CH213258A - Verfahren zum Verkleben von Holz und ähnlichen Werkstoffen. - Google Patents

Verfahren zum Verkleben von Holz und ähnlichen Werkstoffen.

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CH213258A
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Description


  Verfahren zum Verkleben von Holz und     ähnliehen    Werkstoffen.    Es ist häufig versucht worden, Stärke  umwandlungsprodukte, die bekanntlich als  Klebstoffe für Papier,     Kartonnagen    und  ähnliche     Klebungen    ausgezeichnet geeignet  sind, als     Klebstoff    für Holz und ähnliche  Werkstoffe zu verwenden. Diese Versuche  waren bisher erfolglos.  



  Es wurde nun gefunden, dass Stärke  umwandlungsprodukte, wie z. B.     Quellstärke     und     Dextrin,    ausgezeichnete Holzklebstoffe  ergeben, wenn man ihnen Kondensationspro  dukte aus     Melamin    und Aldehyden, insbe  sondere Formaldehyd, zufügt.     Melamin-          Formaldehyd-Kondensationsprodukte    sind  als Klebstoff für sich allein oder im Gemisch  mit andern durch Einwirkung von Form  aldehyd Harze ergebenden Körpern, wie  Harnstoff,     Guanidin    oder     Dicyandiamid    be  kannt.

   Es war jedoch nicht vorauszusehen,  dass ein Zusatz von     Melamin-Aldehyd-Kon-          densationsprodukten    zu Stoffen, die an sich  mit Formaldehyd     unter    den Bedingungen des  vorliegenden Verfahrens nicht reagieren, wie         Quellstärke    oder     Degtrin,    ausgezeichnete  Holzklebstoffe     ergibt.    Die     Gewinnung    der  Klebemittel erfolgt zweckmässig in folgen  der Weise.  



  Durch Umsetzung von     Melamin    und Al  dehyden, insbesondere Formaldehyd     bezw.     Formaldehyd abgebenden Stoffen, wird eine  Lösung eines Kondensationsproduktes herge  stellt. Dabei können beschleunigende Stoffe,  wie Säuren oder indifferente Verdünnungs  mittel, wie Alkohol oder Azeton,, anwesend  sein. Die Lösung wird im Vakuum zur  Trockne gedampft. Das Eindampfen kann  auch nach irgendeinem speziellen     Eindamp-          fungsverfahren,    z. B. durch Behandlung auf  Walzentrocknern oder durch Zerstäuben der  Lösungen in     einem        Zerstäubungstrocknungs-          turm    geschehen.

   Das erhaltene feste Pro  dukt wird, falls nötig, zerkleinert und mit       Stärkeumwandlungsprodukten,    wie Quell  stärke oder     Dextrin,    vermischt. Durch Auf  lösen dieses Gemisches in Wasser wird eine       pastenartige    Masse erhalten, die auf Holz      aufgestrichen werden     kann.    Die Hölzer wer  den dann zweckmässig     unter    Druck und       Hitze    verleimt.  



  Gegebenenfalls kann den     Stärkeumwand-          lungsprodukten    noch native     Stärke    als Ver  dickungsmittel zugesetzt werden.  



  Die beschriebene     Arbeitsweise    hat den  Vorteil, dass man trockene und unbegrenzt  haltbare     Klebstoffpräparate    erhält, die erst  vom Verbraucher kurz vor der Verarbeitung  durch Auflösen in Wasser gebrauchsfertig  gemacht werden. Man kann selbstverständ  lich auch Lösungen von     Melamin-Formalde-          hyd-Kondensationsprodukten    den Stärke  umwandlungsprodukten zufügen. Die An  wendung von Lösungen hat jedoch den Nach  teil, dass diese Präparate nicht unbegrenzt  haltbar sind, da die Lösungen von     Melamin-          Formaldehyd    - Kondensationsprodukten die  Neigung zum Gelatinieren und     Bröckligwer-          den    zeigen.

   Es ist ferner zweckmässig, den  Leimpräparaten vor der Anwendung einen  die Härtung beschleunigenden Stoff     zllzll-          fügen.    Hierfür kommen Säuren, saure Salze  oder sonstige säureabspaltende Stoffe in  Frage. Am besten geeignet erscheinen Salze  wie     Ammoniumchlorid.    Bei der Verwendung  von trockenen Produkten wird zum Beispiel       Ammoniumchlorid    dem trockenen Gemisch  von zum Beispiel     Dextrin    und     Melamin-          Formaldehyd-Kondensationsprodukten    zuge  mischt.  



  Die mit den oben beschriebenen Klebstof  fen erhaltenen     Verklebungen    von Holz sind  überraschenderweise auch bei Verwendung  von Gemischen von zum Beispiel<B>80%</B>     Dex-          trin    und 20%     Melamin-Formaldehyd-Kon-          densationsprodukten    völlig wasserfest.

   Bei  Verwendung von 90 bis     95%        Dextrin    oder       Quellstärke    und 5 bis<B>10%</B>     Melamin-          Formaldehyd-Kondensationsprodukten    wer  den noch vollkommen feste     Illolzverklebun-          gen    erhalten, bei deren Zerreissen ein Bruch  im Holz und nicht in der Leimstelle eintritt.  Diese     Klebungen    sind allerdings nur be  schränkt wasserfest. Sie lassen sich während  24 Stunden in Wasser     lagern,    ohne dass sie  auseinanderfallen.

