CH211626A - Verfahren zur Versteifung von Strassenbelagsmassen aus Gesteinsmaterial und Teer. - Google Patents
Verfahren zur Versteifung von Strassenbelagsmassen aus Gesteinsmaterial und Teer.Info
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Description
Verfahren zur Versteifung von Strassenbelagsmassen aus Gesteinsmaterial und Teer. Die Strassenbelagsmassen aus zerkleiner tem Gestein und Teer zeigen den Nachteil, nach der Verarbeitung auf der Strasse so lange weich zu bleiben, bis sich der Teer durch teilweise Verdunstung seiner Öle und durch Oxydations- und Polymerisationsvorgänge genügend verdickt hat. Es dauert meist einige Tage, bis die Teerbeläge hart geworden sind und in dieser Zeit leidet die Strassendecke durch die Eindrücke der Fahrzeuge.
Durch Anwendung von Teeren, die bei gewöhnlicher Temperatur halbfest bis fest sind, lassen sich Teerbeläge von genügender Standfestigkeit herstellen. In diesem Falle muss jedoch der durch Erhitzen dünnflüssig gemachte Teer mit heissem Gestein vermischt und das Mischgut in heissem Zustande an der Baustelle ausgebreitet und festgewalzt wer den. Nach dem Erkalten erhält man einen harten Belag. Diese Arbeits\veise, die für Asphalt- und Bitumenbeläge häufig ange wendet wird, führt bei Verwendung von Teeren zu keinen guten Ergebnissen, weil ein bis zu festem Zustand eingedickter Teer in Mischung mit Gestein spröde Beläge gibt.
Die ungenügende Klebkraft stark einge dickter Teere wird noch weiter verschlech tert, wenn man diese Teere auf die hohen Temperaturen erhitzt, die notwendig sind, um das Gesteinsmaterial umhüllen zu kön nen.
Es wurde nun gefunden, dass es möglich ist, Teerbelagsmassen ohne die erwähnten Nachteile herzustellen, indem man ein Misch gut aus zerkleinertem Gestein, \die Splitt, Sand, eventuell mit Zuschlägen wie minera lischem Filler, Zement u. a. m., mit Teer, der zum Beispiel gewöhnlicher flüssiger bis dickflüssiger Strassenteer sein kann, dadurch versteift, dass man das Mischgut mit pulver förmigen, hochschmelzenden Harzen mit den Eigenschaften des Handelsproduktes "Bre- sin", das durch eine besonders gute Lös lichkeit im Teer ausgezeichnet ist, versetzt.
Es hat sich gezeigt, dass sich solche feinge- pulverte Harze sehr leicht bei gewöhnlicher Temperatur im Teer lösen und überraschen derweise schon bei gewöhnlicher Temperatur eine wesentliche Erhöhung der Viskosität des Teeres bewirken. Dadurch wird die schädigende Wirkung zu hoher Temperatu ren auf den Teer vermieden. Das Auffallende ist dabei, dass die Bresinharze ihre Wirkung bereits in ganz geringer Menge von weniger als 1 % (gerechnet auf das Mischgut) aus üben; sie nehmen hierin eine Sonderstellung im Vergleich zu andern Harzen oder Pechen ein.
Die Arbeitsweise gemäss der Erfindung bietet bei der Herstellung von Teerfeinbeton, der viel, feines Mineral und mineralischen Filler enthält, besondere Vorteile, geil die feinkörnige Gesteinsmasse von einem flüssi gen Teer leichter umhüllt wird als von einem zähen bis festen Bindemittel.
Zum Umhüllen des Gesteinsmaterials können nach vorliegendem Verfahren die üblichen Strassenteere von dünnflüssiger his dickflüssiger Konsistenz angewandt werüen. Auch Teer -Bitumengemische, oxydierte Teere, wie der sogenannte Wetterteer und Teer mit Veredlungsmitteln können zur An wendung kommen. Falls dünnflüssiger Tee. gewählt wird, kann die Umhüllung des Ge steines auf kaltem Wege vorgenommen w-. den, bei Anwendung dickflüssiger Teere da gegen muss man das Mischgut heiss zuberei ten. Der Zusatz des Bresinharzpulvers erfolgt am besten direkt im 31ischkasten zum kalten oder noch heissen Mischgut.
Wird nach dem Heissverfahren gearbeitet, so besteht keine Gefahr, dass der angewandte Teer durch zu hohe Temperaturen leidet, da in dieseln Falle solche Teere gewählt werden, die beim Er hitzen auf Temperaturen unter 120 schon so dünnflüssig sind, dass sie sich mit dem Gestein leicht vermischen lassen. Das ge- pulverte Harz kann auch nachträglich zu einem schon fertiggestellten Mischgut zuge setzt werden. Wichtig ist nur, dass das Harz mit frischem, nicht aber schon längere Zeit g a elagertem Teermischgut in Berührung kommt.
