CH213065A - Verfahren zur Herstellung eines harzartigen Kondensationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines harzartigen Kondensationsproduktes.

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CH213065A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines harzartigen Kondensationsproduktes.    Es     -wurde    gefunden, dass man zu wert  vollen harzartigen Kondensationsprodukten  gelangt, wenn man auf Verbindungen, die  einen fünfgliedrigen     heterocyclischen    Ring  mit zwei Doppelbindungen und mindestens  zwei am     Heteroring    sitzende Wasserstoff  atome, aber keine     Aldehydgruppe    enthalten,       aliphatische    oder aromatische Aldehyde, ins  besondere niedrig molekulare Aldehyde,       bezw.        aldehydabgebende    Stoffe unter so  energischen Bedingungen einwirken lässt, dass  auch in der Wärme harte,     unschmelzbare,

       unlösliche und undurchsichtige harzartige  Kondensationsprodukte sich bilden.  



  Die Reaktion kann in An- oder Abwesen  heit von Verdünnungsmitteln vorgenommen  werden. Im allgemeinen wirkt der Zusatz  von sauren Mitteln beschleunigend, der von  alkalisch wirkenden Mitteln verzögernd auf  die     Kondensationsreaktion    ein. Man hat es  daher je nach Reaktionsfähigkeit der zu kon  densierenden Reaktionskomponente in der    Hand, durch Zusatz entweder von sauren  oder von alkalisch wirkenden Mitteln den  Verlauf der Kondensationsreaktion in der ge  wünschten Weise abzustimmen.  



  Die Kondensation kann auch stufenweise  durchgeführt werden, wobei man die- lösliche       Alkylolverbindung    festhalten kann. In jedem  Fall muss die Überführung in den harten,       unschmelzbaren,    unlöslichen und undurch  sichtigen Endzustand durch Anwendung  energischer     Bedingungen    bewirkt werden, sei  es durch eine besonders lange Zeitdauer, An  wendung erhöhter, meist über<B>100'</B> C lie  gender Temperaturen, erhöhten Druckes oder  auch durch Arbeiten in starker Konzentra  tion der Reaktionskomponenten oder entspre  chende Regulierung der     Acidität.     



  Man kann bei diesem Verfahren auch an  dere mit Aldehyden     kondensierbare    Körper;  z. B. Harnstoff und seine Abkömmlinge, wie       Thioharnstoff,        N-substituierte    Harnstoffe  und     Guanidin,        Dicyandiamid,        Amine    von      sechsgliedrigen und fünfgliedrigen     hetero-          cyclischen    Ringsystemen, z. B.

   Melanin;       Diamino-pyrimidin,        Phenylguanazol,        bezw.     die entsprechenden     Hydrazinverbindungen,     ferner Sulfonamide, Mono- und     Polycarbon-          säureamide,    Anilin,     Phenole    usw. den Re  aktionskomponenten zusetzen. Man hat es  auf diese Weise in der Hand, die Eigenschaf  ten der Reaktionsprodukte in verschiedenen  Richtungen abzuwandeln.  



  Als geeignete Reaktionskomponenten  seien beispielsweise     Furan,        Pyrrol,        N-Methyl-          pyrrol,        Pyrazol,        N-Phenylpyrazol,        Thiazol,          Imidazol,        N-blethylimidazol,        N-Phenylimid-          azol,        Furfuralkohol    und dergleichen genannt.  



  Die so erhaltenen Kondensationsprodukte  sind harzartige Körper, vielfach nach Art  der     Phenolformaldehyd    - Kondensationspro  dukte und stellen meist dunkle, undurchsich  tige,     unschmelzbare,    in allen gebräuchlichen  Lösungsmitteln unlösliche Massen von     be-          träehtlicher        mechanischer        Festigkeit;    und her  vorragender     chemischer        Widerstandsfähig-          keit    dar.  



  Gegenüber den     Plienolformalclehyd-Kon-          densationsprodukten    zeichnen sie sich beson  ders durch ihre Widerstandsfähigkeit gegen  kochendes Wasser sowie gegen Säuren und  Alkalien aus, was vermutlich darauf zurück  zuführen ist, dass bei vorliegenden Konden  sationsprodukten die freien     Hydroxylgruppen     der     Phenolformaldehyd    - Kondensationspro  dukte fehlen.  



  Die nach diesem Verfahren erhältlichen  Produkte können zur Herstellung von plasti  schen Massen,     Pressmassen,    Klebstoffen,  Lacken, Filmen und sonstigen     Kunststoffen     Verwendung finden.  



  Ferner ist es möglich, die nach vorlie  gendem Verfahren erhaltenen harzartigen  Kondensationsprodukte in Mischung mit an-         dern    Natur- oder Kunstharzen, z. B. Phenol-,  Harnstoff-,     Aminotriazin-,    Anilin-,     Alkyd-          oder        Ketonharzen    zu verwenden.  



  Vorliegendes Patent bezieht sich nun auf  ein Verfahren zur Herstellung eines harz  artigen Kondensationsproduktes, dadurch ge  kennzeichnet, dass man     Furan    mit Formalde  hyd     derart    kondensiert, dass man ein Kon  densationsprodukt erhält, welches ein schwar  zes, hartes Harz ist, das eine sehr gute Be  ständigkeit gegen Laugen und Säuren be  sitzt.  



  <I>Beispiel:</I>  Zu einer Lösung von 7 Teilen     Furan    der       Formel     
EMI0002.0046     
    in etwa 70 Teilen Alkohol, die mit etwas  Salzsäure versetzt ist, werden 25     Teile    einer  30%igen     wässerigen        Formaldehydlösung    ge  geben. Die Reaktionslösung wird nach ein  tätigem Stehen bei Zimmertemperatur bei  zirka 90   C     eingedunstet    und das zurück  bleibende Harz noch einige Zeit einer Tem  peratur von zirka<B>130</B>   C ausgesetzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines harz artigen Kondensationsproduktes, dadurch ge kennzeichnet, dass man Furan mit Formalde hyd derart kondensiert, dass man ein Kon densationsprodukt erhält, welches ein schwar zes, hartes Harz ist, das eine sehr gute Be ständigkeit gegen Laugen und Säuren besitzt.
CH213065D 1938-02-17 1939-01-25 Verfahren zur Herstellung eines harzartigen Kondensationsproduktes. CH213065A (de)

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