CH213076A - Zur Abgabe von Einzelfeuer dienende Hilfsvorrichtung an selbsttätigen Feuerwaffen, z. B. Maschinengewehren. - Google Patents
Zur Abgabe von Einzelfeuer dienende Hilfsvorrichtung an selbsttätigen Feuerwaffen, z. B. Maschinengewehren.Info
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Description
Zur Abgabe von Einzelfeuer dienende Hilfsvorriehtung an selbsttätigen Feuerwaffen, z. B. Maschinengewehren. Es ist bekannt, an Maschinengewehren die Abzugsvorrichtung so auszubilden, dass an Stelle von Schussserien auch Einzelfeuer ge geben werden kann. Hierzu wurde bisher der für Dauerfeuerabgabe bestimmte Abzug im voraus zweckentsprechend, unter Zuhilfe nahme weiterer, die Abgabe von Einzelfeuer ermöglichender, am Maschinengewehr anzu ordnender Bewegungsteile ausgestaltet.
Im Gegensatz hierzu kann die zur Ab gabe von Einzelfeuer dienende Hilfsvorrich tung an selbsttätigen Feuerwaffen, zum Bei spiel Maschinengewehren gemäss der Erfin dung nachträglich angebaut werden, wozu dem zur Abgabe von Dauerfeuer vorgesehenen Abzug ein Hilfsabzug zugeordnet ist, wel cher beim Verstellen aus der Ruhestellung durch ein einseitig wirksames Sperrglied den Abzug auf einer gewissen Bewegungsstrecke mitnimmt. bis er den Schlagbolzen, zwecks .@.ulösung eines Schusses.
freigegeben hat, und die Bewegungsbahnen des Hilfsabzuges lind des Abzuges sich schneiden, worauf Ab- Z-, und Flilfsabzug in ihre Ruhestellung zurückkehren, wobei das Sperrglied des Hilfs abzuges den Abzug wirkungslos,verlässt.
Es können somit zum Beispiel bestehende Maschinengewehre in einfacher Weise nach träglich zur Abgabe von Einzelfeuer einge richtet bezw. ergänzt werden.
Zur Erläuterung der Erfindung soll nun ein Ausführungsbeispiel bei einem rückstoss- betätigten Maschinengewehr mit Kniehebel verschluss und Abzugsvorrichtung der Druck tastenbauart an Hand der Zeichnung aus führlich beschrieben werden.
Fig. 1 ist eine Rückansicht eines Maschi nengewehres der Magim Bauart mit angebau ter Hilfsvorrichtung gemäss der Erfindung; Fig. 2 ist eine teils im Schnitt gezeich nete Seitenansicht derselben Vorrichtung in der Ruhestellung; Fig. 3 ist eine Fig. 2 entsprechende An sicht der Abzugsvorrichtung in Wirkungs stellung; Fig. 4 ist eine teils im Schnitt gezeich nete Seitenansicht einer Hilfsvorrichtung ge- mäss der Erfindung bei einem Maschinen gewehr der Vickers Bauart.
In der Zeichnung bezeichnet 1 die Rück wand eines Verschlusskastens finit dein aussen angebrachten Ansatzstück 4; 2 ist die Sei tenwand des Kastens; 3 bezeichnet die Hand haben, 6 den schwenkbar am Ansatzstück 4 mit Hilfe des finit Mutter gesicherten Schrau- henbolzens 5 befestigten Abzugshebel;
21 ist der Abzugsteller des Abzuges 6, 8 die federbelastete Abzugssicherung, die sich in der Ruhestellung dem Abzugshebel 6 vor legt, und 7 ist die Druckfeder, die den Ab zug 6 nach Betätigung wieder in die von der Sicherung 8 gesperrte Ruhestellung zix- rückbewegt.
In Fig. 2 und 3 bezeichnet 9 die Ab- zug-sstange, an (lc@r der Abzug (i unmittelbar angreift, während in Fig. 4 der Abzug 6 mit telbar durch das Zwischenstück 34 und den Abzugszwisehenhehel 37. auf die Abzugs stange 23 wirkt.
