  5 Gewichtsteile Kochsalz werden mit flüssi  gem oder gasförmigem     Schwefeldioxyd    be  handelt, bis eine dünne Schmelze     entstanden     ist. In die Schmelze trägt man bei 70   C  6 Gewichtsteile     4-Benzoylamino-6'-chlor-          1.1'-dianthraehinonylamin    ein. Dann stei  gert man allmählich die Temperatur auf  90   C und belässt bei dieser Temperatur die  Reaktionsmischung 2 Stunden unter Rühren.

    Durch Eingiessen in Eiswasser zersetzt man  die Schmelze, fügt Natronlauge bis zur     ätz-          alkalisehen    Reaktion hinzu und versetzt bei  70   C so lange mit kleinen Mengen     Natrium-          hypoehloiztlösung,    bis dieses nicht mehr ver  braucht wird. Der Farbstoff wird in üblicher       Weise    isoliert. Er ähnelt in seinen     EiYen-          schaften    dem Produkt des Beispiels 5.  



  Baumwolle wird aus der     Küpe    in echten  braunen Tönen gefärbt..  



       Beispiel   <I>8:</I>  In eine aus<B>2-5</B> Gewichtsteilen     Alumi-          niumehlorid,    5 Gewichtsteilen Natrium  chlorid und Schwefeldioxyd hergestellte  Schmelze trägt man bei Zimmertemperatur  unter Rühren 5 Gewichtsteile des Produktes  ein, das man aus     Bz-1    .     6-Dibrombenzanthroii     durch     Kondensation    mit 2     Mol        1-Benzoyl-          amino-5-aminoanthrachinon    erhält. Man stei  gert die Temperatur allmählich auf 80   C  und hält 1-2 Stunden auf dieser Tempera  tur.

   Durch Aufarbeiten mit     Alhalilauge    und       Hypoehlorit    erhält man einen     Farbstoff,    der  aus rotbrauner     11j#drosulfitküpe    echte,     geib-          stichig    braune     Färbungen    liefert.         Beispiel   <I>9:</I>  Aus dem Kondensationsprodukt von  symmetrischem     Tribrombenzol    mit 3     Mol          1-Amino-5-benzoylaminoanthrachinon    wird  auf gleiche Weise wie in Beispiel 8 ein  brauner Farbstoff erhalten.  



  <I>Beispiel 10:</I>  In die nach Beispiel 7     erhä        ltliehe     Schmelze aus 25 Gewichtsteilen Aluminium  chlorid. 5 Gewichtsteilen Kochsalz und  Schwefeldioxyd trägt man bei 60   C unter  Rühren 5 Gewichtsteile eines Kondensations  produktes aus 1     Mol        Dibromdibenzpyren-          chinon    (gemäss D. R. P. Nr. 561441, Bei  spiel 6) mit 2     Mol        1-Amino-5-benzoyl-amino-          anthrachinon    ein. Die Temperatur wird auf  85   C bis 90   C gesteigert und hierbei un  gefähr 2 Stunden belassen.

   Die Schmelze  wird in Eiswasser gegossen und unter Hin  zufügen einer kleinen Menge     Natriumnitrit     aufgekocht und     anschliessend    durch Zugabe  von Natronlauge stark alkalisch gemacht.  Der Niederschlag wird abgesaugt und ge  waschen. Der     Nutschrückstand    wird mit       Wasser        angerührt,    die Suspension schwefel  sauer gemacht und bei<B>85-90'</B> C unter Hin  zufügen kleiner Mengen     Bichromat    gerührt,  bis ein bleibender     Bichromatüberschuss    durch       Jodkaliumstärkepapier    angezeigt wird.

   Der       Farbstoff    wird hierauf     abfiltriert    und aus  gewaschen. Er stellt dann eine braune Paste  dar, die mit rotvioletter Farbe leicht     verküp-          bar    ist.     Aus    dieser     Küpe    erhält man sehr  echte, rotbraune Färbungen.  



  Ein blaustichiges     Korinth    erhält man,       wenn    das Kondensationsprodukt aus 1     Mol          Dibromdibenzpyrenchinon    mit 2     Mol        1-          Amino-4-benzoylaminoanthrachinon    in ent  sprechender Weise bei 110   C behandelt  wird.  



       Beispiel   <I>11:</I>  60 Gewichtsteile einer Mischung von  Aluminiumchlorid und Kochsalz im Verhält  nis 5 : 1 werden mit Schwefeldioxyd behan  delt, bis eine dünne Schmelze entstanden ist,  und in die Schmelze bei 50   C 14 Gewichts  teile des     Trianthrimids    aus 1     #    5-Dichlor-           anthrachinon    und 2     Mol        1-Amino-5-benzoyl-          aminoanthrachinon    eingetragen.

