CH211701A - Verfahren zum Abschrecken von Stahldrähten beim Patentierverfahren. - Google Patents
Verfahren zum Abschrecken von Stahldrähten beim Patentierverfahren.Info
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- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D1/00—General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
- C21D1/56—General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering characterised by the quenching agents
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Description
Verfahren zum Abschrecken von Stahldrähten beim Patentierverfahren. Gegenstand des schweizerischen Patentes Nr.<B>203195</B> ist ein Verfahren zur Wärme behandlung von. Metallen der Eisengruppe und ihrer Legierungen mit Hilfe von Salz schmelzbädern bei Temperaturen zwischen 500 und 700 C unter gleichzeitiger Ver besserung der Korrosionsbeständigkeit der behandelten Werkstoffe, bei welchem die Salzschmelzbäder Alkalibiehromat enthalten und einen Gehalt an Alkalimonochromat aufweisen, dessen Menge mindestens derjeni gen entspricht,
die bei der Behandlungstem peratur durch Zersetzung von Alkalibichro- mat allein auf Grund des bei dieser Tempe ratur bestehenden Gleichgewichtsverhältnis ses zwischen Bichromat und Monochromat entstehen würde.
Auf Grund weiterer Versuche hat sich herausgestellt, dass solche Chromatschmelzen auch mit Vorteil als Abschreckmittel bei dem im technischen Sprachgebrauch als Zemen tieren oder Patentieren bezeichneten Ver gütungsvorgang, der zu dem Zwecke durch- geführt wird, Stahldrähten, insbesondere Seil- oder Federdrähten, die notwendige Festigkeit und Zähigkeit zu verleihen, Ver wendung finden können.
Das Patentierverfahren wurde bisher so durchgeführt, dass der Draht auf eine Tem peratur von 950-1000' C erhitzt und an schliessend entweder an der Luft abgekühlt (Luftpatentierung) oder besser durch ein auf etwa<B>500'</B> C erhitztes Bleibad (Bleipatentie- rung) geführt wurde.
Trotz ihrer guten mechanischen Eigen schaften erwiesen sich aber auf diese Weise vergütete Stahldrähte, falls sie mit den Atmosphärilien oder Wässern in Berührung kommen, als wenig korrosionsbeständig.
Es wurde nun überraschenderweise ge funden, dass die Korrosionsneigung von Stahldrähten auf ein Mindestmass beschränkt wird, wenn die Abschreckung der auf <B>1000'</B> C erhitzen Drähte _ nicht in. Luft oder einem Bleibad, sondern in einer Chromat- schmelze, wie sie bei dem Verfahren des schweizer. Patentes 203195 zur Verwendung kommt, durchgeführt wird.
Gegenstand der vorliegenden: Erfindung ist also ein Verfahren zum Abschrecken von Stahldrähten beim Patentierverfahren, wel ches dadurch gekennzeichnet ist, dass als Ab- schrecL-mittel ein Alkalibiehromat und Al- kalimonochromat enthaltendes Salzsehmelz- bad verwendet wird, das einen Gehalt -all Alkalimonochromat aufweist, dessen Menge mindestens derjenigen entspricht,
die bei der Anwendungstemperatur des Bades durch Zersetzung von Alkalibichromat allein auf Grund des bei dieser Temperatur bestehen den Gleichgewichtsverhältnisses zwischen Bichromat und Monochromat entstehen würde.
Die zweckmässig bei etwa 1000 C ge- glühten und anschliessend bei etwa. 500 C
EMI0002.0016
Art <SEP> der <SEP> Behandlung <SEP> Einwirkungsdauer
<tb> nach <SEP> dem <SEP> Glühen <SEP> bei <SEP> 1000 <SEP> <SEP> des <SEP> Rostbildung <SEP> Werkstoffverlust <SEP> in
<tb> in
<tb> im <SEP> Durehlaufofen <SEP> Leitungswassers <SEP> g;kg <SEP> g;in= <SEP> Oberfläche
<tb> Abkühlung <SEP> in <SEP> Luft <SEP> 10 <SEP> Tage <SEP> 11,9 <SEP> ?8,0
<tb> 5 <SEP> Tage <SEP> 6,1 <SEP> 11,5
<tb> Abgeschreckt <SEP> im <SEP> Bleibad <SEP> ltt <SEP> Tage <SEP> 13,4 <SEP> ?6,o
<tb> bei <SEP> 500 <SEP> <B>0</B> <SEP> 5 <SEP> Tage <SEP> 9,0 <SEP> 16,9
<tb> Abgeschreckt <SEP> in <SEP> Chromat- <SEP> 15 <SEP> Tage <SEP> 1,35 <SEP> schmelze <SEP> (63 <SEP> Teile <SEP> h..,Cr@O;
, <SEP> .> <SEP> Tage <SEP> <B>1,18</B> <SEP> ?,?
<tb> 37 <SEP> Teile <SEP> g@Cr0,) <SEP> bei <SEP> 500 <SEP> Bei der Verwendung der chromathaltigen Salzschmelzbäder als Abschreckmittel beim Patentierverfahren für Stahldrähte werden also die durch Korrosion entstehenden Werk stoffverluste um ein Vielfaches gegenüber den bekannten Verfahren, bei denen Luft oder flüssiges Blei als Abschreckmittel die nen, vermindert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Abschrecken von Stahl drähten beim Patentierverfahren, dadurch gekennzeichnet, dass als Abscllreckmittel ein in einer beispielsweise aus 63 Teilen Ka- liuinbichromat und 37 Teilen Kaliummono- ehromat bestehenden Schmelze abgeschreck ten Stahldrähte weisen dieselben mechani schen Eigenschaften auf wie solche Drähte, deren Abselireckung in Luft. oder einem Bleibade erfolgt ist.Eingehende Versuche haben jedoch bewiesen, dass sie in bezug auf Korrosionsbeständigkeit den letzteren weit überlegen sind. -Wie aus der nachfolgenden Zahlentafel hervorgeht, ist der Werkstoffverlust durch Rostbildung bei mehrtätiger Einwirkung von Leitungswasser an Drähten, die nach Erhit_ zilng im Durchlaufofen auf etwa 1000 C in der Luft oder einem Bleibade abge- schreelit wurden. um ein Vielfaches höher als an solchen,die gemäss Erfindung in Chro- matbädern nachbehandelt wurden. Alkalibichromat und Alkalimonocbromat enthaltendes Salzsclimelzbad verwendet wird, das einen C]'relialt an Alkalimonocliromat auf weist, dessen 111eiige mindestens derjenigen entIpricht,die bei der Anwendungstempera tur des Bades durch Zersetzung von Alkali- bichromat allein auf Grund des bei dieser Temperatur bestehenden Gleichgewiclitsver- hältnisses zwischen Bichromat und llono- ehromat entstehen würde.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH211701T | 1939-01-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH211701A true CH211701A (de) | 1940-10-15 |
Family
ID=4447467
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH211701D CH211701A (de) | 1939-01-26 | 1939-01-26 | Verfahren zum Abschrecken von Stahldrähten beim Patentierverfahren. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH211701A (de) |
-
1939
- 1939-01-26 CH CH211701D patent/CH211701A/de unknown
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