      Nach vorliegendem Verfahren gelingt es  also, unter     Mitverwendung    von     Melamin-          Aldehyd-Kondensationaprodukten        Verklebun-          gen    von hervorragenden     Eigenschaften    auch  auf wirtschaftliche Weise zu erhalten.    <I>Beispiele:</I>       1..    126 Teile     Melamin    werden mit 500       Teilen    38     l        igem    Formaldehyd und     3ü0    Tei  len Alkohol bis zur Auflösung des     Melamins     erwärmt. Die Lösung wird im Vakuum ein  gedampft.

   Der     Eindampfrückstand    wird so  weit zerkleinert, dass er durch ein Sieb mit       1;30    Maschen hindurchgeht. Es werden ge  mischt: 3 Teile von dem gepulverten     Ein-          dampfrüekstand,    7 Teile     Dextrin    und 0,1  Teil     Ammoniumchlorid.    1 Teil von diesem  Gemisch wird in die     11/2fache    Wassermenge  eingerührt. Dabei löst sich das     Dextrin    auf,  das     Melamin-Formaldehyd        -Kondensations-          Produkt    quillt, aber löst sieh nicht vollstän  dig.

   Mit diesem Gemisch wird Holz bestri  chen und 10     Minuten        bei    130 bis 140' zu  sammengepresst. Die     Klebung    ist vollkom  men wasserbeständig, die Hölzer halten nach       15stündigem    Auskochen noch zusammen.  



  2. 2 Teile des fein     gepulverten,    nach den  Angaben von Beispiel 1 hergestellten     Mel-          amin    - Formaldehyd - Kondensationsproduktes  werden mit 6 Teilen     Dextrin,    2 Teilen einer  nach an sich bekannten Methoden hergestell  ten     Quellstärke    und 0,1 Teil Ammonium  Chlorid gemischt: Das     Gemisch    wird in der       11/2fachen        Wassermenge    angerührt. Es ent  steht nach einigen     Minuten    eine schleimige  zügige Masse, die sich gut verstreichen lässt.  Die     Holzklebung    wird wie in Beispiel 1 aus  geführt.

   Die     Klebung    ist gegen kaltes Was  ser beständig.  



  3. Es wird ein Gemisch von 1 Teil des  in Beispiel 1 beschriebenen, trockenen     Mel-          amin-    Formaldehyd -Kondensationsproduktes,  7 Teilen     Dextrin,    2 Teilen     Quellstärke    und  0,1 Teil     Ammoniumchlorid    hergestellt. Das  Gemisch wird in 15 Teilen Wasser angerührt  und, wie in Beispiel 1 und 2 beschrieben.  zu     Klebungen    von Holz verwendet. Auch      diese     Klebung    ist noch gegen 24stündige Be  handlung mit kaltem Wasser beständig.  



  4. 126 Teile     Melamin    werden in 300 Tei  len 38%iger     Formaldehydlösung    durch Er  wärmen auf<B>80'</B> aufgelöst. Das Reaktions  gemisch wird sofort nach Lösung des     Mel-          amins    im Vakuum zur Trockne eingedampft  und zerkleinert. Es werden davon ungefähr       200    Teile erhalten.  



  Von dem Reaktionsprodukt werden 30  Teile mit 20 Teilen einer aus Kartoffel  stärke nach bekannten Methoden erhaltenen       Quellstärke,    50 Teilen unbehandelter Kartof  felstärke und 2,5 Teilen     Ammoniumchlorid     vermischt. Das Gemisch wird in der     3,5-          fachen    Wassermenge angerührt. Nach etwa  10 Minuten dauerndem Rühren ist ein vis  koser, gut streichfähiger Leim entstanden.  



  Mit diesem Leim lässt sich Sperrholz in  folgender Weise herstellen. Auf Buchen  furniere von etwa 2 mm Stärke wird der  Leim mit einer beliebigen Auftragsvorrich  tung in einer Menge von 150 bis 200 g pro  Quadratmeter Furnier     aufgebracht.    Es wer  den drei Furniere aufeinander gelegt und in  einer     Sperrholzpresse    bei einem Druck von  15 kg pro Quadratzentimeter 8 Minuten bei  105 bis<B>110'</B> gepresst. Die Leimfestigkeit in  trockenem Zustand ist so gross, dass bei einem  Versuch der Trennung Holzbruch eintritt.  Nach 48 Stunden dauernder Wasserlagerung    hat die     Verleimung    in feuchtem Zustand eine  Festigkeit von etwa 10 kg pro Quadratzenti  meter.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Verkleben von Holz und ähnlichen Werkstoffen, dadurch gekennzeich net, dass man als Klebemittel eine Mischung von einem Stärkeumwandlungsprodukt und einem Melamin-Aldehyd-Kondensationspro- dukt verwendet. . UNTERANSPRÜUCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Melamin- Aldehyd-Kondensationsprodukt ein Mel- amin-Formaldehyd -Kondensationsprodukt verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Melamin- Aldehyd-Kondensationsprodukt mInde- stens .einen die Härtung beschleunigenden Stoff zufügt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der Mischung aus Stärkeumwandlungsprodukt und Mel- amin-Aldehyd-Kondensationsprodukt na tive Stärke als Verdickungsmittel zu setzt.
CH213258D 1938-04-13 1939-02-14 Verfahren zum Verkleben von Holz und ähnlichen Werkstoffen. CH213258A (de)

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