   Die Tempe  ratur wird unter Rühren auf 90-95   C ge  steigert, bis das Ausgangsmaterial in der  Schmelze nicht mehr nachweisbar ist.     3Zan     zersetzt hierauf die Reaktionsmischung mit  tels     Eiswasser    und überschüssiger Natron  lauge, gibt 60 Gewichtsteile     Ilypochlorit-          lösung    zu und kocht auf. Die so erhaltene  Suspension wird dann abgesaugt,' ausge  waschen, mit verdünnter     10%iger    Schwefel  säure wieder angerührt und unter Rühren bei  90   C so lange mit kleinen Mengen     Natrium-          bichromat    versetzt, bis ein     Überschuss    von       Natriumbichromat    erhalten bleibt.

   Der Farb  stoff wird darauf in üblicher Weise isoliert.  Getrocknet stellt er ein     bräunlichgelbes    Pul  ver dar, das sich mit tiefblauer Farbe in kon  zentrierter Schwefelsäure löst,     Verpastet    ist  er     ein    leicht     verküpbarer    Teig. Aus rotbrau  ner     Küpe    erhält man kräftige, sehr echte  braunorange Färbungen.  



  Durch Lösen in     Sohwefelsäure    und all  mähliches Verdünnen mit Wasser erhält man  ein braunes Sulfat, das mit Wasser gespalten  nunmehr eine rein orange färbende Paste  liefert.  



  <I>Beispiel 12:</I>  In 40 Gewichtsteile einer Mischung von  Aluminiumchlorid     und    Kochsalz im Verhält  nis 5 : 1 leitet man flüssiges oder gasförmiges  Schwefeldioxyd ein, wobei unter Selbst  erwärmen     eine    dünne Schmelze entsteht. In  diese trägt man bei etwa<B>60'</B> C 6 Gewichts  teile eines     Tetraanthrimids    ein, das man  durch Kondensation von 1     Mol    4.     4'-Dibrom-          1.1'-@dianthrimid    mit 2 Mal     1-Amino-5-          benzoylaminoanthrachinon    erhält.

   Man er  wärmt die Schmelze unter Rühren allmählich  auf 85   C und hält das Reaktionsgemisch  etwa 2 Stunden auf dieser Temperatur, bis  kein Ausgangsmaterial mehr vorhanden ist.  Die Schmelze wird hierauf mit Eiswasser  zersetzt, mit überschüssiger Natronlauge al  kalisch gemacht und unter Zusatz der zur  Oxydation des     Zwischenproduktes    notwendi  gen Menge Chlorlauge kurz aufgekocht. Man    saugt ab, wäscht neutral und kann hierauf  zur     Reinigung    erneut in warmer verdünnter  Schwefelsäure mit     Bichromat    behandeln.  Nach der in üblicher Weise vorgenommenen  Isolierung erhält man eine Paste, die aus der       Küpe    ein     Khakibraun    färbt.  



  <I>Beispiel 13:</I>  Eine Mischung von 25     Gewichtsteilen     Aluminiumchlorid und 5 Gewichtsteilen  Kochsalz wird mit     Schwefeldioxyd        verfliis-          sigt    und in die Schmelze bei etwa 50   C  5 Gewichtsteile     4-Benzoylamino-1-(Bz-l-benz-          anthronyl)    -     aminoanthrachinon    eingetragen  und 2     Stunden    auf 80   C     erwärmt.    Nach  üblicher     Aufarbeitung    erhält man eine  braune Paste, die aus rotbrauner     Hydro-          sulfitküpe    Baumwolle in echten,

   stark gelb  stichig-braunen Tönen anfärbt.  



  Wird in gleicher Weise das Umsetzungs  produkt aus 1     Mol        Bz-1        .6-Dibrombenz-          anthron    mit 2     Mol        1-Amino-4-benzoylamino-          anthrachinon    der Reaktion     unterworfen,    so  erhält man einen rotbraunen Farbstoff.

      <I>Beispiel 14:</I>  Man trägt bei     etwa    25' C in 50 Gewichts  teile des aus     Aluminiumchlorid,    Kochsalz  und Schwefeldioxyd erhaltenen Kondensa  tionsmittels 10 Gewichtsteile     1-Benzoyl-          amino-5-(ss-naphthyl)-aminoanthrachinon        ein     und     lässt    bei dieser Temperatur etwa 3 Stun  den rühren.

