CH212047A - Bandfilter mit einstellbarer Bandbreite. - Google Patents
Bandfilter mit einstellbarer Bandbreite.Info
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- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03H—IMPEDANCE NETWORKS, e.g. RESONANT CIRCUITS; RESONATORS
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- H03H9/54—Filters comprising resonators of piezoelectric or electrostrictive material
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Description
Bandfilter mit einstellbarer Bandbreite. Bandfilter für möglichst hohe Selektivi tät bestehen üblicherweise aus zwei Parallel resonanzkreisen, die mittels eines Reihen resonanzkreises geringer Dämpfung mitein ander gekoppelt sind. Die Resonanzfrequen zen der drei Schwingungskreise sind hierbei auf dieselbe Resonanzfrequenz abgestimmt. Diese Form eines Bandfilters wird besonders .dann bevorzugt, wenn der zur Kopplung die nende Reihenresonanzkreis aus einem elektro mechanischen Resonator, zum Beispiel aus einem Quarzkristall, besteht.
Die erreichbare Selektivität ist bei richtiger Bemessung der einzelnen Schaltelemente beträchtlich, sie kann aber in den bekannten Ausführungs formen der Filter nur schlecht wahlweise ge ändert werden, weil dieBandbreite durch den Quarzkristall gegeben ist, dessen Eigenschaf ten gegeben und nicht veränderbar sind. Beispielsweise hat man vorgeschlagen, zur Einstellung der Bandbreite einen oder beide Parallelresonanzkreise gegenüber der Quarz frequenz zu verstimmen.
Wird nur einer der greise verstimmt, so erhält man wohl eine etwas andere Brandbreite aber gleichzeitig auch eine bezüglich der mittleren Durchlass- frequenz stark unsymmetrische Filterkurve.
Verstimmt man hingegen beide Parallelreso- nanzkreise bezüglich der Quarzfrequenz gegensinnig, so wird die Änderung der Band breite sich dadurch äussern, dass die Filter kurve auf beiden Seiten ihres mittleren schar fen Maximums mehr oder weniger ausge prägte "Schultern" bekommt. Eine technisch brauchbare Bandbreitenänderung verlangt je doch, dass der Verlauf der Filterkurve seiner Grundform nach gleich bleibt und dass fer ner die Bandbreite in einem möglichst gro ssen Bereich von etwa 1 : 5 oder mehr konti nuierlich einstellbar ist.
Die bisher bekann ten Quarzfilter vermochten diesen Anforde rungen nicht zu genügen, und es ist Zweck der vorliegenden Erfindung, ein Bandfilter zu bauen, welches die Beseitigung dieser Mängel .der bekannten Filter ermöglicht.
Bei dem erfindungsgemässen Bandfilter sind zwei Parallelresonanzkreise wenigstens teilweise über einen Reihenresonanzkreis ge- ringer Dämpfung gekoppelt, wobei zwecks Änderung der Bandteile die Resonanzfre quenzen der drei Schwingungskreise prak tisch unverändert und je gleich gross belassen werden und wenigstens einer der beiden Par allelresonanzkreise mit einer einstellbaren Dämpfung versehen ist. Ausführungsbei spiele der Erfindung werden nachfolgend an Hand der in der Zeichnung schematisch wie dergegebenen Schaltungen und einer graphi schen Darstellung von Filterkurven näher er läutert.
Bei den Schaltungen nach Fig. 1 und \? sind die Eingangsklemmen des Filters mit. e, die Ausgangsklemmen mit a bezeichnet. Der eingangsseitige Parallelresonanzkreis be steht in beiden Schaltungen aus einer Selbst induktion Li und einer zu ihr parallel ge schalteten Kapazität Ci. In gleicher Weise ist der ausgangsseitige Parallelresonanzkreis aus L2 und C2 aufgebaut. Die Kopplung die ser beiden Sch-,vingungskreise erfolgt über den Quarzkristall Q, dessen Ersatzschaltbild bekanntlich aus einem Reihenresonanzkreis geringer Dämpfung besteht.
In Fig. 1 ist die unvermeidliche Parallel kapazität des Quarzes mittels einer Neutrali- sationskapazität Co unschädlich gemacht, die mit dem Quarz die beiden Arme einer elektrischen Brückenschaltung bildet, die über die Ankopplungsspule 12 mit dem trans formierten Wechselstromwiderstand des Pa.r- allelresonanzkreises L2,<I>C2</I> belastet ist.
Die durch den Mittelabgriff m hergestellte und durch den Schwingungskreis Li, Ci gespeiste Brücke ist an die Eingangsklemmen e mittels der Spule 1i induktiv angekoppelt. Die Kopp lung zwischen 1i und Li einerseits und zwi schen 12 und L2 anderseits wird zweck mässig zur genauen Abgleichung des Filters veränderlich ausgeführt.