Zur Erreichung des Effektes ist ferner darauf zu achten, da.ss das angewandte Bresinharzpulver einen möglichst feinen und gleichmässigen Verteilungsgrad aufweist. Das Bresinliarzpulver kann auch ge mischt mit anorganischen oder organischen pulverförmigen Stoffen, wie z. B. minera lischen Fillern. Zement, gemahlener Braun oder Steinkohle und ähnlichen Materialien zur Anwendung gelangen.
<I>Beispiel 1:</I> 200 kg Gesteinsmaterial, bestehend aus gleichen Teilen 3-6 mm Splitt, 1-3 mm Splitt und 0-3 min Brechsand, werden mit 8 kg Kalkmehl versetzt und hierauf in be- kannter Weise unter Anwärmen des Gesteins materials auf zirka 50-60 C mit 15 kg Strassenteer von einer Viskosität von 40 Sek., gemessen im Teerkonsistomet:
er bei 30 C, der auf 70-80 C erhitzt wurde, vermischt. Das noch warme, iin Mischkasten 'befindiiche Mischgut überstreut man unter gleichzeiti gem Umrühren mit e1,6 kg feiest gemahlenem Bresinharz.
<I>Beispiel 2:</I> ?00 kg Gesteinsmasse-, bestehend aus 2 Raumteilen 3-6 mm Splitt und 3 Raumtei len 0-3 min Brechsand, werden nach Zugabe von 13 kg halkinehl ohne zu erhitzen mit ?0 kg eine, dünnflüssigen Teeres von einer Viskosität:
von etwa 3 Sek., gemessen bei <B>30'</B> C, versetzt und hierauf unter Umrühren mit ? kg eines Gemisches von ? Teilen ge pulvertem Bresinharz und 3 Teilen Kalk mehl überstreut.
Beispiel <I>3:</I> ?00 kg eines Gesteinsmaterials, bestehend aus 2 Raumteilen 5-8 mm Splitt, 2@#, Raum teilen 0-3 niin Brechsand und 1<B><U>'</U></B> Raumteil
EMI0002.0057
,,c <SEP> y <SEP> ubensand, <SEP> -erden <SEP> finit <SEP> 10 <SEP> kg <SEP> minera @chem <SEP> Filler <SEP> versetzt <SEP> und <SEP> hierauf <SEP> 14 <SEP> kg
<tb> n <SEP> Strassenteeres <SEP> von <SEP> einer <SEP> Viskosität <SEP> von
<tb> :;
jI <SEP> - <SEP> ')00 <SEP> Sel", <SEP> gemessen <SEP> bei <SEP> 30 <SEP> ' <SEP> C, <SEP> un te <SEP> _iwärmen <SEP> des <SEP> Gesteinsmaterials <SEP> auf
<tb> <B>60-,</B> <SEP> \ <SEP> <SEP> C <SEP> und <SEP> des <SEP> Teeres <SEP> auf <SEP> etwa <SEP> 100 <SEP> <SEP> C <B>u</B> ei I##r homogenen Mischung verrührt.
Zu <B>Z</B> 'i e dieser "-erden I),8 kg einer Mischung von Teilen gepulvertem Bresinharz und 3 Tei len gemahlener Braunkohle zugegeben. Das 31ischgut muss in Heissem Zustande verarbei- tet werden, da es beim Erkalten eine äusserst harte Masse bildet.
Es ist bereits bekannt, Makadambeläge in der Weise herzustellen, dass zerkleinertes Ge stein zuerst mit einem flüssigen oder halb flüssigen Bindemittel und dann mit einem festen Bindemittel in Staub- oder Pulver form überzogen wird. Im Gegensatz hierzu soll das gemäss der Erfindung angewandte Harz nicht als Bindemittel dienen, was schon aus der in den Beispielen angewandten ge ringen Menge von weniger als 1 % hervor geht.. Im Beispiel d beträgt die Bresinharz- menge sogar nur 0,14 %, berechnet auf das Mischgut.
Als Bindemittel wirkt beim vor liegenden Verfahren nur der flüssige bis dickflüssige Teer, der direkt zum Gesteins material zugesetzt wird; dem Harz kommt nur die Aufgabe zu, das Mischgut zu ver steifen.
Claims (1)
- PATENTANSPU'9CH Verfahren zur Versteifung von Strassen belagsmassen aus zerkleinertem Gestein und Teer, dadurch gekennzeichnet, dass man das Mischgut mit pulverförmigen, hochschmel zenden Harzen mit den Eigenschaften des Handelsproduktes "Bresin" versetzt. UN TERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das gepulverte Harz gemischt mit anorganischen pulver förmigen Stoffen anwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das gepulverte Harz gemischt mit organischen pulverför migen Stoffen anwendet.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH211626D CH211626A (de) | 1937-12-23 | 1937-12-23 | Verfahren zur Versteifung von Strassenbelagsmassen aus Gesteinsmaterial und Teer. |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN117105573A (zh) * | 2023-09-13 | 2023-11-24 | 青岛润邦防水建材有限公司 | 工业废弃物与尾矿砂复配制成路面养护专用封层材料的制造方法 |
-
1937
- 1937-12-23 CH CH211626D patent/CH211626A/de unknown
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