CH213096A - Verfahren und Düse zur Herstellung von langgestreckten Erzeugnissen mit scharfen Kanten aus plastischen Massen. - Google Patents
Verfahren und Düse zur Herstellung von langgestreckten Erzeugnissen mit scharfen Kanten aus plastischen Massen.Info
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Description
Verfahren und Düse zur Herstellung von langgestreekten Erzeugnissen mit scharfen Kanten aus plastischen Massen. Es ist bereits vielfach versucht worden, Fäden, Schnüre, Bänder oder andere lang- gestreckte Erzeugnisse mit scharfen Kanten dadurch herzustellen, dass plastische Massen, zum Beispiel natürliche oder künstliche Dis persionen, Emulsionen, Lösungen, durch Düsen in ein Medium hineingespritzt werden, in welchem die ausgespritzte Masse erhärtet. Hierbei wurde so verfahren, dass man die Masse aus Düsen mit von innen gesehen kon- vexen, das heisst nach der Düsenachse hin eingezogenen Innenflächen herauspresste. Damit sollte die durch den PreBdruck erzeugte Materialquellung beim Austritt aus der Düse beseitigt bezw. begrenzt werden. Wenn man dabei zum Beispiel scharfkantige Fäden aus Kautschukdispersionen und dergleichen oder aus Mischungen daraus herstellen wollte, so mu ! 3te die Düsenlänge ziemlieh gross gewählt werden, damit eine wesentliche Koagulation schon innerhalb der Düse statt- finden kann, weil sonst die kantige Form sofort beim Austritt aus der Düse verloren geht. Bei Eautschuklösungen treten wegen der in den Spitzen zwischen den konvexen Düseninnenflächen einer solch scharfkanti- gen langen Düse auftretenden Reibung Hemmungen ein, die die scharfen Kanten des entstehenden Profils rauh machen. Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren nebst Vorrichtung, die es ermög- lichen, bei der Herstellung von scharfkantigen langgestreckten Erzeugnissen, wie zum Beispiel Fäden aus plastischen Massen, insbesondere aus Latex bezw. Kautschukdispersionen künstlicher oder natürlicher Art, Kautschuklösungen, Emulsionen und dergleichen zunächst die bei einem kantien Profil benötigten scharfen Kanten zu erzeugen und dadurch die vorstehend genannten Nachteile zu vermeiden. Nach der Erfindung wird in der Weise verfahren, dass die Masse aus einer eckigen Düse derart ausgespritzt wird. dass für jeden Querschnitt des Stranges die scharfen Kanten des zu spritzenden Erzeugnisses die Düse eher verlassen als die Seitenfläehen. Dadurch wird ein zeitlicher Unterschied zwischen dem Austritt der Kanten und dem der Seitenflä- ehen ein und desselben Querschnittes erreicht. Die zur Durchfiihrung des Verfahrens dienende erfindungsgemässe Düse hat eine nach aussen vorspringende, zum Beispiel ka lottenförmige, Wölbung und ist so ausgebil- det, dass der ausgepresste Strang von zum Beispiel rechteckigem, polygonalem, sternförmigem oder anderem eckigen Querschnitt die Oberfläche der Düsenwölbung in einer Offnung durchdringt, deren die Kanten des Stranges bildende Ecken in der Richtung des Austrittes gegenüber den Seitenkanten der Offnung zurückliegen, so dass die Kanten des Stranges die C) ffnung friiher verlassen und demgemäss früher erhärten als die Sei tenflächen. Hierdurch wird zum Beispiel bei einem Kautschukfaden aus Lösung die Hemmung an der Kante eher aufgehoben wie an den Seitenflächen. Die Kante kann sich ruhig bilden und verlässt dann mit derselben Geschwindigkeit die Düse wie der innere Kern des entstehenden Fadens. Beim Herstellen eines Kautschukfadens aus Dispersionen dagegen kann die aus der Düse an den Kanten austretende Dispersion eher als die Seitenflächen mit dem Koagulationsmittel in Verbindung gebracht werden, wodurch die Kanten schon erhärtet sind, wenn die Seitenflächen beginnen auszutreten und zu koagu- lieren. Eine Deformation über das zugelassene Mass hinaus, also zum Beispiel mehr als die Quellung bis zur Ausfüllung eines viereckigen Querschnittes, ist demnach bei beiden Ausfthrungsbeispielen nicht mehr mög- lich. Bei einer besonderen Ausführungsform