In der einen Brük- kendiagonale liegt nun ferner ein einstell barer Hochohmwiderstand Ri, der durch einen in Reihe mit ihm befindlichen Schalter s im Bedarfsfall gänzlich abgeschaltet werden kann. Bei geöffnetem Schalter s hat man also ein durchaus bekanntes Quarzfilter vor sich, bei welchem man wie üblich versuchen könnte, die Bandbreite durch Verstimmen von Li, Ci oder L2, C2 einzustellen.
Dabei ist zu beachten, dass bei einer Verstimmung von Li, Ci und bei richtig abgeglichener Ka pazität Co die Bandbreite mit zunehmender Verstimmung geringer wird, wobei gleichzei tig unsymmetrische Resonanzkurven erhalten werden. Im Gegensatz dazu werden jedoch die Eigenfrequenzen von Li, Ci, <I>L2,</I> C2 stets gleich derjenigen des Quarzes Q gewählt. Bei geöffnetem Schalter s wird unter diesen Umständen die grösste Bandbreite erhalten, weil ein hoher Resonanzstrom im Quarz Q wegen des hohen Wechselstromwiderstandes von Li, Ci für Resonanz nicht fliessen kann.
Legt man nun den Schalter s ein und dämpft den Schwingkreis Li, Ci, so wird mit zuneh mender Dämpfung, das heisst mit geringerem Widerstand Ri der Resonanzwiderstand des Schwingungskreises Li, Ci, Ri geringer. Der geringere Widerstand hat aber zur Folge, dass sich ein grösserer Resonanzstrom im Quarz Q ausbilden kann und es wird daher mit wachsender Dämpfung von Li, Ci die Bandbreite abnehmen, ohne dass die bei den üblichen, nicht gedämpften Filtern beobach teten Mängel auftreten.
In der Fig. 3 sind Kurven wiedergegeben, die mit dem Filter nach Fig. 1 erhalten wurden. Die Eingangs klemmen e des Filters wurden unmittelbar von einer Hocbfrequenzpentode gespeist, wäh rend die Ausgangsklemmen a direkt den Git terkreis einer nachfolgenden leistungslos ge steuerten Verstärkerröhre bildeten. In der Fig. 3 ist in der Ordinatenrichtung die Ver stärkung des Filters in Db (Dezibel) aufge tragen.
Die Abszissenrichtung besitzt eine Frequenzteilung in KHz (Kilohertz) und zeigt die Abweichung der Frequenz von der gemeinsamen Resonanzfrequenz der drei Schwingungskreise, die etwa 100 KHz be trägt. Bei optimaler Kopplung zwischen<B>11</B> und Li und zwischen 12 und L2 ist der Wi derstand Ri für die Kurve 1 in Fig. 3 prak tisch unendlich, für die Kurve 2 50000 S2 und für die Kurve 3 etwa 10000 92.
Die Selbstinduktion von Li und L2 war je 4,54 mH (Millihenry) und die Kapazität von Ci und C2 je 550 pF. Die Neutralisations- kapazität betrug etwa 25 pF. Die Kurven in Fig. 3 zeigen deutlich,
dass die Regelung der Bandbreite keine wesentlich unsymmetri schen Durchlasskurven erzeugt und die Flan kensteilheit der Kurven bei grundsätzlich gleichbleibendem Verlauf kontinuierlich ge ändert werden kann.
Ein weiteres Filter mit ähnlichen Eigen schaften ist in Fig. 2 wiedergegeben, in wel chem die Parallelkapazität des Quarzes Q kompensiert gedacht ist. Die beiden Parallel resonanzkreise Li, Ci und L2, C2 bilden un mittelbar je den Eingang bezw. Ausgang des Filters.
Der Quarzkristall Q liegt im Zuge einer Kopplungsleitung 1, welche beispiels weise mittels .der Spulen 1i und 1.2 die beiden Parallelresonanzkreise miteinander koppelt. Die Kopplungen zwischen den Spulen wer den zweckmässig veränderlich gewählt, um das Filter einmalig abzugleichen. Eine feste Kopplung bei richtigem Übersetzungsverhält- nis der beiden Transformatoren erzielt Je doch die besten Resultate. Die Resonanzfre quenzen der drei Schwingungskreise sind, wie in Fig. 1, sämtlich gleich gross.
Weil in die ser Ausführungsform des Filters die Re sonanzwiderstände beider Parallelresonanz kreise die Ausbildung eines hohen Resonanz stromes durch den Quarz verhindern, müssen auch beide Parallelresonanzkreise zusätzlich gedämpft werden. Die Widerstände Ri und R2 sind daher gleichsinnig zu verändern, um die Bandbreite zu regeln.