Die abgebildete Hilfsvorrichtung besitzt ein U-förmiges Passstück 10 mit dem Ansatz 26 und dem Federwiderlager 27, den Hilfs- abzugshebel 12 mit der Flügeltaste 24 (Fig. 1 bis 3) oder dem Hilfsabzugsteller 25 (Fig. 4) und gegabelten unterem Ende zum Aufschieben desselben auf das Ansatz stück 26, an welchem der Hilfsabzugshebel 12 mit Hilfe des Bolzens 11 angelenkt ist, eine Druckfeder 13,
die zwischen dem Hilfs- a.bzugshebel 12 und dem Widerlager 27 ge lagert ist und den Hebel 12 nach seiner Be tätigung in die Ruhelage zurückdrückt, eine Klinke 14, die um den Stift 1 5 drehbar in einem Einschnitt 28 am obern Ende des He bels 12 untergebracht ist, einen Anschlag 16 (Fig. 1 bis 3) bezw. einer flachen Auf lagefläche 29 (Fig. 4) zwischen den Wänden des Einschnittes 28, wodurch der Drehwinkel der Klinke 14 nach hinten begrenzt ist, und eine im Hebel 12 liegenden Druckfeder 17.
die die Klinke 14 normalerweise gegen den Anschlag 16 bezw. die Auflagefläche 29 drückt.
Das Passstück 10 wird über das Ansatz stück 4 und das untere gegabelte Ende des Abzugshebels 6 übergeschoben und mit Hilfe des Schraubenbolzens 5 befestigt, der durch die zweckmässig etwas nach oben und unten zur vertikalen Einstellung des Hebels 12 in bezug auf den Bolzen 5 ausgeweiteten Bohr löcher 20 hindurchgesteckt und mit einer Mutter festgeschraubt wird. Die Klinke 14 greift in der Ruhestellung der Abzugshebel f> und 12 über die Unterkante des Abzugs tellers 21 in der in Fig. 2 und 4 klar er sichtlichen Weise hinüber.
In Fig. 3 und 4 zeigt die punktierte Linie 18 die Bahnkurve der Unterkante des Ab zugstellers 21 um die Drehachse des Bolzens a und die punktierte Linie 19 die Bahnkurve der Oberkante der Klinke 14 um die Dreh achse des Bolzens 11. Der Schnittpunkt der beiden Bahnkurven liegt bei 30.
Die Wirkungsweise dieser Einzelfeuer einrichtung ist wie folgt: Der Schütze ent sichert zunächst den Abzug 6 durch Anheben der Sicherung B. Dann drückt er die Flügel :.)4 (Fig. 1 bis 3) oder den Teller 25 (Fig. 4) des Hilfsabzuges 12 naeli vorn. so dass der Hilfsabzug um den Bolzen 11 nach vorn schwenkt.
Die Klinke 14, die gegen den An schlag 16 (Fig. 1 bis 3) bezw. die Auflage fläche 29 (Fig. 4) fest anliegt. und somit während des Vordrückens des Hilfsabzuges 12 eine starre Fortsetzung desselben nach oben bildet, bewegt sich mit ihrer Oberkante längs der Bahnkurve 19, wobei der Abzugs teller 21 zunächst mitgenommen wird.
Beim weiteren Durchdrücken des Hilfs abzuges 12 erreichen die Oberkante der Klinke 14 und die Unterkante des Tellers 21 den Schnittpunkt 30 ihrer diesbezilglielien Bahnkurven 18 und 19. In dieser Stellung wird der Schlagbolzen freigegeben und ein Schuss ausgelöst. Unmittelbar darauf beim weiteren Durchdrücken des Hilfsabzuges 12 gibt die Flinke den Teller und somit den Abzug 6 f rei, so dass derselbe dem Druck der Feder 7 folgend in seine Ruhestellung (Fig. 2 und 4) zurückschnellt, ehe das Schloss wieder in der Feuerstellung angekommen ist und eine weitere Patrone im Lauf liegt.