   Der nach üblicher Aufarbeitung  als Teig isolierte Farbstoff ist eine orange  farbene Paste,     mittels    der aus rotbrauner       Küpe    auf pflanzlicher Faser kräftige orange  Töne erzielt werden     können.    Das so erhal  tene Produkt färbt aus verdünnter schwefel  saurer Lösung Wolle echt orange.  



  In ganz entsprechender Weise setzt sich       1-Benzoyl-amino-4@-:(ss-naphthyl,)        -aminoan-          thrachinon    um.     Die    Farbstoffe sind braun.  <I>Beispiel<B>15:</B></I>       Durch    Vermischen von 100 Gewichts  teilen sublimierten     Aluminiumchlorids    mit  20 Gewichtsteilen trockenen Kochsalzes und      genügend langes Behandeln dieser Mischung  mit gasförmigem oder flüssigem     Schwefe:l-          diogyd    erhält man eine klare Flüssigkeit, die  etwa die Konsistenz der konzentrierten  Schwefelsäure aufweist. Diese ist für die  Kondensation besonders geeignet.  



  In 35 Gewichtsteile des so erhaltenen  Kondensationsmittels trägt man unter Rüh  ren 6 Gewichtsteile des blauen Produktes ein,  das aus 1     -,Hol    symmetrischem     Tribrombenzol     mit 3 Molen     1-Benzoylamino-4-aminoanthra-          chinon    erhältlich ist. Man steigert die Tem  peratur     unter    ständigem Rühren auf 85 bis  <B>90'</B> C, worauf nach etwa 1 Stunde die Re  aktion beendet ist.

   Durch Einrühren in einen       Überschuss    verdünnter Natronlauge und Be  handeln mit wenig     Natriumhypochlorit    bei  <B>60-70'</B> C erhält man ein kräftig     korinth     gefärbtes Produkt, das aus brauner     Küpe    auf  pflanzlicher Faser sehr echte     Korinth-Töne     liefert.    An Stelle von     Natriumchlorid    lassen sich  andere geeignete Salze, zum Beispiel trocke  nes     Calciumchlorid    oder     Magnesiumchlorid     verwenden.  



  <I>Beispiel 16:</I>  Das Kondensationsprodukt aus 1     Mol     1 .     4-Diamino-anthrachinon    mit 2     Mol        1-Ben-          zoylamino-5-chloranthrachinon    führt, in glei  cher Weise wie das Produkt des Beispiels 16  behandelt, zu einem echten, kräftigen, rot  stichig-braunen     Küpenfarbstoff.            Beispiel   <I>17</I>    In 100 Gewichtsteile des nach Beispiel  15, Absatz 1, bereiteten Kondensationsmit  tels trägt man in der Kälte 15 Gewichtsteile  des oliv gefärbten Kondensationsproduktes  aus einem     Mol    1 .

       5-Dichloranthrachinon    und  2     Mol        4-Aminoanthrachinon-3'-chlor-1.2-          acridon,    von der Formel  
EMI0006.0028     
    ein. Unter Rühren erhöht man die Tempe  ratur auf 90   C und arbeitet dann in üb  licher Weise alkalisch auf.  



  Der so erhaltene     Küpenfarbstoff    ist ein  echtes     braunstichiges        Korinth.            Beispiel   <I>18:</I>  Das Kondensationsprodukt aus 1     Mol          1.4.5.8-Tetra-aminoanthrachinon    und 4       Mol    1- Chlor- 5     -benzoylamino-anthrachinon     geht bei der Behandlung mit dem Karbozo-           lierungsmittel    in einen     khakibraunen        Küpen-          farbstoff    über.  



  <I>Beispiel 19</I>  Ein sehr echtes     Bordo    wird erhalten,  wenn 2 Gewichtsteile     1-Benzoylamino-4-          (2'.        5'-phenyl)-amino-anthrachinon    11/2 Stun  den in 20 Gewichtsteilen des neuen Konden  sationsmittels bei 85   C gerührt werden. Die  Aufarbeitung ist die übliche.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Küpen- farbstoffen der Anthrachinonreihe durch Carbazolringschluss von Verbindungen mit aromatisch substituierten sekundären Ämino- gruppen in Gegenwart von Kondensations mitteln, dadurch gekennzeichnet, dass man als Kondensationsmittel Molekülverbindun gen von Aluminiumhalogeniden mit Schwe feldioxyd verwendet.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in Ge genwart von Kochsalz durchgeführt wird.
CH211493D 1937-09-15 1938-08-30 Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen der Anthrachinonreihe. CH211493A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2695296A (en) * 1949-07-21 1954-11-23 Ciba Ltd Vat dyestuffs

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