Die Dämpfung der Parallelresonanzkreise ist auf verschiedene Weise möglich. Es wäre denkbar, jeweils in Reihe mit der Induktivi- tät einen veränderlichen Widerstand zu legen damit in diesem Fall bei zunehmendem Wi derstand der Resonanzkreis stärker gedämpft wird. Besser ist es jedoch, wie dies auch in Fig.1 und 2 dargestellt ist, parallel zu Selbst induktion und Kapazität einen regelbaren Widerstand zu legen, so dass die Dämpfung mit abnehmendem Widerstand wächst. Durch einen in Reihe mit dem Widerstand liegenden Schalter hat man es dann leicht in der Hand, die grösstmögliche Bandbreite zu erhalten.
Die Paralleldämpfung gibt ausserdem prakti schere Werte für .den Dämpfungswiderstand, weil sie in der Grössenordnung von 104 bis 108 ,S2 liegen, während bei reihengeschalteten Widerständen nur wenige Ohm erforderlich wären, so dass' Kontaktwiderstände schon eine wesentliche Rolle spielen können. An Stelle eines Quarzkristalles kann man selbstver ständlich auch einen andern elektromechani schen Resonator verwenden. Ferner kann man .den Resonator auch durch einen gewöhn lichen Reihenresonanzkreis ersetzen.
Die be schriebene Bandbreitenregelung arbeitet je doch nur dann zuverlässig, wenn die ur sprüngliche Dämpfung des Reihenresonanz kreises um mindestens eine Zehnerpotenz ge ringer ist, als die Dämpfung der beiden Par allelresonanzkreise.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Bandfilter mit einstellbarer Bandbreite, bei welchem zwei Parallelresonanzkreise we nigstens teilweise über einen Reihenresonanz kreis geringer Dämpfung miteinander gekop pelt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Resonanzfrequenzen der drei Schwingungs kreise zwecks Änderung der Bandbreite des Filters praktisch unverändert und je gleich gross belassen werden und wenigstens einer der beiden Parallelresonanzkreise mit einer einstellbaren Dämpfung versehen ist. UNTERANSPRüCHE 1.Bandfilter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfung des Reihenresonanzkreises um wenigstens eine Zehnerpotenz geringer ist als die geringste Dämpfung der beiden Parallelresonanz kreise., z. Bandfilter nach Unteranspruch 1, dadurcb gekennzeichnet, dass die beiden Parallel resonanzkreise aus Spulen und Konden satoren aufgebaut sind und der Reihen resonanzkreis aus einem elektromechani schen Resonator besteht. 3. Bandfilter nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Reihenresonanz- kreis mittels eines Quarzkristalles aufge baut ist. 4.Bandfilter nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die unvermeidliche Parallellzapazität des Reihenresonanzkrei- ses in einer Brückenschaltung mittels einer zusätzlichen Kapazität, neutralisiert ist, und dass zwecks Änderung der Bandbreite nur der die Brückenschaltung speisende Parallelresonanzkreis hinsichtlich seiner Dämpfung veränderlich ist. 5.Bandfilter nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Reihenresonanz- kreis geringer Dämpfung im Zuge einer Kopplungsleitung liegt, welche die beiden Parallelresonanzkreise miteinander kop peln, und dass die Dämpfung der beiden Parallelresonanzkreise zur Einstellung der Bandfilter in gleichem Sinne veränderlich sind. 6.Bandfilter nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Änderung der Dämpfung wenigstens eines der Parallel resonanzkreise ein veränderlicher Ohm- scher Widerstand dient, der parallel zu Spule und Kondensator des Schwingungs kreises liegt. 7. Bandfilter nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihe mit dem ver änderlichen Widerstand ein Schalter liegt, so dass bei ausgeschaltetem Widerstand die grösste Bandbreite des Filters hergestellt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH212047T | 1940-02-03 |
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|---|---|
| CH212047A true CH212047A (de) | 1940-10-31 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH212047D CH212047A (de) | 1940-02-03 | 1940-02-03 | Bandfilter mit einstellbarer Bandbreite. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH212047A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1293353B (de) * | 1953-02-13 | 1969-04-24 | Drexler | Kettenfilter aus wenigstens vier ueber Reaktanzen gekoppelten, in den Querzweigen angeordneten und gleich abgestimmten Parallelresonanzkreisen |
-
1940
- 1940-02-03 CH CH212047D patent/CH212047A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1293353B (de) * | 1953-02-13 | 1969-04-24 | Drexler | Kettenfilter aus wenigstens vier ueber Reaktanzen gekoppelten, in den Querzweigen angeordneten und gleich abgestimmten Parallelresonanzkreisen |
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