der Düse gehen die Mantelfläehen der Düsen- öffnnng nach aussen auseinander, derart. dass die Innenkanten der Austrittsöffnung der Achs näher liegen als die Aussenkanten. Die Zeiehnung zeigt einige Ausführung- boispiele der erfindungsgemässen Düse. Fig. l bis 3 zeigen eine Düse mit kalottenförmigem Vorsprung, und zwar in Fig. 1 und 2 in einem diagonalen und einem parallel zu einer Seitenkante der Austrittsöffnung gerichte- ten Querschnitt, in Fig. 3 die Unteransicht der Düse, das heisst die Ansicht der Diise von aussen. Fig. 4 zeigt in ITnteransicht eine gleich- artige Düse wie nach Fig. 1 bis 3, jedoch mit sternförmigem Querschnitt der Austrittsöff- nung. Fig. 5 und 6 zeigen die beiden entspre chenden Diisen mit nach aussen auseinander- gehenden Mantelflächen der Düsenöffnungen. Die Dtisenplatte a, die auch für Rautschukdispersionen verhältnismässig dünn gehalten werden kann, ist nach aussen zu einer Kalotte b aufgetrieben. In die Kalotte ist die Düsenöffnung eingeschnitten, welche aus ebenen Flächen ci, es, es, C4 zusammengesetzt ist, die an den Kanten e zusammenstoBen. Dureh die Kalottenform ist die Zeit der Rei bung (ler plastischen lliasse an der Düsen- wandung so bestimmt, dass die Kanten des Profils zuerst frei werden. Die Düseninnenwandungen können auch durch zusammengesetzte ebene Fläehen gebildet werden, wie bei d angedeutet, oder auch gekrümmt ausgeführt sein. Auch emp fiehlt es sich, die Dusenoffnungen gemäss Fig. 5 und 6 nach aussen hin erweitert aus- zuführen, um beim Austritt des Fadenquerschnittes die Trennung des Fadens von der Düsenwandung zu erleichtern und den Rei bungsweg zu verkleinern. Durch das neue Verfahren können nicht allein Fäden, sondern auch Bänder, Leisten und sonstige langgestreckte Erzeugnisse hergestellt werden, beispielsweise als Diebtungs- bänder oder als Verzierungsleisten.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von langge streckten Erzeugnissen mit scharfen Kanten aus plastischen Massen dadurch, daB die plastische Masse durch eine Düse in ein Medium hineingespritzt wird, in welchem die ausgespritzte Masse erhärtet, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse aus einer eckigen Düse derart ausgespritzt wird, dass für jeden Quer- schnitt des Stranges die scharfen Kanten des zu spritzenden Erzeugnisses die Düse eher verlassen als die Seitenflächen.II. Düse zur Durchfiihrung des Verfahrens gemäB Patentanspruch I mit nach auben vorspringender Wölbung zum Herstellen scharfkantiger langgestreckter Erzeug nisse aus einer plastischen Masse, die beim Austreten aus der Düse mit einem sie erhärtenden Koagulationsmittel in Berührung gebracht wird, dadurch ge kennzeichnet, daB der ausgepresste Strang von eckigem Querschnitt die Oberfläche der Düsenwolbung in einer Öffnung durchdringt, deren die Kanten des Stran ges bildende Ecken in der Richtung des Austrittes gegenüber den Seitenkanten der Öffnung zurückliegen, so dass die Kanten des Stranges die Offnung früher verlassen und demgemäB früher erhärten als die Seitenflächen.UNTERANSPRUCH : Düse nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, daB die Mantelflächen der Düsenoffnung nach auBen auseinandergehen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE213096X | 1938-07-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH213096A true CH213096A (de) | 1941-01-15 |
Family
ID=5811465
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH213096D CH213096A (de) | 1938-07-09 | 1939-06-01 | Verfahren und Düse zur Herstellung von langgestreckten Erzeugnissen mit scharfen Kanten aus plastischen Massen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH213096A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1012427B (de) * | 1951-03-01 | 1957-07-18 | Courtaulds Ltd | Spinnduese zur Herstellung von Kunstfaeden u. dgl. |
-
1939
- 1939-06-01 CH CH213096D patent/CH213096A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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