In dem Ausführungsbeispiel kann die Lage des Schnittpunktes 30 der Bahnkurven 1.8 und 19 durch vertikale Verschiebung des Passstiickes 10 in bezug auf die Achse des Bolzens 5 verändert werden, wodurch es möglich ist, bei jedem Gewehr den Augen blick der Freigabe des Abzuges durch die Klinke 14 genau auf den Augenblick der Schussauslösung abzustimmen.
Sobald der Hilfsabzug 12 vom Schützen losgelassen wird, drückt die Feder 13 den selben in die in Fig. 23 gezeigte Anfangs stellung zurück, die durch das Anlegen der Auflagefläche 32 gegen die hintere Fläche des LTberwurfstückes 10 bestimmt wird. Da bei wird die Klinke 14 beim Vorbeistreifen an der Unterkante des Tellers 21 längs der Bahn 19 in den Einschnitt des Hebels 12 hineingedrückt, und schnappt dann unter dem Druch der Feder 17 wieder hoch, sobald sie von der Tellerkante freikommt.
Die abgebildete Form und Anordnung des Abzuges 6 und Hilfsabzuges 12 ist deswegen besonders zweckmässig, weil die beiden Ab züge in der in Fig. 2 und 4 gezeigten Ruhe stellung einander nicht überdecken, so dass die unmittelbare Betätigung des Abzugs tellers 21 zur Abgabe von Dauerfeuer durch das Vorhandensein des Hilfsabzuges nicht er schwert wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Zur Abgabe von Einzelfeuer dienende Hilfsvorrichtung an selbsttätigen Feuer waffen, z. B. Maschinengewehren, dadurch gekennzeichnet, dass dem zur Abgabe von Dauerfeuer vorgesehenen Abzug ein Hilfs abzug zugeordnet ist, welcher beim Verstellen aus der Ruhestellung durch ein einseitig wirksames Sperrglied den Abzug auf einer gewissen Bewegungsstrecke mitnimmt, bis er den Schlagbolzen, zwecks Auslösung eines Schusses, freigegeben hat und die Bewe gungsbahnen des Hilfsabzuges und des Ab zuges sich schneiden, worauf Abzug und Hilfsabzug in ihre Ruhestellung zurück kehren, wobei das Sperrglied des Hilfs abzuges den Abzug wirkungslos verlässt. UNTERANSPRüCHE: 1.Hilfsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass am Hilfs abzug (12) eine federbelastete Klinke (14) als einseitig wirksames Sperrglied gelagert ist. 2. Hilfsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfs abzug (12) an einem Passstück (10) schwenkbar gelagert ist, welches auf ein am Gewehrkasten vorgesehenes, den ver- schwenkbaren Abzug (6) tragendes An satzstück (4) aufgesetzt ist, auf welchem das Passstück (10) verstellbar ist.3. Hilfsvorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Pass- stück (10) in dem Sinne auf dem Ansatz stück (4) verstellbar ist, dass der Schnitt punkt der Bewegungsbahnen (18,19) von Abzug (6) und Hilfsabzug (12) verlegt werden kann. 4. Hilfsvorrichtung nach Patentanspruch,da- durch gekennzeichnet, dass die Schwenk achse (11) des Hilfsabzuges (12) sich vor der Schwenkachse (5) des Abzuges (6) befindet, und dass Abzug (6) und Hilfs abzug (12) in der Ruhestellung einan der nicht überdecken, so dass die Betäti gung des Abzuges (6) nicht durch den Hilfsabzug (12) behindert ist.
Applications Claiming Priority (1)
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ID=4448062
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH213076D CH213076A (de) | 1939-09-13 | 1939-09-13 | Zur Abgabe von Einzelfeuer dienende Hilfsvorrichtung an selbsttätigen Feuerwaffen, z. B. Maschinengewehren. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
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| CH (1) | CH213076A (de) |
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- BE BE436365D patent/BE436365A/xx unknown
-
1939
- 1939-09-13 CH CH213076D patent/CH213076A/de unknown
Also Published As
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|---|---|
| BE436365A (de) |
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